Das ist richtig und wichtig.Anne-Mette hat geschrieben: Mi 11. Sep 2024, 09:12 Ohne zu informieren und zu diskutieren entziehen "wir" uns selbst die Grundlage für ein (relativ) freies und selbstbestimmtes Leben.
Immer wieder gibt es Bedrohungslagen, die alle sich schon bewusst machen sollten, um darauf zu reagieren!
Die Bedrohung der Freiheit geht aber von unterschiedlichen Seiten aus und beschränkt sich nicht nur auf die typischen Probleme der queeren Community.
Für mich genügt es eben nicht, mich darüber zu freuen, dass queere Themen gerade politisch positiv besetzt sind. Meine Freiheit ist auch nicht damit befriedigt, dass ich draußen im Rock rumlaufen oder meinen Geschlechtseintrag ändern lassen kann. Das ist bestenfalls das Sahnehäubchen.
Es hat aber nur dann einen Wert, wenn die Grundrechte, die in den Artikeln 1-19 im Grundgesetz stehen, auch garantiert sind und gelebt werden. Leider hat ein schleichender Prozess eingesetzt, der diese grundlegenden Rechte immer mehr relativiert und unter Vorbehalt stellt.
Ich halte Freiheitseinschränkungen, die meist im Mäntelchen der "Sicherheit" daher kommen, grundsätzlich für sehr kritisch. Unabhängig davon, ob sie nun von rechts, links oder aus der "Mitte" kommen.
Dazu gehört auch die Beeinflussung der öffentlichen Meinung im oben angeführten Sinn.
Wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht, kann man das alles sehen und spüren. Man kann es aber auch verleugnen, wenn es nicht in das eigene Weltbild passt. Das ist eine persönliche Entscheidung, die ich respektiere.
Was aber gar nicht geht, ist Menschen mit einer anderen Sichtweise zu verunglimpfen oder ihnen wiederholt Dinge unterzuschieben, die nirgendwo geäußert wurden. Sowas ist mindestens schlechter Diskussionsstil und lenkt nur von den wirklichen Problemen ab.
LGL