Hey...
innerhalb der Transition (und auch für die dies einfach interessiert) kommt die Frage auf,
wie trotz der anatomischen Gegebenheiten eine "männliche" Stimme weiblich klingen kann...
Durch die Stimmtherapie kann die Anatomie nicht verändert werden, aber die Muskeln des
Stimmapparats können in ihrer Funktion so trainiert werden, das sie denen des weiblichen
Stimmapparats gleichen..
ich für mich bin nochmal ins Training eingestiegen um den androgynen Bereich zu verkleinern..
zuletzt hab ich diesen Bereich als stimmig für mich wahrgenommen, jetzt nicht mehr, weil sich etwas in
meinem Herzen verändert hat..
nach 2 Wochen auch mit LaxVox stehe ich jetzt hier...
Screenshot_20211028-170211.png
ich möchte LaxVox auch nochmal allen ans Herz legen-Infos gibt es im Netz dazu recht viele-
es bringt einfach wahnsinnig viel, sooo
rein anatomisch gibt es 2 grosse Parameter die angleichbar sind-aber wie funktionert das?
Stimmklang...
die "Brustresonanz" macht viel des männlichen Stimmklangs aus. Neben der Sprechstimmlage,
zu der ich noch komme, ist das Erzeugen eines weiblichen Stimmklangs ausschlaggebend.
Die Stimme muss aus der Brust in die Resonanzräume der Nase, der Stirn und dem Mund verlagert
werden um sie heller klingen zu lassen. Auch das Anheben des Kehlkopfes führt zu einem
helleren Klang. Der tiefe, dunkle Klang, der in der Brust als Vibration erspürt werden kann
ist dagegen die "Brustresonanz".
Tonhöhe...
ein Ziel der Stimmanpassung ist das Anheben der Stimmlage auf die weibliche Tonhöhe.
Die Tonhöhe liegt in der Spannung der Stimmlippen..also kurz eine angespannte Stimmlippe macht
hohe Töne, während eine nicht angespannte eher tiefe Töne macht.
Gespannte Stimmlippen schwingen auch schneller, weniger angespannte dagegen langsamer.
Männer haben auch eine tiefere Tonlage als Frauen, da die Stimmlippen dicker und länger sind.
Warum auch immer wurde in der Phoniatrie festgestellt, das meine Stimmlippen dünner geworden sind.
Diese Athropie ist wohl aber recht selten...
Wir wollen also im Training diese anatomische Gegebenheit funktionell anpassen, indem die Stimmlippen
stärker gespannt werden. Das kommt aber später.
Damit die Stimme eher als weiblich beurteilt wird, sollte zumindest der "genderneutrale" Bereich um
die 165 Hz im Median erreicht werden. Oder darüber hinaus. Der "genderneutrale" Bereich ist der Bereich (oben im
Foto der schmale) am oberen Ende des männlichen und am unteren Ende des weiblichen Stimmumfangs.
Dazu kommen noch Parameter wie Weichheit, Rauheit oder Behauchtheit. Für die Rollenklischees spricht eine
Frau leise und weich, der Mann eher laut und mit voller Stimme...da liegt auch ein Stolperstein-nie zu leise werden!
Wir alle sind verschieden und die anatomischen Voraussetzungen führen dazu das nur bestimmte Klänge und Tonhöhen
erreicht werden können und so die Grenzen des möglichen erreicht werden (zumindest für den Moment)..
aber eine Stimmanpassung dauert auch locker 4 -5 Jahre..deswegen nicht aufgeben.
Es ist aber trotzdem wichtig die Grenzen zu erkennen, damit die Stimme gesund bleibt..
Alles Liebe Marie

Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.