Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt
Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Antworten
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27559
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 208 Mal
Danksagung erhalten: 2441 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Du suchst einen passenden Spruch für den Christopher Street Day? Hier findest du christliche Plakatsprüche, Banner-Ideen und Botschaften für den CSD 2026 – von Bibelzitaten bis zu klaren Statements für Liebe, Vielfalt und gegen Queerfeindlichkeit.

https://www.sonntagsblatt.de/artikel/me ... -den-pride
Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4088
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 315 Mal
Danksagung erhalten: 1426 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 2 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Hm. Hat ein Gschmäckle für mich. Ich kann rational und emotional gut nachvollziehen, wenn queere Menschen, die auch gläubig sind, das in Verbindung darstellen möchten. Auch wenn progressive Gemeinden das wollen. Gleichzeitig fühlen sich die Slogans an, als ob da Leuten per pinkwashing ne Religion verkauft werden soll; so wie Firmen im pride month überall Regenbögen drauf pappen.
Knäckebrötchen
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 718
Registriert: So 6. Okt 2024, 16:48
Geschlecht: Weiblich
Pronomen: Sie/ihr
Wohnort (Name): Marburg
Hat sich bedankt: 258 Mal
Danksagung erhalten: 768 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 3 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 00:59 Gleichzeitig fühlen sich die Slogans an, als ob da Leuten per pinkwashing ne Religion verkauft werden soll; so wie Firmen im pride month überall Regenbögen drauf pappen
Dir kann man es aber auch nicht recht machen, oder?

So wie es einerseits von Gläubigen - nicht zuletzt auch hier im Forum - immer gefordert wird, sich klar und öffentlich von den extremistischen Positionen innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft zu distanzieren, den -phobien und -ismen zu widersprechen und sich dagegen zu positionieren: kaum machen diese Menschen das, heißt es "das meint ihr ja gar nicht so!"

Es ist mitunter auch euer Mißtrauen und eure Paranoia, die den Diskurs immer wieder aufs Neue eintrübt. Wo ständig und andauernd Zweifel an der Aufrichtigkeit des Gegenübers formuliert wird... wie soll da jemals echter Frieden unter die Leute kommen?
Sapphic | Trans* | Femme
Claudia
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 381
Registriert: Di 18. Mär 2025, 22:48
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Elmshorn
Hat sich bedankt: 244 Mal
Danksagung erhalten: 294 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 4 im Thema

Beitrag von Claudia »

Moin!
Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 00:59 Hm. Hat ein Gschmäckle für mich.
Dieses Geschmäckle kann ich nun absolut nicht nachvollziehen. Da sind queere, gläubige Menschen, die schlicht und einfach präsentieren, was sie aus ihrem Glauben als für ihr Leben wichtig ableiten. Hier wird queerness mit dem Glauben in Verbindung gebracht so wie andere das mit ihren politischen Überzeugungen tun. Hat das dann auch ein Geschmäckle?

Ein Geschmäckle hat dann auch die von dir so propagierte Wissenschaftlichkeit.
Es gibt da ja gerade die große Krise in der Kosmologie. Alles lässt sich so wunderbar mathematisch voneinander ableiten, aber ... oops, da brauchen wir etwas Unbekanntes. Es gibt da ja diese dunkle Masse und dunkle Energie. Dunkel, weil wir keine Ahnung haben was es ist, aber es muss da sein sonst gehen unsere Formeln nicht auf. Dieses Dunkle macht 95% unserer Welt aus.
In konkrete Worte gefasst: die Wissenschaftler glauben, dass es das gibt. Und das wird in etlichen Abhandlungen kundgetan.

Mehr als etwas kundtun machen diese queeren Menschen mit ihren Plakaten ja auch nicht. Sie haben eine Überzeugung, die sie einfach öffentlich präsentieren wollen. Da wird keine "Religion verkauft" wie du es nennst, sondern es werden nur aus gegebenem Anlass (CSD) persönliche Überzeugungen präsentiert. Da steht nirgends etwas davon, dass anderre das übernehmen sollen. Das ist keine Missionierung so wie auch mein Text keine Missionierung ist, sondern nur eine Darstellung meiner Ansichten.

LG Claudia
The greatest act of courage is to be & own all that you are. Without apology.
Without excuses & without any masks to cover the truth of who you truly are.
Michi
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 5995
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Pronomen: sie
Forum-Galerie: gallery/album/11
Hat sich bedankt: 731 Mal
Danksagung erhalten: 892 Mal
Kontaktdaten:

Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 5 im Thema

Beitrag von Michi »

Bravo! Da schreibt jemand seine Gedanken und Sorgen nieder, und versetzt sich dabei auch in die Gegegseite hinein.

Und als Reaktion kommt direkt Unverständnis und Ablehnung. Aber weil das vielleicht noch nicht genug Kontra ist, wird gleich noch eine Schippe Wissenschaftsfeindlichkeit oben drauf getan, weil die Ablehnung und Verachtung, die man der anderen Person entgegenbringt, sonst womöglich nicht klar und deutlich genug ist.

Und genau das zeigt, warum Religion immer wieder Probleme macht!
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Claudia
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 381
Registriert: Di 18. Mär 2025, 22:48
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Elmshorn
Hat sich bedankt: 244 Mal
Danksagung erhalten: 294 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 6 im Thema

Beitrag von Claudia »

Michi hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 13:15 Bravo! Da schreibt jemand seine Gedanken und Sorgen nieder, und versetzt sich dabei auch in die Gegegseite hinein.
Und verbindet das dann auch gleich wieder mit Unterstellungen.
Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 00:59 [...] als ob da Leuten per pinkwashing ne Religion verkauft werden soll[...]
Es geht doch darum, dass Menschen ihre Ansichten vermitteln, sie wollen nichts verkaufen. Nur wird dann - wie hier leider so oft - das gleich wieder mit dem Versuch der Missionierung gleichgesetzt, die es aber nicht ist.
Michi hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 13:15 Und als Reaktion kommt direkt Unverständnis und Ablehnung.
Notwendigerweise, weil hier Menschen etwas unterstellt wird das sie gar nicht wollen.

Michi hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 13:15 Aber weil das vielleicht noch nicht genug Kontra ist, wird gleich noch eine Schippe Wissenschaftsfeindlichkeit oben drauf getan, weil die Ablehnung und Verachtung, die man der anderen Person entgegenbringt, sonst womöglich nicht klar und deutlich genug ist.
Wie kommst du da auf eine Ablehnung oder Verachtung der anderen Person? Habe ich etwas Verächtliches zu der Person geschrieben? Das sollstest du dann mal zeigen. Ich habe nur beschrieben, wie ich diese Person hier regelmäßig erlebe, aber das in keiner Form verächtlich. Diesen Begriff 'Geschmäckle' hat diese Person ja selber benutzt.

Und Wissenschaftsfeindlichkeit gibt es bei mir nun absolut nicht. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass auch die Wissenschaft manchmal an ihre Grenzen stößt. Es wird den Gläubigen hier oder auch allgemein immer vergehalten, es wäre ja nur Glaube, nichts Beweisbares. Richtig, es ist Glaube, weil wir nichts beweisen können. Mein kleiner Ausflug in die Wissenschaft sollte nur aufzeigen, dass sich auch dort nicht alles beweisen lässt, sondern mit Annahmen gearbeitet werden muss. Und gerade der sollte doch auch zeigen, dass ich keineswegs wissenschaftsfeindlich bin, sonst würde ich mich ja nicht so intensiv damit befassen.

Michi hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 13:15 Und genau das zeigt, warum Religion immer wieder Probleme macht!
Nicht die Religion macht Probleme, sondern ihre so intensive Ablehnung. Es gibt eben Menschen, denen ihre Religion, ihr Glaube wichtig ist. Und es schmerzt, sich dafür immer wieder verteidigen zu müssen.
Jetzt hast du mir auf den Fuß getreten. Nein, entschuldigen musst du dich nicht dafür, es zu unterlassen wäre schön.

LG Claudia
The greatest act of courage is to be & own all that you are. Without apology.
Without excuses & without any masks to cover the truth of who you truly are.
Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4088
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 315 Mal
Danksagung erhalten: 1426 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 7 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Knäckebrötchen hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 09:46
Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 00:59 Gleichzeitig fühlen sich die Slogans an, als ob da Leuten per pinkwashing ne Religion verkauft werden soll; so wie Firmen im pride month überall Regenbögen drauf pappen
Dir kann man es aber auch nicht recht machen, oder?

So wie es einerseits von Gläubigen - nicht zuletzt auch hier im Forum - immer gefordert wird, sich klar und öffentlich von den extremistischen Positionen innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft zu distanzieren, den -phobien und -ismen zu widersprechen und sich dagegen zu positionieren: kaum machen diese Menschen das, heißt es "das meint ihr ja gar nicht so!"

Es ist mitunter auch euer Mißtrauen und eure Paranoia, die den Diskurs immer wieder aufs Neue eintrübt. Wo ständig und andauernd Zweifel an der Aufrichtigkeit des Gegenübers formuliert wird... wie soll da jemals echter Frieden unter die Leute kommen?
Ich weiss nicht, wer "euer" eigentlich sein soll, also in welche Kiste mit Labels und Vorurteilen du mich da gerade stecken willst. Mir ging es darum, dass die dort gelisteten Slogans für meine(!) Augen und Ohren so klingen, wie Klamottenfirmen Shirt und Schuhe bewerben, um sich ein bisschen progressiv zu geben und eine Kundschaft zu erschliessen. Ich könnte jetzt Satz für Satz aufdröseln, welchen Subtext er für mich(!) enthält und warum ich das unangenehm finde, also mindestens schlechte PR, aber das würde eher den Blick für's ganze verstellen. Bei mir kämen jedenfalls Sätze besser an, die ausdrücklich den Support für queere Menschen in den Vordergrund stellen, und nicht wie toll ihre Religion ist. Vor allem, weil CSDs eben Veranstaltungen für Gleichstellung betsimmter Menschen sind, und die da im Mittelpunkt stehen sollten. Nicht Shirts, nicht Schuhe und nicht Götter. Also vielleicht auf den Punkt: Das ist zu viel Gott und zu wenig queer in den Slogans. Deshalb fühlt es sich nach Vereinnahmung und Instrumentalisierung an.

Das ist alles überhaupt kein Ding gegen diejenigen, die mit den Slogans ziemlich sicher die besten Absichten hatten. Bestimmt sehr nette und queerfreundliche Leute. Die anderen Artikel auf der Seite sind jedenfalls bei vielen Themen wunderbar progressiv und durchweg humanistisch. Finde ich prima. Zum Beispiel der Artikel über Judith Butler.

Gerade von solch einem reflektierten Medium würde ich also erwarten, eher das Thema der Veranstaltung in den Mittelpunkt zu stellen, als Werbesprüche für die eigene Marke.

Dann noch: Misstrauen? Aber hallo. Und das mit guten Gründen und in alle Richtungen. Gerade die letzten Jahre haben gezeigt, wie schnell eine scheinbar allgemeine Toleranz erodieren kann, wenn es die nicht Betroffenen tatsächlich oder potenziell etwas kosten könnte. Zu viele Firmen sind zuschnell gegenüber "konservativen" Kräften eingeknickt, wenn Förderungen oder Aufträge in Frage standen und die gebende Seite offen gegen "woke", queer und DEI agitierte. Die Regenbögen wurden entsorgt und die interne Unterstützung queerer Netzwerke und die Gleichstellungsregularien gleich mit. Sternchen werden präventiv entfernt, weil man meint, dass der Wind sich dreht.

Was der Support wert ist, zeigt sich, wenn er gebraucht wird und Unterstützende etwas mehr kostet als blosse Worte. Wenn er auch gegen Widerstand geleistet wird und für Menschen, die nicht genau die eigene Klientel sind. Dazu sind übrigens auf genau der Webseit einige gute Artikel.
Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4088
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 315 Mal
Danksagung erhalten: 1426 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 8 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Claudia hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 12:48 die Wissenschaftler glauben, dass es das gibt. Und das wird in etlichen Abhandlungen kundgetan.
Du versuchst den gleichen sophistischen Trick immer wieder; die Verdrehung der Mehrfachbedeutungen von "Glauben".

In der Wissenschaft sind es Vermutungen, Hypothesen und Modelle mit sehr unterschiedlicher Evidenz und Tragkraft. Wer tatsächlich WIssenschaft macht weiss das auch und behält die Grenzen der Belastbarkeit und der Modelle im Blick. Man rechnet erst mal mit dem, was man hat und guckt kritisch und im Experiment, wie weit tatsächlich funktioniert. Ob man weitere Quellen findet und andere Wege, das Modell besser zu beweisen - oder zu zeigen, wo es nicht stimmt und es dann zu verwerfen.

Kein seriöser Mensch der Wissenschaft verwendet "Ich glaube an diese (unbewiesene) Hypothese" im Sinne von "deshalb ist sie wahr". Es bedeutet immer "ich vermute, dass sie stimmt, aber ich weiss es nicht".

Wissenschaft hält Unsicherheit und fehlendes Wissen aus und arbeitet mit vergänglichen Annahmen. Sie in Frage zu stellen und ihre Belastbarkeit zu prüfen ist das Prinzip. Wissenschaft bedeutet, die Schwachpunkte in jeglichen Theorien zu finden, und sie durch nachweislich bessere zu ersetzen. Nicht, sich irgendetwas auszudenken.

Übrigens sind eine Menge Forschende ziemlich unglücklich mit den aktuellen kosmologischen Modellen, weil das alles noch nicht zusammenpasst. Die wissen alle, dass es vorläufige Hypothesen sind. Deshalb wird weiter geforscht, bis man die aktuellen durch etwas besseres ersetzen kann.

Deshalb ist das naturwissenschaftliche Prinzip der Falsifizierbarkeit das komplette Gegenteil einer Glaubenideologie. Wissenschaft ist von ihrem Prinzip her mindestens agnostisch im wörtlichen Sinne. Das soll keine Bewertung sein. Glaubensideologien können nützlich sein, sowohl individuell wie gesellschaftlich. Man sollte sich nur bewusst sein, dass sie eben unbewiesene Modelle ohne faktische Basis sind, die weder bewiesen, noch widerlegt werden können - und deshalb für die Praxis null faktischen Wahrheitswert haben, ausser persönlichen "festen Überzeugung". Dennoch viel Spass damit.

Aber lass bitte diesen Unfug, wissenschaftliche Modellbildung und Glauben an irgendwas gleichzusetzen.
Claudia
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 381
Registriert: Di 18. Mär 2025, 22:48
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Elmshorn
Hat sich bedankt: 244 Mal
Danksagung erhalten: 294 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 9 im Thema

Beitrag von Claudia »

Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 15:07
Claudia hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 12:48 die Wissenschaftler glauben, dass es das gibt. Und das wird in etlichen Abhandlungen kundgetan.
Du versuchst den gleichen sophistischen Trick immer wieder; die Verdrehung der Mehrfachbedeutungen von "Glauben".
Ok, eine unsaubere Formulierung, ich hätte vielleicht besser "vermuten" schreiben sollen. Es ist das, was sie in ihrer Modelle zusammengestellt haben. Aber es hat eben nur Modellcharakter, es fehlt die Beweisbarkeit. Es sind Annahmen.

Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 15:07 Es bedeutet immer "ich vermute, dass sie stimmt, aber ich weiss es nicht".
Genauso ist es mit meinem Glauben. Ich vermute, dass er richtig ist, bin mir da sogar sehr sicher, aber ich kann ihn nicht beweisen.
Meine Annahmen beruhen auf Erfahrungen, Erlebnissen, die ich nicht beweisen kann. Würde ich sie schildern, würden sie als Halluzinationen abgetan.

Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 15:07 Aber lass bitte diesen Unfug, wissenschaftliche Modellbildung und Glauben an irgendwas gleichzusetzen.
Und jetzt machst du das, was Michi mir ja dir gegenüber vorgeworfen hat. Was masst du dir an, meine Gedanken als Unfug zu bezeichnen? Wir haben eine unterschiedliche Sicht der Welt, aber sollten doch die Sicht der anderen Person respektieren.

Und damit bin ich raus hier, es hat keinen Sinn mehr.
The greatest act of courage is to be & own all that you are. Without apology.
Without excuses & without any masks to cover the truth of who you truly are.
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27559
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 208 Mal
Danksagung erhalten: 2441 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 10 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
findet hier einige Vorschläge
heißt es im Text. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich junge Menschen gerne treffen, um Plakate zu malen.
Das erlebe ich auch hier, wenn zu unseren Aktionen so ein Angebot kommt.
Auch da gibt es Vorschläge, die die MalerInnen aufnehmen können oder auch nicht.

Gruß
Anne-Mette
Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4088
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 315 Mal
Danksagung erhalten: 1426 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 11 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Claudia hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 15:36
Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 15:07 Du versuchst den gleichen sophistischen Trick immer wieder; die Verdrehung der Mehrfachbedeutungen von "Glauben".
Ok, eine unsaubere Formulierung, ich hätte vielleicht besser "vermuten" schreiben sollen.
Das speicher ich jetzt mal weg für's nächste Mal, oder?
Claudia hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 15:36
Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 15:07 Aber lass bitte diesen Unfug, wissenschaftliche Modellbildung und Glauben an irgendwas gleichzusetzen.
Und jetzt machst du das, was Michi mir ja dir gegenüber vorgeworfen hat. Was masst du dir an, meine Gedanken als Unfug zu bezeichnen? Wir haben eine unterschiedliche Sicht der Welt, aber sollten doch die Sicht der anderen Person respektieren.
Sorry, Claudia, aber zum einen lasse ich dich mit "ok, eine unsaubere Forumilierung" nicht so einfach raus. Das ist ein wiederholtes Muster. Zum zweiten hast du in deiner ersten Reaktion auf meine Kritik an den konkreten Slogans gleich die ganz große Szene aufgemacht und meine angeblich "so propagierte Wissenschaftlichkeit" angegriffen, als ob die irgendwas mit dem Thema zu tun hätte, und dann wissenschaftliche Modelle mit religiösen Überzeugungen gleichgesetzt - was aus den geschilderten Gründen einfach falsch ist.

Du hast natürlich das Recht, fast jede beliebige Meinung zu haben und äussern ("some legal restriction apply"), aber du du hast kein Recht auf "alternative Fakten". Naturwissenschaftliche Arbeitsweise inklusive ihrer Modellbildung und die konkrete, Wissen schaffende Arbeit daran, ist etwas völlig anderes, als ein auf nicht beweisbaren Anekdoten beruhendes Glaubensmodell. Dieser Unterschied ist keine "Meinung", sondern ein logischer Schluss aus den Definitionen der beiden.

Deshalb gilt gegenüber deiner Behauptung genausowenig Respekt, als würdest du "meinen", der Mond sei aus Käse.

All das hat nichts mit dem Artikel und meiner Kritik an der Richtung und Tonlage der Slogans zu tun. Und...
Claudia hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 15:36Und damit bin ich raus hier, es hat keinen Sinn mehr.
... hätte gar nicht erst beginnen müssen, wenn du dich gleich mit dem auseinandergesetzt hättest, was ich geschrieben habe, statt die übliche Opferrolle zu machen.
Knäckebrötchen
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 718
Registriert: So 6. Okt 2024, 16:48
Geschlecht: Weiblich
Pronomen: Sie/ihr
Wohnort (Name): Marburg
Hat sich bedankt: 258 Mal
Danksagung erhalten: 768 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt

Post 12 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 14:29Ich weiss nicht, wer "euer" eigentlich sein soll, also in welche Kiste mit Labels und Vorurteilen du mich da gerade stecken willst.
Ich brauche weder Kisten, noch Vorurteile oder Labels. Du bist mithin ganz vorne dabei, sobald hier ein Text mit idR christlich-religiösem Inhalt gepostet wird, die wildesten Unterstellungen, Vorurteile und Anschuldigungen vorzubringen. Dabei bist Du nicht allein, hier im Forum gibt es ja einige, die genauso denken und schreiben. Mehr kann und will dieses "euer" nicht leisten, aber die 4-5 Mitschreibenden hier im Forum reichen.
Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 14:29Bei mir kämen jedenfalls Sätze besser an, die ausdrücklich den Support für queere Menschen in den Vordergrund stellen, und nicht wie toll ihre Religion ist.
Du bist halt mal nicht die Zielgruppe. Ist das so schlimm? Das sich nicht immer alles nur um die Belange aller zur gleichen Zeit kümmert, sondern auch mal etwas gruppenspezifischer wird? Meine Güte. Ich schaffe es jedenfalls, nichts zu posten, wenn hier die heidnischen Daten erwähnt und gefeiert werden.

Die Botschaft(en) sind nicht nur nach außen gerichtet, sondern eben auch zu einem großen Anteil nach innen. Als Hinweis an die bremer Pfarrer und bayrischen ex-Pfarrer und wer da so alles im Namen Christi und im Kontext der Landes- und Freikirchen gegen queere Menschen hetzt. Schon mal daran gedacht, dass es den Leuten, die sich solche Texte auf ihr Banner schreiben weniger darum gehen könnte, Menschen zu bekehren und mehr darum, den "eigenen" Leuten zu zeigen, wie sie ihren Glauben gerne leben möchten? Und wie sie die Botschaft von Jesus verstehen?

Vielleicht erinnerst Du dich an den zuletzt anscheinend ziemlich eskalierten Diskussionsfaden zum Attentäter von Berlin. Auch in diesem Faden wurde ja, schon sehr ausdrücklich im im OP verlinkten Zeitungsartikel gefordert, dass die muslimischen Gemeinden die Themen "queer, Homosexualität, Umgang mit anderen Lebensweisen und die persönliche Freiheit" dazu stärker und deutlicher nach innen behandeln sollen und nicht nur nach außen per Pressemitteilung. Dafür sind solche Sprüche da. Um Menschen in den Gemeinden zu zeigen: ihr seid hier willkommen, wenn ihr sowohl queer als auch gläubig seid. Und aus der ganz eigenen, persönlichen Erfahrung heraus kann ich schreiben, wie wichtig - unglaublich wichtig - diese Signale sind. Und es reicht nicht, es im persönlichen Gespräch zu hören. Das ist auch wichtig. Aber noch viel intensiver und überzeugender wird das öffentliche Bekenntnis in die Gemeinde rein.
Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 14:29Das ist alles überhaupt kein Ding gegen diejenigen,
Sorry, doch. Denn Du unterstellst ja eben, dass die Personen, die diese Sprüche vorschlagen - bzw. auch denjenigen, die sie tragen - dass sie unehrlich sind. Das sie eigentlich eine ganz andere Intention haben, nämlich Mission.
Jaddy hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 14:29Zu viele Firmen sind zuschnell gegenüber "konservativen" Kräften eingeknickt, wenn Förderungen oder Aufträge in Frage standen
Firmen sind etwas anderes als Privatmenschen. Im Text steht klar "hey, hier sind ein paar Ideen/Vorschläge". Dahinter steckt kein Merch, hier wird nichts verkauft. Und das Firmen, Unternehmen, nicht immer die besten Entscheidungen treffen, nach Marktanteilen gieren und sich am Profit orientieren... ist ja nichts Neues. Du wirst in den Chefetagen der großen Unternehmen keine Menschen (mehr) mit Rückgrat oder Integrität treffen. Ich hatte mal einen Chef, der sagte: "Ich bin auch nur eine Nutte - wenn hier jemand mit Geld und nem Auftrag kommt, bück ich mich - egal wie tief! Aber hier stehen Menschen mit Familien, für die trage ich Verantwortung." Und so geht es halt her, in einem System, in dem ein paar wenige über das Geld und die Verteilung entscheiden. Ich hab schon meine Gründe, warum ich das alles aus tiefstem Herzen ablehne.
Sapphic | Trans* | Femme
Antworten

Zurück zu „Religion, Politik und Gesellschaft“