BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell - # 3

conny
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 31 im Thema

Beitrag von conny »

Regina hat geschrieben: Do 21. Jul 2022, 21:23 Wenn Partnerinnen sich anmelden und Rat zu ihrem Crossdressenden Ehemann suchen wird ihnen als erstes unterbreitet, er könnte ja auch TS sein. Da klappt mir immer sofort das Messer in der Tasche auf
Mir auch.
Lina
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 32 im Thema

Beitrag von Lina »

@Regina

Ja, ich muss wieder sagen, die Gruppe hat sich wirklich zu was Gutem entwickelt - und ganz anders als die Richtung, die kurz nach der Gründung einschlug - was mich dazu brachte 20 Jahre oder so nichts mehr mit ihr zu tun haben zu wollen.
Lavendellöwin
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 33 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Regina hat geschrieben: Do 21. Jul 2022, 21:23 Wenn Partnerinnen sich anmelden und Rat zu ihrem Crossdressenden Ehemann suchen wird ihnen als erstes unterbreitet, er könnte ja auch TS sein. Da klappt mir immer sofort das Messer in der Tasche auf.

Hmm,

es wird doch aber auch von den Crossdressern der eine oder andere Rat unterbreitet und darauf
hingewiesen was einen gestandenen Crossdresser ausmacht.
Deswegen finde ich auch, das "wir" etwas sagen dürfen wenn "wir" Ähnlichkeiten ausmachen, oder?

Ausserdem würde ich selbst besser mit jemandem klarkommen, der mir gleich alles auf den Tisch
legt, als häppchenweise immer wieder die gleiche Wunde aufzureissen.

Oder wolltest du andeuten das TS sein, schlimmer als Crossdresser sein ist?

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Helga
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 34 im Thema

Beitrag von Helga »

Aria hat geschrieben: Do 21. Jul 2022, 08:04 Helga, als "nur Crossdresser" verstehst du den Unterschied vom Wunsch nach Schönheit und Dysphorie nicht und daher bringt es auch absolut nichts darüber zu diskutieren, warum Patricia ihr Gesicht männlich erscheint. Du begibst dich auf ein Feld, auf dem leider oder für dich zum Glück, gar keine Ahnung hast.
Hallo Aria,
Sprüche in der Art: "Du verstehst es eh nicht, also brauch ichs nicht erklären" funktionieren bereits in der Kindererziehung nicht. Wenn Transsexualität nur in Geheimzirkeln erörtert werden soll, dann bitte. In dem Fall erwarte aber bitte nicht, dass die Solidargemeinschaft für deine Wünsche aufkommt.
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
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Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 35 im Thema

Beitrag von Helga »

Mirjam hat geschrieben: Do 21. Jul 2022, 13:12 Ach hättest du doch dazu nur geschwiegen ...
Liebe Mirjam,
es tut mir von ganzen Herzem leid, dass der Post dir Kummer bereitet hat, aber hier liegt der Kern des vorne angeschnittenen Informationsmankos: Probleme werden verschwiegen um den Betroffenen nicht noch mehr Kummer zu bereiten. Nicht darüber reden hilft den Betroffen in der Regel aber auch nicht weiter. Es führt nur dazu, dass Menschen, die sich orientieren wollen, keine umfassenden Informationen bekommen und möglicherweise eine Entscheidung auf unzureichender Grundlage treffen.
Hat dich jemand vorgewarnt, dass im Zuge der Transition aus einer Geschlechtsinkongruenz eine massive Körperdisphorie werden könnte? Vermutlich nicht. Ob du dich dann anders entschieden hättest steht auf einem ganz anderen Blatt, aber zumindestens wärst du vorbereitet gewesen.
Liebe Grüße
Helga
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 36 im Thema

Beitrag von Regina »

EmmiMarie hat geschrieben:Oder wolltest du andeuten das TS sein, schlimmer als Crossdresser sein ist?
Hä? Aus welcher Stelle meines Beitrags kann man denn das interpretieren?

Ich habe an keiner Stelle auch nur ansatzweise eine Wertung abgeben. Was schlimmer, weniger schlimm, besser oder schlechter ist.
Regina hat geschrieben:Auch hier im Forum habe ich schon erlebt dass neuen Mitgliedern direkt nach der Anmeldung von anderen Forenmitgliedern diagnostiziert wurde dass sie transident wären. Oder noch schlimmer: Wenn Partnerinnen sich anmelden und Rat zu ihrem Crossdressenden Ehemann suchen wird ihnen als erstes unterbreitet, er könnte ja auch TS sein.
Damit meinte ich: Wenn sich jemand hier neu anmeldet, teils nach jahrelangem stillem Mitlesen, dann würde ich mir manchmal ein wenig mehr Feingefühl wünschen. Dann ist die sofortige Ferndiagnose TS nicht unbedingt hilfreich. Für viele ist das eventuell ein Schlag ins Gesicht. Mag sein das es sich später heraus stellt, dass diese Person TS ist. Aber man sollte denjenigen doch Zeit geben dass für sich selbst heraus zu bekommen.

Ich habe häufig das Gefühl, dass Menschen die gerade sehr glücklich sind dieses Glück auch anderen angedeihen möchten. TS die gerade einen entscheiden Punkt in ihrem Leben erreicht haben und vor Glück die Welt umarmen möchten geben dann einseitige Ratschläge. Das halte ich für nicht angebracht.

Das bezog sich auch auf die Aussage das es in vielen SHG immer nur um GAOP und Hormone geht. Als gäbe es nur diesen einen Weg.

Liebe Grüße,
Regina
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 37 im Thema

Beitrag von Helga »

EmmiMarie hat geschrieben: Do 21. Jul 2022, 17:40 ich schreibe und diskutiere im Grund sehr gerne mit dir
Liebe Marie,
Danke, das Kompliment gebe ich gerne zurück.
Wenn ich dir schreibe, ist da nie, aber auch nie ein Versuch eines Angriffs, denke das bitte nicht.
Nein das denke ich nicht, ich weiß aber von anderen Crossdressern, die sich mit ernsthaften Themen versucht haben, aber zu häufig mit blöden Sprüchen (davon verstehst du nichts... siehe oben) abgekanzelt wurden und sich dann zurückgezogen haben. Oder nur noch über Heels diskutieren.
Ich entschuldige mich für den Ausdruck "echte Transsexuelle". Das klang wohl etwas dispektierlich.
Hmm, an der Stelle muss ich dir sagen, das eine temporäre Massnahme, für mich keine Transition ist.
Da ich nicht über die Begriffshoheit verfüge, muss ich dir wohl Recht geben. Ich darf dir aber versichern, dass "Crossdressen" nicht einfach Verkleiden ist. Bei jedem "Zurechtmachen" geht in mir etwas vor, was diesem Begriff durchaus nahe kommt: Ich bewege mich anders, meine ganze Haltung verändert sich, ich fühle anders, mein ganzes Wesen verändert sich. Auf Personen, die mich in beiden Modi kennen, kann dies sehr irritierend wirken. Was da in mir passiert? - Keine Ahnung. Die Forschung beschäftigt sich nicht mit Crossdressern, da es hier nichts zu verdienen gibt.
Liebe Grüße
Helga
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 38 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Hallo Helga,

mit deinem ersten Absatz
Helga hat geschrieben: Fr 22. Jul 2022, 21:50 es tut mir von ganzen Herzem leid, dass der Post dir Kummer bereitet hat, aber hier liegt der Kern des vorne angeschnittenen Informationsmankos: Probleme werden verschwiegen um den Betroffenen nicht noch mehr Kummer zu bereiten. Nicht darüber reden hilft den Betroffen in der Regel aber auch nicht weiter. Es führt nur dazu, dass Menschen, die sich orientieren wollen, keine umfassenden Informationen bekommen und möglicherweise eine Entscheidung auf unzureichender Grundlage treffen.
gehe ich noch einigermaßen mit, auch wenn ich es dort, wo ich zugange war, meist anders wahrgenommen habe. Aber es mag durchaus vorkommen und vorgekommen sein, dass alles nur in den schönsten Farben dargestellt wird, sei es in SHGn, in Foren oder wo auch immer.

Was mir aber völlig rätselhaft ist, ist der zweite Absatz:
Helga hat geschrieben: Fr 22. Jul 2022, 21:50 Hat dich jemand vorgewarnt, dass im Zuge der Transition aus einer Geschlechtsinkongruenz eine massive Körperdisphorie werden könnte? Vermutlich nicht. Ob du dich dann anders entschieden hättest steht auf einem ganz anderen Blatt, aber zumindestens wärst du vorbereitet gewesen.
Beziehst du das darauf, dass ich mein Gesicht nicht mag, so wie ich es beschrieben hatte? Da musste mich niemand vorwarnen, das mochte ich schon nicht, bevor ich mir eingestanden hatte Mirjam zu sein. Und zwar aus genau denselben Gründen, aus denen ich es immer noch nicht mag. Das war nicht ich, das bin nicht ich. Wobei, so ein ganz kleines bissle könnte es sich zum Positiven verändert haben, wenn ich mir ältere Bilder so angucke. So ganz umsonst ist das Östrogen wohl doch nicht ... ;)

LG
Mirjam
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 39 im Thema

Beitrag von Helga »

Patricia_cgn hat geschrieben: Do 21. Jul 2022, 20:09 Ich kann mir vorstellen, dass es für Menschen ohne Dysphorie nicht wirklich nachvollziehbar ist.
Liebe Patricia,
ich kann das durchaus nachvollziehen. Ich bin nicht nur Crossdresser, weil ich Abendkleider schick find. Es ist noch nicht so lange her, da war ich ein unglücklicher Fettsack mit unterentwickeltem Selbstbewusstsein, der sich selbst kaum im Spiegel betrachten mochte. Im Hinterkopf stekte die Erinnerung an eine intensiv gelebte Crossdressing- Phase mit Mitte zwanzig. Irgendwann war der Leidensdruck (ja, den gibt es auch bei Crossdressern) so groß, dass ich mich meiner Frau offenbarte, mir eine "Erstausstattung" zulegte und mich hier im Forum angemeldet habe. Tatsächlich hat mir das aktive Crossdressing geholfen in relativ kurzer Zeit 20 kg Gewicht zu verlieren sowie den Blutdruck und den Cholesterin- Spiegel in den Griff zu bekommen.
Nach der Anfangs- Euphorie kam eine Phase, die übrigens viele Crossdresser kennen (die verflixten 2 Jahre), in der ich mich fragte: War es das jetzt? Was will ich? Bin ich vielleicht doch Transsexuell? Wie geht es weiter? In der Phase hat mir das Lob, das ich von anderen für meine Outfits bekommen habe sehr weitergeholfen. Lob ist Balsam für die Seele. Und es setzte einen Denkprozess in Gange, der sehr stark abgekürzt auf Folgendes hinauslief: Wenn ich für meine Outfits soviel Lob erhalte, dann muss an mir als Mensch doch etwas dran sein. Dieses Lob half mir sehr mich selbst zu akzeptieren, und zwar so wie ich bin, egal ob MM oder FM, auch ohne Perücke, Makeup und sonstiges Blendwerk. Auch wenn es komisch klingt: Das Lob, das ich als Frau bekommen habe hat das Selbstbewustsein des Mannes gestärkt.
Ich möchte jetzt aber doch noch einmal auf deine Dysphorie zurückkommen. Ein Problem ist hierbei die Wahrnehmung. Eine Wahrnehmung ist eigentlich immer subjektiv, insbesondere die Eigenwahrnehmung.
Ein sehr krasses Beispiel für verzerrte Eigenwahrnehmung ist sicherlich die Magersucht. Während alle Betrachter von außen der Meinung sind: "Viel zu dürre!" sind die Betroffenen der Meinung viel zu Fett zu sein. Dies führt häufig zu langen stationären Krankenhausaufenthalten mit Zwangsernährung, manchmal leider zum Hungertod. Den meisten kann zum Glück therapeutisch geholfen werden.
Ob eine Person tatsächlich untergewichtig ist, lässt sich objektiv mit Zollstock und Waage ermitteln. Ob dein Gesicht weibliche oder männliche Züge hat lässt sich kaum objektiv festlegen, dies entscheidet jeder Betrachter für sich, insbesondere entscheidest du es für dich selbst. Wenn du also die OP genehmigt bekommst und dein Gesicht anschließend als weiblich wahrnimmst, dann ist alles gut. Was jedoch, wenn du dich mit dem Ergebnis noch immer nicht angekommen fühlst, weil deine Eigenwahrnehmung einfach nicht umschalten will? Wie Celine es vorne sehr schön geschrieben hat, du wirst irgendwann daran arbeiten müssen zu dir selbst zu finden. Diese Selbstfindung kann dir keine OP der Welt abnehmen.
Liebe Grüße
Helga
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 40 im Thema

Beitrag von Céline »

Guten Abend,
Wenn ich hier so lese dann kommen mir viele Gedanken.
Aber kann irgendjemand eine Antwort darauf erwiedern: Was ist eine Frau oder ein Mann.
Oder zu 100 % belegen er / sie ist eine Frau/ Mann ?
Ich sage darauf Nein. Weil es außer rein Biologisch und einigen Untersuchungen die die reine Biologische Seite betrachtet denke ich nichts gibt.
Ich möchte wieder mich als Beispiel nehmen. Als Kind war ich eigentlich sicher ein Junge zu sein obwohl ich immer das Gefühl hatte das da etwas anderes da ist. Ich lebte einfach all die Jahre mit dem Denken danach ich wäre ein Transvestit. Eigentlich war das für mich die einzige Erklärung warum ich so gerne Frauenkleider anziehe und mich möglichst " übertrieben " selbst weiblich Darstelle. Dann kamm der Punkt an dem mir das nicht mehr reichte und ich immer mehr wollte,ja mein innerstes begann förmlich danach zu schreien.
Es folgten schwerste Depressionen bis hin zu ständigen Suizidgedanken und Versuchen.
Wann ist das Geschehen? Der Zeitpunkt als ich in mein eigenes Zuhause gezogen bin und ganz einfach frei war und ich die Zeit zum Nachdenken hatte. Vorher? Ich schüttete mich mit arbeit zu. Oft arbeitete ich wie ein Bessesener 15 oder mehr Stunden. Die restliche Zeit träumte ich oder suchte mein Leben in Hobbys. Wer war ich? Für mich einfach Franz der Transvestit. Und es folgten auch hier im Forum viele Gespräche. Darin wurde mir geraten Hilfe zu suchen und manchmal wurde ich auch in eine Richtung "gedrängt" die ich für mich noch gar nicht bestätigen konnte und wollte.
Mein Weg war im Vergleich anderer sehr lange aber ich wägte in meinem Leben schon immer jeden Schritt sehr lange und über tausend Gedankengänge ab. Aber wer bin ich? Ich stehe heute vor dem Spiegel und was sehe ich?
Die Wahrheit und keinen Traum. Ich sehe mein Gesicht halb Mann,halb Frau. Ich sehe meinen Oberkörper,meine Arme und was sehe ich : Einen Mann. Und ich bin in meinen Konturen nicht besonders definiert . Aber da steht ein Mann mit winzigen Brüsten die mich immer noch belasten. Und was sehe ich unten?
Dazu muss ich schreiben und ich hoffe das ist in Ordnung das mein Körpergefühl zum Ende meiner Männlichkeit ( was auch immer das ist) mir im Kopf ganz deutlich ein weibliches Geschlechtsorgan suggeriert hat. Verrückt, ich spürte eine Vagina.
Noch verrückter, ich konnte zum Schluss hin Berrührungen zulassen und genoss es.
Die Frage also wer oder was ich bin kann und darf also nur ich mir selbst beantworten und niemand anders der mich vielleicht mit eigenen Wünschen oder Vorstellungen beeinflusst und in eine Richtung steuert die nicht unbedingt positiv ist und ich glaube das das heute sehr oft passiert.
Ich kann gar nicht schreiben wie oft ich meinen Weg immer und immer wieder selbst angezweifelt und neu abgewägt habe. Aber ich habe genau deswegen nicht das Recht andere zu beurteilen was sie betrifft. Jeder kann nur sich selbst beurteilen und allenfalls eine Vermutung oder Ansicht über andere äußern.
Jemand anderen zu beeinflussen wäre Manipulation und könnte großes Leid verursachen.
Deswegen gestaltet sich die Diskussion auch so schwierig da jeder sein eigenes Empfinden und seine Überzeugung einbringt.
Und letztlich ich? Wer bin ich? TS/ CD / TV / Mann / Frau ?
Ich bin biologisch ein Mann und werde es auch bleiben.
Aber im innersten bin ich alles irgendwie. Ich hab genügend "männliche" Anteile die ich verzweifelt versucht habe zu unterdrücken und abzuschalten,ich habe "weibliche" Anteile die massiv gewachsen sind.
Meine Antwort auf meine Identität ist ganz einfach...ich bin Céline, authentisch und einfach Ich
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 41 im Thema

Beitrag von conny »

Regina hat geschrieben: Fr 22. Jul 2022, 22:22 Wenn sich jemand hier neu anmeldet, teils nach jahrelangem stillem Mitlesen, dann würde ich mir manchmal ein wenig mehr Feingefühl wünschen. Dann ist die sofortige Ferndiagnose TS nicht unbedingt hilfreich.
So ist es. Eine Anfrage zum Crossdressing gleich auf die TS-Schiene zu heben ist für den Versuch des Betroffenen, der Partnerin, des Paares, mit der neuen(?) Situation klar zu kommen, unnötigerweise kontraproduktiv. In meinem Fall wäre es ungleich schwieriger, wenn nicht unmöglich gewesen. Wie groß ist in Anbetracht der Gruppengrößen die Wahrscheinlichkeit Richtung TS?
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 42 im Thema

Beitrag von Aria »

Helga hat geschrieben: Fr 22. Jul 2022, 21:33 Sprüche in der Art: "Du verstehst es eh nicht, also brauch ichs nicht erklären" funktionieren bereits in der Kindererziehung nicht. Wenn Transsexualität nur in Geheimzirkeln erörtert werden soll, dann bitte. In dem Fall erwarte aber bitte nicht, dass die Solidargemeinschaft für deine Wünsche aufkommt.
Der Unterschied warum ich das nicht zu einem Kind sagen würde, zu dir aber schon, liegt darin, dass ein Kind meine Erzählungen annimmt und verarbeitet. Bei dir - das hat mir die Vergangenheit gezeigt - ist das nicht so. Du wirst einfach nicht müde, Transsexualität in der Form, wie die von mir u. a. angegangen wird, in Abrede zu stellen. Und deswegen nehme ich dir dein vorgeschobenes Argument, dass es nur am Informationsmanko liegt, nicht ab. Denn wenn Betroffene von ihren Empfindungen berichten, deutest du diese dermaßen um, dass die in deine Weltanschauung von Transsexualität passen. Da wird Dysphorie mit mangelnder Selbstakzeptanz gleichgesetzt und Psychotherapeuten Indikationstreiberei unterstellt. Nein Helga, das ist für mich kein guter Austausch mit dir! Du bist mMn nicht gewillt von transsexuellen Menschen zu lernen um sie zu verstehen. Du bist der festen Überzeugung, ihnen diesen "Floh" ausreden und sie heilen zu können, beinahe wie ein Homöopath, der meint, Krebs mit Arnika behandeln zu können.

Ich berichte jedem gewillten Zuhörer gerne von meinem Werdegang und wie es mir damit ergangen ist und trage somit gut zum Verständnis der Allgemeinheit über dieses Thema bei. Aber noch nie hat sich jemand - bis auf die absoluten Hardliner, um die ich eh einen Bogen mache - so verbissen dagegen gewehrt unsereins zu verstehen, wie du. Schade eigentlich, denn aus der eigenen Ecke sollte gewöhnlich das meiste Verständnis zu erwarten sein....
¡no lamento nada!
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 43 im Thema

Beitrag von Helga »

Aria hat geschrieben: Sa 23. Jul 2022, 13:44 Du wirst einfach nicht müde, Transsexualität in der Form, wie die von mir u. a. angegangen wird, in Abrede zu stellen.
Hallo Aria,
ich stelle garnichts in Abrede. Ich hinterfrage Dinge, die irgendwo als "gottgegebene" Tatsachen gehandelt werden. Sowohl in der cis- Gesellschaft als auch in der Trans- Community.
Ich hinterfrage nicht die Transsexualität an sich, dafür bin ich dem Thema selbst viel zu nahe. Ich hinterfrage aber warum die erste Wahl im Umgang mit Transsexualität bei medizinischen und operativen Maßnahmen liegt und jeglicher anderslautender Vorschlag ungeprüft als ungeeignet abgetan wird.
Es ist mir durchaus bewusst, dass ich damit eine Lehrmeinung hinterfrage, die in der Trans- Community, den Verbänden und den betreuenden Therapeuten fest verankert ist.
Ab und zu müssen Dinge evaluiert, also hinterfragt und überprüft werden, damit es eine Weiterentwicklung gibt. Ich schließe damit nicht aus, dass für eine Teil der Transsexuellen nach wie vor medizinische Maßnahmen erforderlich sind.
Niemand würde auf die Idee kommen eine Krebserkrankung, einen Herzinfarkt oder eine Schizophrenie genauso zu behandeln wie vor 100 Jahren. Aber auf dem Gebiet des Umgangs mit Transsexualität hat sich seit Lili Elbe nichts grundlegendes mehr getan. Die Medikamente haben weniger Nebenwirkungen und die Operationsmethoden wurden deutlich verfeinert, aber vom Grundsatz wird damals wie heute auf Hormonpräparate und angleichende Operationen gesetzt. Es ist mittlerweile sogar erklärtes Ziel mit einer Hormontherapie möglichst schnell zu beginnen, vorgeblich um unnötiges Leiden zu ersparen. Dadurch bleibt allerdings für andere Behandlungsmethoden keine Zeit.
Hormontherapie und GaOP nehmen in jeder Berichterstattung und in jeder Kommunikation einen derart breiten Raum ein, dass völlig unklar bleibt, ob die Betroffenen sich hiermit wirklich auseinandergesetzt oder einfach nur die Lehrmeinung übernommen haben. Natürlich musst du diese Lehrmeinung verteidigen, da das, was du jetzt darstellst, ein Stück weit Ergebnis dieser Lehrmeinung ist.
Vermutlich sind viele maßgebliche Personen und Institutionen der Ansicht, an dieser Lehrmeinung sollte auch nicht gerüttelt werden. Würde die Lehrmeinung angepasst werden könnten sich Menschen, die sich blind auf den alten Stand verlassen haben, betrogen fühlen.
Ich wage nicht zu beurteilen, ob Mirjam und Patricia sich ernsthaft mit der Möglichkeit einer psychotherapeutischen Behandlung ihrer Körperdysphorien beschäftigt haben, oder ob sie sich einfach die Lehrmeinung der Trans- Community zu eigen gemacht haben.
Das Beispiel der Magersucht kam nicht von ungefähr. Auch hierbei handelt es sich um eine Form von Körperdysphorie. Hier kann aber keine OP Abhilfe schaffen. Abhilfe schafft Psychotherapie.
Wenn diese Fragen aus einer anderen Ecke gekommen wären könntest du sie einfach als transphob abtun. Die Fragen haben aber keinen transphoben Hintergrund. Hintergrund ist einfach nur die Befürchtung, dass der meistens eingeschlagene "harte Weg" nicht unbedingt der beste Weg sein muss. Warum geht es so vielen Transsexuellen insgesamt nicht besser als vor vor ihrer Transition?
Neue Generationen von Transsexuellen müssen auch die Chance haben zu neuen Formen des Umgangs mit ihrer Situation zu kommen, ohne dass ihr Weg von außen vorgezeichnet wird.
Liebe Grüße
Helga
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 44 im Thema

Beitrag von Céline »

Darf ich noch etwas in den Raum werfen?
Eines muss ich wiederlegen. Die Ansicht das Transfrauen immer die OP wählen und eine lebenslange HRT machen. Nein, ich kenne selbst Frauen die das nicht in Erwägung ziehen und trotzdem glücklich sind.
Und wieder etwas von mir. Kleider machen ja Leute heißt das alte Sprichwort.
In meinem früheren Leben war das tragen von weiblicher Kleidung für mich unglaublich wichtig und jetzt?
Ich trage zu 95 % Hosen und Shirts. Davon ganz viel Arbeitshosen und Shirts die bei uns auch meine männlichen Kollegen tragen. Das outet mich jeden Tag aufs neue als Mann.
Jeden und jeden Tag. Kleidung hat für mich keine besondere Bedeutung mehr.
Ok...ich trage auch tatsächlich noch Kleidung und Unterwäsche von früher weil sie einfach bequem ist. Bin ich jetzt Crossdresser? ;)
Kleidung bedeutet für mich nicht mehr jemand darstellen oder nach außen sichtbar zu machen.Sie ist Mittel zum Zweck. Ich brauche sie nicht mehr des Frauseinswillen.
Was aber nicht heißt das ich mich in den wenigen Zeiten durchaus style und oft vielleicht zu dick auftrage. Ich genieße es einfach dann wie einen Auftritt einer Akteurin wenn ich in meinen Clubs bin.
Vielleicht der Grund das ich mich nicht mehr festlegen will wer oder was ich bin.
Aber eines ist für mich ein unschätzbares Privileg: Zu wissen welche Gefühle und Gedanken beide Seiten empfinden.
Ich hoffe das waren jetzt nicht zu wirre Gedanken...
Aber wie immer, einfach Ich
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell

Post 45 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo allerseits,

Zur Blödzeitung habe ich eine Meinung...

Für mich steht fest, dass ich als Transfrau den Weg komplett gehen werde, also inklusive GaOP. Das Ding da unten stört mich schon sehr lange. Bei einer Operation vor 17 Jahren am Unterleib war nach dem Aufwachen der Griff nach unten und der Gedanke:"Mist, das Ding haben die dran gelassen ".
Ich bin mir sehr sicher, dass ich die GaOP haben möchte. Es geht eigentlich nur noch darum wo ich es machen lasse, also Uniklinik Essen oder bei Morath&Schöll in München. Letzteres wird immer wahrscheinlicher.
Die HRT startete ich vor exakt 5 Monaten. Der Kommentar vom Endo als er mir das erste Rezept in die Hand drückt:"für sie fängt jetzt ein neues Leben an ". Wie wahr...
Trotzdem einiger heftiger Gefühlsachterbahnfahrten, zuletzt am Freitagabend, möchte ich keinen Tag der HRT missen. Es hat sich inzwischen ein A-Körbchen gebildet, einfach schön. Das überflüssige Ding gibt weitgehend Ruhe.
Mir war schon klar, dass es kein Zurück geben wird, aber mit fast 55 Jahren hat man schon eine gefestigt Meinung, zumal mich das Thema mindestens 20 Jahre verfolgt.
Mein Psycho hat mich durchaus gefragt was. Ich will und mir war immer mehr klar, dass es auf die GaOP hinauslaufen wird. In der SHG Münster wird niemand zu irgendwas gedrängt. Da sind auch Leute dabei, die sich Zeit lassen,, aber auch solche ohne Operation. Bei mir geht es eigentlich nur noch darum, ob in der Uniklinik Essen oder bei Morath&Schöll in München und wie schnell Vorgespräch und die Aufnahme in die Warteliste erfolgen wird.
Es muss jeder selbst wissen wie weit er gehen will. Dazu dient ja auch die Begleitung durch einen Psycho. Dass jüngere Menschen etwas besser unterstützt werden sollen, ist doch normal.

LG
Claudia
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