Das kann ich seitens meines Arbeitgebers nur bestätigen. Wir haben sogar einen Leitfaden im Umgang mit Gewalt jedweder Art, angefangen bei Beleidigung bis hin zu sexualisierter Gewalt. Auch müssen alle Mitarbeiter an einer diesbezüglich zweitägigen Weiterbildung teilnehmen; und zusammengefasst liegt dazu in jedem Büro eine hausinterne Broschüre, einschließlich des Hinweises: Auch Beleidigungen sind, abgesehen von einer schriftlichen Meldung, in das Verbandbuch einzutragen.sbsr hat geschrieben: Do 9. Feb 2023, 14:33 Zum Glück ist das nicht nur schöner Schein, sondern hat sich wirklich zur Unternehmenskultur, oder wie man neudeutsch sagen würde, zum Mindset entwickelt. Derartige Entgleisungen, wie sie Dir widerfahren ist, würden bei uns konsequent geahndet.
An anderer Stelle schrieb ich einmal, dass mir vor gut 18 Monaten ein junger, noch in der Ausbildung befindlicher Kollege verbal mit "Nun hab' dich mal nicht so, Süße" entgegengetreten ist und mir (ich räumte gerade eine Spülmaschine ein) mit der Hand über den Po strich ... Da ich mit der Situation nicht umzugehen verstand, wandte ich mich an eine Kollegin, die mir sagte, dass ihr das mit ihm auch schon passiert sei ... es meldeten sich darauf auch noch andere ... Mit dem Ergebnis, dass ich es, meine Kolleginnen im Rücken, meiner Vorgesetzten meldete, die darauf sofort den Kollegen zum Gespräch einbestellte. Infolge kam es zu Abmahnungen, später sogar zum Abbruch des Ausbildungsvertrages.
Wie heißt es schon bei Ovid? ... Principiis obsta. Sero medicina parata, cum mala per longas convaluere moras. (Wehre den Anfängen! Zu spät wird die Medizin bereitet, wenn die Übel durch langes Zögern erstarkt sind.) Ich gebe aber zu, dass auch ich daran eine Weile zu "kauen" hatte.
@Annette: Schlimm zu hören, was dir widerfahren ist. Aber ich halte dich für eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.