Hallo, hier ist Emy :)
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Wer möchte, kann sich vorstellen: bitte kurz fassen
und längere Diskussionen in den dafür vorgesehenen
Themen führen!
Emily_2001
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Hallo, hier ist Emy :)

Post 1 im Thema

Beitrag von Emily_2001 »

Hallo zusammen,

hier ist Emily (Emy), ich bin 24 Jahre alt und freue mich, Euch kennenzulernen :) Immer wieder war ich auf diesem Forum als stiller Mitlesen aktiv, doch nun möchte ich meine Geschichte mit Euch teilen (smili)

Meine Geschichte
Meine Neugierde rund um Crossdressing kam in der frühen Jugend auf und äußerte sich, vielleicht ein wenig klischeehaft, durch das sporadische und heimliche Tragen von knallig rotem Nagellack.
Zwischenzeitlich ließ ich mich von meiner damaligen Freundin schminken und stelle fast, dass sich mit Schminke meine Selbstwahrnehmung ändert - irgendwie fühlte es sich aufregend an, und ich fühle mich schön.
Mit Anfang 20 kam erneut das Thema auf, angestoßen durch eine Begegnung mit Crossdressing-Content auf einer Social Media Plattform.

Die innere Stimme in mir sagte "probiere das aus", und ich war euphorisiert, denn ich bin ich auf etwas gestoßen, das schon längere Zeit in mir schlummerte. Gesagt, getan, ich bestellte mir Strumpfhosen, entledigte mich meiner Körperbehaarung und nahm meinen Körper völlig neu wahr: glatte Haut, enge Kleidung, und die Erkenntnis, dass ich diese abgewandelte Form meiner Selbst genieße. Zu meinem Körper hatte ich bis dahin ein eher schwieriges Verhältnis, geprägt von einer ausgesprochen selbstkritischen Sichtweise, die eigenen Makel wogen schwer, und wenn ich in seltenen Fällen nichts auszusetzen fand, dann sah ich mich in einem gleichgültigen Licht.
In den nächsten Jahren habe ich mir immer wieder Kleidung bestellt und begonnen, sie in unregelmäßigen Abständen heimlich zu tragen. Im Rückblick waren es viele kurze Phasen, aber Crossdressing war insgesamt eine Nebensache, die mich nie stärker vereinnahm.

Das änderte sich dieses Jahr grundlegend. Ich bin aus dem Elternhaus für einige Zeit ausgezogen, um in einer neuen Umgebung und losgelöst von meinem bisherigen sozialen Umfeld, mein Studium fortzusetzen. Das bedeutet auch: ein neuer, geschützter Raum, um mit Crossdressing zu experimentieren. Ich nutzte diese Chance und bestellte Unmengen an Kleidung, Schmuck und meine Nagellacksammlung dürfte einer Kosmetikerin Konkurrenz machen. Immer häufiger trug ich zu Hause weibliche Kleidung, den Nagellack trug ich auch in der Universität, anfangs Klarlack und später ausgefallene Farben. Es fühle sich richtig an.

Der Anblick meiner Selbst im Spiegel mit hübscher Kleidung, mit Makeup im Gesicht, mit Nagellack - das lies mich innerlich beben: das erste Mal in meiner Erinnerung dachte ich mir "du siehst verdammt gut aus", und mein Körper war erstmals mehr als nur ein funktionales Werkzeug, es wurde zu meinem liebgewonnenen zu Hause. Ich traute mich zusammen mit meiner Freundin an Fasching aus dem Haus, vollständig "feminin" inklusive Perücke, und und nahm an einem Umzug teil. Es war ein unbeschreiblich schöner Tag und rückblickend kann ich sagen: so selbstbewusst wie an diesem Tag war ich noch nie. Umso schwerer fiel es mir dann, wieder eine angepasste Rolle einzunehmen, und statt vollständig feminin aufzutreten, das Männliche mit dem Weiblichen zu balancieren - feminer Schmuck und Nagellack ja, aber männliche Kleidung.

Mich lies diese Erfahrung nicht los und so begann ich meine geschlechtliche Identität zu hinterfragen. Jede Option zog ich in Betracht, einschließlich einer möglichen Mann-zu-Frau-Transidentität, und ich habe mich mit allerlei Theorien zum Thema Crossdressing intensiv auseinandergesetzt. Mein damaliges Fazit war, dass ich mich weder dem männlichen Geschlecht zugehörig fühle, noch ohne Zögern aussagen kann, dass ich eine Frau sei. Transitionen möchte ich nicht, dazu fehlt körperliche Dysphorie und die sozial-gesellschaftlichen Konsequenzen sind zu groß, andererseits: ich möchte meine femininen Züge nicht unterschlagen. Genau das habe ich die letzten Monate versucht, ausgehend von Erfahrungen in meinem alten sozialen Umfeld, die mich in eine typisch "männliche" Rolle zurückbefördert haben.

Und heute
Nun stehe ich mit vielen Fragen da: wie möchte ich meine Crossdressing-Seite ausleben, um eines Tages nicht zu bereuen, etwas nicht ausgelebt zu haben? Wie kann ich weitere Erfahrungen sammeln, die mir helfen herauszufinden, wer ich wirklich bin? Gedacht habe ich z.B. daran, mal einige Tage in einer fremden Stadt (oder fremden Land?) optisch als Frau zu verbringen. Welche Tipps und Ratschläge habt ihr parat?

In diesem Forum konnte ich immer wieder beobachten, dass es insbesondere Personen über 50-55 sind, die ihrem "inneren Crossdresser" den nötigen Raum schenken, diese Seite ausleben. Einerseits stimmt mich das sehr glücklich, denn nichts ist schöner, als zu sehen, dass Menschen sich erlauben, wirklich authentisch sich auszuleben - andererseits frage ich mich: wie kann ich verhindern, dass ich diese Seite bei mir unterschlage und möglicherweise eines Tages bereue, nicht "ich selbst" gewesen zu sein?

Ich freue mich auf Eure Gedanken und Anregungen.

Liebe Grüße
Emy
laura_naomi
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 2 im Thema

Beitrag von laura_naomi »

Liebe Emy,
schön dass du hier im Forum bist.
Ja ich gehöre auch zu den Mitte Ende 50ern, die sich gefunden haben.
Ich habe mit Mitte zwanzig die Neigung noch nicht gespürt, wäre aber wahrscheinlich nicht reif genug gewesen, es wirklich zu leben.
Jetzt kann ich gut dazu stehen und lebe die Frau in mir aus, wenn sie es braucht.
Um so schöner, dass du es schon jetzt schaffst.
Ich wünsche dir das Beste auf deinem Weg und bin sehr gespannt.
Liebe Grüße von Laura Naomi
Shoshana
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 3 im Thema

Beitrag von Shoshana »

Hallo Emy,

Danke für die ausführliche Vorstellung und ein ganz herzliches Willkommen in diesem bunten Forum.

LG, Shoshana
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Sabrina_9223
schau
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 4 im Thema

Beitrag von Sabrina_9223 »

Hi Emy,

Herzlich willkommen im Forum! )))(:
Ich war auch jahrelang nur am Mitlesen und habe mich vor zweieinhalb Wochen hier angemeldet. Ich finde, der Austausch hier im Forum tut wirklich gut und man erhält viele gute Tipps und Ratschläge 😊. Die eigenen Gedanken werden auch stark angeregt, wodurch man selbst vielleicht einiges mehr hinterfragt und sich über sich selbst mehr bewusst wird.
Zum Alter: Ich bin 33.

Liebe Grüße
Sabrina
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Carolin
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 5 im Thema

Beitrag von Carolin »

Hallo Emy,
Herzlich Willkommen (flow) hier in unserer bunten Gemeinschaft.
Vielen Dank für Deine ausführliche Vorstellung.

Carolin
I did it my way
Olgy
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

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Beitrag von Olgy »

Hallo Emy,
Es ist erfreulich, dass du dich schon in jüngeren Jahren gefunden hast. Ich z.b. bereue schon viele verpasste Momente Crossdressing aktiv zu erleben. Erst mit 50+ habe ich mir vertraut raus zu gehen.
Für mich wat die einfachste Gelegenheit eine Airbnb wohnung mit Self- CheckIn in einer anderen Stadt zu nehmen und dort einige Tage en femme zu verbringen.
Und ich habe die Erfahrung, dass U30 Menschen das CD viel lockerer annehmen. Trau dir was. Los kannst du Crossdressing nicht mehr werden.
Aus welchem Gegend kommst du, vielleicht kannst du hier die Kontakte knüpfen.
LG
Olgy
Malvine
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 7 im Thema

Beitrag von Malvine »

Hallo Emy,

ein herzliches Willkommen im Forum.

Ja, mit dem fortgeschrittenen Alter ist wohl auf die medialen Entwicklung zurück zu führen. Mit 50+ sind viele von uns in einer Welt aufgewachsen, die aus Tageszeitung, Radio und Fernsehen bestand - alles noch konservativ geprägt. Es gab keine einfach Möglichkeiten, sich über "unser Problem" zu informieren oder auszutauschen. Erst mit dem Internet für die breite Bevölkerung hat es langsam angefangen sich zum Thema schlau zu machen oder auch sich mit anderen auszutauschen.
Die jüngere Generation wächst mit völlig neuen Möglichkeiten auf und kann inzwischen auf eine große Menge an Inhalten zurück greifen.

Vielleicht kannst du ja von dem Erfahrungsschatz der "Alten" hier etwas für dich mitnehmen und für deine Generation ein Hilfe sein.


LG
Malvine
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Jaddy
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 8 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Emily_2001 hat geschrieben: Mi 5. Nov 2025, 19:10 Nun stehe ich mit vielen Fragen da: wie möchte ich meine Crossdressing-Seite ausleben, um eines Tages nicht zu bereuen, etwas nicht ausgelebt zu haben? Wie kann ich weitere Erfahrungen sammeln, die mir helfen herauszufinden, wer ich wirklich bin? Gedacht habe ich z.B. daran, mal einige Tage in einer fremden Stadt (oder fremden Land?) optisch als Frau zu verbringen. Welche Tipps und Ratschläge habt ihr parat?

In diesem Forum konnte ich immer wieder beobachten, dass es insbesondere Personen über 50-55 sind, die ihrem "inneren Crossdresser" den nötigen Raum schenken, diese Seite ausleben. Einerseits stimmt mich das sehr glücklich, denn nichts ist schöner, als zu sehen, dass Menschen sich erlauben, wirklich authentisch sich auszuleben - andererseits frage ich mich: wie kann ich verhindern, dass ich diese Seite bei mir unterschlage und möglicherweise eines Tages bereue, nicht "ich selbst" gewesen zu sein?
Moin Emy :)

ich lasse mal ganz unverbindlich ein bisschen meiner Biografie hier ;) Mir war auch schon ziemlich früh klar, dass ich weder mit dem zugewiesenen Mann-sein was anfangen kann, aber definitiv auch keine Frau bin. Nur hat sich das Wörtchen nichtbinär lange Zeit vor mir verborgen. Deshalb bin ich doch langsam aber sicher immer mehr crossgedressed - wie ich dachte - rumgelaufen. Zuerst nur bei privaten Terminen, zusammen mit meinem Ehewesen, dann auch einfach so. Ausser im Job. Leider. Ich dachte, ich sei einfach so zwischen den Stühlen (siehe anderen Thread hier). Das ging so 16 Jahre, in denen ich etliche Experimente mit Stilen, Outifts, Make-up usw gemacht habe. Natürlich auch Phasen deutlicher Übertreibung. Viel zu schrille Klamotten, viel zu hohe Schuhe. Bei mir nie mit Perücke - da hab ich meine eigene Lockenmähne - oder künstlicher Oberweite, denn ich wollte ja nicht "Frau" sein oder darstellen.

Mein Glück war, dass mein Ehewesen von Anfang an dabei war und auch keine binären Rollen mag. Sie fühlt sich sogar "entlastet", weil sie bei uns keine weibliche Rolle spielen muss und ich keine männliche.

Nach meiner Erfahrung hilft nur eines, die eigene Zufriedenheit zu finden: Machen. Ausprobieren. Möglichkeiten suchen und Chancen nutzen. Schon ein bisschen auf die möglichen Konsequenzen gucken, aber auch selbstbewusst die eigene Identität vertreten. Ich persönlich würde auch immer frühzeitig sagen was Sache ist. Bei neuen Beziehungen, im Freund*innenkreis, Familie. Auch wenn dann Leute auf Distanz gehen. Dann weiss ich wenigstens, woran ich bin, und das ist allemal besser, als immer einen wesentlichen Teil meines Lebens und meiner Identität verheimlichen zu müssen. Aber wie gesagt: Das gilt für mich. YMMV, n=1 und so weiter.

Bei mir kam schliesslich das Wort nichtbinär, mit dem plötzlich alles Sinn ergab. Da liess sich viel finden im Netz. Nicht unbedingt zu Klamotten, sondern mehr zu Identität. Für mich(!) bedeutet es, dass die Konventionen männlich, weiblich für mich gar nicht mehr gelten. Ich muss mir keine Gedanken machen, welche Signale ich sende, denn 95% der Leute sortieren mich sowieso falsch ein oder verstehen nicht, was Sache ist. Ich bin "ausgetreten" aus dem Kram. Eine große Befreiung. Ich brauche mir nichts zu versagen oder vergeschlechtliche Dinge tun, die mir nicht entsprechen.

Soweit erst mal. Um das ganze zeitlich einzuordnen: Ich hab mit dem Crossdressing so richtig 2001 angefangen *flöt* und "nichtbinär" 2017 gelernt.
Violetta-TransFlower
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 9 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Liebe Emy,

Ein herzliches 💜 Willkommen ruft Dir Violetta aus Thüringen zu. (flow)
Emily_2001 hat geschrieben: Mi 5. Nov 2025, 19:10 doch nun möchte ich meine Geschichte mit Euch teilen (smili)
Vielen Dank dafür und für die wirklich ausführliche und informative Vorstellung, ich mag es,
wenn die Menschen hier viel von sich erzählen und preisgeben.

(super)
Emily_2001 hat geschrieben: Mi 5. Nov 2025, 19:10 In diesem Forum konnte ich immer wieder beobachten, dass es insbesondere Personen über 50-55 sind, die ihrem "inneren Crossdresser" den nötigen Raum schenken, diese Seite ausleben. Einerseits stimmt mich das sehr glücklich, denn nichts ist schöner, als zu sehen, dass Menschen sich erlauben, wirklich authentisch sich auszuleben - andererseits frage ich mich: wie kann ich verhindern, dass ich diese Seite bei mir unterschlage und möglicherweise eines Tages bereue, nicht "ich selbst" gewesen zu sein?
Da Du schon länger mitliest, dürftest Du ja schon Einige hier etwas besser kennen.
Und ja der Anteil der etwas älteren Personen ist hier im Forum höher. Ich selbst bin 55.
Dadurch gibt es natürlich auch einen riesigen Schatz an Lebenserfahrung in allen Richtungen.
Das ist einer der Gründe, warum ich dieses Forum als besonders wertvoll schätze und es für mich unersetzlich ist.

Du mußt grundsätzlich Dein eigenes Tempo entwickeln und Deinen Eigenen Weg gehen.
Hier kannst Du Dir Ratschläge in viele Richtungen holen und Dich in vielen Dingen "beraten" lassen.
Du bist noch sehr jung, daß ist schön für Dich.
Und schön finde ich auch, daß Du darüber nachdenkst es wohl komplett auszuleben.
Es wird Dich erfüllen, wie nichts Anderes im Leben.

Ich selbst habe mit vielen Offenbarungen angefangen und bin danach sehr schnell in die Öffentlickeit gegangen, da ich mir dachte, Violetta, worauf willst Du jetzt noch warten. Ich hatte und habe keine Zeit zu verlieren.
Und es ging fast Alles zu realisieren, was ich mir erträumt hatte, deswegen steht das auch in meiner Signatur.

Hier meine Hauptthemen, die meine Entwicklung seit einem Jahr spiegeln, falls Du darin lesen möchtest:

viewtopic.php?t=30178
viewtopic.php?t=30235
viewtopic.php?t=30378

Und jetzt ?
Jetzt stehe ich kurz vor meiner Personenstandsänderung, erwarte meinen ersten kleinen Fernsehauftritt voller Ungeduld und bin auch so im weiblichen Leben fast angekommen.
Das Alles und noch viel mehr nach ca. einem Jahr, seit ich hier mitschreibe.
Viel ist möglich, wenn Du es möchtest,ich sage sehr oft zu Anderen, "DU mußt es wollen !"


Emily_2001 hat geschrieben: Mi 5. Nov 2025, 19:10 ich war euphorisiert,
Das ging/geht wohl den meisten so hier.
Immer, wirklich immer, wenn ich mich wieder style und dann das Endergebnis im Spiegel betrachte, lächle ich mich an und freue mich auf den bevorstehenden Tag oder Ausgeh-Abend.

Ich freue mich auch auf Deine kommenden Beiträge, daß Du Uns an Deinem Leben teilhaben läßt. (smili)

freut sich über Dich
Deine Violetta💜
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
Joo
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 10 im Thema

Beitrag von Joo »

Hallo Emy,

auch ich möchte dich ganz herzlich in unserem Forum begrüßen und mich für deine ausführliche Vorstellung bedanken.
Emily_2001 hat geschrieben: Mi 5. Nov 2025, 19:10 Mich lies diese Erfahrung nicht los und so begann ich meine geschlechtliche Identität zu hinterfragen. Jede Option zog ich in Betracht, einschließlich einer möglichen Mann-zu-Frau-Transidentität, und ich habe mich mit allerlei Theorien zum Thema Crossdressing intensiv auseinandergesetzt. Mein damaliges Fazit war, dass ich mich weder dem männlichen Geschlecht zugehörig fühle, noch ohne Zögern aussagen kann, dass ich eine Frau sei. Transitionen möchte ich nicht, dazu fehlt körperliche Dysphorie und die sozial-gesellschaftlichen Konsequenzen sind zu groß, andererseits: ich möchte meine femininen Züge nicht unterschlagen. Genau das habe ich die letzten Monate versucht, ausgehend von Erfahrungen in meinem alten sozialen Umfeld, die mich in eine typisch "männliche" Rolle zurückbefördert haben.
Was du hier schreibst, sind Gedanken die mich auch sehr beschäftigen. Auch ich sehe mich nicht im starren System der Binarität. Eine körperliche Dysphorie empfinde ich auch nicht, vielmehr ist es so, dass ich mich in meiner gemischt geschlechtlichen Rolle als sehr identisch fühle. Wobei ich mich nicht als Crossdresser bezeichnen würde. Dafür ist das, was ich empfinde, zu komplex und die weibliche Kleidung ein wichtiger, aber nur ein Teil meiner Identität. Mein leben lang habe ich die Rolle des Mannes gespielt und meine feminine Seite versteckt. Seit ungefähr zwei Jahren lebe ich meine wahres Ich zuhause offen. Es macht mich sehr glücklich, dass ich das jetzt darf und kann. Gleichzeitig würde ich mein (altes) Leben als Mann auf keinen Fall missen wollen. Ich habe auch nicht wirklich das Gefühl etwas verpasst zu haben. Es ist vielmehr so, dass ich froh bin einen weiteren Schritt auf dem Weg zu mir selbst gemacht zu haben.

LG Joo
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 11 im Thema

Beitrag von Slothorpe »

Liebe Emy,

Sei froh, dass Du das so früh nicht nur entdeckt hast sondern auch begonnen hast, es auszuleben. Viele (wie ich) wussten lange oder schon immer davon, dass sie „anders“ sind, aber leben trotzdem ein unerfülltes „normales“ Leben, haben erst spät ihr „Coming-out“ und verschenken so viele, unwiederbringliche Jahre. Mit 24 ist zudem manches einfacher als mit 54 oder 64….

Der Begriff „nonbinär“ fiel ja schon öfter, das ist auch das, was ich für mich verwende… und ich empfinde nicht so sehr anders wie Du.

Jede(r) muss ihren/seinen eigenen Weg finden, mal ein paar Tage irgendwo hin (z.B. Berlin, Hamburg oder auch Teneriffa…) und das wirklich mal ungehemmt ausleben ist sicher nicht verkehrt dafür.

Ich wünsche Dir viel Spaß dabei, Dich selbst zu erkunden….
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 12 im Thema

Beitrag von kathrin84 »

Herzlich Willkommen hier im Forum Emy.
Ich denke hier werden dir definitiv deine Fragen beantwortet werden. Bei mir war und ist es auch so.
Also viel Spaß beim lesen im Forum, und ich denke das dir bestimmt auch fast alle auf liebe PN antworten werden.

Dann, viel Spaß beim lesen liebe Emy.
--make it shine--
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 13 im Thema

Beitrag von Desiree Maxima »

Liebe Emy,

herzlich willkommen hier im Forum.
Emily_2001 hat geschrieben: Mi 5. Nov 2025, 19:10 um eines Tages nicht zu bereuen, etwas nicht ausgelebt zu haben?
Ich finde es großartig, daß Du Dir jetzt schon, in Deinen jungen Jahren (mit 58 darf ich das hoffentlich so sagen ;-)), solche Gedanken erlaubst und Dich so intensiv mit Deiner Identität auseinandersetzt. Denn genau das ist einer der Gedanken, die mich manchmal beschäftigen, mich ein wenig traurig machen und ich den vergeudeten Jahren nachtrauere, weil ich meine feminine Seite trotz zweier Anläufe in meinen 20ern so lange unterdrückt habe und nun erst seit ca. einem Jahr auslebe.

Laß Deiner Entwicklung Zeit und Raum und hab Geduld mit Dir. Ich wünsche Dir, daß Du, zumindest zum Teil, Antworten auf Deine Fragen hier findest und freue mich auf Deine Beiträge

Alles Liebe
Desiree
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 14 im Thema

Beitrag von heibo »

Liebe Emy,
❤️lich willkommen in diesem wunderbaren Forum!
LG heibo
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Re: Hallo, hier ist Emy :)

Post 15 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Hallo Emy,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. )))(:

Liebe Grüße
Heike
"Es ist nicht die Zeit in deinem Leben, es ist das Leben in deiner Zeit." Bruce Springsteen
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