Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?
Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock? - # 2

Lebensplanung, Standorte
NeoMe
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 16 im Thema

Beitrag von NeoMe »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 12:22
Das bringt mich zu der Frgae, was wirklich wichtig ist in meinem Leben ? Es ist NICHT die Geschlechtsfrage, auch wenn sie sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat. Aber sie hat mich von den wesentlichen Fragen abgelenkt. Deshalb lasse ich sie zu, wenn sie gerade von Bedeutung ist. Und dadurch erhalte ich buchstäblich Luft und Raum zum Atmen.
Das finde ich bemerkenswert. Und ich empfinde es genauso. Dieses sich fragen, was es denn nun sein soll, macht mich irre. Und wie oben beschrieben suche ich eigentlich nur die Freiheit, meine Weiblichkeit leben zu dürfen, ohne mich rechtfertigen oder verstecken zu müssen. Und doch verbringe ich immer wieder Zeit mit dieser Frage, was will ich denn nun eigentlich sein, sollte ich mich nicht langsam entscheiden (vielleicht auch, um Klarheit in meinem Umfeld zu schaffen?), aber vor allem, um diese Frage endlich loszuwerden.

Was genau meinst Du, mit spielerischem Umgang?
Einfach das Ausleben, wenn es eben da ist und das Sein-lassen, wenn nicht?

Dieser lockere Umgang ist für mich an den Stellen unmöglich, an denen ich das Bedürfnis habe, meiner Weiblichkeit mehr Raum zu geben, es aber für mich gesellschaftlich oder beruflich unmöglich scheint. Gerade weil ich mich als "Mischform" sehe, die sich eben eigentlich nicht für eine Seite entscheiden will oder kann. Aber darf ich das z.B. meinem Arbeitsumfeld zumuten? Den einen Tag komme ich im Kleid, den anderen in Jeans? Nicht, was die Kleidungswahl angeht, sondern die geschlechtliche Identifikation?
Wenn ich versuche, mir das als Außenstehender vorzustellen, entsteht bei mir Verwirrung. Gut, irgendwann würde ich einfach für mich sagen "naja...manchmal zieht er halt gern ein Kleid an, was solls". Hm... aber schließe ich hier nicht von meiner Toleranz und Integrationsfähigkeit auf die der Anderen? Und ist es mein Recht, mir da jegliche Freiheit zu nehmen und vielleicht mein Umfeld zu "belasten"?


Edit:

slothorpe:
Danke für die Fotos! Das auf dem ersten Bild könnte ich sein. Es gibt einige Fotos, die genauso aussehen, mit mir drauf, im ähnlichen Outfit :D Die "Richter-Schuhe" waren da bei mir nur der Gipfel des Unverständnisses. Nagut... später wurde ich aufgrund meines konservativen Outfits in der Schule noch gemobbt, das ging bis in die 7./8. Klasse so. Erst dann konnte ich mich "durchsetzen" und bekam meine Mutter dazu, dass ich modischere Kleidung bekam.

Eine irrwitzige Begebenheit noch: Meine Mutter hob immer schon alle Kleidung und Schuhe, die sie kaufte oder erhielt, auf. Als ich in die Schule kam, brauchte ich Sportschuhe. Meine Mutter kramte uralte Vorweltkriegs-Turnschläppchen heraus - eindeutig weiblich, fast wie Ballerina-Schuhe, mit Riemchen - und zu klein für mich. Ich musste sie im Sportunterricht tragen und versank vor Scham im Boden. Ich weigerte mich, am Sportunterricht teilzunehmen, der Lehrer zwang mich, sprach dann aber mit meiner Mutter. Sie fand dann noch andere, uralte "Turnschuhe", die ich von da an tragen durfte.
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 17 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

NeoMe hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 12:15 Was genau meinst Du, mit spielerischem Umgang?
Einfach das Ausleben, wenn es eben da ist und das Sein-lassen, wenn nicht?

Dieser lockere Umgang ist für mich an den Stellen unmöglich, an denen ich das Bedürfnis habe, meiner Weiblichkeit mehr Raum zu geben, es aber für mich gesellschaftlich oder beruflich unmöglich scheint.
Hi,

genau so meine ich es. Und was ich verblüffend finde, ist die Tatsache, dass ich gar nicht mehr das gesellschaftliche oder berufliche Problem habe. Ich brauche es nicht mehr, vielleicht weil ich es lebe, wie es kommt. Ich gehe ja auch nicht mit dem Badeanzug in die Oper. Der Druck ist ganz einfach raus. Ich gebe meinen Bedürfnissen den Raum, den sie brauchen und dadurch bin ich freier im Kopf. Es ist so ähnlich wie in meiner Studentenzeit. Viel Zeit für Neugierde und offen sein für das, was rechts und links von mir ist, statt immer nur verkrampft auf mich zu achten. DAs führte dazu, dass ich fast schon in Panik fiel, wenn ich daran dachte, mein Transdasein nicht leben zu können/dürfen. Es ist viel einfacher für mich, seit dem ich den Dingen ihren Lauf lasse.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 18 im Thema

Beitrag von Liv »

NeoMe hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 12:15 Und doch verbringe ich immer wieder Zeit mit dieser Frage, was will ich denn nun eigentlich sein, sollte ich mich nicht langsam entscheiden (vielleicht auch, um Klarheit in meinem Umfeld zu schaffen?), aber vor allem, um diese Frage endlich loszuwerden.
Hast Du das mal mit deinem Therapeuten besprochen? Meine hatte darauf eine recht gute Antwort: "Ich weiß gar nicht was sie da immer groß entscheiden wollen?? Sie müssen sich nicht für etwas entscheiden, und auch nicht gegen irgend etwas. Konzentrieren sie sich darauf, was sie ganz konkret brauchen."
NeoMe hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 12:15 Was genau meinst Du, mit spielerischem Umgang?
Einfach das Ausleben, wenn es eben da ist und das Sein-lassen, wenn nicht?
Das wäre zumindest eine Möglichkeit. Hast Du mal ein paar Tage am Stück en femme verbracht? Im Urlaub? Im Alltag? Wie fühlt sich das an? Lässt das Bedürfnis irgendwann nach? Mache nicht nur Party sondern ganz gewöhnliche Dinge, z.B. den Wocheneinkauf. Ich war neulich im Baumarkt, weil ich eine kaputte Badamatur ersetzen musste. Interessant wie nett man dort bedient und beraten wird. Mir war vorher gar nicht bewusst, dass man dort überhaupt Beratung bekommt. Vielleicht wollte ich die als Mann aber auch gar nicht.
NeoMe hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 12:15 Dieser lockere Umgang ist für mich an den Stellen unmöglich, an denen ich das Bedürfnis habe, meiner Weiblichkeit mehr Raum zu geben, es aber für mich gesellschaftlich oder beruflich unmöglich scheint.
Das schöne dabei ist ja, dass du es selbst kontrollieren kannst. Du musst dich ja nicht sofort und überall outen. Ich habe z.B. Kunden, da würde ich nicht im Traum als Frau hingehen, andere finden es hingegen gut und sprechen mich darauf an. Rückblickend ist mir z.B. auch kar geworden, wie volatil mein sogenanntes "Umfeld" ist. Kollegen kommen und gehen, Nachbarn kommen und gehen, Freunde kommen und gehen. Will ich mein Leben nach denen ausrichten? Pfft.
NeoMe hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 12:15 Und ist es mein Recht, mir da jegliche Freiheit zu nehmen und vielleicht mein Umfeld zu "belasten"?
Nehmen wir an, du hättest plötzlich eine Diagnose für Diabetes Typ-2 oder eine Glutenunverträglichkeit. Würdest Du dein Umfeld damit "belasten" wollen? Natürlich, denn es ist für dich fundamental wichtig. Dein Bedürfnis nach Weiblichkeit ist aber doch auch essentiell. Das muss niemand toll finden, und alle dürfen weiter Kuchen essen. Aber das du das nunmal brauchst, ist erstmal ein Fakt: Dir geht es sonst früher oder später ziemlich dreckig. Dazu brauchst du auch kein ärztliches Plazet. Dein Umfeld wird es umgekehrt womöglich gar zu würdigen wissen, weil du plötzlich sehr entspannt/authentisch/empathisch bist. Meine Frau merkt mittlerweile von selbst, wenn ich mal wieder eine feminine Auszeit brauche.

Jetzt ist natürlich die Frage, ob man das mit der Brechstange durchsetzen sollte, oder eher diplomatisch. Aber es ist vollkommen legitim seine Bedürfnisse zu benennen, bzw. überhaupt erstmal den Raum zu deren Erforschung einzufordern. Wie man das dann konkret macht, inwiefern der Partner alles direkt mitbekommen will (und ggf. die Kinder/Freunde/Nachbarn), muss man dann gemeinsam (!) schauen. Partnerschaft heisst auch, sich dem anderen zuzumuten. Dazu gehört, ehrlich mit eigenen Bedürfnissen umzugehen und sich auch unbequeme Wahrheiten mitzuteilen. Setzt euch hin und redet drüber wovon ihr denkt, das sei das Ende, denn auf der anderen Seite liegt Gold.
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 16:41 Das führte dazu, dass ich fast schon in Panik fiel, wenn ich daran dachte, mein Transdasein nicht leben zu können/dürfen. Es ist viel einfacher für mich, seit dem ich den Dingen ihren Lauf lasse.
Kann ich zu 100% bestätigen.

LG
Liv
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 19 im Thema

Beitrag von Alicia »

Liv hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 17:42
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 16:41 Das führte dazu, dass ich fast schon in Panik fiel, wenn ich daran dachte, mein Transdasein nicht leben zu können/dürfen. Es ist viel einfacher für mich, seit dem ich den Dingen ihren Lauf lasse.
Kann ich zu 100% bestätigen.
Auch mir geht es mittlerweile so. Ohne mein feminines Dasein würde ein Großteil meiner Welt zusammenbrechen. Ich wäre todunglücklich. Letztes Jahr musste ich da mal durch, wie ich nach einer kurzfristigen Urlaubsabsage (en femme) in ein tiefes Loch gestürzt bin und mit weiblichen Klamotten tagelang nichts anfangen konnte, kein Gespür hatte für irgendwas in mir. Das will ich so schnell nicht wieder erleben müssen.
Auch die Frage, was ich denn gerade sein will, Mann oder Frau, bzw. bin ich jetzt trans* oder "nur" Crossdresser, habe ich auf den großen Haufen der unerledigten Arbeiten gelegt. Aus den Augen - aus dem Sinn (Beherrsche ich ausgespochen gut, und der Haufen ist groß). Es gibt wirklich wichtigeres im Leben, als sich damit herumquälen zu müssen. Einfach so leben, wie es mir gut tut. DAS ist wichtig! Und die Welt dreht sich trotzdem weiter. Um die Beantwortung werde ich langfristig nicht herumkommen, doch wird sich dazu bestimmt der geeignete Zeitpunkt finden.

Liebe Grüße, Alicia. (ki)
Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 20 im Thema

Beitrag von Maxime »

Hallo zusammen,
vielen Dank für eure ganzen Beiträge zu dem Thema und besonderen Dank an Mira, weil Du so offen geteilt hast was bei Dir lost ist. Der erste Beitrag im Thema trifft auch auf mich voll und ganz zu. Dass ich so fühle, wurde mir aber erst beim Lesen bewusst. Ich bin noch nicht so lange hier im Forum, aber mir ist schon so vieles klarer als vorher. Der Beitritt ins Forum war auf jeden Fall der richtige Schritt. Dir wünsche ich jedenfalls alles Gute für die Zukunft, damit Du mit Dir ins reine kommst.
LG Maxime
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 21 im Thema

Beitrag von NeoMe »

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://i.postimg.cc/BbKYrmMX/Whats-App ... -50-57.jpg


Mira hier, in aktueller Pracht ^^ allerdings ohne Outfit, noch im Krank-zuhause-Kuschelanzug.

Zunächst mal möchte ich mich noch einmal bedanken für die vielen Antworten. Ihr helft mir damit sehr, einfach weil ihr häufig einfach die richtigen Fragen stellt. Das bringt mich derart zum nachdenken und bewegt sehr viel alte, erstarrt geglaubte Materie. Schon seit dem Besuch bei dem Therapeuten hatte ich mir vorgenommen, MakeUp wieder einmal eine Chance zu geben. Ich hatte das lange in irgendwelchen Schubladen verstaut. Heute habe ich es gemacht, in einem von KI für mich und auf Basis meiner Produkte entwickelten "Kurs". Ziel war ein alltagstaugliches, dezent natürliches MakeUp. Und ich bin sehr zufrieden damit - das ist neu. Zwar sehe ich immer noch, dass "Karl" eben auch noch da ist, mit Bartschatten und zu großer Nase für die "süße" Frau, nach der ich mich fühle, aber das konnte ich heute deutlich besser akzeptieren.

Übrigens die Sache mit der "Entscheidung" für eine Seite habe ich mit dem Therapeuten nicht diskutiert. Als ich zu ihm ging, wollte ich ja eigentlich meine Stimmungsschwankungen behandeln lassen. Er hat eher meine "Entscheidung" aufgebrochen, meine weibliche Seite zu unterdrücken - wobei das eher eine Verzweiflungsentscheidung war, weil ich mit dieser Seite nicht weiter kam.

Jetzt ist alles bereits ganz anders. Ich habe in diesen wenigen Tagen gelernt, dass ich keine Frau bin oder sein möchte. Ich bin Mann und Frau und noch mehr. Es klingt auch für mich seltsam, aber ich will mich da überhaupt nicht festlegen. Das hieße ja wieder, sich selbst einzuschränken. Übrigens spiegelt sich das auch in meinem Berufsleben. Ich brauche Abwechslung. Ich mache am Liebsten jeden Tag etwas Anders. Dinge die mir Spaß machen, mache ich gern mal länger, aber spätestens nach einer Woche wird mir ganz schön langweilig.

Mit dem Make-Up nicht genug. Heute Nachmittag stand Geburtstagsgeschenk für Muttern basteln an, mit den Geschwistern. Als es so weit war, war ich gerade 10 Minuten mit dem MakeUp fertig. Meine Partnerin kam heim, (lobte mein Make-Up!) und wir fuhren zu meiner Schwester. Ich ließ es einfach drauf. Außerdem zog ich mich nicht um. Unter dem Kuschelanzug trug ich schillernde Leggings und einen "Kleid"-Ähnlichen Hoodie. Die Perrücke setzte ich ab. Ich mag die Frisur zwar sehr, aber ich glaube im Alltag würden mir lange Haare ziemlich auf die Nerven gehen - so auch beim Basteln. Außerdem.. überfordern wollte ich meine Geschwister nun auch nicht.
Die Reaktionen waren geteilt. Die offenste meiner Schwestern schenkte mir sofort ein Kompliment ("ich finde, das sieht auch ohne Perücke gut aus!"), die älteste und vielleicht konservativste meinte ("warst Du wohl beim Fasching?"). Die dritte Schwester fragte interessiert, warum ich Make-Up trüge (also warum genau heute, sie weiß Bescheid und wir sprechen aktuell auch etwas darüber).
Die anwesenden Kinder musterten mich kurz, lächelten dann und spielten weiter. (Diese Reaktionen mag ich am Liebsten :D)

Alles in Allem waren die Reaktionen vollkommen in Ordnung. Früher dachte ich, eine Auseinandersetzung damit zu brauchen. Vielleicht Fragen, wie ich mich denn fühlte oder warum ich das brauchte. Heute war ich einfach nur da, so wie ich war und mich wohl fühlte. Und das schlägt genau in die Kerbe aus Euren Beiträgen. Warum sich fragen "bin ich Fisch oder Fleisch?". Ich bin ich und fertig. Dass ich damit nicht unbedingt in eine klare Schublade passe ist klar und das stößt manchen Menschen sicher sauer auf. Aber das ist nicht mein Problem. Kurz habe ich mich über den Satz "Warst Du wohl beim Fasching?" geärgert. (Alle meine Schwestern wissen Bescheid.) Dann dachte ich mir... Was solls. Wenn sie damit ein Problem hat, blöd für sie. Ich habe ruhig erwidert, "Nein, das hat mit Fasching nichts zu tun."

Ich muss noch eine Schippe drauflegen. Das Pizzabestellen mit meinen Schwestern lief schief. Meine Partnerin und ich entschieden uns, zu Burger King zu fahren. Dort angekommen sah ich die volle Hütte (lauter junge Leute, große Gruppen, etc.) . Ich bekam etwas Muffensausen. Meine Partnerin meinte nur "Da musste jetzt durch." Und ja.. ich wollte das ja auch. Also gingen wir rein, bestellten, aßen. Und als ich den Laden betrat, war ich plötzlich "voll da". Ich fühlte mich absolut selbstsicher und souverän. Ich war eine "komische Mischform, ein Mann mit Make-Up und Leggings und Schnürstiefeln". Aber ich ging normal aufs Männerklo, zwei große Kerle machten mir am Waschbecken Platz, beäugten mich komisch, ich wurde bei der Bestellung und am Tisch höflichst bedient.

Bemerkenswert war mein plötzliches Selbstbewusstsein. Ich war selbstbewusster, als ich als Mann jemals war. Weil ich komplett war. Ich war so, wie ich sein wollte. Echt, authentisch. Und da fielen mir Eure Schilderungen über Eure Partnerschaften oder auch Eure Expartner wieder ein. Dieser Zuwachs an Authentizität, durch das Ausleben einer versteckten Seite der Persönlichkeit. Und genau das ist es. Ein Teil meines Ichs, das bisher keinen Platz fand, weil dieser Teil sonst auch einen Ausdruck nach außen gebraucht hätte. Einen Teil meines Kleidungsstils, ein bißchen Make-Up, vielleicht eine lautere und impulsivere Stimme, ein anderes Durchsetzungsvermögen. Das war plötzlich da. Ich war authentisch, das habe ich selbst gemerkt. Meine Partnerin hat das etwas überfordert im ersten Moment. Als mir das dann klar wurde, habe ich es ihr genauso erklärt und auch ausgedrückt, dass ich mich komplett fühle und so, wie ich eigentlich bin.

Mir ist auch klar, dass das nur ein Ausschnitt meines Daseins ist. Mal bin ich mehr das eine, mal mehr das andere, mal beides. Aber warum festlegen oder sich darüber überhaupt Gedanken machen. Eben einfach sein, wie man sich fühlt.
Das werde ich lernen müssen, denn ich habe eher gelernt, zu verstecken, zu verdrängen und zu beherrschen. Freiheit auch zu leben bedeutet eine Umstellung und Mut zur Veränderung in manchen Situationen. Aber ich bin jetzt deutlich zuversichtlicher als vorher - insbesondere vor dem Ankommen in diesem Forum und dem Austausch mich Euch wunderbaren Gesprächspartnern.

Übrigens schätze ich besonders (weil ich einfach ein Fan davon bin) Eure teils hochkarätige Ausdrucksweise. Wenn ich Ausdrücke wie "ein ärztliches Plazet" lese, geht mir als Lateinerin das Herz auf :D Ich liebe es, wenn jemand Sprache beherrscht. Und da ich selbst recht reflektiert bin, liebe ich auch andere Menschen, die reflektiert auftreten. In diesem Sinne ;) Danke Euch - für alles

Eure Mira =)
Zuletzt geändert von NeoMe am Fr 13. Feb 2026, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 22 im Thema

Beitrag von NeoMe »

Liebe Liv, Deinen Beitrag würde ich gern noch gesondert beantworten:
Liv hat geschrieben: "Ich weiß gar nicht was sie da immer groß entscheiden wollen?? Sie müssen sich nicht für etwas entscheiden, und auch nicht gegen irgend etwas. Konzentrieren sie sich darauf, was sie ganz konkret brauchen."
Schlüsselsatz von Dir (und Deiner Therapeutin) für mich, Danke dafür. Hat mich super stark bestätigt in meiner heutigen Erkenntnis - und auch die schon geteilten Erkenntnisse der anderen Schreiberinnen hier für mich auf den Punkt gebracht.
Ich habe es im vorherigen Beitrag schon erwähnt: Ich war nicht beim Therapeuten, um über dieses Thema zu sprechen. Das galt für mich als erledigt, da unterdrückt. Der Therapeut hat es wieder aufs Tapet gebracht, weil es in seinem Computer und meiner Akte stand. Auf das einstündige Gespräch dazu, das dann folgte, war ich nicht gefasst. Die konkrete Frage konnte ich erst hier im Forum formulieren.
Liv hat geschrieben: Hast Du mal ein paar Tage am Stück en femme verbracht? Im Urlaub? Im Alltag? Wie fühlt sich das an? Lässt das Bedürfnis irgendwann nach? [...] Mir war vorher gar nicht bewusst, dass man dort überhaupt Beratung bekommt. Vielleicht wollte ich die als Mann aber auch gar nicht.
Also Urlaub gar nicht. Mein Traum ist ein langer Wanderurlaub. Ich allein in der Natur, als Mira. (Mira on tour ^^). Mal sehen, ob sich das dieses Jahr ergibt. Ich habe mir das Jahr für Jahr vorgenommen und nie umgesetzt. Keine Ahnung, was mich daran hinderte. Aber es war sicher nicht nur die Angst vor der Konfrontation mit Fremden, sondern eher auch die Sucht, die mich eingeschränkt hat. Aber deswegen arbeite ich ja an einem Wendepunkt für mein Persönlichkeitsleben, um auch in der Suchtproblematik einen Wendepunkt zu erreichen. Also vielleicht.. wird es dieses Jahr etwas.

Im Alltag bin ich oft als abgeschwächte Mischform unterwegs. Zum Einkaufen trage ich oft Leggings, zur Arbeit auch schon mal Winterstiefel aus der Damenabteilung, mit Plateau und Blockabsatz.. also schon recht eindeutig. Allerdings immer entschärft mit eindeutig männlichen Komponenten, wie normalen Jeans oder einem klobigen Männerparka zu den Leggings. Allerdings hat sich in den vergangenen Tagen schon viel getan. Ich hatte mir vor ein paar Monaten hübsche Schnürstiefel gekauft, mich aber nie getraut, sie draußen zu tragen. In den letzten Tagen habe ich es einfach gemacht. Ich habe das Gefühl "es wächst" allmählich. Und mit den positiven oder ausbleibenden negativen Erfahrungen werde ich auch mutiger.

Und ja, das Bedürfnis lässt nach, mit der Zeit. Ich habe teilweise Wochen, in denen ich danach überhaupt kein Bedürfnis verspüre. Ich bin dann froh, bequeme Boxershorts anzuhaben oder zuhause in Jogginghosen zu flanieren. Das variiert. Ich denke, ich muss es unterscheiden lernen und mir dann den Raum geben, wenn ich ihn brauche. Nicht, es aufsparen, bis es unerträglich wird und es dann punktuell und übertrieben ausleben.
Die Partysache ist einfach eine Vorliebe. Ich liebe halt vor allem sexy Outfits, hohe Schuhe etc. . Mich darin auch zu zeigen wäre bei aller Toleranz am Arbeitsplatz unangemessen ^^ aber vielleicht traue ich mich irgendwann, so einkaufen zu gehen =) (Traum)

Deinen letzten Satz fand ich spannend - das Du das als Mann evtl. nicht wolltest. Das kann echt gut sein und ich sehe mich da auch wieder. Das typisch männliche Denken "ich mach das schon, ich kann das schon, irgendwie wird das schon" - habe ich auf jeden Fall. Und das strahlt man dann vielleicht auch aus... finde ich psychologisch gesehen spannend, die Theorie!
Liv hat geschrieben: Das schöne dabei ist ja, dass du es selbst kontrollieren kannst. Du musst dich ja nicht sofort und überall outen. [...] ist mir z.B. auch kar geworden, wie volatil mein sogenanntes "Umfeld" ist. Kollegen kommen und gehen, Nachbarn kommen und gehen, Freunde kommen und gehen. Will ich mein Leben nach denen ausrichten? Pfft.
Das stimmt.. (volatil, wunderschönes Wort) ich kann Dir nur Recht geben. Nein, will ich natürlich auch nicht. Ich weiß noch nicht einmal genau, wovor ich eigentlich Angst habe. Wenn ich ein sexy Partyoutfit nachts in einer Großstadt anhätte, hätte ich evtl. Angst vor einem Übergriff, ggf. auch homophobisch motiviert. Aber im Supermarkt? Was könnte schlimmstenfalls passieren? Eine Psychologin erklärte mir die Evolution hinter der Angst vor Ablehnung: In der Steinzeit war diese Angst lebenswichtig, da die Zugehörigkeit zu einer Gruppe Leben bedeutete, der Ausschluss meist den Tod. Aber das werde ich heutzutage vermutlich überwinden müssen. Es läuft auf mehr positive Erfahrungen und steigendes Selbstwertgefühl hinaus.
Liv hat geschrieben: Das muss niemand toll finden, und alle dürfen weiter Kuchen essen. Aber das du das nunmal brauchst, ist erstmal ein Fakt: Dir geht es sonst früher oder später ziemlich dreckig. Dazu brauchst du auch kein ärztliches Plazet.
Bringt es auf den Punkt. (Plazet. (he) )
Liv hat geschrieben: Jetzt ist natürlich die Frage, ob man das mit der Brechstange durchsetzen sollte, oder eher diplomatisch. Aber es ist vollkommen legitim seine Bedürfnisse zu benennen, bzw. überhaupt erstmal den Raum zu deren Erforschung einzufordern.
Ich bin eher die Diplomatin. Das ist auch häufig ein Grund gewesen, mich zu "zügeln". Aber da muss ich meinem Umfeld nun doch etwas mehr zumuten. Ich möchte allerdings hinzufügen, dass die Menschen in meinem Umfeld bei all meinen Versuchen relativ tolerant war. Sie haben sich eher null dafür interessiert, was mich gekränkt hat. Ich war damit halt irgendwie komplett allein. Selbst wenn ich es angesprochen habe, weil es mich ja belastet hat, wurde es kurz und sehr neutral formuliert abgehandelt - als wäre das Thema für sie unangenehm.
Aber das Ziel ist ja, diese Auseinandersetzung nicht mehr zu brauchen, weil es keinen Konflikt mehr gibt. Dann bekomme ich vielleicht auch eher Reaktionen auf schönes Make-Up oder hübsche Schuhe, statt hilfloses Abwiegeln meiner Ratlosigkeit.

So, genug, jetzt hab ich Dich / Euch ganz schön vollgeblubbert.

Danke für Eure Zeit :-*

Mira
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 23 im Thema

Beitrag von Lana »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 12:22
Lana hat geschrieben: Di 10. Feb 2026, 19:58 entscheidest du dich dafür, die Gegebenheiten zu akzeptieren und das beste daraus zu machen: eine Mischform, unten Rock, oben männliches Gesicht.
Ja und nein.

Ja, ich mache das beste aus dem, was ich bin. Und nein, es ist keine Mischform.
Ja, ich weiß. Meine Formulierung war ungeschickt. Ich hatte eigentlich Mira ansprechen wollen.

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 12:22

Mich hat immer gestört, dass mir durch die Fixierung auf ein Geschlecht so viel Lebensenergie verloren geht. Aber wenn Weiblichkeit für mich von Bedeutung ist, lebe ich sie auch, ganz. [...] Letztlich geht es um mein inneres Seelenleben. Diese Leichtigkeit führt bei mir zu sehr viel Produktivität und Kreativität, weil ich mich nicht länger krampfhaft mit meinem Geschlechtsverständnis auseinandersetze. [...]

Das bringt mich zu der Frgae, was wirklich wichtig ist in meinem Leben ? Es ist NICHT die Geschlechtsfrage, auch wenn sie sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat. Aber sie hat mich von den wesentlichen Fragen abgelenkt.
Bei mir war es umgekehrt:
Ich habe angefangen, mich mit mir und meinem Innersten auseinanderzusetzen und dabei kam die Frage der Geschlechtsidentität überhaupt erst zutage. Erst während dieses Prozesses der inneren Erkundung wurde mir bewusst, dass Geschlecht eines meiner Themen ist.

Und natürlich hat es einige Zeit sehr viel Raum eingenommen. Es hat sehr viel Energie gekostet, mich damit auseinander zu setzen, und vor allem, mich mit dem Wechsel von der alten gewohnten, aber ungeliebten männlichen Identität zur neuen, unbekannten, allein deshalb attraktiven weiblichen Identität zu beschäftigen.

Dieser Wechsel war ja kein Schritt, den man einmal macht, und danach ist man fertig damit.
Dieser Wechsel passiert phasenweise sehr häufig, mitunter mehrmals am Tag. Und jedesmal muss ich mich damit beschäftigen, ob es jetzt gerade passt, der Situation und den Menschen, denen ich begegnen werde, entspricht, und was die dazu passende Darstellung meiner Selbst sein könnte. Dieser (geistige) Aufwand wurde mir bald zu viel und ich brauchte, ähnlich wie Vicky, einen weniger anstrengenden Umgang mit diesem Thema.

Meine Folgerung war, dass ich die anstrengenden Wechsel zwischen den beiden Ausprägungen minimieren muss. Also brauchte ich eine Möglichkeit, wieder Eins zu sein, und nicht dieser geteilte Charakter, der mal männlich und mal weiblich auftrat. Das Ergebnis ist bekannt, ich habe es im Forum an unterschiedlichen Stellen beschrieben und es lässt sich kurz so zusammenfassen, dass die Kategorie Geschlecht für mein Selbstverständnis keine besondere Bedeutung hat, ich aber aus ästhetischen Gründen und um von meiner Umgebung konsistent wahrgenommen zu werden, mein Äußeres in der Regel dem weiblichen Stereotyp anpasse, ohne dabei allzu großen Aufwand zu betreiben: Ich versuche die Barthaare so gut es geht zu entfernen, verzichte aber im Alltag aufs Schminken und trage fast ausschließlich Damenkleidung. Und innen drin fühle ich mich als Mensch, nicht als Mann, nicht als Frau. Mit beidem kann ich auf dieser Ebene wenig anfangen und freue mich, wenn ich damit nicht mehr behelligt werde.
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 12:22 Aber was passiert, wenn Ihr das Thema spielerisch angeht ? Ich weiß, für manche ist das kein Weg. Aber mMn gibt es hier im Forum so viele, denen das richtig gut tun könnte ...
Ja, das könnte ich mir auch vorstellen.
Mir hat es dabei geholfen, mich selbst und die Bedeutung meiner weiblichen Anteile besser zu verstehen, als ich angefangen habe, damit zu spielen. Da gibt es unendlich viele Möglichkeiten, die man ausprobieren kann. Je nach Umgebung sogar völlig unverbindlich.
Es ist unglaublich befreiend, das Thema mal weniger ernst zu nehmen und auch mal über sich selbst lachen zu können, wenn etwas Unerwartetes passiert ist. Das heißt ja nicht, dass man sich nicht mehr ernst nehmen würde, aber das verbissene Streben nach Perfektion scheint mit mehr Symptom als Lösung zu sein...

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 24 im Thema

Beitrag von Martina »

Slothorpe hat geschrieben: Di 10. Feb 2026, 21:04 Ich lebe mit genau dieser Mischform
Hallo Slothorpe,

an dieser Stelle muss ich, gerade weil Du Dich scheinbar als eine Art Randerscheinung in diesem Forum empfindest, meine stille Bewunderung zum Ausdruck bringen. Die Authentizität, die ich aus Deinen bebilderten Beiträgen erkenne, ist für mich bemerkenswert und hat mich schon mehrfach zu Fragen an mich selbst angestoßen und war bereits mehrfach Gesprächsthema bezüglich Aspekten, wie sie Lana auch schildert.
Daher an dieser Stelle muss es sein: DANKE für Deine Beiträge!!! Und Glückwunsch zur Akzeptanz, die Du in Deinem Umfeld erfährst - das ist wunderbar!

Was aus diesen Anstößen so wurde, beschreibe ich a.a.O. in diesem Thema. 😃

Liebe Grüße, Martina
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 25 im Thema

Beitrag von Beatrixtg »

Lana hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 10:27 Das Ergebnis ist bekannt, ich habe es im Forum an unterschiedlichen Stellen beschrieben und es lässt sich kurz so zusammenfassen, dass die Kategorie Geschlecht für mein Selbstverständnis keine besondere Bedeutung hat, ich aber aus ästhetischen Gründen und um von meiner Umgebung konsistent wahrgenommen zu werden, mein Äußeres in der Regel dem weiblichen Stereotyp anpasse, ohne dabei allzu großen Aufwand zu betreiben: Ich versuche die Barthaare so gut es geht zu entfernen, verzichte aber im Alltag aufs Schminken und trage fast ausschließlich Damenkleidung. Und innen drin fühle ich mich als Mensch, nicht als Mann, nicht als Frau. Mit beidem kann ich auf dieser Ebene wenig anfangen und freue mich, wenn ich damit nicht mehr behelligt werde.
Genau.
Auch Meine Erkenntnis. Meistens gehe ich als Frau gekleidet aus dem Haus. Dezent, alterskonform, nicht im Minirock!.
Mein unterschied, ich trage Make-up. Für beide Erscheinungsformen genau gleich. Dezent geschminkt. Man muss genau hinsehen das ich geschminkt bin. Der einzige unterschied, Version Mann mit Lipgloss, Version Frau mit einem nicht grellen Lippenstift. Und zur Zeit mit Perücke, da mein eigenes Haar noch nicht lang genug ist.
Da ich ein einigermassen neutrales Gesicht habe, werde ich je nach auftritt, entsprechend erkannt.
Und Leute die mich gut kennen, meinten, sie sehen mich dann wirklich als Mann oder Frau. Die Ausstrahlung sei eindeutig. Und wenn sie es nicht besser wüsten, würden sie nicht darüber nachdenken was sie sehen.

Liebe Grüsse Beatrix
Ich bin nicht Mann, ich bin nicht Frau, ich bin einfach ich. Und das ist gut so.
Lana
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 26 im Thema

Beitrag von Lana »

Alicia hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 19:54Auch die Frage, was ich denn gerade sein will, Mann oder Frau, bzw. bin ich jetzt trans* oder "nur" Crossdresser, habe ich auf den großen Haufen der unerledigten Arbeiten gelegt. Aus den Augen - aus dem Sinn (Beherrsche ich ausgespochen gut, und der Haufen ist groß). Es gibt wirklich wichtigeres im Leben, als sich damit herumquälen zu müssen. Einfach so leben, wie es mir gut tut. DAS ist wichtig! Und die Welt dreht sich trotzdem weiter. Um die Beantwortung werde ich langfristig nicht herumkommen, doch wird sich dazu bestimmt der geeignete Zeitpunkt finden.
Ich greife mal deinen Beitrag auf, liebe Alicia, stellvertretend für alle anderen hier (und auch mich selbst), die sich diese Frage stellen und um eine Antwort ringen.

Und nein, ich werde nicht versuchen, diese Frage aller Fragen zu beantworten.

Ich möchte vielmehr uns alle, denen diese Frage unter den Nägeln brennt, ermutigen, einen Schritt zurück zu treten und zu überlegen, warum es uns so wichtig ist, darauf eine Antwort zu haben?


Ja genau - warum meinen wir eine der vorgefertigten Schubladen (Mann, Frau, trans*, CD etc.) zu brauchen und machen uns nicht die Mühe ohne auszukommen, oder eine eigene zu kreieren? Die kann dann im Laufe der Zeit ausgebaut und an unsere je eigenen angepasst werden.

Vielleicht gleicht sie irgendwann einer der Standardschubladen, vielleicht nicht. Das ist dann nicht mehr wichtig.

Und wenn dann immer noch jemand unbedingt wissen will, was ich bin, dann sag ich einfach nur genderqueer - das kann alles mögliche bedeuten und dürfte auf fast alles passen was nicht cis-hetero ist.

Ich denke, es ist nicht zielführend, auf ein komplexes Problem (menschliche Identität ist hochkomplex) eine einfache Antwort zu erzwingen. Das wird uns nicht gerecht. Versuchen wir, mehr Offenheit zuzulassen, freier und auch spielerischer mit dem Thema umzugehen. Dann verschwindet es irgendwann unmerklich von dem großen Haufen unerledigter Dinge.

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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 27 im Thema

Beitrag von Martina »

Ein sehr interessantes Thema mit vielen Fragen und Antwortmöglichkeiten. WAS BIN ICH, UND WENN JA, WIEVIELE???

Das Zerrbild, das im Verwandlungsprozess M —> F durchlaufen und im Spiegel irritierend sichtbar wird, habe ich auch oft erlebt. Wenn das Ziel der Verwandlung dann erreicht ist, ist auch die Irritation wie weggewischt und mich sieht ein freudestrahlendes glückliches Gesicht aus dem Spiegel an. Der schnöde Zeitbedarf, um diesen Moment und die anschließenden zu erreichen, wurde mit zunehmender Routine und Optimierung der verwendeten Produktpalette drastisch verkürzt. Was ehedem mindestens 2 Stunden erforderte, das schaffte ich vor wenigen Wochen unter etwas Zeitdruck in 30 Minuten, wobei dann noch 15 Minuten Reserve verblieben waren - für Frau ein Novum!!

Noch vor etlichen Wochen erkannte ich in mir eine Widersprüchlichkeit wie folgt: Ich akzeptiere, seitdem ich vor 2 Jahren die ersten Erklärungen über mich und meine feminine Komponente formulieren und mich sodann erstmals gegenüber Freundinnen und meiner Frau erklären konnte, daß meine Natur eine non-binäre ist. Meine äußere Erscheinung strebe ich aber immer strikt getrennt nach den binären Codes an, sobald ich auch nur in geringsten Kontakt mit der Außenwelt trete; mit mir alleine in den 4 Wänden akzeptiere ich auch Kompromisse. Also: non-binär sein, aber binär erscheinen - was für ein Widerspruch! Dachte ich! Aber das hat sich verändert.

Eine ganz liebe Bekanntschaft aus diesem Forum, die ich im Waldschlößchen kennenlernen durfte und zu der sich seitdem womöglich eine innigere Freundschaft entwickelt, brachte viele interessante Gespräche mit sich und damit auch neue Impulse. Die folgenden 4 Bilder, die in ihrer Beschreibung vielleicht etwas mechanisch-technisch anmuten, von mir aber nicht so empfunden werden, sind dabei entstanden und helfen mir dabei, die Barrieren in meinem Schädel immer öfter aufzubrechen.

1. DIMENSION
Sozialisiert bin ich in einem Umfeld, das ausschließlich binäre Rollenbilder vermittelte. Unterschiede zwischen biologischem und sozialem Geschlecht existierten nicht, diese Differenzierung selbst existierte nicht. Da gab‘s einerseits Männer und andererseits Frauen. Beide hat etwas verbunden ebenso wie getrennt, was räumlich bedeutet, daß sie nicht Eins sind und nur im Moment der ‚heiligen’ körperlichen Vereinigung eins werden. Beide haben also eigene Standorte oder Verortungen in der Gesellschaft. Die Verbindung zwischen ihnen ist ein Band, etwas Lineares, das von A nach B reicht bzw. von M nach F oder andersrum. Dieses Band ist bildlich linear, eine Linie. Bildlich geometrisch ist das EIN-DIMENSIONAL.

2. DIMENSION
Nun hat sich gesellschaftlich allmählich die eine oder andere Erkenntnis etabliert und hat sogar Niederschlag in der Gesetzgebung gefunden. Homosexualität als ein Aspekt von vielen tritt zu o.g. ein-dimensionalen Bild hinzu. Aus der statistisch mehrheitlich binären Perspektive verorten sich diese Sachverhalte abseits der M-F-Verbindungslinie irgendwo. Sie sind im Abseits, und dieses Abseits erzeugt bildlich geometrisch gesehen die 2. Dimension. (Das hat bisher wenig mit mir zu tun!)
Wenn alles 2-dimensional wäre, wäre die Erde immer noch eine Scheibe, eine ebene Fläche. Wir sprechen aber nicht von Lebensfläche, sondern von Lebensraum. Und daraus resultiert die …

3. DIMENSION
Im Raum ist jedes Individuum verortet. Die Summe aller natürlich entstandenen Individuen verteilt sich zunächst gleichmäßig im Raum. Die statistisch gehäuften Merkmale (binär) sind gleichmäßig vermischt oder durchsetzt von selteneren Merkmalen (non-binär). Sie alle leben per definitionem völlig gleichwertig in diesem Lebensraum - kein einziges aller Individuen ist im Verhältnis zu einem anderen Individuum in seiner sozialen Existenzgrundlage mehr oder weniger privilegiert.
Alle Individuen haben ihre persönlichen und einzigartigen Identitäten. Die Mehrheit resultiert erst, wenn eine statistisch überwiegende Häufigkeit von Ähnlichkeiten erkennbar ist; das ist das, was im binären Menschheitsbild als normal empfunden wird, weil sich die Mehrheit als binär versteht und ein spürbarer Teil davon geistig nicht imstande ist, über die obige 1. Dimension hinauszukommen.
Es mag eine Kurzschlußaktion im Gehirn von manchen Mehrheits-Zugehörigen sein, daß sie aus ihrer Mehrheitszugehörigkeit soziale Privilegien ableiten, die den Minderheitszugehörigen nicht zugestanden werden können. Homo homini lupus. Der asoziale Mensch in seinen sozialen Bezügen.
Meine Identität, die sich irgendwo als eindeutig männlich, eindeutig weiblich oder eindeutig uneindeutig beschreiben lässt, hat für jeden Moment ihren jeweiligen Platz an einer Stelle in diesem 3-dimensionalen Raum. „Für jeden Moment“ heißt, dass Moment A anders sein kann als Moment B. Leben ist Veränderung. Der Mensch wehrt sich oft gegen die Veränderung und will den sicher diagnostizierten Status Quo fortsetzen, obgleich Veränderung die einzige Konstante im Leben ist. Der Weg von Moment A zu Moment B ergibt sich aus der Zeit, Veränderung geschieht in der Zeit, nicht im Moment. Und mit der Zeit komme ich zur …

4. DIMENSION
Die Zeit fließt und in ihr „fließt“ auch meine Identität. Die Bezeichnung „genderfluid“ ist daher so zutreffend. Mein soziales Geschlecht empfinde ich im Verlauf eines Tages bereits schwankend, und da gleicht nicht der gestrige dem heutigen, und der morgige wird mich abermals überraschen. Daß diese Veränderlichkeit in mir wohnt, ist naturgegeben. Das sind meine Schwankungen – das Pendel im Leben pendelt eben. Andere Individuen pendeln zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt, wieder andere zwischen hyperkommunikativ und eremitisch.
Diese 4. Dimension erklärt mir, weshalb ich mich einmal als männliches und andermal als weibliches Exemplar wohl fühle, und mir ganz persönlich gibt diese 4. Dimension die Erklärung und Legitimation, auch grenzgängerisch, hybrid oder sonstwie mich wohl und richtig zu fühlen. Auch erklärt mir spätestens die 4. Dimension, daß z.B. zwei aufeinandertreffende Crossdresser nicht zwangsläufig synchron deckungsgleiche Gefühlsmomente erleben.
Damit ist’s für mich nicht mehr notwendig, mich stabil und dauerhaft als dieses oder jenes definieren und erklären zu müssen/wollen. Meine Veränderlichkeit im Raum und über die Zeit ist eine ganz neue Qualität, an die ich mich noch herantasten muss und gewöhnen darf – und das im gesellschaftlichen Spannungsfeld, das gerne einen hohen Wiedererkennungswert im jeweiligen Gegenüber goutiert.
Einfach? Nein, aber es stand meines Wissens auch nirgends, dass das Leben einfach sein wird. Gut? Ich bin fein damit, auch wenn’s zeitweilig unbequem ist.

Mit diesem Erklärungsmodell komme ich aktuell gut weiter. Damit fühle ich mich momentan für die next steps gewappnet. Der Weisheit letzter Schluss kann‘s nicht sein, denn man könnte sicher mit Relativitätstheorie und Quantenphysik noch weiter gehen. Da muss ich aber eingestehen, dass meine Möglichkeiten hierfür momentan beschränkt im weitesten Sinn des Wortes sind.

Liebe Grüße!
Martina
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 28 im Thema

Beitrag von Lana »

Martina hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 15:06 Der Weisheit letzter Schluss kann‘s nicht sein, denn man könnte sicher mit Relativitätstheorie und Quantenphysik noch weiter gehen.
Oder mit Spiritualität und Esoterik?

Irgendwann kommt der Mensch an einen Punkt, wo herkömmliche Erklärungsmodelle und Weltanschauungen ihre Grenzen haben. Dahinter verschwimmt alles im Ungefähren. Es gibt keine "Gewissheit" mehr, aber wenn wir ehrlich wären, würden wir erkennen, dass die Gewissheiten unserer bekannten Welt auch nur deshalb so gewiss erscheinen, weil sie uns vertraut sind.

Insofern ist das von dir beschriebene Modell sehr gut, um mit sich und der Welt erstmal klar zu kommen. Und darum geht es ja hier in erster Linie. Danke dafür, und ganz besonders, weil es eine Idee in mir geweckt hat, die mir mein eigenes Selbstverständnis weniger wundersam macht. Dazu später mehr an anderer Stelle.

LGL
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 29 im Thema

Beitrag von Martina »

Lana hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 15:41
Martina hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 15:06 Der Weisheit letzter Schluss kann‘s nicht sein, denn man könnte sicher mit Relativitätstheorie und Quantenphysik noch weiter gehen.
Oder mit Spiritualität und Esoterik?
Ja, natürlich auch das. Legitim ist, was einem hilft und anderen nicht schadet. Nicht wenige halten es auch mit dem christlichen Glauben. Das ist nicht mein Ding, aber es schadet mir nicht und ich respektiere es vollkommen. Viele Erklärungsmodelle, auch in der Naturheilkunde, basieren aus genauer Beobachtung unterschiedlichster Vorgänge. Und ich durfte auch schon an mir selbst erfahren, dass es Menschen mit Fähigkeiten gibt, die mir gänzlich unerklärlich sind, aber gezielt auf mich wirken und etwas bewirken; ähnlich dem absoluten Gehör zum Beispiel: mein Bruder und meine Mutter haben‘s, und ich kann mir im Kopf nicht vorstellen, wie das verdammt nochmal funktionieren kann. Insofern: Zweifel ist kein angenehmer Zustand, aber Gewissheit ist ein lächerlicher. Damit relativiere ich gerne meine gewonnenen Erkenntnisse. Und die Gewissheit, wir würden über eine weitgehend objektive Wahrnehmung verfügen, ist eine besonders lächerliche.
Besagte Forum-Freundin und ich, wir hatten diese Woche dazu ein Experiment miteinander gemacht. Es führte vor Augen, wie unglaublich gefiltert meine eigene Wahrnehmung ist. Voll bekloppt!!! 😇😇😇
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Re: Mann-Frau-Mischform, Jacke wie... Rock?

Post 30 im Thema

Beitrag von Alicia »

Lana hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 14:41 Ich denke, es ist nicht zielführend, auf ein komplexes Problem (menschliche Identität ist hochkomplex) eine einfache Antwort zu erzwingen. Das wird uns nicht gerecht. Versuchen wir, mehr Offenheit zuzulassen, freier und auch spielerischer mit dem Thema umzugehen. Dann verschwindet es irgendwann unmerklich von dem großen Haufen unerledigter Dinge.
Genau das ist auch meine Einstellung. Da keine einfache Antwort in Sicht ist und ich auch nicht auf einfache Lösungen für komplexe Fragen stehe, habe ich die Angelegenheit auf Wiedervorlage gelegt.
Die Bezeichnung genderfluid ist zumindest eine Zwischenlösung. Auf Dauer bin ich damit aber nicht zufrieden, weil sie mir zu unkonkret ist. Zu meinem Trost bastle ich erst seit etwa zwei Jahren aktiv an meiner neuen Indentität, also gönne ich mir noch weitere Zeit. Beruhigend wirkt sich hier die Tatsache aus, dass andere hier im Forum schon viel länger an dieser Frage arbeiten. Also nur ned hudle, es ist keine olympische Disziplin.

@Martina: Dein vierdimensionales Modell erscheint mir sehr interessant für die eigene Einordnung ohne Schubladen. Wir bewegen uns als Individuen wie Punkte im dreidimensionalen Raum, wobei jede(r) eine eigene Koordinate einnimmt. Dass zwei Personen exakt die gleiche Position einnehmen ist so unwahrscheinlich, wie es zwei exakte Gensätze gibt (eineiige Zwillinge mal ausgenommen). Was das Gedankenexperiment reizvoll macht, ist die Möglichkeit, das komplette Koordinatensystem zeitlich zu verschieben, in Abhängigkeit von der eigenen aktuellen Stimmung. Somit brauche ich meine persönliche Position nicht unbedingt verlassen, sondern kann mich treiben lassen und lerne immer wieder neue Situationen und Ausblicke kennen.

Ein herrliches Thema ganz nach meinem Geschmack, da es mich auf voller Breitseite trifft.

Liebe Grüße, Alicia. (ki)
Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)
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