Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt - # 4
-
Marlene
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 543
- Registriert: Di 12. Apr 2011, 12:50
- Geschlecht: dazwischen
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 318 Mal
- Danksagung erhalten: 105 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Volle Zustimmung!
Lesen und Verstehen fällt gewissen Kreisen immer schwerer, weil man sich dann mal auf etwas konzentrieren und hinterfragen müsste und das ist nicht gewollt. Einfache, sinnbefreite Schlagzeilen auf gewissen Medien, z.B. Zeitungen... sind seit Jahrzehnten das beste Beispiel dafür.
L.G. Marlene
Lesen und Verstehen fällt gewissen Kreisen immer schwerer, weil man sich dann mal auf etwas konzentrieren und hinterfragen müsste und das ist nicht gewollt. Einfache, sinnbefreite Schlagzeilen auf gewissen Medien, z.B. Zeitungen... sind seit Jahrzehnten das beste Beispiel dafür.
L.G. Marlene
-
Marlene K.
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2149
- Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
- Geschlecht: größtenteils weiblic
- Pronomen: sie, ohne Überempfin
- Wohnort (Name): Berlin
- Hat sich bedankt: 223 Mal
- Danksagung erhalten: 66 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Bei allem Verständnis für unterschiedliche Lebenswege, die zu unterschiedlichen Einschätzungen führen, hier möchte ich einhaken.Kerstin hat geschrieben: So 1. Sep 2024, 21:56 ...
Und gerade die Grünen sind ja *****. (editiert) Es ist sinnfrei ihre Lügen aufzuzählen denn die Liste geht inzwischen gen unendlich.
...
Ich lebe als Westdeutsche seit 1991 meist in den Ostbezirken Berlins, wurde in den 90 Jahren als Ostdeutsche gelesen im Westen und in meinem meist ostdeutschen Umfeld meist ehrenvoll als "Wossi" bezeichnet.
Ich bin trotzdem westdeutsch geprägt und kann ein Leben vor 1989 in der DDR nicht nachfühlen. Ich war bis 1985 Genossin in der SPD.
Das als Vorrede. Aber hier sehe ich eine der Hauptursachen dieses Debakels, das eine Partei mit rechtsextremer Führung rund ein drittel der Wählerinnen hinter sich versammelt.
Es ist wie vor 1933. Die fortschrittlichen Kräfte, damals vorwiegend SPD und KPD, arbeiten sich aneinander ab und zerfleischen sich gegenseitig. Die konservativen Kräfte rund um das Zentrum lehnen alles Linke rundheraus ab und sehen das Rechtsextreme in DNVP, NSDAP und ähnlichem als "das kleinere Übel" an, das so zum "Retter des Vaterlandes" mit den bekannten Folgen wurde.
Damals war das gemeinsame Feindbild von Faschisten, Konservativen und der extremen Linken die SPD.
Heute arbeiten sich in den politischen Argumenten CDU/CSU, BSW, Lnke, SPD und FDP gemeinsam mit der AFD an den Grünen ab, die auch von Dir, liebe Kerstin, als nur verlogen und die Quelle allen Übels für die Menschheit bezeichnet werden.
Dieses gemeinsame Feindbild von Faschisten, Linken, Konservativen, Liberalen und anderen mit dem "kleineren" Übel des Rechtsradikalismus hat viel zur Zerstörung der Weimarer Republik beigetragen.
Wenn es die Berliner Republik eben so zerstört hat das vermutlich die gleichen Folgen wie 1945. Verlust der Hohheit über unser Land und den Verlust großer Gebiete, die Zerstörung unserer Städte und Kulturschätze und so weiter.
Ich sehe es nicht als verlogen an auf den Klimawandel und nötige Konsequenzen zu verweisen.
Ich sehe eine Forderung nach Einhaltung der Genfer Konvention und der Menschenrechte nicht als verlogen an.
Ich sehe das Eintreten für Menschenrechte für queere Menschen nicht als verlogen an.
Ich sehe des Eintreten für gleiche Rechte für alle Menschen, egal wer ihre Eltern waren, nicht als verlogen an.
In allen diesen Fragen, die ich hier benannt habe, gibt es in der Realpolitik auch durch die Grünen mitgetragene Entscheidungen, die mir prsönlich weh tun und nicht den idealen Forderungen entsprechen.
Das mag Mensch verlogen nennen. Ich nenne es demokratische Politik, obwohl ich eher den fundamentalen Ansichten zuneige.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
-
MelanieD
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 84
- Registriert: Mi 15. Nov 2023, 11:40
- Pronomen: Sie
- Hat sich bedankt: 138 Mal
- Danksagung erhalten: 155 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Ich wollte in diesem thread ja nix mehr schreiben... @Jaddy: DANKE, dass Du Dir die Mühe gemacht die Themen ausführlich aufzuschreiben!Jaddy hat geschrieben: Di 3. Sep 2024, 04:29 Die heftigsten Gestrigen und Realitätsverweigernden sind aber die Rechtsextremen und die Wagenknechte. Sie haben nicht mal ansatzweise funktonierende Rezepte für sinnvolle Massnahmen.
Vielleicht eins noch, was ich nicht verstehe:
@Nora_7: Welche Belege hast Du? Ich kann nix in die Richtung finden (Telegram habe ich nicht...), nur:Nora_7 hat geschrieben: Mo 2. Sep 2024, 23:25 SPD und Grüne besitzen ja genügend Verlagshäuser und Agenturen (RND), die ihre Ansichten verbreiten.
"Die MADSACK Mediengruppe ist zu rund 77 % im Besitz zahlreicher Einzelgesellschafter, rund 23 % der Anteile hält die ddvg. [...]
Die DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG ist eine 60-prozentige Tochter von Bertelsmann Investments sowie mit 40 Prozent der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft mbH zugehörig."
Quelle:
https://www.madsack.de/presse/madsack-e ... iengruppe/
-
MoreThan2m
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 288
- Registriert: Mo 13. Sep 2021, 09:14
- Geschlecht: w
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Wülfrath-Düssel
- Hat sich bedankt: 36 Mal
- Danksagung erhalten: 119 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Die Aussage "SPD und Grüne besitzen ja genügend Verlagshäuser und Agenturen (RND), die ihre Ansichten verbreiten." lässt sich in dieser Form nicht einfach als richtig oder falsch einstufen,
Das übliche gejammer
Hier mal ein paar Fakten
SPD: Die SPD besitzt die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), die Minderheitsbeteiligungen an mehreren regionalen Zeitungsverlagen hält. Es stimmt also, dass die SPD über Beteiligungen in der Medienbranche verfügt, allerdings ist der direkte Einfluss auf die redaktionelle Ausrichtung dieser Medien begrenzt. Die DDVG ist primär als finanzielle Beteiligung und nicht als direkter steuernder Akteur zu sehen.
Grüne: Es gibt keine bekannten großen Medienbeteiligungen der Grünen. Die Partei hat keine signifikanten Anteile an Verlagshäusern oder Nachrichtenagenturen, die direkt ihr gehören.
Das RND ist Teil der Madsack-Mediengruppe, die wiederum zur Hälfte der Madsack GmbH & Co. KG gehört, und der andere Teil gehört der Medienholding DDVG, die wiederum SPD-nahe ist. Das RND liefert Inhalte für zahlreiche Tageszeitungen und Online-Portale. Die Redaktionslinie wird jedoch durch journalistische Standards und nicht durch parteipolitische Interessen bestimmt. Die Aussage suggeriert, dass das RND aktiv parteipolitische Inhalte verbreitet, was in der Praxis jedoch eher differenziert gesehen werden muss. Während es durchaus SPD-nahe Ansichten geben kann, handelt es sich nicht um ein parteieigenes Propagandainstrument.
Die Aussage enthält einige wahre Elemente, insbesondere hinsichtlich der Beteiligungen der SPD in der Medienbranche. Sie vereinfacht jedoch die Realität, indem sie nahelegt, dass SPD und Grüne über umfassende Kontrollmechanismen verfügen, um ihre Ansichten in der Öffentlichkeit zu verbreiten.
Es stimmt das es keine direkten Parteibesitze oder bedeutende Einflussnahmen der CDU, FDP oder AfD vergleichbar mit der Beteiligung der SPD an der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) gibt, aber es gibt jedoch Zeitungen und Medien, die eher konservative oder liberale Positionen vertreten, die mit den Ansichten der CDU, FDP oder AfD sympathisieren. Diese sind auch nicht zu verachten und können Meinungen beeinflussen
Dazu zähle ich
CDU-nahe Medien:
"Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ): Diese Zeitung wird oft als konservativ beschrieben und steht der CDU traditionell nah. Sie hat eine marktwirtschaftliche und wertkonservative Ausrichtung. Während sie redaktionell unabhängig ist, spiegelt sie häufig Positionen wider, die mit denen der CDU übereinstimmen.
"Die Welt": Teil der Axel Springer SE, bekannt für ihre wirtschaftsliberale und konservative Haltung. "Die Welt" wird oft als ein Medium betrachtet, das Positionen der CDU unterstützt, insbesondere in wirtschaftlichen und außenpolitischen Fragen.
"Bild": Ebenfalls Teil der Axel Springer SE, hat eine große Reichweite und ist bekannt für ihren populistischen Stil. Die "Bild" vertritt oft konservative und CDU-freundliche Positionen, wobei sie auch stark meinungsgetrieben ist.
FDP-nahe Medien:
"Handelsblatt": Diese Wirtschaftszeitung hat einen starken Fokus auf wirtschaftliche Themen und vertritt häufig liberale Ansichten, die mit denen der FDP übereinstimmen. Sie ist jedoch redaktionell unabhängig und nicht direkt mit der FDP verbunden.
"WirtschaftsWoche": Ähnlich wie das "Handelsblatt" hat auch die "WirtschaftsWoche" eine wirtschaftsliberale Ausrichtung. Hier werden oft Positionen vertreten, die mit den Grundsätzen der FDP übereinstimmen.
AfD-nahe Medien:
"Junge Freiheit": Diese Wochenzeitung wird oft dem rechten politischen Spektrum zugeordnet und vertritt Positionen, die mit denen der AfD kompatibel sind. Sie betont nationale und konservative Werte und hat eine kritische Haltung gegenüber der EU und der Migrationspolitik.
"Compact-Magazin": Ein weiteres Medium, das oft mit der AfD in Verbindung gebracht wird, ist das "Compact-Magazin". Es ist bekannt für seine populistische und nationalkonservative Berichterstattung und steht politisch rechts der Mitte.
"PI-News" (Politically Incorrect News): Ein Online-Blog, der oft als Sprachrohr für islamkritische und migrationskritische Ansichten fungiert. PI-News hat eine klare ideologische Nähe zur AfD und ähnlichen Parteien in Europa.
Ich denke wir haben hier einen Zeitungsmarkt der so breit gefächert ist, das eine Manipukation nur sehr schwer nachweisbar und durchfphrbar ist.
Wenn ich allerdings die Aktionen der Springerpresse z.b. bzgl. einiger Gesetze der Regierung sehe ist hier auch eine eindeutige Beeinflussung sichtbar.
Also wieder mal: alles nicht so einfach wenn man versucht alles auf einen Satz wie "SPD und Grüne besitzen ja genügend Verlagshäuser und Agenturen (RND), die ihre Ansichten verbreiten" runterzubrechen.
Das übliche gejammer
Hier mal ein paar Fakten
SPD: Die SPD besitzt die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), die Minderheitsbeteiligungen an mehreren regionalen Zeitungsverlagen hält. Es stimmt also, dass die SPD über Beteiligungen in der Medienbranche verfügt, allerdings ist der direkte Einfluss auf die redaktionelle Ausrichtung dieser Medien begrenzt. Die DDVG ist primär als finanzielle Beteiligung und nicht als direkter steuernder Akteur zu sehen.
Grüne: Es gibt keine bekannten großen Medienbeteiligungen der Grünen. Die Partei hat keine signifikanten Anteile an Verlagshäusern oder Nachrichtenagenturen, die direkt ihr gehören.
Das RND ist Teil der Madsack-Mediengruppe, die wiederum zur Hälfte der Madsack GmbH & Co. KG gehört, und der andere Teil gehört der Medienholding DDVG, die wiederum SPD-nahe ist. Das RND liefert Inhalte für zahlreiche Tageszeitungen und Online-Portale. Die Redaktionslinie wird jedoch durch journalistische Standards und nicht durch parteipolitische Interessen bestimmt. Die Aussage suggeriert, dass das RND aktiv parteipolitische Inhalte verbreitet, was in der Praxis jedoch eher differenziert gesehen werden muss. Während es durchaus SPD-nahe Ansichten geben kann, handelt es sich nicht um ein parteieigenes Propagandainstrument.
Die Aussage enthält einige wahre Elemente, insbesondere hinsichtlich der Beteiligungen der SPD in der Medienbranche. Sie vereinfacht jedoch die Realität, indem sie nahelegt, dass SPD und Grüne über umfassende Kontrollmechanismen verfügen, um ihre Ansichten in der Öffentlichkeit zu verbreiten.
Es stimmt das es keine direkten Parteibesitze oder bedeutende Einflussnahmen der CDU, FDP oder AfD vergleichbar mit der Beteiligung der SPD an der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG) gibt, aber es gibt jedoch Zeitungen und Medien, die eher konservative oder liberale Positionen vertreten, die mit den Ansichten der CDU, FDP oder AfD sympathisieren. Diese sind auch nicht zu verachten und können Meinungen beeinflussen
Dazu zähle ich
CDU-nahe Medien:
"Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ): Diese Zeitung wird oft als konservativ beschrieben und steht der CDU traditionell nah. Sie hat eine marktwirtschaftliche und wertkonservative Ausrichtung. Während sie redaktionell unabhängig ist, spiegelt sie häufig Positionen wider, die mit denen der CDU übereinstimmen.
"Die Welt": Teil der Axel Springer SE, bekannt für ihre wirtschaftsliberale und konservative Haltung. "Die Welt" wird oft als ein Medium betrachtet, das Positionen der CDU unterstützt, insbesondere in wirtschaftlichen und außenpolitischen Fragen.
"Bild": Ebenfalls Teil der Axel Springer SE, hat eine große Reichweite und ist bekannt für ihren populistischen Stil. Die "Bild" vertritt oft konservative und CDU-freundliche Positionen, wobei sie auch stark meinungsgetrieben ist.
FDP-nahe Medien:
"Handelsblatt": Diese Wirtschaftszeitung hat einen starken Fokus auf wirtschaftliche Themen und vertritt häufig liberale Ansichten, die mit denen der FDP übereinstimmen. Sie ist jedoch redaktionell unabhängig und nicht direkt mit der FDP verbunden.
"WirtschaftsWoche": Ähnlich wie das "Handelsblatt" hat auch die "WirtschaftsWoche" eine wirtschaftsliberale Ausrichtung. Hier werden oft Positionen vertreten, die mit den Grundsätzen der FDP übereinstimmen.
AfD-nahe Medien:
"Junge Freiheit": Diese Wochenzeitung wird oft dem rechten politischen Spektrum zugeordnet und vertritt Positionen, die mit denen der AfD kompatibel sind. Sie betont nationale und konservative Werte und hat eine kritische Haltung gegenüber der EU und der Migrationspolitik.
"Compact-Magazin": Ein weiteres Medium, das oft mit der AfD in Verbindung gebracht wird, ist das "Compact-Magazin". Es ist bekannt für seine populistische und nationalkonservative Berichterstattung und steht politisch rechts der Mitte.
"PI-News" (Politically Incorrect News): Ein Online-Blog, der oft als Sprachrohr für islamkritische und migrationskritische Ansichten fungiert. PI-News hat eine klare ideologische Nähe zur AfD und ähnlichen Parteien in Europa.
Ich denke wir haben hier einen Zeitungsmarkt der so breit gefächert ist, das eine Manipukation nur sehr schwer nachweisbar und durchfphrbar ist.
Wenn ich allerdings die Aktionen der Springerpresse z.b. bzgl. einiger Gesetze der Regierung sehe ist hier auch eine eindeutige Beeinflussung sichtbar.
Also wieder mal: alles nicht so einfach wenn man versucht alles auf einen Satz wie "SPD und Grüne besitzen ja genügend Verlagshäuser und Agenturen (RND), die ihre Ansichten verbreiten" runterzubrechen.
-
Nora_7
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2071
- Registriert: Do 16. Feb 2012, 12:23
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Pfalz
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
MelanieD hat geschrieben: Di 3. Sep 2024, 08:56 @Nora_7: Welche Belege hast Du? Ich kann nix in die Richtung finden (Telegram habe ich nicht...),
Es gibt nicht viel dazu, es wird ziemlich von allen Traditionsparteien vertuscht oder runtergespielt, die SPD ist sehr dünnhäutig und verschlossen bei dem Thema:
https://www.das-parlament.de/2019/51/ku ... flussnahme
Auszug: Ein Geheimnis ist es nicht: Die SPD ist über die parteieigene "Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft" (DDVG) an der Verlagsgesellschaft Madsack und der DDV Mediengruppe beteiligt und somit an einer ganzen Reihe regionaler Tageszeitungen. Öffentliche Aufmerksamkeit hatten die Medienbeteiligungen der Sozialdemokraten beispielsweise 2004 erreicht, als die DDVG 90 Prozent des Druck- und Verlagshauses Frankfurt am Main, dem Verlag der "Frankfurter Rundschau", übernahm. Die Übernahme der überregionalen Tageszeitung war damals auf die Kritik anderer Parteien wie der CDU und der FDP gestoßen.
Mehr findet man - leider - bei der AfD:
https://afdbundestag.de/stephan-brandne ... -parteien/
Zitat: Berlin, 28. September 2023. Die SPD ist an zahlreichen Medienhäusern und Zeitungsverlagen beteiligt. Kaum jemand weiß, dass hinter dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND) eine Verlagsgesellschaft steckt, an der mittelbar die SPD beteiligt ist. Das RND produziert nach eigenen Angaben redaktionelle Inhalte für 60 Tageszeitungen mit einer täglichen Gesamtauflage von mehr als 2,3 Millionen Exemplaren. Darüber hinaus bestehen mittelbare Beteiligungen der SPD und deren DDVG, der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft, an zahlreichen Zeitungsverlagen in Deutschland. Das Beteiligungsgeflecht ist für Außenstehende kaum zu durchschauen. Im Rechenschaftsbericht der Partei sind nur wenige Zeitungen als "Hauptprodukte" aufgeführt. Für die Zeitungsleser ist deshalb praktisch nicht erkennbar, ob sie ein Produkt in den Händen halten, von dessen Kauf am Ende eine politische Partei profitiert.
Liebe Grüße Nora
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
-
Violetta Arden
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3962
- Registriert: Mi 5. Jul 2017, 17:53
- Geschlecht: Part-time-lady
- Pronomen: was auch immer
- Wohnort (Name): Tirol
- Forum-Galerie: gallery/album/213
- Hat sich bedankt: 1384 Mal
- Danksagung erhalten: 3054 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Wow, selten hat in letzter Zeit ein Thema so schnell so viel Reaktionen ausgelöst. Kein Wunder. Ich habe mich - als von "außen" Betrachtende- auch gewundert, daß im Endeeffekt doch so viele AfD gewählt haben. Aber wenn ich mir die Jahre seit der "Wende" (für wen eingentlich?) ansehe, wundert es mich nicht. Die "Ossis" wurden ja von den "Wessies" teilweise so richtig übers Ohr gehauen.
Aber auch bei uns in Ö geht der Rechtsruck weiter. Für die Nationalratswahl Ende September hat die FPÖ beste Chancen, stärkste Partei zu werden....Und in FRA und ITA geht's ja auch in die Richtung.
Ich finde es ziemlich bedenklich und hoffe, daß die restlichen ca. 70% der Bevölkerung eine weitere Rechtsradikalisierung nicht zulassen.
Auch nachdenklich
Violetta
Aber auch bei uns in Ö geht der Rechtsruck weiter. Für die Nationalratswahl Ende September hat die FPÖ beste Chancen, stärkste Partei zu werden....Und in FRA und ITA geht's ja auch in die Richtung.
Ich finde es ziemlich bedenklich und hoffe, daß die restlichen ca. 70% der Bevölkerung eine weitere Rechtsradikalisierung nicht zulassen.
Auch nachdenklich
Violetta
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.
Mein Blog:
https://violettaarden9.blogspot.com/
Lebe Dein Leben.
Mein Blog:
https://violettaarden9.blogspot.com/
-
Jaddy
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4080
- Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
- Geschlecht: a_binär / a_gender
- Pronomen: en/en/ens
- Wohnort (Name): nahe Bremen
- Hat sich bedankt: 314 Mal
- Danksagung erhalten: 1413 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Die "Springer-Presse" (Axel Springer Gruppe, Welt, Bild, etc) war mal "nur konservativ" bzw hauptsächlich anti-progressiv, "gestrig". Das schon seit den 60ern. Das ging gegen Brandt, gegen die Ost-Verträge, gegen die Studierenden, gegen die Umweltbewegung, gegen Sicherhaitsgurte, Promillegrenzen und Katalysatoren usw.
Mit Matthias Döpfner als Vorstandvorsitzender wurde seit 2002 brachialer Populismus quasi Vorgabe. Dabei irrrlichtert er auch selbst in Artikeln und Aktionen umher: Über Ostdeutsche ("die Ossis sind entweder Kommunisten oder Faschisten"), über die Klimakrise ("Umweltpolitik — ich bin sehr für den Klimawandel. Zivilisationsphasen der Wärme waren immer erfolgreicher als solche der Kälte."), Angela Merkel ("Sargnagel der Demokratie") und die Stimmungsmache inklusive Falschmeldungen in der Pandemie und die Hetze gegen Lauterbach und Drosten kamen auch quasi direkt von ihm. 2020 forderte er die Mitarbeitenden dazu auf, "am 3. November [2020] morgens eine Stunde in uns gehen und beten, dass Donald Trump wieder Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird."
Praktisch jedes Thema, das aufregt, auf Minderheiten haut, gegen Modernisierung, gegen Besonnenheit, gegen Fakten etc liegt voll auf Döpfners Linie. Und zwar wohl nicht primär, weil es Zeitungen verkauft, sondern weil es seinen Überzeugungen entspricht. Hauptsache Chaos und Spaltung, bloss keine Sachdiskussionen.
Er hing eng mit Julian Reichelt zusammen, der inzwischen vollends in den Des- und Disinformationsbereich abgebogen ist ("Nius"), konnte ihn aber auch mit Vertuschungsversuchen und internen "Ermittlungen" gegen die Betroffenen und Belastungszeugen nicht halten, nachdem sexuelle Gewalt, Missbrauch, Drogenkonsum usw in der Bild-Chefetage doch zu viel wurden. Reichelt rächte sich mutmasslich durch gezielten Leak privater Nachrichten von Döpfner. Dabei kamen auch obige Aussagen an die Öffentlichkeit, insbesondere aber folgende:
Neben Döpfner (22%) und Friede Springer (23%) ist die Investmentgesellschaft KKR mit 36% größter Eigner von Springer. KKR ist einer der größten Investoren im fossilen Bereich und will daran auch festhalten. Seit 2019 kaufen sie gezielt Anteile an Medien, insbesondere Springer.Brisant sind Aussagen über die FDP, die Döpfner im Zuge der Bundestagswahl 2021 als seine "letzte Hoffnung" bezeichnet haben soll und sich demnach für die Partei ein Ergebnis von 16 Prozent wünschte. Es wurden schließlich 11,5 Prozent. Die veröffentlichten Dokumente zeigen, wie Döpfner offenbar versuchte, den Ausgang der Wahl über die von Springer herausgegebenen Medienmarken "WELT" und "BILD" zu beeinflussen. In Nachrichten, die mutmaßlich an den damaligen Chefredakteur Julian Reichelt gingen, heißt es: "Nur wenn die sehr stark wird — und das kann sein — wird das grün rote Desaster vermieden. Können wir für die nicht mehr tun." Sechs Wochen vor der Wahl schreibt Döpfner schließlich: "Please Stärke die FDP. Wenn die sehr stark sind können sie in Ampel so autoritär auftreten dass die platzt. Und dann Jamaika funktioniert."
Die Kampagnen mit gezielten Falsch-Infos und Stimmungsmache gegen GEG, gegen Ausbau der Erneuerbaren, etc sind also wohl nicht ganz von ungefähr. Ich schätze es aber nicht parteipolitisch ein, sondern rein egoistisch: Gut ist, was den eigenen Profiten dient, also auch den Fossil-Beteiligungen. Aktuell profitiert eben die FDP davon, die im Koalitionsvertrag vereinbarte und aufeinander abgestimmte Projekte blockiert. Das Klimageld, die Vermögens- und Erbschaftssteuer (für Vermögen ab mehreren Millionen!), usw. Quasi alles, wo "der Streit in der Ampel" medial eskaliert wird: Döpfner, Springer, KKR.
Aktuell sollen wohl Umverteilungs- und Aufteilungspläne geschmiedet werden, wo KKR Medienanteile an Döpfner/Friede Springer gibt und dafür mehr im Anzeigengeschäft von Springer bekommt (Stepstone, Immobilienanzeigenportale). Döpfner arbeitet parallel daran, Springer in den USA zu vergrössern, wo er schon einer der grössten Player ist.
-
Nora_7
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2071
- Registriert: Do 16. Feb 2012, 12:23
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Pfalz
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Naja, man merkt den Journalisten in den Talkshows schon an, woher sie kommen und wie sie ticken. Der Vergleich mit z.B. Springerpresse ist Apfel-Birne, denn Springer vertritt zwar eine konservative Meinung, hat aber keine Parteigesellschafter. Die politische Grundpositionierung von Medien hat es schon immer gegeben, die direkte Beteiligung von Parteien ist aber eine andere Liga.MoreThan2m hat geschrieben: Di 3. Sep 2024, 09:47 Ich denke wir haben hier einen Zeitungsmarkt der so breit gefächert ist, das eine Manipukation nur sehr schwer nachweisbar und durchfphrbar ist.
Wenn ich allerdings die Aktionen der Springerpresse z.b. bzgl. einiger Gesetze der Regierung sehe ist hier auch eine eindeutige Beeinflussung sichtbar.
Also wieder mal: alles nicht so einfach wenn man versucht alles auf einen Satz wie "SPD und Grüne besitzen ja genügend Verlagshäuser und Agenturen (RND), die ihre Ansichten verbreiten" runterzubrechen.
Nora
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
-
Nora_7
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2071
- Registriert: Do 16. Feb 2012, 12:23
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Pfalz
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
@jaddy: eine sehr persönliche, politisch motivierte Interpretation: Springer ist grundsätzlich böse. Aber es zeigt, wie Verlagseigentümer einschließlich Parteien auf Inhalte einwirken können. Manchmal offen, manchmal verdeckt.
Vielleicht auch das: https://www.berliner-zeitung.de/news/ma ... li.2175343
Nora_7
Vielleicht auch das: https://www.berliner-zeitung.de/news/ma ... li.2175343
Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
-
Nora_7
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2071
- Registriert: Do 16. Feb 2012, 12:23
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Pfalz
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Damit hat kaum jemand Probleme. Das Problem ist, wie SPD und Grüne damit umgehen. Nämlich von oben herab, verbotsorientiert, teuer, falsche Priorisierungen.Marlene K. hat geschrieben: Di 3. Sep 2024, 08:47 Ich sehe es nicht als verlogen an auf den Klimawandel und nötige Konsequenzen zu verweisen.
Ich sehe eine Forderung nach Einhaltung der Genfer Konvention und der Menschenrechte nicht als verlogen an.
Ich sehe das Eintreten für Menschenrechte für queere Menschen nicht als verlogen an.
Ich sehe des Eintreten für gleiche Rechte für alle Menschen, egal wer ihre Eltern waren, nicht als verlogen an.
Liebe Grüße Nora
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
-
MelanieD
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 84
- Registriert: Mi 15. Nov 2023, 11:40
- Pronomen: Sie
- Hat sich bedankt: 138 Mal
- Danksagung erhalten: 155 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Danke für die Links. Überzeugt bin ich noch nicht, "mittelbar" ist halt auch sehr "dehnbar". Wenn auch unmittelbar Bertelsmann Invest beteiligt sind, und dort auch Fonds, dann dürfte die direkte redaktionelle Einflußnahme doch sehr überschaubar sein. Das ist z.B. bei Springer doch *sichtbar* anders, siehe Jaddys Beitrag.
-
Georgette
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 118
- Registriert: Sa 2. Mai 2020, 22:24
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 2 Mal
- Danksagung erhalten: 10 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Hallo und doch Nora, damit haben die AFD und ihre Wähler große Probleme. Die Einflussnahme der Springer- Herausgeber und Minderheitsbeteiligungen der SPD gleichzusetzen ist schon sehr abenteuerlich. Ich lese nahezu jeden Tag die Hannoverschen Allgemeine (Madsack Gruppe) - politische Orientierung CDU/FDP nah - und kann kaum erkennen, dass die SPD hier Einfluss nimmt.
Aber wenn es dir dann besser geht, dann sieh den Zeitungsmarkt halt unter der heimlichen Regie von Roten und Grünen
auch, wenn das noch nicht einmal die CDU so sieht (siehe auch der von dir einseitig zitierte Bericht aus das Parlament).
Georgette
Aber wenn es dir dann besser geht, dann sieh den Zeitungsmarkt halt unter der heimlichen Regie von Roten und Grünen
Georgette
-
Jaddy
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4080
- Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
- Geschlecht: a_binär / a_gender
- Pronomen: en/en/ens
- Wohnort (Name): nahe Bremen
- Hat sich bedankt: 314 Mal
- Danksagung erhalten: 1413 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Ich finde diese Wahrnehmung äusserst bemerkenswert, weil mir völlig fremd. Von daher wüsste ich gerne, woran sich das konkret festmacht. Also zum Beispiel angesichts des Koalitionsvertrags (gleichlautend bei [Grün], [SPD], [FDP] und [FragDenStaat]) und seinen Vorhaben: https://fragdenstaat.de/koalitionstracker/Nora_7 hat geschrieben: Di 3. Sep 2024, 12:35 Damit hat kaum jemand Probleme. Das Problem ist, wie SPD und Grüne damit umgehen. Nämlich von oben herab, verbotsorientiert, teuer, falsche Priorisierungen.
Welche Verbote, was ist "teuer" (angesichts massivem, über Jahrzehnte aufgebautem Investitionsstau von ~600 Mrd Euro), welche falschen Priorisierungen? Die Herausforderungen sind doch da. Und ehrlich gesagt fällt mir kein Politikleut der letzten drei bis vier Jahrzehnte ein, das diese Herausforderungen und die Lösungen klarer und verständlicher darstellt als Habeck. Ich nehme das nicht von ober herab wahr.
Insbesondere irritiert mich, überspitzt formuliert, eine Aussage in der Art "Sie haben ja recht, aber sie reden so komisch, deshalb mag ich sie nicht".
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27530
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 205 Mal
- Danksagung erhalten: 2422 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Moin,
bei manchen Nutzenden des Forums habe ich das Gefühl, dass eine mehr oder weniger ausgeprägte "Links-Phobie" vorliegt, wobei die Ängste schon merklich aufflackern, wenn das Gefühl zeigt: "oha, das ist ja linker als FDP und CDU".
Ich hoffe, das kann eines Tages durch eine gute, solidarische und gesellschaftlich nützliche "linke Politik" behandelt und geheilt werden
bei manchen Nutzenden des Forums habe ich das Gefühl, dass eine mehr oder weniger ausgeprägte "Links-Phobie" vorliegt, wobei die Ängste schon merklich aufflackern, wenn das Gefühl zeigt: "oha, das ist ja linker als FDP und CDU".
Ich hoffe, das kann eines Tages durch eine gute, solidarische und gesellschaftlich nützliche "linke Politik" behandelt und geheilt werden

-
MoreThan2m
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 288
- Registriert: Mo 13. Sep 2021, 09:14
- Geschlecht: w
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Wülfrath-Düssel
- Hat sich bedankt: 36 Mal
- Danksagung erhalten: 119 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Ein verstörender Vorgang, dass eine "gesichert rechtsextreme Partei" in D eine Landtagswahl gewinnt
Das sehe ich ganz anders: erstens setzen beide auf partizipative Entscheidungsprozesse und Bürgerbeteiligung. Das ist nicht unbedingt ein "von oben herab"-Ansatz. Beispiele dafür sind Bürgerdialoge und Konsultationen, die in politische Entscheidungsfindungen integriert werden.Nora_7 hat geschrieben: Di 3. Sep 2024, 12:35 Damit hat kaum jemand Probleme. Das Problem ist, wie SPD und Grüne damit umgehen. Nämlich von oben herab, verbotsorientiert, teuer, falsche Priorisierungen.
zudem sind Manchmal Verbote oder Regulierungen notwendig, um Umweltschutz oder soziale Gerechtigkeit zu fördern. Solche Maßnahmen können langfristig gesehen auch wirtschaftliche Vorteile bringen, indem sie nachhaltiges Wachstum fördern und Umweltkosten senken. Eine Demokratie stützt auch die Schwachen und das sehr ich gerade bei dem Wunschbild einiger Parteien nicht.
Manche Maßnahmen gegen den Klimawandel oder für soziale Gerechtigkeit können zunächst Kosten verursachen, aber langfristig wirtschaftliche Stabilität und Wohlstand sichern. Hier denkt man langfristig und nicht kurzfristi9g.
Historisch gesehen haben Verbote und strikte Regelungen zu positiven Veränderungen geführt. Beispiele sind das Rauchverbot in öffentlichen Räumen, das zu einer deutlichen Reduktion der Gesundheitskosten geführt hat, oder strenge Umweltauflagen, die zur Verbesserung der Luft- und Wasserqualität beigetragen haben.
In einem hast du allerdings recht: heute würde die obigen Sachen garantiert nicht mehr so reguliert werden können.
Und wenn ich mir Verbote von den anderen Parteien anschaue (Gedern, abtreibung) so finde ich das es durchaus sinnvoll ist über bestimmte Sachen nachzudenken. Ansonsten würden alle mit 100 durch die Innstadt fahren, keinen Gurt anlegen oder an keine Kasse bezahlen....