Ich möchte mich da gerne Marie, mehr oder weniger anschießen. es wird über die Sachen durchaus gesprochen, teils eben nur in den geschlossenen Bereichen. Teils nur im Chat, teils eben am Telefon oder persönlich. Wie oft habe ich mit Lisa über meine Zweifel sonstiges gesprochen und fühlte mich von ihr, als "fertige" Transfrau niemals gedrängt, im Gegenteil sie sagt selbst immer wieder "Dein Weg, dein Tempo"Helga hat geschrieben: Mi 20. Jul 2022, 00:14 Der Artikel zeigt allerdings ein Problem auf, das auch hier im Forum zu beobachten ist: Beim Thema "Transition" wird leider überhaupt nicht mit offenen Karten gespielt. Berichtet wird nur über Glücksgefühle, Himmel voller Geigen und "Angekommen"- Sein. Das hierbei Nebenwirkungen möglich sind, oder dass eine solche Maßnahme auch mal katastrophal daneben gehen kann, fällt leider immer unter den Tisch oder lässt sich bestenfalls zwischen den Zeilen erkennen.
Dies ist aus Sicht der Betroffenen irgendwie verständlich, weil Selbstschutz. Wer mag vor sich selbst schon zugeben, dass eine unumkehrbare, grundlegend lebensverbessernde Maßnahme, dann doch nicht so lebensverbessernd war sondern nur neue Probleme mit sich bringt. Auf diese euphemistische Selbstdarstellung fallen aber leider immer wieder Andere herein, die dann in eine ähnliche Situation geraten.
Sicherlich gibt es in den Selbsthilfegruppen die ein oder andere Person die immer lauthals verkündet, dass es die beste Entscheidung des Lebens war und alles andere anzweifelt, aber es gibt auch diejenigen, die deutlich sagen, mach das was für dich richtig ist. Man muss nur genau genug hinhören und sich vor allem mit sich selbst beschäftigen.
Ich habe über Sabeth schon vor ein paar Tagen in einem anderen Artikel was gelesen und mich hat eine ihrer Aussagen dort sagen wir mal ein wenig gestört. Sie erzählte, dass sie in der Schule einen trans Mann kennengelernt hätte und sich fragte ob sie selbst evtl. trans sei. Danach nahm sie Hormone und irgendwann kam die OP. Hatte sie in der Zeit nie Zweifel? Kann ich mir irgendwie kaum vorstellen. Oder hat sie die Zweifel eher leichtfertig beiseite gewischt? Da hätte eine längere Wartezeit auf eine Kostenzusage und den OP-Termin vermutlich auch nicht geholfen.
Was die Frage eines Therapeuten angeht was man denn bei ihm suche, die finde ich durchaus angebracht, denn der Therapeut muss nicht unbedingt wissen warum man noch zu ihm geht. Meiner hat mich das auch gefragt und dann bekam er von mir eine ausführliche Antwort mit der er was anfangen konnte. Für mich kommt die OP derzeit aus medizinischen Gründen nicht in Frage und ich bin eben noch nicht sicher ob sie mir helfen wird, also benötige ich weiterhin seine Unterstützung um mir diesen Weg offen zu halten.
Warum ich unsicher bin ob mir die OP hilft? Weil meine Geschlechtsdysphorie nicht nur meine primären Geschlechtsmerkmale betrifft sondern auch Sachen wie Knochenbau oder Behaarung. Ja, ich würde mir eher meinen Schädel feminisieren lassen als die GAOP machen... Ich habe schon mal an einer anderen Stelle geschrieben, mein Gesicht sehe ich in jeder Spiegelung, mein Geschlechtsteil nur relativ selten....
Es gibt genug Stimmen die vernünftig sind, frau muss nur genau genug hinhören...
LG
Patricia