petra0103 hat geschrieben: Di 30. Mai 2023, 21:42
"¦ dass die Pflege ein Knochenjob ist, das wusste ich schon. Dass die Belastungen aber so heftig werden können, hätte ich mir bislang nicht vorstellen können. Für mich heißt das eigentlich, dass nur Idealisten bzw. Idelistinnen diesen Job erledigen können. Und das ist doch nicht nur auf Dauer viel zu wenig.
Nun, die Belastung steigert sich, sobald einer der Bewohner richtig "austickt", bzw. "ausrastet". Ich arbeite nicht zufällig in einem geschlossenen Bereich des Haus und laufe allzeit mit einem Schlüsselbund herum "¦ Und ja, ich denke, es braucht schon einen gewissen Idealismus um diesen Job erledigen zu können "¦ Aber ich betrachte es weder als Job noch als Arbeit. Ich habe in meinem Berufsleben bislang das Glück gehabt, tun zu dürfen woran ich richtig Spaß habe "¦ entsprechend fahre ich auch nicht wirklich zur "Arbeit" sondern mache einen Besuch bei lieben Freunden.
Annette hat geschrieben: Mi 31. Mai 2023, 08:19
Ich frag mich bloss, warum mich dieser Text an Ken Kesey erinnert... hihi...
Selbst wenn dein Arbeitsalltag auch nur halb so "intensiv" wäre, wie du beschreibst, dann alle Achtung. Hut ab auch vor deinem besonderen Talent, dies in solch satirischem Stil wiederzugeben, auf 'ner Kabarett-Bühne wären dir stehende Ovationen gewiss (ich betone, dass ich damit dein Schreibtalent würdigen will, der ernste und auch traurige Hintergrund ist mir vollends bewusst).
Jetzt wo du es schreibst "¦ ja es hat schon etwas, das an Ken Kensey erinnert "¦ schmunzel
Und du darfst mir glauben, meine Dienste laufen ab, wie beschrieben — und weißt du, manchmal kannst du das gar nicht anders durchstehen als es schlicht satirisch zu betrachten "¦ was Lachen während der "Arbeit" einschließt "¦ und man auch mal nicht ganz ernsthaft dabei ist, wenn ich Tisi mal wieder irgendwo einsammeln muss, ihm sanft auf den Helm klopfe und bemerke: "Ach, Lord Helmchen, hat die Schwarze Macht mal wieder Einfluss genommen?", wenn er Unfug macht, wissend, dass er mich gar nicht hören kann.
Ich knickse jedenfalls und sage Danke für das Kompliment "¦ lächel
Morgen steht Spätdienst an, dann Wechsel in den Frühdienst "¦ Bin sehr gespannt, was mich wieder erwartet, wenngleich ich es schon ahne "¦ lach
Liebe Grüße vom
Blümchen

Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)