gabo hat geschrieben: Mi 23. Sep 2026, 15:58
Was bis jetzt herausgefunden wurde. Ich bin zu Fett, habe zu wenig eisen. Und meine Hormonwerte sind etwas zu niedrig. Aber sonnst alles top; Sogar der Zucker und Cholesterin, da hatte ich etwas Angst.
Ich möchte mit meinem Arzt besprechen wie ich ca. 50kg Abnehmen kann (ja ich weiss ich bin mit knapp 130KG zu fett). Und das nicht schnell. Mir schwebt da ein Zeitrahmen von ca. 3-4 Jahren vor.
Da kann ich eventuell helfen. Ich hab das vor 15 Jahren einmal gemacht (von 114 auf 79kg) und nach einer stressigen Zeit, wo ich nicht drauf geachtet habe, bin ich gerade wieder dabei. 118 kg Ende März, aktuell 99, Ziel wieder 80. Kein "Patentrezept", nur Physik, Chemie und Dreisatz. Und Sport kommt, wenn es geht, weil das mit viel Gewicht weder geht noch Spass macht. Wenn du magst: Schreib mich an.
gabo hat geschrieben: Mi 23. Sep 2026, 15:58
Und nun das Schräge. Ich möchte meinen Hausarzt fragen, ob ich weibliche Hormone Bekommen könnt um etwas Busen zu bekommen.
Hat da jemand Erfahrung dazu? Ist es überhaupt realistisch, dass bei einem ü60 jährigen sich bei der Brust noch was tut (lese hier zum Teil wundersame Sachen)? Oder ist der Hausarzt der Falsche?
Das ist nicht schräg. Ich hab mit 52 das Wort nichtbinär gelernt. Das war der Tropfen, der das "bin ich trans?" Fass zum überlaufen brachte. Hormone funktionieren. Es ist bloss nicht genau vorhersagbar, wie, wo und wie stark. Und ja, du kannst den Hausarzt probieren und ihm klar sagen, dass es dein privates Projekt ist und ohne gleich ne volle Transition hinzulegen. Und du kannst mehr als einen fragen. Meinem Endo hab ich damals erklärt, dass ich ihn eigentlich nur als medizinischen Beobachter engagieren will, weil ich mir das Zeug in jedem Fall beschaffe, zur Not grau. Das hat vielleicht geholfen, aber auch, dass ich klar und deutlich und informiert war.
In usnerem Alter ist es durchaus sinnvoll, sich regelmässig checken zu lassen. Estradiol erhöht die Wahrscheinlichkeit von Gallensteinen. Dein Hämoglobin geht runter, auf Eisenmangel musst du achten (richtige Tabelle nehmen!) und ein paar andere Mineralien. Muskelkraft und Kondition gehen bis zu 15..20% runter. Das Unterhautfettgewebe nimmt ab, was die Haut dünn und zart macht - und blaue Flecken häufiger.
Ein Thema wurde meines Wissens nicht erwähnt: Es
kann sein, dass du eine emotionale Achterbahn erleben wirst. Ich hatte mich für seelisch sehr stabil gehalten und war völlig überrumpelt, was ich plötzlich zu fühlen in der Lage war. Mein "man shield" war weg, an dem vorher alles abgeprallt und abgetropft ist. Also: Ich hab wohl 40 Jahre nicht geweint, und ab da ging's los. Und immer noch. Und die Welt wurde bunt und komplex. Das kriegt sich irgendwann wieder ein. Ich rate allerdings dazu, Leute in der Nähe zu haben, die dich gut kennen, und mit denen du im Fall des Falles vorbehaltlos solche Konfusion und Selbst-Neu-Findungen bereden kannst. Das wäre bei einer "regulären" Transition Teil der Begleittherapie oder wenigstens eine gute trans Selbsthilfegruppe.