Hallo,
links-grün, schwarz, braun. Hier zeigt sich deutlich, wie gespalten die Gesellschaft ist.
Wo soll ich mich da einordnen? - Nirgendwo, so wie ich mich weder als weiblich noch als männlich sehe. Da ist etwas, das Psychologen 'Normopathie' nennen. Alles soll in irgend ein Schema hinein passen, dass von einer herrschenden Gruppe geprägt und mit aller Gewalt verteidigt wird.
Ich sehe hier gerade dann eine starke Ablehnung, wenn jemand versucht in eine andere "Schublade" der Norm "einzudringen" - also im Klartext eine Transfrau, die mit allen Mitteln als richtige Frau verstanden werden will, obwohl es ihre Biologie dabei alles andere als gut meint. Dazu zitiere ich Wally:
Wally hat geschrieben: So 20. Nov 2022, 11:42
Da möchte ich meine, subjektive Erfahrung dagegenhalten: in den knapp zwei Jahren, die ich mich nun ausschließlich eindeutig weiblich kleide (Rock/Bluse, Kleider, Pumps, Ohrhänger - meine männliche Kleidung habe ich komplett entsorgt), habe ich KEIN EINZIGES MAL Intoleranz zu spüren gekriegt, weder von "Linksgrünen" noch von sogenannten Rechten. Und das, obwohl ich mit meinem männlichen Kopf (u. a. Stirnglatze - ich trage KEINE Perücke) unweigerlich als "LBTQ" gesehen werde, und nicht etwa als "normale" Frau. Mehr praktische Toleranz und Akzeptanz, als ich sie damit jetzt zu meinem eigenen Erstaunen von ALLEN, politischen Seiten erfahre, ist schlicht nicht möglich!
Auch ich trage keine Perücke und versuche auch nicht mehr mich irgendwie "weiblich" zu schminken. Seit drei Jahren färbe ich auch meine Haare nicht mehr. Sie sind lang, werden grau und sind nicht "weiblich frisiert", ähnlich wie bei dem Musiker Arjen Lucassen (Ayreon). Zu dieser Erscheinung trage ich im Sommer gerne einen Rock oder ein luftiges Kleid. Und: In den letzten drei Jahren hat mich dazu niemand irgendwie blöd angequatscht. Da ist eben jemand, der sich um keine Norm schert.
LG Nicole