Wer begnügt sich mit der „kleinen Lösung"?
Wer begnügt sich mit der „kleinen Lösung"? - # 6

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Lavendellöwin
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 76 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Tanja Stöckel hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 12:16 ich denke mal, wie gesagt denken nicht wissen, dass die meisten von uns relativ binär denken, weil dann bräuchte man ja auch nicht zu versuchen, schlussendlich durch die GOP, dem Original (Frau oder Mann) möglichst nahe zu kommen, sogar in der sexuellen Gebrauchbarkeit der Genitalien, nicht nur das Gehänge oben oder unten ab. Laut deiner eigenen Genderbezeichnung, fühlst du dich keinem Geschlecht zugehörig (nonbinär?). Da wäre mir auch nicht klar bzw. ich würde keinen Grund dafür sehen, mich in irgend einer Form anzugleichen, dass würde ja meinem Grundverständnis widersprechen.
Hallo Tanja...

wie soll ich es sagen? Nope...

Der Grund für eine körperliche Angleichung ist nicht trans*sein oder die bisherige Diagnose F64.0.
Sondern das eine Körperdysphorie vorliegt. Auch wenn das trans*sein als Begründung dazu hergezogen wird.

Und das gilt auch für nicht-binäre Personen. Warum sollten diese sich nicht auch mit einer körperlichen
Ausprägung unwohl fühlen? Vielmehr sollte gelten, weil sich manche mit den Wegen gerade in die falsche
Richtung gedrängt fühlen können..

Ich sehe mich nicht mehr als trans*, ich bin da wo ich grade bin für den Moment richtig.
Darf ich dann deswegen keine Hormone mehr nehmen? Natürlich darf ich das, schon alleine
deshalb weil ein "Rückschritt" in die andere Richtung meine psychische Verfassung aus den Angeln
heben würde.
Helga hat geschrieben: So 18. Sep 2022, 21:24 Einen falschen Körper kann ich auch ablegen, leider nur ein einziges, endgültiges mal.
Helga, du weisst ich mag dich.
Aber, hmm, es gibt nicht den "falschen" Körper. Denn wir haben nur einen. Was falsch ist
sind diverse körperliche Ausprägungen. Und jede Person die den Weg oder nur einen Teil des Weges
geht, fühlt genau was da nicht so richtig passt..das weisst du ja.
Helga hat geschrieben: So 18. Sep 2022, 21:24 und die Solidargemeinschaft von den Kosten zu entlasten
Das ist ausgemachter Bullshit, ganz ehrlich.

Mein Aufenthalt in der Psychosomatik hat kurz einmal knapp über 13000 Euro gekostet und ein
Auslöser warum ich dort war, war die Angst als Mann aufgefasst zu werden weil mir dieses
doofe Zeug im Gesicht wächst. Hätte mir meine Kasse nicht zuerst die Epilation verweigert und
es mir dann auch noch danach verdammt schwer gemacht, wären diese Kosten nicht entstanden
und schon ein Teil aller Behandlungskosten abgedeckt gewesen.

Letztendlich, bezahlt mir meine Kasse jetzt alle Kosten egal wo ich zur Epi gehe und wieviel es kostet.
Alles was ich tun muss ist die Rechnung reinreichen..

Die Aussage von dir also mehr als kurzsichtig sorry..

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Tanja Stöckel
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 77 im Thema

Beitrag von Tanja Stöckel »

EmmiMarie hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 14:21 Ich sehe mich nicht mehr als trans*, ich bin da wo ich grade bin für den Moment richtig.
Darf ich dann deswegen keine Hormone mehr nehmen? Natürlich darf ich das, schon alleine
deshalb weil ein "Rückschritt" in die andere Richtung meine psychische Verfassung aus den Angeln
heben würde.
Liebe Emmi,
das verstehe ich nicht. Du nimmst gegengeschlechtliche, d. h. weibliche Hormone, strebst aber nicht an, eine Frau zu sein oder so wahrgenommen zu werden. Aber du warst psychisch angegriffen, weil du durch den Bart als Mann wahrgenommen werden könntest und nicht als Frau? Das ist mir zu kompliziert, da bleibe ich lieber in meinem Schubladendenken aber dennoch verständnisvoll für jede*n der/die anders denkt oder sich anders fühlt. Ich verstehe nicht binär zu sein als Geisteshaltung.

LG, Tanja (has-o)
Ich war schon immer eine Frau, nur niemand konnte mich wirklich sehen.
Jetzt wird es Zeit, dass alle die Frau sehen, damit ich mich erkennen kann und so sein kann wie ich bin.
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 78 im Thema

Beitrag von Susi T »

Ja Aria hast du schön gesagt. Ich mag ja Helgas andere Sicht der Dinge sehr, aber leider kommen dann doch oft (in letzter Zeit) sehr einseitige Betrachtungen bei raus, denen eine Differenzierung und der Blick über den Tellerrand oft fehlt. Die Biologie ist oft viel Komplexer als wir denken und manchmal bewirken Wünsche oder großes Leid unerwartete Sachen, das können wir uns nicht aussuchen, sondern nur das Beste raus machen. Was das Beste aber ist, muss jede/r für sich selber rausfinden und ich hoffe, das ich etwas finde, was am Ende gut für mich ist und wünsche euch allen ebenfalls dieses Glück zu finden.
Liebe Grüße Tira (flo)
Sorry fürs Edit, too much
Zuletzt geändert von Susi T am Mo 19. Sep 2022, 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 79 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Tanja Stöckel hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 14:44 Liebe Emmi,
das verstehe ich nicht. Du nimmst gegengeschlechtliche, d. h. weibliche Hormone, strebst aber nicht an, eine Frau zu sein oder so wahrgenommen zu werden. Aber du warst psychisch angegriffen, weil du durch den Bart als Mann wahrgenommen werden könntest und nicht als Frau? Das ist mir zu kompliziert, da bleibe ich lieber in meinem Schubladendenken aber dennoch verständnisvoll für jede*n der/die anders denkt oder sich anders fühlt. Ich verstehe nicht binär zu sein als Geisteshaltung.
Nein, nein, nein,

das hast du falsch verstanden.
Ich label mich nicht mehr selber als trans*. Wie das sonst wer auffasst ist wieder etwas anderes.
Wie mich wer WAHR nimmt, ist im Grunde eine Sache der Person die mich wahrnimmt.
Ich bin eine Frau und ich habe einen fluiden Anteil. Ich strebe da grade nichts an, ich wünsch mir da
auch nichts, ich bin eine Frau und natürlich stört da ein Bart, ist ja klar.

Ich kenne die eine oder andere nicht binäre Person etwas näher und daher weiss ich, das auch
diese schon ihren Körper an sich (also an ihre Persönlichkeit) angleichen möchten-das kann verschiedene Ausprägungen haben.
Und ich finde, dazu sollten sie auch das Recht haben, denn die Dysphorie ist die Selbe.

Alles Liebe dir, Marie (flo)
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 80 im Thema

Beitrag von Céline »

Ich finde das sich hier jetzt doch alles ziemlich überschlägt.
Nur wer in der Haut einer Person steckt die den Zustand nicht mehr erträgt und nicht mehr viele Möglichkeiten hat... Und ich spreche hier mal in aller Deutlichkeit....
Ich wäre nicht mehr da weil ich es Schlussendlich nicht mehr ertragen konnte und endlich ein normales Leben führen wollte. Ich denke diejenigen die es betrifft werden es verstehen.
Das mit dem Schwimmbad oder Sauna konnte ich noch verkraften. Ich bin trotz Beule im Badeanzug zum Schwimmen und war halt mit Bikinislip in der Umkleidekabine und Dusche aber habt ihr Euch schon mal Gedanken gemacht wie es ist wenn man vor anderen nackt ist?
Die wenigsten werden es ertragen können als Frau mit Penis gesehen und entlarvt zu werden.

Ich wurde einmal in der Sauna in der ich komplett alleine war und nie damit gerechnet habe das jemand kommt von einem Mann überascht und er hat mich nackt gesehen.
Wisst ihr wie ich mich gefühlt habe? Schlecht...unglaublich schlecht und ich hatte Angst weil es in einem Hotel war und er ein Seminarteilnehmer wie ich. Wie saßen zwar danach zusammen in der Bar und haben lang geredet aber das hätte auch anderst enden können.
Ich konnte zwar noch " relativ " gut damit umgehen aber die Meisten eben nicht. Sie verstecken sich und haben Angst.
Heute bin ich endlich frei und genieße es Nackt an FKK Orten zu liegen und rum zu laufen.
Letztlich ist die Entscheidung zur OP immer die Entscheidung jedes Einzelnen und kann nicht bewertet werden. Vor allem nicht wenn es darum geht die Allgemeinheit zu entlasten.
Dann bitte keinen gefährlichen Sport, Alkohol,Zigaretten und und und mehr.
Die Frage ist dann nur noch ob Große oder Kleine und auch die muss man selbst treffen ohne irgendwelche Ratschläge von Menschen die das nicht nachvollziehen und empfinden können.
Ich hoffe das war nicht zu direkt und ich möchte niemanden angreifen aber ich denke ich weiß wovon ich spreche und kenne selbst viele Mädels und Jungs deren Leben am Seidenen Faden gehangen war.
Aber das Thema ist wirklich unglaublich schwer.
Céline
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C.B.
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 81 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Céline hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 17:06 Letztlich ist die Entscheidung zur OP immer die Entscheidung jedes Einzelnen und kann nicht bewertet werden. Vor allem nicht wenn es darum geht die Allgemeinheit zu entlasten.
Dann bitte keinen gefährlichen Sport, Alkohol,Zigaretten und und und mehr.
Die Frage ist dann nur noch ob Große oder Kleine und auch die muss man selbst treffen ohne irgendwelche Ratschläge von Menschen die das nicht nachvollziehen und empfinden können.

Céline
Vielen herzlichen Dank für diese Worte liebe Céline.
Du sprichst mir aus der Seele.

LG Tatjana
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 82 im Thema

Beitrag von Susi T »

Danke Celine,
Glaub dein Post kam zur rechten Zeit, erstaunlich was der im Zusammenhang mit meinem bewirkt hat. Werd wohl in Zukunft vorsichtiger sein müssen was ich schreibe, so konnte ich noch mein Post kürzen. Das Thema "Schräg" lässt mich wohl so schnell nicht los, erstaunlich und erschreckend wie tief das grade eingeschlagen ist.
Glaub ich sollte in diesem Tread erstmal ruhig sein^^
Wirklich Schwierig alles
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 83 im Thema

Beitrag von Helga »

Claudia-67 hat geschrieben: So 18. Sep 2022, 22:07 Lass uns Transfrauen unser Leben so gestalten, wie wir es möchten.
Liebe Claudia,
daran will ich dich doch garnicht hindern. Ich bin weder reaktionär noch konservativ, sondern selbst Mitglied der weit gespannten Trans- Community. Ich stelle weder deine Transsexualität in Frage noch kritisiere ich deine Transition. Jeder Mensch soll mit dem Geschlecht glücklich werden, das am besten zu ihm passt.
Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich bei der Anerkennung von Trans- in jeglicher Ausbildung auf gesetzlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene zum Glück viel getan.
Parallel dazu hat sich allerdings soetwas eine inoffizielle Norm herausgebildet, die besagt was ein Trans- Mensch zu tun und zu lassen hat. Wesentliche Punkte dieser Norm sind insbesondere die HRT und die GOAP, obwohl sich die entsprechende Rechtslage lange geändert hat und das allgemeine Verständnis von Medizin immer mehr dahin geht Medikamente und Operationen zugunsten "sanfterer" Methoden zu vermeiden.
Innerhalb der Community scheint sich im Laufe der Jahrzehnte soetwas wie eine "konservative" Strömung herausgebildet zu haben, die diese überholte Norm mit aller Macht verteidigt und an nachfolgende Generationen weiterträgt.
Ich mache nichts anderes als diese "Norm" zu hinterfragen. Durch dieses Hinterfragen muss sich niemand persönlich angegriffen fühlen. Es soll dazu dienen, dass sich Menschen, die dazu neigen Dinge unreflektiert zu übernehmen, vielleicht doch mal den einen oder anderen Gedanken machen.

Die gesamte Thematik Duschen, Umkleiden, Toiletten etc. ist ein gesellschaftliches und im Zweifel gesetzgeberisches Problem. Es geht hierbei nicht nur um Trans- Menschen, sondern auch um Nicht- Binäre, um Familien mit Kindern, um Menschen, die sich aus religiösen Gründen nicht vor anderen entblößen dürfen, um Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung, die auf fremde Hilfe angewiesen sind oder auch ganz einfach um Menschen, die Scham empfinden. Viele sind auf der Suche nach Lösungen hier ein wenig Privatsphäre zu erhalten.
Gesellschaftliche Probleme lassen sich aber nicht lösen, indem sich Individuen an irgendwelche überkommenen Vorgaben anpassen. Wer sollte das besser wissen als wir? Diesen Anpassungszwang haben haben wir in die andere Richtung lange genug über uns ergehen lassen. Es kann nicht zielführend sein sich von alten Zwängen zu befreien, um sich dann doch wieder anzupassen.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 84 im Thema

Beitrag von Helga »

Tanja Stöckel hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 10:40 Wenn da die gute Fee käme und ihren Zauberstab mit dem richtigen Spruch schwingen würde und schwupp, wäre dein bisheriges Männerleben ein Frauenleben gewesen ohne irgend welche Einschränkungen und Überlegungen, dann wäre das gar keine Frage.
Liebe Tanja,
da bist du einem verbreiteten Irrtum unterlegen. Wer trotz männlicher Genitalien Frauenkleider trägt lehnt nicht zwangsläufig sein Geschlecht ab.
Wenn die gute Fee mir weder Glück, Gesundheit noch ein langes Leben anzubieten hätte, würde ich kleinere Füße, eine ausgewogenere Verteilung zwischen Kopf- und Körperbehaarung und vielleicht noch etwas schmalere Schultern wählen, das "Ding da unten" würde ich genauso wenig hergeben wollen wie mein männliches Leben, es sollte aber gerne noch etwas mehr an Ausleben meiner Weiblichkeit hinzukommen. Insbesondere in jüngeren Jahren.
Wenn du diese Frage als Umfrage ins Forum stellst tippe ich auf 60-70% pro Penis.
Liebe Grüße
Helga
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 85 im Thema

Beitrag von Helga »

Aria hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 13:50 Dann sollte man vorher alle anderen unsinnigen Kosten reduzieren, zB die Behandlung von Raucher- und Alkoholkrankheiten.
Liebe Aria,
da bin ich völlig bei dir. Wir müssen viel mehr dahinkommen, dass Menschen die Verantwortung für Ihr Tun und Handeln übernehmen. Leider hat sich in den letzten Jahrzehnten soetwas wie eine "Vollkasko"- Mentalität herausgebildet, die sich unsere alternde Gesellschaft auf Dauer nicht wird leisten können.
Liebe Grüße
Helga
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 86 im Thema

Beitrag von Helga »

Tira hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 15:07 aber leider kommen dann doch oft (in letzter Zeit) sehr einseitige Betrachtungen bei raus
Liebe Tira,
Betrachtungen dieser Art können immer nur von einem bestimmten Standpunkt aus erfolgen. Ich muss auch keine neutrale Position einnehmen wenn "die andere Seite" ihre Beweggründe umfänglich dargelegt hat.
Wichtig ist mir vielmehr darzulegen, dass es eine andere Sichtweise gibt. Wenn du dich für eine GAOP entscheidest ist dies für mich völlig in Ordnung. Die Gründe hierfür sollten aber kein "weil es alle so machen" und keine "praktischen Erwägungen" bezüglich Dusche und Umkleide sein, sondern ein ernsthaftes tiefes Bedürfnis.
Liebe Grüße
Helga
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 87 im Thema

Beitrag von Diana.65 »

Halo in die Runde.

Das ganze Thema ist an sich schon recht kompliziert. Viele Meinungen wurden hier schon Kund getan. Auch, dass jeder dass für sich entscheiden muss, wie er damit umgeht und wie weit er/sie den Weg geht.
Ich habe für mich im Moment einen gewissen Abschluss gefunden, mit dem ich zur Zeit recht gut leben kann. Auch wenn es hier und da noch ein paar Mängel gibt, gerade wenn ich solche Sachen, wie Baden gehen oder nackt sein im Beisein von anderen, sehe, bin ich noch nicht bereit, zur GAOP. Nicht dass mich das Anhängsel zwischen den Beinen oftmals stören würde, aber gerade vor OP's habe ich einen riesen Respekt.
Helga hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 20:47 Parallel dazu hat sich allerdings soetwas eine inoffizielle Norm herausgebildet, die besagt was ein Trans- Mensch zu tun und zu lassen hat.
Ich muss für mich feststellen, dass ich gerade diese vermeintliche "NORM" in keinem Bereich meines Umfeldes feststellen kann. Mir wurde noch nirgends gesagt, dass ich ohne OP keine richtige Frau sei. Ich denke, dass gerade da die Gesellschaft hier schon viel toleranter geworden ist.
Liebe Helga, du fasst deine Meinung hier immer recht allgemeingültig. Das haben einige andere hier auch schonh kritisiert und das stößt nicht nur mir öfters sehr negativ auf, auch wenn ich deine Argumente oft nachvollziehen kann.

Um mal zur Ausgangsfrage des Threads zurück zu kommen, für mich war die VÄ/PÄ wichtiger als operative Maßnahmen. Die HRT ist für mein Wohlbefinden und Gedanklich beschäftige ich mich momentan damit, eventuell im nächsten Jahr eine Orchitektomie durchführen zu lassen. Dafür spricht für mich, dass dann der Testo-Blocker entfallen kann und die Beule im Schrittbereich auf ein Minimum reduziert würde. Ob dann noch irgendweche Maßnahmen folgen, steht noch in den Sternen.

Liebe Grüße,
Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 88 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo Helga,
Helga hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 20:47 Parallel dazu hat sich allerdings soetwas eine inoffizielle Norm herausgebildet, die besagt was ein Trans- Mensch zu tun und zu lassen hat. Wesentliche Punkte dieser Norm sind insbesondere die HRT und die GOAP, obwohl sich die entsprechende Rechtslage lange geändert hat und das allgemeine Verständnis von Medizin immer mehr dahin geht Medikamente und Operationen zugunsten "sanfterer" Methoden zu vermeiden.
wie anders als mit einer OP soll ich mir das unten passend machen?
Ich kann mit dem Ding nicht anfangen, konnte ich noch nie. Ohne GaOP fällt das Ding nicht ab.

Die HRT lässt sich auch kaum vermeiden, wenn man den Trieb unterdrücken will. Das klappt jetzt bei mir gut und es war eine Befreiung, dass das Ding nicht mehr "Bedienung" fordert. Wie soll das also anders klappen?
Und ja, es sind beides weitreichende Eingriffe in den Körper. Die ersten Monate HRT waren teilweise sehr hart, aber nachdem der Körper sich daran gewöhnt hat, möchte ich die weiblichen Hormone nicht mehr missen. Der Testosteronwert ist um den Faktor 100 gesunken und das merkt man auch mental. Keine Aggressivität und mehr sind die positiven Auswirkungen.

Helga hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 20:47 Innerhalb der Community scheint sich im Laufe der Jahrzehnte soetwas wie eine "konservative" Strömung herausgebildet zu haben, die diese überholte Norm mit aller Macht verteidigt und an nachfolgende Generationen weiterträgt.
Ich mache nichts anderes als diese "Norm" zu hinterfragen. Durch dieses Hinterfragen muss sich niemand persönlich angegriffen fühlen. Es soll dazu dienen, dass sich Menschen, die dazu neigen Dinge unreflektiert zu übernehmen, vielleicht doch mal den einen oder anderen Gedanken machen.
Gibt es die "Community"?
In unserer nicht gerade kleinen SHG, wo wir auch online viel kommunizieren, wird keiner angemacht, der keine GaOP machen möchte. Es muss jeder selber entscheiden.

Helga hat geschrieben: Mo 19. Sep 2022, 20:47 Die gesamte Thematik Duschen, Umkleiden, Toiletten etc. ist ein gesellschaftliches und im Zweifel gesetzgeberisches Problem. Es geht hierbei nicht nur um Trans- Menschen, sondern auch um Nicht- Binäre, um Familien mit Kindern, um Menschen, die sich aus religiösen Gründen nicht vor anderen entblößen dürfen, um Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung, die auf fremde Hilfe angewiesen sind oder auch ganz einfach um Menschen, die Scham empfinden. Viele sind auf der Suche nach Lösungen hier ein wenig Privatsphäre zu erhalten.
Gesellschaftliche Probleme lassen sich aber nicht lösen, indem sich Individuen an irgendwelche überkommenen Vorgaben anpassen. Wer sollte das besser wissen als wir? Diesen Anpassungszwang haben haben wir in die andere Richtung lange genug über uns ergehen lassen. Es kann nicht zielführend sein sich von alten Zwängen zu befreien, um sich dann doch wieder anzupassen.
Aktuell ist es einfacher sich selber anzupassen, zumal ich das ohnehin möchte.

Langfristig muss sich da tatsächlich was ändern. Die Thematik Duschen und Umkleiden im öffentlichen Raum gehe ich an, mit Unterstützung unserer SHG. Deren Leiter sprach mich darauf schon an. Auch die Ärztin in der Reha konnte verstehen, dass ich zeitweise bei brütender Hitze Anwendungen verweigert habe, weil ich nicht diskret duschen konnte. Da gab es gestern noch gute Tipps, wen wir als Träger der Maßnahmen ansprechen sollen.
Alleine in Münster sind wir 600 Leute im Mailverteiler der Selbsthilfegruppe, womit klar ist, dass die nächste Transperson sicher bald in der Reha-Klinik auftauchen wird und wieder vor dem Problem Dusche steht. Bei Transmännern , wo noch seltender eine GaOP gemacht wird, ist es ebenso peinlich, wenn der in der Dusche steht und unten was fehlt, was die Leute daneben haben...

Wir werden das Thema allgemein angehen, aber in Ruhe.

Liebe Grüße
Claudia
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 89 im Thema

Beitrag von Karla »

Liebe Claudia,
diesen Sommer war ich bei einem Rockfestival, Übernachtung im Zelt:
Im Duschcontainer der Mädels gab es eine Reihe mit 4 Waschbecken und je 1 Haken für Kleidung pro Person: Einzelumkleiden sind verzichtbar!
Notfalls bleibt das Höschen dann halt an, Oberteil fällt, damit frau erkennt, daß ich bei den Jungs inzwischen falsch wäre.
Ab Cup AAA kommt ein trans-Mädel damit meiner Erfahrung nach durch, davor hab ich Herrendusche riskiert.
Claudia-67 hat geschrieben: Di 20. Sep 2022, 11:23 weil ich nicht diskret duschen konnte.
LG Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
Anne-Mette
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 90 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

was hat das mit der "kleinen Lösung" zu tun?

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