Nichts von dem was du hier schreibst entspricht halt der Wahrheit. Bei dir klingt das so, als hätte sich irgendeine Person stark in einer Einrichtung danebenbekommen, hätte eventuell stark randaliert, Leute belästigt, und die Inhaber hätten sich größte Mühe gegeben das zu klären und dann leider entschieden, dass diese Person nicht wiederkommen dürfte, worauf diese Person jetzt lauthals schreit dass das sei weil sie trans ist, was ihr auch noch gefällt laut dir.Lana hat geschrieben: Mo 5. Mai 2025, 19:39 Ich habe den leisen Verdacht, dass bei dieser Person das Verhalten ausschlaggebend für die Zurückweisung war.
Wir wissen nicht, wie das abgelaufen ist, welcher Ton dort (von allen Beteiligten) angeschlagen wurde. Aber es scheint nicht ausgeschlossen, dass es bei dieser Geschichte weniger ums Aussehen geht als um ganz normale zwischenmenschliche Animositäten.
Außer der Behauptung der abgewiesen Frau gibt es bisher keine Bestätigung, dass ihre Transidentität der maßgebliche Grund für die Abweisung war. Ihr Verhalten deutet aber darauf hin, dass die Ablehnung für ihren Aktivismus ganz gelegen kommt.
Es muss doch möglich sein, dass eine Inhaberin Leute rausschmeißen kann, obwohl sie trans, behindert, schwarz, oder sonstwie marginalisiert sind, wenn diese sich unangemessen verhalten, ohne dass jedesmal gleich laut "Diskriminierung!" skandiert wird.
Man behandelt alle einfach alle gleich. In diesem Fall alle Frauen, egal ob cis oder trans. Ist es nicht das, was auch hier immer gefordert wird? Einfach ganz "normal" behandelt zu werden, ohne Extrawürste? Dann bitte nicht rumheulen, falls man mal nicht mit Samthandschuhen angefasst wird, wenn man selbst gerne austeilt.
In Realität ist das trans sein exakt die Begründung, die die Inhaber angegeben haben, die sprechen im Interview vom „biologischen Mann“, welcher eine Gefahr sei, und trans Menschen mit dem religiösem Glauben nicht vereinbar seien. Dieses Interview hat sie in einem rechtsextremistischen Medium veröffentlicht lassen, dessen Redakteur bei der Bild rausgeflogen ist weil er dort junge Mitarbeiterinnen missbraucht haben soll (soviel zum Thema Frauenschutz), und dessen Blatt bereits wegen Hetzkampagnen gegen Ausländer und trans Menschen verurteilt wurde in der Vergangenheit. Letztens hat sich z.b. die Frau eines Redakteurs auf eine Stelle beworben, und daraufhin wurden Artikel über die Konkurrentin zu dieser Stelle veröffentlicht, dass diese trans sei und sexuelle Übergriffe begangen hätte. Das war alles gelogen, haben sie dann später vor Gericht zugegeben, aber die Konkurrentin ist jetzt weg.
Solche Berichterstattung sorgt dafür, dass aus Version zwei meines Texts plötzlich Version 1 ist. Weg ist die religiöse Begründung, weg ist, dass die Ablehnung aufgrund dem trans sein kam. Weg ist die rechtspopulistische Mediengestalt Nius, weg ist die Tatsache, dass die Betreiber hohe Geldsummen von einer Organisation bekamen, die sich selbst als „Kämpfer gegen die ideologische Beeinflussung der Gesellschaft“ vorstellen. Weg ist, dass sie erklären dass trans Personen gefährlich sind und man Frauen vor ihnen schützen müsse.
Und plötzlich sitzen wir hier, teilen Bilder der Betroffenen, zählen Punkte auf die ja mit ihr nicht stimmen, vergleichen das mit Karneval und spekulieren was für ein schlimmer und unliebsamer Störenfried sie doch sein muss. Wie aggressiv, egoistisch, und insgesamt überhaupt nicht Frau sie doch sei. In einem Forum für trans Menschen. Wo der Rechtsspruch am (Profil-)bild erfolgt, und Kritik an älteren trans Personen vor allem von älteren trans Personen kommt.
(bearbeitet von Anne-Mette nach Rücksprache)