Valeries Welt
Valeries Welt - # 59

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Tina-K.
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Re: Valeries Welt

Post 871 im Thema

Beitrag von Tina-K. »

.
Huhu Valerie (has-o)

Wieder sehr schön ... (smili)

Eine Sache ist mir noch eingefallen, Du schreibst weiter oben in der vorletzten Episode, etwas von Taille 120..??

Nun hab ich mal etwas im Internet gelesen... französische Größen...
aber keine vernünftige Erklärung gefunden.

Wars vielleicht nur ein Schreibfehler, oder ...
Sicherlich ist doch nicht unsere umgangssprachliche Taille gemeint...??

Hab grad bei mir mal gemessen, 86 cm....hm.
........................................................................................

Btw... für diese Woche ist Angie dran, meine liebe Freundin, auch eine unzerstörbare Hexe, dahinter unsere Lok ( ähnlich RhB )... also keine Angst, da passiert nix.

Liebe Grüße Angie und einen schönen Grüß von Tina ( die muss noch abwaschen :mrgreen: ) ))):s
.
Karla
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Re: Valeries Welt

Post 872 im Thema

Beitrag von Karla »

Die messen in Frankreich wohl die Oberweite:
dabei entscheidet sich, ob der Knopf der Bluse noch zu geht oder nicht
Eine deutsche BH-Größe 100C führt zu einer Oberweite von knapp 120 cm

Grundgesetz der Meßtechnik:
Wer mißt, mißt Mist!
..und wenn nicht klar ist, mit welchem Maßsystem gearbeitet wurde, wird es völlig chaotisch:
6cm Absatz sind auf kürzeren, ebenen Strecken relativ harmlos, 6 Inch eine Herausforderung!
(Autofahren damit ist nicht wirklich sicher... - ich machs auch nich wieder, versprochen! Hab den Versuch nach 2 km aufgegeben)

LG Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
Tina-K.
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Re: Valeries Welt

Post 873 im Thema

Beitrag von Tina-K. »

.
Hi Karla (has-o)

Ach Du meinst mit dem Wort Taille sei die Oberweite gemeint..??
Das ergibt dann natürlich Sinn. (smili)

Du scheinst aus der gleichen Branche zu kommen, den Spruch kenne ich auch, nur etwas länger... wer viel misst, misst viel Mist. :mrgreen:

............... ))):s
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 874 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo ihr beiden,
Also Karla hatte recht, in Frankreich wird bei Wäschegrößen die Oberweite angegeben. Das, was wir im deutschsprachigen Raum als "Taille" bezeichnen ist etwas anderes, nämlich die schmalste Stelle um den Bauch herum.

Im Vorgespräch mit dem docteur Herriau hatte dieser damals ihre Maße in Zentimetern genommen: Unterbrust 100 cm (Valerie ist ein großes Mädchen!) und neue angepeilte Oberweite 120 cm. Kauft sie jetzt, also nach der Operation in Frankreich einen neuen BH, dann schaut sie dort bei den 115 ern B/C. Oder, bei den festen, gemoldeten Körbchen schaut sie bei den 120er B. Kauft sie aber den BH in Deutschland, dann ist es ein 100C/D (vorher hatte sie 100B.)

Falls ihr vielleicht daran denkt, im Urlaub in Frankreich mal bei der lingerie zu stöbern und dort einen BH nur nach dem Größenschild zu kaufen, so rate ich euch ab. Unbedingt den BH vorher anprobieren, sonst vertut man sich garantiert.

Liebe Grüße, Valerie
Lotte
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Re: Valeries Welt

Post 875 im Thema

Beitrag von Lotte »

Hallo Valerie

In den Niederlanden wird die Größe auf dem Etikett auf der Innenseite des BHs in französischen Größen, Englischen Größen und in EU-Größen angegeben.
Ist das nicht auch in Deutschland und Frankreich so?

Liebe Grüsse
Lotte.
"Het leven begint op het moment waarop je je niets meer aantrekt van wat andere mensen over je denken"
(Godfried Bomans)
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 876 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo Lotte,
Manche Hersteller machen das so, da hast du recht. Wenn man sich aber so wie ich in zwei oder drei Ländern bewegt, ist es aber oft ein Glücksspiel, die eigene Größe zu finden. Es ist schon vorgekommen, dass ich mich beim BH-Kauf getäuscht habe. Ich reise sehr viel hin und her in Europa. Allerdings gefällt mir die französische lingerie am besten von allen, wegen der großen Auswahl und ich mag auch das verspielte französische Design.

L.G. Valerie
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 877 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Episode 26: Peupliers le long du canal (Pappeln entlang des Kanals)

Genau wie der der Titel dieser neuen Episode von Valeries Welt lautete auch der Name des neuen Wohnsiedlungsprojekts, auf das Valerie im Internet gestoßen war. "Ziemlich langer Name" dachte sie und kürzte den Namen bei sich spontan etwas ab: LES PEUPLIERS ("die Pappeln"), so nannte sie es bei sich. Seit drei Wochen war sie jetzt bereits wieder zuhause, davon zwei Wochen im bezahlten Krankenstand, aber ihre Chefin war generös und hatte ihr noch ein paar weitere Wochen zusätzlichen Urlaub gewährt, allerdings Unbezahlten, so ist das eben bei Freelance-Mitarbeitern.

Seither saß Valerie jeden Vormittag in Schlabberhosen und Pulli am heimischen Schreibtisch vor dem Computerbildschirm und checkte alle verfügbaren weiteren Details des peuplier-Projekts ab, oder sie telefonierte deswegen in der Gegend herum, um mehr über diese Angelotti-Gesellschaft zu erfahren.

An einem dieser Tage erhielt sie ganz überraschend ein eMail aus Deutschland, das sie richtiggehend elektrisierte.
Der Mail-Absender war von Michael und Erica, ihren alten Freunden aus Stuttgarter Tagen (vgl. dazu die ersten Kapitel dieser Geschichte aus dem September 2017).

Erica war damals lange Zeit ihre beste Freundin gewesen. Mit Michael verhielt es sich komplizierter. Er lebte mit Erica zusammen. Zuerst war er für Valerie nur ein flüchtiger Bekannter (vgl. die Geschichte in der Stuttgarter Oper), später ein enger persönlicher Freund. Ein paar Mal ergab es sich, dass er ihr ein paar lukrative Aufträge zuschanzen konnte. Und wie es sich oft so entwickelt, weil er ein gut aussehender Mann und auch ein echter "womanizer" war, wurde er dann auch einer ihrer ersten Liebhaber.

Noch später normalisierte sich ihr Verhältnis zu einer Art Geschäftspartnerschaft, sie vertrat damals sein Stuttgarter Immobilienbüro in Frankreich und sie hatte für ihn auch eine Filiale in Narbonne gegründet und geleitet. Auch diese Zeit war jetzt aber lange vorbei und heute schon fast vergessen. Man war einfach älter geworden. Aber klüger? Die beiden Frauen waren jetzt ziemlich sicher in ihren Vierzigern (Erica bestimmt Ende Vierzig, Valerie noch Mitte Vierzig), aber Michael war heute bestimmt schon deutlich über 50 Jahre alt.

Ein seltsames Trio sind wir schon gewesen, dachte Valerie. Sex mit dem Partner der besten Freundin! Und ihrer Freundin Erica scheint ihr damals gar nichts ausgemacht zu haben. Die 80er Jahre waren halt ziemlich locker in dieser Hinsicht, erinnerte Valerie sich.

Sie dachte an ihre damaligen Eskapaden mit diesem Mann. Gott, war sie damals jung gewesen und dumm! Zwar war er immer die treibende Kraft gewesen. Er wollte sie haben, das stimmte. Aber wenn sie ehrlich war, hatte ihr das auch geschmeichelt, und sie hatte es dann auch gerne zugelassen. Sie hatte sich von ihm nehmen lassen. Warum eigentlich? Weil beide betrunken waren, damals nach dem Opernbesuch? Nein, dachte sie, eigentlich war es Neugierde, nichts anderes, sie wollte damals einfach wissen, wie es sich anfühlt, sich einem Mann hinzugeben. Die zeitliche Distanz ließ alles in einem milden Licht erscheinen. Von heute aus gesehen konnte sie nur den Kopf schütteln. Was war das damals eigentlich gewesen mit Micheal? Auf jeden Fall nichts Ernstes, denn ein richtiges Verhältnis kam später nie zustande zwischen den beiden. Also was war es schlussendlich? Eher so eine Art jugendliche Naivität. Ja, so wird es wohl gewesen sein. Ihr fiel nichts anderes ein, das Ganze war auch bereits zu weit weg. man vergisst so etwas.

"Der wird sich die Hörner inzwischen abgestoßen haben" dachte Valerie dann bei sich.

Ein paar eMails gingen in der Folgezeit hin und her zwischen Frankreich und Deutschland, dann telefonierte man des Öfteren, und Valerie erfuhr von Michael, dass dieser Angelotti ein in der Branche sehr bekannter Immobilienentwickler war, ein großer Name in der Branche, ein BIG SHOT, der unglaublich erfolgreich sei und schon mehrere große Siedlungen in Frankreich realisiert hatte, auch dort unten in der Occitanie, der Region, in der sie jetzt wohnte.

"Er kauft alles auf, was sich dort unten bei euch an alten Weinfeldern anbietet und verwandelt es in Bauland, er muss supergute Beziehungen haben zu ein paar Bürgermeistern bei euch. Und dann baut er Häuser auf seinem Land, und man munkelt, dass er schon mehrere Zig-Millionen gemacht hat auf diese Weise" sagte Michael und ein klein wenig Neid lag in seiner Stimme, als ob er selbst gerne an Angelottis Stelle diese Millionen gemacht hätte.

Valerie hatte den Hörer am Ohr und ein Blatt Papier vor sich, mit dem Bleistift zeichnete sie ein Rechteck, skizzierte dann darin die Maße für ein Einfamilienhaus.

"Wie war das nochmal? Wie verkaufen sie diese Bauplätze? Wie groß? Was sagtest du?"

"...600 Quadratmeter sagtest du, für eine Einheit?" fragte sie dann nochmals ins Telefon, sie wollte sich vergewissern.

"Und der spätere VK-Preis liegt bei 60 bis 80 Euro der Quadratmeter?" setzte sie dann noch hinzu, mit einem leichten Fragezeichen in der Stimme.

"Richtig", sagte Michael

"600 m-², das ist so etwas wie ein Standardmaß für ein - sagen wir mal — dreihunderttausend Euro Häuschen, wenn es dann später verkauft wird. Das wäre so ein gängiger Preis im Süden heute" antwortete Michael.

"Zu diesem Preis gehen die heute weg".

"Wart mal kurz" sagte Valerie und skizzierte ein kleines Häuschen auf das Blatt, davor die Terrasse, rechts eine kleine Autogarage, an der Vorderfront maß das Grundstück 30, in der Tiefe 20 Meter. 600 Quadratmeter, perfekt.

"Mit Glück kriegen wir da sogar noch einen kleinen Pool rein" sagte sie dann. "so 4 mal 8 Meter etwa".

"Dann wird das Häuschen aber ein klein wenig teurer, sagen wir"¦ so etwa dreihundertfünfzig", sagte Michael.

"Und die Sonne kriegen die Besitzer umsonst dazu, hier unten im Süden" konterte Valerie sehr cool.

In dieser Weise ging es zwischen den beiden noch eine Weile hin und her, man tauschte sich über Zahlen und Immobilienpreise aus, rein sachlich, und nichts deutete darauf hin, dass sie beide schon einmal Sex gehabt hatten miteinander, damals in diesem Hotel in Narbonne, jetzt fiel Valerie alles wieder ein. Wie lange war das eigentlich her? Aber wie gesagt, äußerlich blieb sie ganz cool.

"Weißt du eigentlich, ob dieser Angelotti bei dem Peuplier- Projekt schon alle 26 Grundstücke zusammen hat? fragte sie ihn dann.

"Sicher nicht" antwortete er sofort.

Das sei nicht üblich in der Branche, alles Land vorneweg zu kaufen, so einen großen Landkauf könne ein Immobilienentwickler finanziell allein nicht stemmen, ergänzte er. Vielmehr werde meistens so verfahren, dass man erst mal bunte Prospekte drucke mit schönen Fotos, wie die Siedlung später mal aussehen wird. Damit gehen sie dann ins Internet und in den direkten Verkauf, dann ist hard selling angesagt und die besten Immobilien-Verkäufer schwärmen aus. Ist dann erst mal ein Stück vom Projekt realisiert, dann kommt auch Geld in die Kasse, und sie können das andere Land dazukaufen und auch die Handwerker bezahlen.

Ihr ehemaliger Chef und Partner kannte seine Branche, das war nicht zu bezweifeln. Valerie nickte und brummelte etwas ins Telefon, das er nicht verstand.

"Ich habe da so einen Idee, aber ich muss darüber noch etwas nachdenken""¦ sagte sie dann. Sie versprach, ihn bei nächster Gelegenheit in seinem Stuttgarter Büro erneut anzurufen.

Fortsetzung wie üblich am kommenden WE.

Lieben Gruß, Valerie :()b
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 878 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Episode 27: Valerie rechnet sich etwas aus.

Das Gespräch mit Michael und Erica hatte Valerie emotional stark aufgewühlt. Nicht nur, weil es sich um ihre ehemalige beste Freundin und deren damaligen Lebensgefährten handelte (der später Valeries Chef wurde und danach eine Zeitlang auch ihr Liebhaber war).
Nein, das Gespräch erinnerte sie einfach wieder an die alten Stuttgarter Zeiten, die ja wirklich stürmisch genug verlaufen waren. Wie viele Jahre war das jetzt her? so fragte sie sich selbst. Sie rechnete zurück, schob andere Erinnerungsfetzen zur Seite und kam auf mindestens 20 Jahre.

War das schon so lange her? fragte sie sich. Kann aber auch sein, dass der erste Sex mit Michael länger her war, zu sehr hatten sich ihre damaligen Abenteuer mit Männern verwischt in ihrem Gedächtnis, die ja im Grunde nur tapsige Versuche ihrerseits gewesen waren. Verschiedene Namen wie Karlheinz oder Gunnar fielen ihr ein"¦

Alles im Grunde nur kurze und belanglose Abenteuer, die dann unglücklich verlaufen waren. Unser Gedächtnis ist ja gnädig, es löscht solche negativ belegten Erlebnisse einfach aus im Laufe der Jahre"¦

Um emotional herunterzukommen, verordnete sie sich selbst strenge weitere Büroarbeit. In T Shirt, Trainingshose und Crocs (das Stützkorsett hatte sie inzwischen weggelassen) saß sie die nächsten Tage oft stundenlang am Schreibtisch ihrer Narbonner Wohnung, den Laptop vor sich, das Internet offen, sie rechnete, machte sich Notizen und telefonierte.

Das Angelotti-Projekt ließ sie nicht los. Irgendwann war da doch der Name "Schloss Seriège" im Zusammenhang mit den Grundstücks- Aufkäufen gefallen. Sie erinnerte sich, dass Thierry, ihr Ex-Mann damals angekündigt hatte, den Weinbau langfristig zurückzufahren zu wollen und weitere Grundstücke entlang des Kanals an Wohnbaugesellschaften zu veräußern. Sie recherchierte weiter in Grundbüchern und fand heraus, dass die Nachbargemeinde von Seriège sehr wohl ein solches Siedlungsprojekt in ihrer mittelfristigen Planung hatte.

Der Gedanke kam blitzartig und ließ sie eine Zeitlang nicht mehr los. War ihr Ex dort inzwischen eingestiegen? Hatte er die Gelegenheit genutzt und einige seiner seine Grundstücke an diesen Immobilienentwickler verkauft?

Sie versuchte den aktuellen Sachstand herauszufinden. Die Recherche stellte sich aber als schwierig heraus, denn auch in Frankreich gibt es inzwischen einen Datenschutz. Grundbücher können aber von Leuten eingesehen werden, die dort ihren Wohnsitz haben und interessiert sind.
Sie rief das Amt an, fand schließlich den zuständigen Sachbearbeiter und machte einen Besuchstermin gleich für den nächsten Tag aus. Nachdem sie sich ausgewiesen hatte, war der Beamte außerordentlich freundlich und schleppte ihr mehrere Folianten mit Kartenmaterial herbei, sie breitete alles vor sich auf dem Tisch aus.

Das Angelotti-Projekt war nicht zu übersehen, es nahm den Großteil der Eintragungen des letzten Jahres ein. Und sie hatte völlig richtig vermutet. Ihr Ex-Mann hatte tatsächlich cirka 10 seiner Flurstücke an die Firma Angelotti verkauft, die die Absicht hatte, darauf zusammen mit der benachbarten Gemeinde eine neue Wohnsiedlung zu bauen.

"Les peupliers le long du canal" würde die neue Siedlung heißen. (Die Pappelnentlang des Kanals)

"Les peupliers" schrieb Valerie nachdenklich auf den Notizzettel, der vor ihr lag. In sehr großen Buchstaben. Sie malte gedankenverloren ein wenig an den Buchstaben herum, dann setzte sich der Gedanke in ihr fest.

Der Grundbuchbeamte war fast gleichzeitig mit ihr auf denselben Gedanken gekommen. Er deutete auf ein kleines Flurstück von etwa 3000 Quadratmeter, sich am Kanal entlang schlängelte und offensichtlich zu dem Planungsgebiet "Les Peupliers" gehörte, und in das der Name "Bellegarde" eingetragen war, zusammen mit einer Flurstücks-Ziffer, dem Grundbuchcode.

"Bellegarde"¦ c"™est vous, madame?...C"™est vous la propriétaire, la détentrice?" (sind Sie das etwa? Sie sind die Besitzerin?) Er zog fragend die Augenbrauen hoch und signalisierte Überraschung, gemischt mit Bewunderung.

Sie bestätigte, ja, Bellegarde, das war sie persönlich, sie war Valerie Bellegarde. Und ihr gehörte dieser kleine Zwickel Landes, das zur Arrondierung des Angelottiprojekts wohl noch gebraucht würde. Bisher war das nichts als ungenutztes Ackerland, mit viel Gestrüpp darauf. Aber die Siedlung "Les peupliers" würde nur dann komplett gebaut werden, wenn sie ihr Grundstück verkaufen würde. Das war der Knackpunkt. Valerie suchte den Datumsstempel auf den Planungsunterlagen. Die Pläne waren erst zwei Monate alt. Kein Wunder, dass man sie noch nicht kontaktiert hatte. Diese Angelotti-Leute wußten noch gar nicht, dass es da noch jemanden gab, der gefragt werden musste, der verkaufen musste.

"Nicht nötig, liebe Angelottis", dachte sie, ihr müsst mich nicht finden, ich komme von alleine zu euch. Und zwar kurzfristig.

Sie fotografierte die Pläne. Ehe sie dann ihre Unterlagen zusammenpackte, setzte sie sich nochmals an den Tisch, holte ihr Mobiltelefon heraus und rechnete 3000 Quadratmeter, multipliziert mit einen Preis von, sagen wir, 60 Euro / qm.

Im Display erschien die Zahl 180.000.

Das sind 180.000 Euros, sagte sie in Gedanken zu sich selbst, und die werden bald mir gehören.

Soviel für heute. Fortsetzung am kommenden WE

Lieben Gruß, Valerie :()b
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Re: Valeries Welt

Post 879 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Einhundertachzig Tausend Euro, das ist ja richtig viel Geld... was sagt man denn dazu? :()b
Kerstin
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Re: Valeries Welt

Post 880 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Vielleicht sollte die lieber selbst ein Haus bauen?
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Re: Valeries Welt

Post 881 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

))):s was für ein Haus soll sie bauen? Villa am Meer? (na)
Kerstin
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Re: Valeries Welt

Post 882 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Ich dachte an einen kleinen Bungalow. L-förmig mit einer Terrasse und großen Fenstern😃
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Re: Valeries Welt

Post 883 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Vorschlag:
Kleiner Bungalow mit Meerblick nach Westen, Küche, Bad, 3 Zimmer (eins zum Wohnen/Arbeiten, daneben ein Schlafraum, und ganz wichtig ein Ankleidezimmer mit begehbarem Kleiderschrank mit Schiebetüren, Schubfächern für ihre Wäsche sowie Platz für cirka 20 Paar Schuhe)

Lieben Gruß, Valerie :()b

P.S. Fürchte aber, dafür wird das Geld nicht ganz reichen...
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Re: Valeries Welt

Post 884 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Und gaaanz wichtig, hohe Fenster. Also vom Boden bis unter die Decke und oben dann halbrund.

Das Geld verdient Sie doch locker in Ihrem neuen Job.
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 885 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hmmm... Hohe Fenster sind schon was Exklusives. Und dann noch oben halbkreisförmig, das läuft aber auf Sonderanfertigung hinaus. Okies, das wäre nichts Alltägliches, aber etwas Spezielles in der Art würde schon zu Valerie passen, irgendwie. Sie ist ja auch kein alltäglicher Typ. Gut. mit dem neuen Job in dieser Narbonner Immo-Firma ist sie materiell ja auf der sicheren Seite. Und Verbindungen in der Branche hat sie ja genügend, denke ich.

Schönen Sonntag weiterhin wünscht

Valerie
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