Erwartungen an Hormoneinnahme
Erwartungen an Hormoneinnahme - # 3

exuser-08-03-2013

Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 31 im Thema

Beitrag von exuser-08-03-2013 »

Hallo zusammen,
vorweg - als nicht-TS sondern nur in gewissem Mass TV bin ich nicht persönlich betroffen, aber ich finde das Thema trotzdem interessant.
Super informativ finde ich die Beiträge von Nina und Bianca auf der ersten Seite, danke :!:
Das erschreckt mich schon, wie man mit seinem Körper so Schindluder treiben kann, mag hart klingen, aber es fällt mir grad kein passenderes Wort ein. Ich habe ja schon über GA Operation gelesen, aber die "Hormontherapie" ist auch schon eine Art , wie man seinen Körper und seine Persönlichkeit mit technischen Mitteln (der Medizin) verändern - um nicht zu sagen - verunstalten kann.
Normalerweise bin alles andere als moralisierend - aber ich frage mich da schon, woher wir das Recht nehmen , den menschlichen Körper so umzuformen, nur weil es die technischen Möglichkeiten dazu gibt. Die Medizin sollte dazu da sein, um Krankheiten zu heilen.

Umso mehr Respekt habe ich vor Transsexuellen und Transvestiten, die den Mut haben, ihre Neigung ohne diese chemische Keule auszuleben. @lucy und @anja - eure Beiträge zu diesem Thema fand ich in diesem Sinn wohltuend.

Ich sehe da auch einen Grundwiderspruch:
Einerseits wird immer gesagt, TS und TV ist keine Krankheit, drum kann man das auch nicht wegtherapieren. Dieser Aussage stimme ich zu.
Andererseits lassen sich dann aber die gleichen Leute sich von Psychiatern als "krank" begutachten, damit Hormontherapie und Operation von der Krankenkasse (also von allen) bezahlt werden.
Das passt nicht zusammen. Also es ist zwar menschlich dass man nimmt was man kriegt, aber richtig ist es nicht.
exuserin-2014-05-17

Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 32 im Thema

Beitrag von exuserin-2014-05-17 »

Hallo Edeka,

wenn du das Gefühl hättest im falschen Körper geboren zu sein, hättest du das Recht und vermutlich den Wunsch den Körper an dein Ich anzupassen. Ich finde das völlig okay und vertretbar. Es kann ein hoher Leidensdruck durch eine solche Lage entstehen, bis zum Selbstmord. Der ist dann auch eine künstliche Veränderung des Körpers...

Liebe Grüße

Lara
Bianca D.
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Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 33 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin Edeka,

Herzlichen Glückwunsch! Wozu? Zu deinem gesunden stimmigen Verhältnis von Körper,Geist und Seele,das es dir erspart sich mit Depressionen und mangelndem Selbstwertgefühl herum zu quälen.Ich wünsche dir wirklich nichts Schlechtes,aber ein Tag aus meinem Leben vor Beginn der Transition würde dir wohl schon reichen, um zu erkennen,daß wir TS sehr wohl krank sind! Nicht an der Diagnose F64.0 sondern krank durch die seelischen Auswirkungen der Dissonanzen zwischen genannten Polen. Und gerade weil uns die Risiken und Nebenwirkungen bewußt sind,wir sie trotz alledem in Kauf nehmen,sollte dir eigentlich verdeutlichen,wie hoch der Leidensdruck ist. Soviel dazu.

Gruß Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
exuser-08-03-2013

Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 34 im Thema

Beitrag von exuser-08-03-2013 »

Hallo Bianca und Lara,
naja, ich wollte auch niemanden persönlich angreifen, und so wie ich aus vielen Beiträgen von dir, Bianca, gelesen habe, hat es bei dir ja auch sehr gut funktioniert, dazu beglückwünsche ich dich auch !
Die medizinischen Möglichkeiten, die es heute gibt, werfen an vielen Stellen sehr grundlegende Fragen auf, die man je nach Standpunkt unterschiedlich beantworten kann. Sei es bei künstlicher Lebensverlängerung bzw Sterbehilfe, pränatale Untersuchungen, Schönheitsoperationen.
Ich unterschätze auch nicht Depressionen, die gibt es auch aus anderen Gründen und sind natürlich eine Krankheit, die man behandeln muss, fragt sich nur wie.
Ich möchte jetzt auch keine längere Diskussion daraus machen, wollte nur meinen Standpunkt einwerfen, weil dieser Aspekt sonst immer zu kurz kommt.

Allen wünsche ich noch eine frohe gesunde Woche !
---))) Gruss, Edeka
Caira

Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 35 im Thema

Beitrag von Caira »

Bianca D. hat geschrieben:Moin Edeka,

Herzlichen Glückwunsch! Wozu? Zu deinem gesunden stimmigen Verhältnis von Körper,Geist und Seele,das es dir erspart sich mit Depressionen und mangelndem Selbstwertgefühl herum zu quälen.Ich wünsche dir wirklich nichts Schlechtes,aber ein Tag aus meinem Leben vor Beginn der Transition würde dir wohl schon reichen, um zu erkennen,daß wir TS sehr wohl krank sind! Nicht an der Diagnose F64.0 sondern krank durch die seelischen Auswirkungen der Dissonanzen zwischen genannten Polen. Und gerade weil uns die Risiken und Nebenwirkungen bewußt sind,wir sie trotz alledem in Kauf nehmen,sollte dir eigentlich verdeutlichen,wie hoch der Leidensdruck ist. Soviel dazu.

Gruß Bianca
Kann ich absolut unterstreichen!!!
Ich warte eigentlich nur darauf, dass mein Leidensdruck so groß wird, dass mir jegliche Risiken, Konsequenzen, usw. absolut egal sind. Ob Chemie, Natur oder nicht ist mir da echt vollkommen Schnurz ... ich denke seit vielen Wochen nur noch 24/7 daran. Es belastet mich, hält mich vom arbeiten ab, ich habe wenig Zeit für andere Dinge - die interessieren auch gerade wenig. Mein Kopf dreht nur um das TS-Thema und natürlich maßgeblich darum, dass ich mich nicht wohl fühle - ich leide darunter. Erwische mich öfter mal ein Glas mehr trinken seitdem. Ich fühle mich zwischen den Stühlen - man kann nirgends Platz nehmen und ist immer in Bewegung, die Gedanken kommen nicht zur Ruhe.

Krankheit? Nein, es wird nur als Krankheit diagnostiziert, damit die Krankenkassen das bezahlen. Das ist absoluter Irrsinn - es geht nur um das bürokratische. Das man die Menschen damit diskriminiert interessiert keinen. Aber das sind wir ja als TS durchaus gewöhnt!
Ninakadin
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Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 36 im Thema

Beitrag von Ninakadin »

Edeka hat geschrieben: ...
Oha, das ist ja mal eine Meinung!

Ich kann Dir ja mal (nicht nur) meine Auffassung zum Thema "Krankheit oder nicht und was macht man dann" darlegen.

Offiziell ist TS eine psychische Krankheit, eine Störung der Geschlechtsidentität. Das liegt daran, dass in den entsprechenden Gremien, seit Jahrzehnten ein Clique von psychiatrischen Ärzten sitzt, die Transsexuellen-Forschung ist da viel weiter. Ich nenne da jetzt mal stellvertretend Dr. rer. nat. Udo Rauchfleisch, der sehr gute Fachliteratur zu dem Thema geschrieben hat. Er spricht von einer "Normabweichung", die darin besteht, dass der Körper die Merkmale des einen Geschlechts hat, und das Gehirn genau entgegengesetzt gepolt ist. Das passt dann schlecht zusammen und Transsexuelle leiden darunter, dass diese zweit Teile nicht zusammenpassen. Man hat Jahrzehnte lang versucht, die Psyche so zu ändern, dass sie den Körper akzeptiert, und ist damit kläglich gescheitert. Den Körper dem empfundenen Geschlecht anzupassen ist hingegen möglich, und damit kann man diesen Menschen wirklich helfen. Der Leidensdruck kann nämlich ziemlich enorm werden, Suizide sind nicht selten. Und jetzt erkläre mir mal bitte, mit welcher Berechtigung Du diesen Menschen diese Behandlung verweigern möchtest, bzw. sie schlecht heisst? Findest Du die Wort "Schindluder treiben" und "verunstalten" nicht etwas anmaßend?

Und wer, wenn nicht ich selbst, hat das Recht über meinen Körper zu entscheiden?

Und zum Deinem Grundwiderspruch: Das hat was mit Ehrlichkeit zu tun. Wenn sich Transsexuelle nicht als psychisch krank empfinden, aber trotzdem behandlungsbedürftig sind, ist das kein Widerspruch. Eine Schwangerschaft wird auch ärztlich behandelt und es kommt ja wohl niemand auf die Idee, dass sei eine Krankheit. Und in diese Richtung gehen die Vorschläge der Transsexuellen-Arbeitsgruppen bezüglich der Reformation des TSG.

Und dass Du bei diesem Thema TS und TV in einen Topf schmeisst, ist aussagekräftig.

Nina
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Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 37 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Edeka!
Ich bin zwar nur TV, genauer CD im ursprünglichen Sinne (vergleich Wikipedia). Aber Deine Ausführungen sind mir etwas übel aufgestoßen. Mag daran liegen, dass ich mich mit dem Thema TS auch ein wenig beschäftige, wenn auch nicht so intensiv wie die Betroffenen, welchen Du meines Erachtens mit Deiner Aussage Unrecht antust. Wer seelisch unter etwas leidet braucht Hilfe. Da bei Transsexuellen Körper, Geist und Seele keine Einheit bilden, weil Körper und Geist im falschen Körper sind, ist ein seelischer Leidensdruck vorhanden. Nina hat hier die passenden Anmerkungen als Betroffene geschrieben.
Wir TV sind da im Vorteil, wir leiden nur wenn wir mit uns selbst nicht im reinen sind. Beispiele gibt es hier im Forum ja. Es gibt aber auch die, welche wie ich als CD zufrieden sind. Nur Mann war für mich nicht befriedigend. Ich könnte auch auf den Mann verzichten, aber ich leide nicht unter ihm. Muss aber wiederholen, dass ich den Körper einer Frau auch bevorzugen würde, um meiner Willen.
Liebe Grüße
Verena
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Lakota Sioux
exuser-08-03-2013

Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 38 im Thema

Beitrag von exuser-08-03-2013 »

Hallo Nina,
Ich weiss schon, dass ich da an's eingemachte gehe, drum will ich nochmal eine Antwort schreiben, und da du mich auch direkt dazu gefragt hast...
Nina B. hat geschrieben: ...Er spricht von einer "Normabweichung", die darin besteht, dass der Körper die Merkmale des einen Geschlechts hat, und das Gehirn genau entgegengesetzt gepolt ist. Das passt dann schlecht zusammen und Transsexuelle leiden darunter, dass diese zweit Teile nicht zusammenpassen.
Ich bin nicht mit diesem Absolutheitsanspruch einverstanden - Geist im falschen Körper, "Gehirn entgegengesetzt gepolt". Ein Gehirn ist nicht gepolt, aber es gibt eine Psyche, und die hat weibliche und männliche Anteile, in unterschiedlichen "Gewichtsanteilen". Während der Körper in der Regel dual ist, ist es die Psyche halt nicht. Und jetzt kommt der TS, der sagt "doch, ich bin psychisch 100 % Frau im Männerkörper". Nee, sorry, ist mir zu einfach.
Ab wann ist man dann TS ? Ich kann es nicht messen, ich sage nur - der Übergang TV zu TS ist fliessend, das ist nicht "in einen Topf schmeissen", ich denke aber dass die Neigung an sich dieselbe ist, nur dass es beim TV weniger stark ausgeprägt ist, und dass er damit pragmatischer umgeht und sich selbst besser akzeptieren kann.
Nina B. hat geschrieben: Den Körper dem empfundenen Geschlecht anzupassen ist hingegen möglich, und damit kann man diesen Menschen wirklich helfen. Der Leidensdruck kann nämlich ziemlich enorm werden, Suizide sind nicht selten. Und jetzt erkläre mir mal bitte, mit welcher Berechtigung Du diesen Menschen diese Behandlung verweigern möchtest, bzw. sie schlecht heisst?
Die Krankheit, die der Behandlung bedarf, ist die Depression, soweit sind wir uns ja einig. Damit ist auch der Leidensdruck verbunden.
Was ich nicht akzeptiere ist das Totschlagargument Suizid. Es ist bekannt, dass es auch bei Menschen nach körperlicher Geschlechtsumwandlung Suizid Fälle gibt. Ich wäre da sehr vorsichtig zu beurteilen, wie man das verhindern kann, sicher heisst das Patentrezept nicht "Operation/Hormon".
Nina B. hat geschrieben: Findest Du die Wort "Schindluder treiben" und "verunstalten" nicht etwas anmaßend?
Ich finde die Worte durchaus treffend, einfach aus dem Grund weil an einem organisch intakten Körper rumgeschnippelt bzw dieser pharmazeutisch grundlegend verändert wird.
Man kann es auch so sagen - man lässt sich von Dr.Frankenstein vom Mann zu einer Art Monsterfrau verändern.
Aber das Stichwort 'anmaßend' ist gut - anmaßend finde ich den Anspruch, sich das dann auch noch von allen Versicherten bezahlen zu lassen. Anmaßend, weil es genügend Kranke, Behinderte, Pflegefälle gibt, die Behandlungen brauchen für die nicht genügend Geld da ist.
Nina B. hat geschrieben: Und wer, wenn nicht ich selbst, hat das Recht über meinen Körper zu entscheiden?
Kein anderer ! Aber es gibt ganz anders gelagerte Fälle, bei denen es auch darum geht, über seinen Körper zu bestimmen, die auch umstritten sind, die aber meiner Meinung nach viel gerechtfertigter sind:
Sterbehilfe, Abtreibung ("mein Bauch gehört mir")
Nina B. hat geschrieben: Wenn sich Transsexuelle nicht als psychisch krank empfinden, aber trotzdem behandlungsbedürftig sind, ist das kein Widerspruch. Eine Schwangerschaft wird auch ärztlich behandelt und es kommt ja wohl niemand auf die Idee, dass sei eine Krankheit.
... klar, aber die Behandlung Schwangerschaft/Geburtshilfe ist eine notwendige für die Gesundheit von Mutter und Kind, die "Hormontherapie" ist aber eine Umgestaltung (und eine riskante noch dazu) - womit wir wieder bei Frankenstein :shock: wären.

Und nochmal für diejenigen, die meinen ersten Beitrag nicht gelesen haben:
Ich wollte nichts gegen Transsexuelle schreiben, es geht nur um das Thema Hormontherapie. Ich habe volles Verständnis für TS und finde es gut, wenn sie den Mut haben ihre Frauenrolle (ohne pharmazeutische Umgestaltung) auszuleben !

LG von Edeka (so)
Caira

Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 39 im Thema

Beitrag von Caira »

Edeka hat geschrieben: Man kann es auch so sagen - man lässt sich von Dr.Frankenstein vom Mann zu einer Art Monsterfrau verändern.
Aber das Stichwort 'anmaßend' ist gut - anmaßend finde ich den Anspruch, sich das dann auch noch von allen Versicherten bezahlen zu lassen. Anmaßend, weil es genügend Kranke, Behinderte, Pflegefälle gibt, die Behandlungen brauchen für die nicht genügend Geld da ist.
Sorry, aber da fällt mir echt nur AUWEIA ein!! Bei Dir sind also nur die krank, die mit dem Kopf unterm Arm zum Arzt kommen. Schon klar. Die Burnout-Leute sind auch selbt schuld, hätten ja nicht so viel arbeiten müssen. Die Depressiven sollen sich nicht so haben - mal nen lustigen Film gucken und dann wird das wieder ... dir fehlt da das komplette Grundverständnis. So kann man doch keine Menschen behandeln! Soll ich Dir mal was sagen: die meisten Kosten bei den KKs werden in diesem Land durch Herzkreislauferkrankungen, Diabetes & Co. verursacht - die typischen Alterskrankheiten. Und weißte was: die meisten Dinge davon sind selbst verschuldet. Das wird dir jeder Arzt bestätigen. Die Leute sind zu bequem, ernähren sich ungesund, rauchen, usw. ... so sieht die Realität aus ...

... und Du wirfst den Hand voll TS, die sich ihr Leben lang rumquälen, vor, dass sie den KKs auf der Tasche liegen und sich zu Monstern umbehandeln lassen. Sorry, aber da fehlen mir die Worte. Bist Du TS? Weißt du wie das ist? Hast Du gedacht, wir haben uns das hier ausgesucht? Mir macht das auch keinen Spaß, ganz ehrlich! Das hat nichts mit Leidenschaft zu tun, sowas wie'n Hobby. Ich brauche meine "Dosis Frau" am Tag, damit ich mich gesund fühle und nicht wieder die nächste Störung aufgable, despressiv werde. Die Lösung war so einfach, aber ich habs über Jahre nicht kapiert und habe einem Phantom hinterher gejagt.

LG Caira

P.S. Ich würde eigentlich gern zum Thread-Thema zurückkehren ... im übrigen zahle ich von mir aus den Kram auch allein, mache Schulden, arbeite bis zum Umkippen. Immer noch besser als sein wahres Ich einzuschließen.
exuser-08-03-2013

Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 40 im Thema

Beitrag von exuser-08-03-2013 »

caira hat geschrieben: Bei Dir sind also nur die krank, die mit dem Kopf unterm Arm zum Arzt kommen. Schon klar. Die Burnout-Leute sind auch selbt schuld, hätten ja nicht so viel arbeiten müssen. Die Depressiven sollen sich nicht so haben - mal nen lustigen Film gucken und dann wird das wieder ...
Also caira, das mit Depression habe ich ausdrücklich ganz im Gegenteil geschrieben ! Da liegst du jetzt daneben.
Was du mit Kosten von andern Krankheiten schreibst - stimmt, da hast du recht, das macht in der Masse viel mehr aus. Also das soll jetzt nicht mein Hauptargument gewesen sein , :(
Was für dich gut ist, musst du sowieso selber wissen. Das Thema das ich aufgegriffen habe, hat hier gepasst, dass ich manche gegen mich aufbringe, damit kann ich leben. Hat jedenfalls nichts mit dir zu tun.
Grüssle, Edeka.
Bianca D.
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Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 41 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin Edeka,

ich weiß ja nicht,auf welchem Trip du gerade unterwegs bist,aber deine Äußerungen zeigen doch ganz deutlich,daß du von der Symptomatik bei TS mal null Plan hast.Wie, bitte schön,soll denn deiner Meinung nach eine therapeutische Behandlung von TS aussehen? Gehirnwäsche,damit wir unseren Männerkörper als richtig empfinden?Ich wußte schon,warum ich mich eine Zeit lang hier still verhalten habe und solche Beiträge bestärken mich nur darin,es wieder zu tun.Schade nur für die Anderen,die von meinen Erfahrungen profitieren können.

Tschöö
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Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 42 im Thema

Beitrag von ab08 »

Edeka hat geschrieben:
Ich wollte nichts gegen Transsexuelle schreiben, es geht nur um das Thema Hormontherapie. Ich habe volles Verständnis für TS und finde es gut, wenn sie den Mut haben ihre Frauenrolle (ohne pharmazeutische Umgestaltung) auszuleben !

LG von Edeka (so)
Hallo Edeka,

es fällt mir schwer, hier was zu schreiben. Einige versuchten es bereits und scheiterten. Deine Worte zeigen, dass Du unsere Situation nicht ganz verstehst.

Ich bin eine transsexuelle Frau. Ich habe zahlreiche Belege dafür, kenne sogar die auslösenden Ereignisse während der Schwangerschaft meiner Mutter. Nach langjähriger Forschung, Befragung von Zeugen etc. kenne ich bei mir sogar den Zeitpunkt, vgl. Beinbruch, recht genau. Natürlich waren die Ursachen multikausal, aber das wird zu persönlich, daher gehe ich nicht darauf ein...

TS-Frau bedeutet: Seit der Pubertät bekämpft die männliche Hormonproduktion die Persönlichkeit.

Ohne Hormontherapie bekam ich zahlreiche, immer schwerere gesundheitliche Probleme, bis hin zu einer Krebs-Vorstufe, die eine OP, mit 6-monatiger Nachbehandlung, erforderte. Die Operation, vorherige und spätere Behandlungen waren ziemlich teuer und bezahlte die KK . Kurz vor der nächsten OP kam aber mein 'Outing' :wink: - Das Outing und die intensive Hormontherapie machten aber weitere Ops überflüssig. :wink: Seitdem war ich keinen Tag(!) mehr krank und ich erwarte, dass, wenn ich 2016 in Ruhestand gehe, mehr als 40 Jahre Vollzeit im Beruf war. Hormone kommen das Gesundheitssystem bedeutend billiger. Wenn die Behandlung rechtzeitig einsetzt, hat die Gesellschaft voll einsatzfähige Arbeitskräfte und vermeidet Kosten.

Liebe Grüße, vielleicht wird es über finanzielle Argumente verständlich, - Menschlichkeit zählt ja heute meist nicht mehr -
wenn nicht, entschuldige bitte meine schlechte Didaktik ...

LG
ab
Zuletzt geändert von ab08 am Di 18. Sep 2012, 21:46, insgesamt 1-mal geändert.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 43 im Thema

Beitrag von Ninakadin »

Edeka hat geschrieben: Man kann es auch so sagen - man lässt sich von Dr.Frankenstein vom Mann zu einer Art Monsterfrau verändern.
Aber das Stichwort 'anmaßend' ist gut - anmaßend finde ich den Anspruch, sich das dann auch noch von allen Versicherten bezahlen zu lassen. Anmaßend, weil es genügend Kranke, Behinderte, Pflegefälle gibt, die Behandlungen brauchen für die nicht genügend Geld da ist.
Also,

- nein, gegen Stammtisch zu argumentieren funktioniert nicht, ist verschwendete Lebenszeit.

Hab' ein schönes Leben!

Nina
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Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 44 im Thema

Beitrag von Jalana »

Bianca D. hat geschrieben:Moin Edeka,

ich weiß ja nicht,auf welchem Trip du gerade unterwegs bist,aber deine Äußerungen zeigen doch ganz deutlich,daß du von der Symptomatik bei TS mal null Plan hast.Wie, bitte schön,soll denn deiner Meinung nach eine therapeutische Behandlung von TS aussehen? Gehirnwäsche,damit wir unseren Männerkörper als richtig empfinden?Ich wußte schon,warum ich mich eine Zeit lang hier still verhalten habe und solche Beiträge bestärken mich nur darin,es wieder zu tun.Schade nur für die Anderen,die von meinen Erfahrungen profitieren können.

Tschöö
Hallo Bianca,

in diesem Thread haben Viele ihre Meinung geäußert und dabei sehr hilfreiche und konstuktive Beiträge geleistet. Und gerade die Betroffenen und damit meine ich insbesonere Nina, ab und Dich, haben hier sachlich und kompetet die Faktenlage beschrieben. Ich denke, dass ich das durchaus beurteilen kann, da ich mich bereits seit einigen Jahren mit dem Thema TS zwangsläufig beschäftige: Der Partner meiner Tochter ist ein Transmann, mit dem ich im Laufe der Jahre viele offene Gespräche über seine Entwicklung und das Thema TS geführt habe.

Ich fände es schade, wenn Du Dich jetzt wegen der meines Erachtens inkompetenten Meinung einer einzelnen Person aus der Debatte bzw. dem Thema zurückziehen würdest. Deine Kompetenz - nicht nur zu diesem Thema - wird hier weiterhin gebraucht. Deshalb bitte ich Dich, diese Einwände einfach zu ignorieren und in alter Frische weiter Aufklärungsarbeit zu leisten.

LG
Jalana

@all: Sorry, das war etwas off-topic, musste aber sein
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Re: Erwartungen an Hormoneinnahme

Post 45 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Edeka!
Bei einer Abtreibung entscheidet eine Frau über ihren Bauch und(!!!) über das Leben eines ungeborenen Menschen. Übrigens haben viele Frauen, welche eine Abtreibung haben vornehmen lassen, hinterher Gewissensbisse. Eine Transexuelle Person entscheidet nur über den eigenen Körper. Bei Sterbehilfe hilft man Jemanden der sterben möchte und zur Leidensbefreiung. Leidensbefreiung findet auch bei einer Geschlechtsumwandlung statt. Eine Geschlechtsumwandlung ohne Hormontherapie und GaOP? Ist das nicht Wunschdenken? Glaubst Du wirklich das ein TS diese Tortur auf sich nehmen würde, wenn es eine bessere Alternative gäbe? Aber Vieleicht weist Du ja mehr als ich, dann kläre mich bitte auf.
Liebe Grüße
Verena
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Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux
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