Valeries Welt
Valeries Welt - # 59

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 871 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo ihr beiden,
Also Karla hatte recht, in Frankreich wird bei Wäschegrößen die Oberweite angegeben. Das, was wir im deutschsprachigen Raum als "Taille" bezeichnen ist etwas anderes, nämlich die schmalste Stelle um den Bauch herum.

Im Vorgespräch mit dem docteur Herriau hatte dieser damals ihre Maße in Zentimetern genommen: Unterbrust 100 cm (Valerie ist ein großes Mädchen!) und neue angepeilte Oberweite 120 cm. Kauft sie jetzt, also nach der Operation in Frankreich einen neuen BH, dann schaut sie dort bei den 115 ern B/C. Oder, bei den festen, gemoldeten Körbchen schaut sie bei den 120er B. Kauft sie aber den BH in Deutschland, dann ist es ein 100C/D (vorher hatte sie 100B.)

Falls ihr vielleicht daran denkt, im Urlaub in Frankreich mal bei der lingerie zu stöbern und dort einen BH nur nach dem Größenschild zu kaufen, so rate ich euch ab. Unbedingt den BH vorher anprobieren, sonst vertut man sich garantiert.

Liebe Grüße, Valerie
Lotte
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Re: Valeries Welt

Post 872 im Thema

Beitrag von Lotte »

Hallo Valerie

In den Niederlanden wird die Größe auf dem Etikett auf der Innenseite des BHs in französischen Größen, Englischen Größen und in EU-Größen angegeben.
Ist das nicht auch in Deutschland und Frankreich so?

Liebe Grüsse
Lotte.
"Het leven begint op het moment waarop je je niets meer aantrekt van wat andere mensen over je denken"
(Godfried Bomans)
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 873 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo Lotte,
Manche Hersteller machen das so, da hast du recht. Wenn man sich aber so wie ich in zwei oder drei Ländern bewegt, ist es aber oft ein Glücksspiel, die eigene Größe zu finden. Es ist schon vorgekommen, dass ich mich beim BH-Kauf getäuscht habe. Ich reise sehr viel hin und her in Europa. Allerdings gefällt mir die französische lingerie am besten von allen, wegen der großen Auswahl und ich mag auch das verspielte französische Design.

L.G. Valerie
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 874 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Episode 26: Peupliers le long du canal (Pappeln entlang des Kanals)

Genau wie der der Titel dieser neuen Episode von Valeries Welt lautete auch der Name des neuen Wohnsiedlungsprojekts, auf das Valerie im Internet gestoßen war. "Ziemlich langer Name" dachte sie und kürzte den Namen bei sich spontan etwas ab: LES PEUPLIERS ("die Pappeln"), so nannte sie es bei sich. Seit drei Wochen war sie jetzt bereits wieder zuhause, davon zwei Wochen im bezahlten Krankenstand, aber ihre Chefin war generös und hatte ihr noch ein paar weitere Wochen zusätzlichen Urlaub gewährt, allerdings Unbezahlten, so ist das eben bei Freelance-Mitarbeitern.

Seither saß Valerie jeden Vormittag in Schlabberhosen und Pulli am heimischen Schreibtisch vor dem Computerbildschirm und checkte alle verfügbaren weiteren Details des peuplier-Projekts ab, oder sie telefonierte deswegen in der Gegend herum, um mehr über diese Angelotti-Gesellschaft zu erfahren.

An einem dieser Tage erhielt sie ganz überraschend ein eMail aus Deutschland, das sie richtiggehend elektrisierte.
Der Mail-Absender war von Michael und Erica, ihren alten Freunden aus Stuttgarter Tagen (vgl. dazu die ersten Kapitel dieser Geschichte aus dem September 2017).

Erica war damals lange Zeit ihre beste Freundin gewesen. Mit Michael verhielt es sich komplizierter. Er lebte mit Erica zusammen. Zuerst war er für Valerie nur ein flüchtiger Bekannter (vgl. die Geschichte in der Stuttgarter Oper), später ein enger persönlicher Freund. Ein paar Mal ergab es sich, dass er ihr ein paar lukrative Aufträge zuschanzen konnte. Und wie es sich oft so entwickelt, weil er ein gut aussehender Mann und auch ein echter "womanizer" war, wurde er dann auch einer ihrer ersten Liebhaber.

Noch später normalisierte sich ihr Verhältnis zu einer Art Geschäftspartnerschaft, sie vertrat damals sein Stuttgarter Immobilienbüro in Frankreich und sie hatte für ihn auch eine Filiale in Narbonne gegründet und geleitet. Auch diese Zeit war jetzt aber lange vorbei und heute schon fast vergessen. Man war einfach älter geworden. Aber klüger? Die beiden Frauen waren jetzt ziemlich sicher in ihren Vierzigern (Erica bestimmt Ende Vierzig, Valerie noch Mitte Vierzig), aber Michael war heute bestimmt schon deutlich über 50 Jahre alt.

Ein seltsames Trio sind wir schon gewesen, dachte Valerie. Sex mit dem Partner der besten Freundin! Und ihrer Freundin Erica scheint ihr damals gar nichts ausgemacht zu haben. Die 80er Jahre waren halt ziemlich locker in dieser Hinsicht, erinnerte Valerie sich.

Sie dachte an ihre damaligen Eskapaden mit diesem Mann. Gott, war sie damals jung gewesen und dumm! Zwar war er immer die treibende Kraft gewesen. Er wollte sie haben, das stimmte. Aber wenn sie ehrlich war, hatte ihr das auch geschmeichelt, und sie hatte es dann auch gerne zugelassen. Sie hatte sich von ihm nehmen lassen. Warum eigentlich? Weil beide betrunken waren, damals nach dem Opernbesuch? Nein, dachte sie, eigentlich war es Neugierde, nichts anderes, sie wollte damals einfach wissen, wie es sich anfühlt, sich einem Mann hinzugeben. Die zeitliche Distanz ließ alles in einem milden Licht erscheinen. Von heute aus gesehen konnte sie nur den Kopf schütteln. Was war das damals eigentlich gewesen mit Micheal? Auf jeden Fall nichts Ernstes, denn ein richtiges Verhältnis kam später nie zustande zwischen den beiden. Also was war es schlussendlich? Eher so eine Art jugendliche Naivität. Ja, so wird es wohl gewesen sein. Ihr fiel nichts anderes ein, das Ganze war auch bereits zu weit weg. man vergisst so etwas.

"Der wird sich die Hörner inzwischen abgestoßen haben" dachte Valerie dann bei sich.

Ein paar eMails gingen in der Folgezeit hin und her zwischen Frankreich und Deutschland, dann telefonierte man des Öfteren, und Valerie erfuhr von Michael, dass dieser Angelotti ein in der Branche sehr bekannter Immobilienentwickler war, ein großer Name in der Branche, ein BIG SHOT, der unglaublich erfolgreich sei und schon mehrere große Siedlungen in Frankreich realisiert hatte, auch dort unten in der Occitanie, der Region, in der sie jetzt wohnte.

"Er kauft alles auf, was sich dort unten bei euch an alten Weinfeldern anbietet und verwandelt es in Bauland, er muss supergute Beziehungen haben zu ein paar Bürgermeistern bei euch. Und dann baut er Häuser auf seinem Land, und man munkelt, dass er schon mehrere Zig-Millionen gemacht hat auf diese Weise" sagte Michael und ein klein wenig Neid lag in seiner Stimme, als ob er selbst gerne an Angelottis Stelle diese Millionen gemacht hätte.

Valerie hatte den Hörer am Ohr und ein Blatt Papier vor sich, mit dem Bleistift zeichnete sie ein Rechteck, skizzierte dann darin die Maße für ein Einfamilienhaus.

"Wie war das nochmal? Wie verkaufen sie diese Bauplätze? Wie groß? Was sagtest du?"

"...600 Quadratmeter sagtest du, für eine Einheit?" fragte sie dann nochmals ins Telefon, sie wollte sich vergewissern.

"Und der spätere VK-Preis liegt bei 60 bis 80 Euro der Quadratmeter?" setzte sie dann noch hinzu, mit einem leichten Fragezeichen in der Stimme.

"Richtig", sagte Michael

"600 m-², das ist so etwas wie ein Standardmaß für ein - sagen wir mal — dreihunderttausend Euro Häuschen, wenn es dann später verkauft wird. Das wäre so ein gängiger Preis im Süden heute" antwortete Michael.

"Zu diesem Preis gehen die heute weg".

"Wart mal kurz" sagte Valerie und skizzierte ein kleines Häuschen auf das Blatt, davor die Terrasse, rechts eine kleine Autogarage, an der Vorderfront maß das Grundstück 30, in der Tiefe 20 Meter. 600 Quadratmeter, perfekt.

"Mit Glück kriegen wir da sogar noch einen kleinen Pool rein" sagte sie dann. "so 4 mal 8 Meter etwa".

"Dann wird das Häuschen aber ein klein wenig teurer, sagen wir"¦ so etwa dreihundertfünfzig", sagte Michael.

"Und die Sonne kriegen die Besitzer umsonst dazu, hier unten im Süden" konterte Valerie sehr cool.

In dieser Weise ging es zwischen den beiden noch eine Weile hin und her, man tauschte sich über Zahlen und Immobilienpreise aus, rein sachlich, und nichts deutete darauf hin, dass sie beide schon einmal Sex gehabt hatten miteinander, damals in diesem Hotel in Narbonne, jetzt fiel Valerie alles wieder ein. Wie lange war das eigentlich her? Aber wie gesagt, äußerlich blieb sie ganz cool.

"Weißt du eigentlich, ob dieser Angelotti bei dem Peuplier- Projekt schon alle 26 Grundstücke zusammen hat? fragte sie ihn dann.

"Sicher nicht" antwortete er sofort.

Das sei nicht üblich in der Branche, alles Land vorneweg zu kaufen, so einen großen Landkauf könne ein Immobilienentwickler finanziell allein nicht stemmen, ergänzte er. Vielmehr werde meistens so verfahren, dass man erst mal bunte Prospekte drucke mit schönen Fotos, wie die Siedlung später mal aussehen wird. Damit gehen sie dann ins Internet und in den direkten Verkauf, dann ist hard selling angesagt und die besten Immobilien-Verkäufer schwärmen aus. Ist dann erst mal ein Stück vom Projekt realisiert, dann kommt auch Geld in die Kasse, und sie können das andere Land dazukaufen und auch die Handwerker bezahlen.

Ihr ehemaliger Chef und Partner kannte seine Branche, das war nicht zu bezweifeln. Valerie nickte und brummelte etwas ins Telefon, das er nicht verstand.

"Ich habe da so einen Idee, aber ich muss darüber noch etwas nachdenken""¦ sagte sie dann. Sie versprach, ihn bei nächster Gelegenheit in seinem Stuttgarter Büro erneut anzurufen.

Fortsetzung wie üblich am kommenden WE.

Lieben Gruß, Valerie :()b
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 875 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Episode 27: Valerie rechnet sich etwas aus.

Das Gespräch mit Michael und Erica hatte Valerie emotional stark aufgewühlt. Nicht nur, weil es sich um ihre ehemalige beste Freundin und deren damaligen Lebensgefährten handelte (der später Valeries Chef wurde und danach eine Zeitlang auch ihr Liebhaber war).
Nein, das Gespräch erinnerte sie einfach wieder an die alten Stuttgarter Zeiten, die ja wirklich stürmisch genug verlaufen waren. Wie viele Jahre war das jetzt her? so fragte sie sich selbst. Sie rechnete zurück, schob andere Erinnerungsfetzen zur Seite und kam auf mindestens 20 Jahre.

War das schon so lange her? fragte sie sich. Kann aber auch sein, dass der erste Sex mit Michael länger her war, zu sehr hatten sich ihre damaligen Abenteuer mit Männern verwischt in ihrem Gedächtnis, die ja im Grunde nur tapsige Versuche ihrerseits gewesen waren. Verschiedene Namen wie Karlheinz oder Gunnar fielen ihr ein"¦

Alles im Grunde nur kurze und belanglose Abenteuer, die dann unglücklich verlaufen waren. Unser Gedächtnis ist ja gnädig, es löscht solche negativ belegten Erlebnisse einfach aus im Laufe der Jahre"¦

Um emotional herunterzukommen, verordnete sie sich selbst strenge weitere Büroarbeit. In T Shirt, Trainingshose und Crocs (das Stützkorsett hatte sie inzwischen weggelassen) saß sie die nächsten Tage oft stundenlang am Schreibtisch ihrer Narbonner Wohnung, den Laptop vor sich, das Internet offen, sie rechnete, machte sich Notizen und telefonierte.

Das Angelotti-Projekt ließ sie nicht los. Irgendwann war da doch der Name "Schloss Seriège" im Zusammenhang mit den Grundstücks- Aufkäufen gefallen. Sie erinnerte sich, dass Thierry, ihr Ex-Mann damals angekündigt hatte, den Weinbau langfristig zurückzufahren zu wollen und weitere Grundstücke entlang des Kanals an Wohnbaugesellschaften zu veräußern. Sie recherchierte weiter in Grundbüchern und fand heraus, dass die Nachbargemeinde von Seriège sehr wohl ein solches Siedlungsprojekt in ihrer mittelfristigen Planung hatte.

Der Gedanke kam blitzartig und ließ sie eine Zeitlang nicht mehr los. War ihr Ex dort inzwischen eingestiegen? Hatte er die Gelegenheit genutzt und einige seiner seine Grundstücke an diesen Immobilienentwickler verkauft?

Sie versuchte den aktuellen Sachstand herauszufinden. Die Recherche stellte sich aber als schwierig heraus, denn auch in Frankreich gibt es inzwischen einen Datenschutz. Grundbücher können aber von Leuten eingesehen werden, die dort ihren Wohnsitz haben und interessiert sind.
Sie rief das Amt an, fand schließlich den zuständigen Sachbearbeiter und machte einen Besuchstermin gleich für den nächsten Tag aus. Nachdem sie sich ausgewiesen hatte, war der Beamte außerordentlich freundlich und schleppte ihr mehrere Folianten mit Kartenmaterial herbei, sie breitete alles vor sich auf dem Tisch aus.

Das Angelotti-Projekt war nicht zu übersehen, es nahm den Großteil der Eintragungen des letzten Jahres ein. Und sie hatte völlig richtig vermutet. Ihr Ex-Mann hatte tatsächlich cirka 10 seiner Flurstücke an die Firma Angelotti verkauft, die die Absicht hatte, darauf zusammen mit der benachbarten Gemeinde eine neue Wohnsiedlung zu bauen.

"Les peupliers le long du canal" würde die neue Siedlung heißen. (Die Pappelnentlang des Kanals)

"Les peupliers" schrieb Valerie nachdenklich auf den Notizzettel, der vor ihr lag. In sehr großen Buchstaben. Sie malte gedankenverloren ein wenig an den Buchstaben herum, dann setzte sich der Gedanke in ihr fest.

Der Grundbuchbeamte war fast gleichzeitig mit ihr auf denselben Gedanken gekommen. Er deutete auf ein kleines Flurstück von etwa 3000 Quadratmeter, sich am Kanal entlang schlängelte und offensichtlich zu dem Planungsgebiet "Les Peupliers" gehörte, und in das der Name "Bellegarde" eingetragen war, zusammen mit einer Flurstücks-Ziffer, dem Grundbuchcode.

"Bellegarde"¦ c"™est vous, madame?...C"™est vous la propriétaire, la détentrice?" (sind Sie das etwa? Sie sind die Besitzerin?) Er zog fragend die Augenbrauen hoch und signalisierte Überraschung, gemischt mit Bewunderung.

Sie bestätigte, ja, Bellegarde, das war sie persönlich, sie war Valerie Bellegarde. Und ihr gehörte dieser kleine Zwickel Landes, das zur Arrondierung des Angelottiprojekts wohl noch gebraucht würde. Bisher war das nichts als ungenutztes Ackerland, mit viel Gestrüpp darauf. Aber die Siedlung "Les peupliers" würde nur dann komplett gebaut werden, wenn sie ihr Grundstück verkaufen würde. Das war der Knackpunkt. Valerie suchte den Datumsstempel auf den Planungsunterlagen. Die Pläne waren erst zwei Monate alt. Kein Wunder, dass man sie noch nicht kontaktiert hatte. Diese Angelotti-Leute wußten noch gar nicht, dass es da noch jemanden gab, der gefragt werden musste, der verkaufen musste.

"Nicht nötig, liebe Angelottis", dachte sie, ihr müsst mich nicht finden, ich komme von alleine zu euch. Und zwar kurzfristig.

Sie fotografierte die Pläne. Ehe sie dann ihre Unterlagen zusammenpackte, setzte sie sich nochmals an den Tisch, holte ihr Mobiltelefon heraus und rechnete 3000 Quadratmeter, multipliziert mit einen Preis von, sagen wir, 60 Euro / qm.

Im Display erschien die Zahl 180.000.

Das sind 180.000 Euros, sagte sie in Gedanken zu sich selbst, und die werden bald mir gehören.

Soviel für heute. Fortsetzung am kommenden WE

Lieben Gruß, Valerie :()b
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 876 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Einhundertachzig Tausend Euro, das ist ja richtig viel Geld... was sagt man denn dazu? :()b
Kerstin
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Re: Valeries Welt

Post 877 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Vielleicht sollte die lieber selbst ein Haus bauen?
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Re: Valeries Welt

Post 878 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

))):s was für ein Haus soll sie bauen? Villa am Meer? (na)
Kerstin
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Re: Valeries Welt

Post 879 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Ich dachte an einen kleinen Bungalow. L-förmig mit einer Terrasse und großen Fenstern😃
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Re: Valeries Welt

Post 880 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Vorschlag:
Kleiner Bungalow mit Meerblick nach Westen, Küche, Bad, 3 Zimmer (eins zum Wohnen/Arbeiten, daneben ein Schlafraum, und ganz wichtig ein Ankleidezimmer mit begehbarem Kleiderschrank mit Schiebetüren, Schubfächern für ihre Wäsche sowie Platz für cirka 20 Paar Schuhe)

Lieben Gruß, Valerie :()b

P.S. Fürchte aber, dafür wird das Geld nicht ganz reichen...
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Re: Valeries Welt

Post 881 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Und gaaanz wichtig, hohe Fenster. Also vom Boden bis unter die Decke und oben dann halbrund.

Das Geld verdient Sie doch locker in Ihrem neuen Job.
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 882 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hmmm... Hohe Fenster sind schon was Exklusives. Und dann noch oben halbkreisförmig, das läuft aber auf Sonderanfertigung hinaus. Okies, das wäre nichts Alltägliches, aber etwas Spezielles in der Art würde schon zu Valerie passen, irgendwie. Sie ist ja auch kein alltäglicher Typ. Gut. mit dem neuen Job in dieser Narbonner Immo-Firma ist sie materiell ja auf der sicheren Seite. Und Verbindungen in der Branche hat sie ja genügend, denke ich.

Schönen Sonntag weiterhin wünscht

Valerie
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Re: Valeries Welt

Post 883 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo ihr Lieben,
Morgen Donnerstag kommt wieder einen neue Folge von Valeries Welt. Dieses Mal geht es um sehr viel Geld.

Lieben Gruß, Valerie :()b
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 884 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Episode 28: Hundertachzigtausend Euro für Valerie ?

Man ging auf den Mai zu, und das Wetter in Südfrankreich war bereits sehr schön. Die Natur regte sich wieder, und die Mädels gingen wieder mit Röcken, Nylons und High Heels auf die Straße. Nur Valerie hatte im Moment keinen Gedanken für ihren Auftritt en femme, denn sie saß die ganzen Tage ihres retablissements (Erholung) in ihrer Bude am Computer und Telefon. Rechnete, kalkulierte und überlegte hin und her. Immobilienpreise, Bankkosten Kreditgebühren, diese Sachen... Und Abends war sie dann oft so müde, dass sie keine Lust mehr auf Ausgehen verspürte.

In den nächsten Wochen konkretisierte sich ihr Plan. Ja, sie würde dieses Grundstück, das ihr ihr Exmann Thierry Elouard nach ihrer Trennung damals sozusagen als eine Art Übergangshilfe überschrieben hatte, das würde sie versuchen, dieser Angelotti-Gesellschaft zu verkaufen. Ihr Ex-Mann würde nicht schlecht staunen, wenn er davon erführe. Ein kleines Trostpflaster für Valerie hätte diese Grundstücks-Schenkung sein sollen, eine Art Morgengabe und vielleicht auch eine Kompensierung für sein schlechtes Gewissen, das er damals zweifellos hatte. Und nun war der Baugrund plötzlich viel Geld wert. Garrigue wird plötzlich Bauland. Such is life. So ist das Leben. C'est la vie.

Immobilienleute haben etwas von Abenteurern. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb sich Valerie in dieser Branche so wohl fühlte. Immobilienmakler haben ein Gespür für Märkte und die Wünsche und Motive ihrer Kundschaft. Und wenn ein Makler irgendwo ein lukratives Geschäft wittert, dann schlägt er zu. Wenn es nicht anders geht, dann auch mit geliehenem Geld. Dazu gehörte Valerie aber nicht. Sie war keine, die sich Risikokapital bei einer Bank lieh, um damit spekulative Geschäfte zu realisieren.

Micheal war vielleicht so ein Makler, oder Angelotti, ja, die beiden gehörten bestimmt zu dieser Gruppe der Risikospieler. Valerie hatte bisher nur die kleinen Räder gedreht in ihrem Job. Würde das jetzt anders?

Im Büro besaß sie als Service-Chefin ein eigenes Büro, so konnte sie die Tür zu machen und war ungestört. Musste ja nicht jeder gleich mithören, was sie da neuerdings alles zu bedenken, zu berechnen und zu besprechen hatte. Zunächst recherchierte sie zu den Preisen, die Michael ihr am Telefon genannt hatte. Sie fand Bauland mit Quadratmeterpreisen von 60 Euro, aber auch solches für 100 Euro. Michael Annahmen waren also richtig.

Sollte sie den Angelottis ihr Land zu einem solchen Preis anbieten? Einfach anrufen und um einen Termin für ein Verkaufsgespäch bitten? Oder sollte sie sich ein Angebot geben lassen?

Da gab es noch andere Ideen, die in ihrem Kopf herumschwirrten. Richtig revolutionäre Ideen. In ihrem Job hatte sie ja seit langem beste Beziehungen zu Bauhandwerkern, darunter Maurer, Installateure, Dachdecker, Elektriker auch mal die eine oder andere kleine Baufirma, die bestimmt auch einen Großauftrag übernehmen würde. Ein ganzes Haus selbst bauen. Bestimmt, da gab es welche, die könnten so etwas stemmen.
Sollte sie also eventuell lieber selbst bauen? Auf eigenes Risiko? Valerie als Bauherrin, als ihre eigene Unternehmerin?

Wieder einmal konnte sie nachts nicht schlafen, aber diesmal waren es nicht irgendwelche Männer, die ihr den Schlaf raubten, jetzt war es ihr neues Projekt, das Peupliers-Projekt, das sie vorwärts und rückwärts durchkalkulierte. Im Halbschlaf teilte sie ihre 3000 Quadratmeter in mehrere Baugrundstücke auf und baute im Geiste ein paar Häuser darauf. Fünf Häuser? Konnte sie fünf Häuser bauen und verkaufen? Valerie Bellegarde plötzlich als Bauunternehmerin?

Nichts als Schall und Rauch. Jedesmal am darauffolgenden Morgen hatten sich die tollen Ideen in Rauch aufgelöst.

Nach zwei Nächten ohne Schlaf verwarf sie den Gedanken selbst zu bauen, als zu abenteuerlich. Valerie war keine Unternehmerin. Sie würde also nicht zur Bank gehen und um Kredite bitten, das schien ihr alles in allem zu riskant zu sein. Aber etwas anderes, das würde sie mit Sicherheit machen: Sie würde versuchen ihr Land an die Angelotti-Gesellschaft zu verkaufen. 3000 Quadratmeter Bauland, das ihr gehörte, und sie würde 60 Euro fordern für jeden Quadratmeter ihres Landes.

Tags darauf rief sie dort an, erreichte gleich den Chef und machte einen Besprechungstermin aus.

Monsieur Angelotti empfing sie mit offenen Armen. War charmant, freundlich und zuvorkommend, rückte ihr den Stuhl zurecht und hörte ihr aufmerksam zu. Und nach kurzer Zeit war ihr klar, dass er Bescheid wußte über sie. Offenbar hatte er Erkundigungen eingezogen über sie. Ja, es sei ihm bekannt, dass sie dieses Land besitze und natürlich würde das sehr gut reinpassen in sein "Les peupliers"-Projekt. Auch mit Monsieur Elouard habe man bereits gute Geschäfte gemacht und würde sich freuen, jetzt auch mit ihr ins Geschäft zu kommen. Wieviel sie sich denn vorgestellt habe.

"Cent quatre-vingt mille Euros" sagte Valerie mit fester Stimme.

"180.000 Euros für die 3000 Quadratmeter"

Ihr Gegenüber zuckte mit keiner Wimper, sondern lächelte ganz routiniert und stimmte sofort mit zu. Mit Handschlag über den Tisch. Womit das Geschäft sozusagen fix war. Man würde gleich einen Vor-Vertrag aufsetzen, danach könne der Grundbuchtermin festgesetzt werden.

Soviel für heute, Fortsetzung am kommenden WE

Lieben Gruß, Valerie :()b
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 885 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

:()b Eine Frage wollte ich noch anhängen, über die ich mir noch nicht ganz schlüssig bin: Was haltet ihr davon, dass Valerie jetzt immer mehr zur Geschäftsfrau wird? Wird sie das schaffen? Ist sie dem Stress dort gewachsen? Oder sollte sie besser die Finger davon lassen?
Bin an euren Gedanken dazu wirklich interessiert.

L.G.

Val :()b
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