Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider
Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider - # 4

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Christine75
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 46 im Thema

Beitrag von Christine75 »

Ich sage nur: Ich bin eine Frau.
Das bin ich, auch selbst wenn ich als Mann zur Arbeit gehe.
Und selbst, wenn ich Bart tragen würde, bliebe ich trotzdem eine Frau.
Selbst fremde Menschen bemerken, wenn sie mich kennen lernen, das an mir sehr viel weibliches ist.
Es ist meine Art, mein Charakter, wie ich mich anderen gegenüber gebe, die meine Weiblichkeit ausdrückt.
Daher komme ich selbst, ohne großartig Schminke zu benutzen oder Frauenkleidung zu tragen, in den Genuss, als Frau angesehen zu werden.
Natürlich tragen auch Äußerlichkeiten wie meine längeren Haare oder meine Silliconbrüste dazu bei, das der erste flüchtige Blick mich als Frau für andere identifiziert.
Aber nur Makeup und Frauenkleidung machen mich definitiv nicht zur Frau.
Sie sind lediglich ein Mittel, um für andere sichtbar auszudrücken, das ich mich als Frau fühle und ich darum auch gerne von der Gesellschaft als solche anerkannt werden möchte.
Makeup und Kleider sind nur dafür da, um der Gesellschaft besser zu vermitteln, was ich bin und um dem gesellschaftlichen Vorstellungen von einer Frau näher zu kommen, um eventuell leichter eine gesellschaftliche Akzeptanz zu erfahren.
Denn das ich eine Frau im Männerkörper bin, ist ein nicht greifbarer Umstand, nicht sichtbar.
Von daher bin ich nicht mehr aber auch nicht weniger Frau, ob ich mit Makeup und Kleidern raus gehe oder ohne.
Laila-Sarah
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 47 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Huhu,

Ich konnte ein Paar sehr interessante Ansätze entdecken. Ich will es mal so zusammenfassen.

Lassen wir mal Chromosomenpaare, Körperlichkeiten und Geburtsrecht weg, gibt es zwei Erkenntnisse:

1. Nach innen: Wie fühle ich mich und als was sehe ich mich.
2. Nach außen: Wie vermittele ich es meiner Umwelt. Wie sorge ich dafür, dass ich so wahrgenommen werde wie ich mich fühle.

Ich denke mal 1. ist sehr individuell und ich bin da bei Jaddy's Definition von: "Ich fühle mich als XYZ weil ich meiner Version/Definition von XYZ gerecht werde" ziemlich d'accord.

Bei 2. scheiden sich die Geister um so mehr. Da unsere Umwelt (noch) sehr binär denkt und wir ja auch mit solchen Bildern und Definitionen im Kopf aufgewachsen sind, kommuniziert (non-verbal) die eine Fraktion in dem sie sich so kleidet, verhält, lebt, dass sie in eine Schublade passt und hofft so wahrgenommen zu werden. Sprich der gebürtige XY kommuniziert non-verbal durch Kleidung, Verhalten etc. "Ich bin eine Frau" und möchte so behandelt werden. Der Erfolgt jedoch hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die andere Enby Fraktion kommuniziert non-verbal in dem sie sagt was sie nicht ist. Sprich der gebürtige XY sagt hier durch Vermischen von Kleidung, Verhalten beider Geschlechter: "Stop! ich bin kein Mann". Aber sie sagt nicht non-verbal was sie ist. Daher weis der Gegenüber, dass diese Person nicht der Norm entspricht aber er weis nicht was diese Person ist. Beides hat vor und nachteile. Aber ich denke auch, dass non-verbal kommunizieren zu können, was man ist und was man möchte hat gewisse praktische Vorteile wobei die andere Option mehr Freiheiten bietet.

VlG
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 48 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 00:34 Nach außen: Wie vermittele ich es meiner Umwelt. Wie sorge ich dafür, dass ich so wahrgenommen werde wie ich mich fühle.
Muss ich das denn?
Okay, wenn jemand etwas mitteilen möchte gerne. Auch wenn jemand einfach nur unauffällig sein möchte ist das völlig Ok. Hat zwar mehr von verstecken als von kommunizieren, aber egal, Hauptsache man erreicht das Gewünschte.
Aber was ist mit Menschen, denen es wie mir geht? Ich vermute einfach mal ich stehe nicht alleine mit dem Problem.
Laila-Sarah hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 00:34 "Ich bin eine Frau" und möchte so behandelt werden.
Das trifft nämlich auch auf mich zu. Unauffällig wie irgendeine cis-Frau zu leben wäre ein Traum für mich. Es wäre allerdings nur mit extremsten Aufwand zu erreichen, der mir garnicht möglich ist. Da bleibt mir nur möglichst authentisch durchs Leben zu gehen. Damit werde ich von der Gesellschaft deutlich besser akzeptiert als mit einem misslungenen Passing.
Zum Glück kann ich so leben.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 49 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

Das trifft nämlich auch auf mich zu. Unauffällig wie irgendeine cis-Frau zu leben wäre ein Traum für mich. Es wäre allerdings nur mit extremsten Aufwand zu erreichen, der mir garnicht möglich ist. Da bleibt mir nur möglichst authentisch durchs Leben zu gehen. Damit werde ich von der Gesellschaft deutlich besser akzeptiert als mit einem misslungenen Passing.
Zum Glück kann ich so leben.
Das klingt für mich sehr schlüssig, liebe Joe! Als hättest Du genau Deine Definition für den Weg zu DEINEM Glück 🍀 gefunden. Frei von unrealistischen Fremd- und Selbstansprüchen, auch wenn dieser Weg naturgemäß Kompromisse erfordert. Nach dem gesunden Motto: "Lieber mit realistischen Kompromissen glücklich leben, als mit der reinen Lehre kreuzunglücklich leiden!" 👍🏼

Dazu wünsche ich Dir viel Erfolg weiterhin! 🌈

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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 50 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Ronda_PTL hat geschrieben: Fr 8. Mär 2019, 04:50 Dazu wünsche ich Dir viel Erfolg weiterhin!
Danke...
Es hat vermutlich auch damit zu tun das ich bei anderen Wesen eher die Ausstrahlung "sehe" als die Optik.
Es passiert mir sehr oft das ich Menschen auf Fotos garnicht wiedererkenne oder z.B. Zwillinge, bei denen andere Probleme haben sie überhaupt auseinander zu halten. Für mich sehen sie sich oft nicht mal ähnlich.
So etwa auch bei mir.
Ich kann nicht lügen, mich nicht verstellen oder maskieren.
Würde ich mich mal so richtig umstylen lassen würde ich mich vermutlich so unwohl fühlen, als würde über meinem Kopf ein rotes Blinklicht mit der Aufschrift "Fake" schweben.
Antoine de Saint-Exupèry hat geschrieben:Man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Wird gerne Zitiert. Meist denke ich die Leute sollten den Spruch nicht nur abschreiben, sondern auch mal lesen.

Oder ihre Herzen öffnen.
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 51 im Thema

Beitrag von Diva »

Joe95 hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 07:42
Laila-Sarah hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 00:34 Nach außen: Wie vermittele ich es meiner Umwelt. Wie sorge ich dafür, dass ich so wahrgenommen werde wie ich mich fühle.
Muss ich das denn?
Objektiv 'müssen' sicher nicht, aber wenn der eigene Anspruch so ist, dann reicht auch das subjektive 'müssen'.
Gerade die anfangs große Diskrepanz zwischen der inneren und äußeren Weiblichkeit hat mir zu Beginn der Transition gehörig Leidensdruck verschafft. Trotzdem bin ich ziemlich 'unfertig' in mein Leben als Vollzeitfrau gestartet, weil ich es nicht mehr aushalten konnte, noch länger äußerlich in der falschen männlichen Identität herumzulaufen. Wenn ich mir jetzt Bilder anschaue, die gerade mal ein, anderthalb Jahre alt sind, bekomme ich einen Schrecken und wundere mich, dass ich nie ernsthafte Probleme bekommen hatte. Das mag zum einen daran liegen, dass das Aussehen nicht alles ist, sondern ein selbstbewusstes authentisches Auftreten mindestens genauso viel ausmacht, zum anderen sind meine Ansprüche an mich selbst inzwischen dermaßen hochgeschraubt, dass ich den heutigen Maßstab an früher anlege - und da falle ich optisch glatt durch.
Joe95 hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 07:42 Okay, wenn jemand etwas mitteilen möchte gerne. Auch wenn jemand einfach nur unauffällig sein möchte ist das völlig Ok. Hat zwar mehr von verstecken als von kommunizieren, aber egal, Hauptsache man erreicht das Gewünschte.
Aber was ist mit Menschen, denen es wie mir geht? Ich vermute einfach mal ich stehe nicht alleine mit dem Problem.
Ach, mit dem Unauffälligsein kann ich mich nicht anfreunden. Darum ging es mir nie. Auffällig sein als erkennbar trans wollte ich nie, aber auffällig sein als Frau - warum denn nicht? Das ist im grauen Zeitalter der Einheitsjeans, ausgelatschten Turnschuhe und Fall-aus-dem-Bett-Frisuren ziemlich einfach. Ich brauch mich nur morgens in der Bahn umzuschauen. Da bin ich die Einzige, die geschminkt und frisiert in ausgesuchten Businessklamotten unterwegs ist und falle zwangsläufig auf. Aber sollte ich deshalb meine Ansprüche herabsetzen, nur um nicht aufzufallen? Ich denk nicht dran. Im Gegenteil, durch meine Vorliebe für Vintage-Sachen, die meist etwas dekadent wirken, setz ich noch einen drauf. Trotzdem bin ich weder Papagei noch Drag-Queen, sondern einfach nur stylish, weil ich es für mich brauche und so will. Ich würde nie ungeschminkt, ohne Nagellack passend zum Lipstick oder nicht zu den Schuhen passender Handtasche aus dem Hause gehen.
Irgendein kluger Modemensch meinte mal sinngemäß, man könne zwar overdressed, aber keinesfalls over-stylt sein. Daran denke ich täglich - und Recht hatte der Herr!
Joe95 hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 07:42
Laila-Sarah hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 00:34 "Ich bin eine Frau" und möchte so behandelt werden.
Das trifft nämlich auch auf mich zu. Unauffällig wie irgendeine cis-Frau zu leben wäre ein Traum für mich. Es wäre allerdings nur mit extremsten Aufwand zu erreichen, der mir garnicht möglich ist. Da bleibt mir nur möglichst authentisch durchs Leben zu gehen. Damit werde ich von der Gesellschaft deutlich besser akzeptiert als mit einem misslungenen Passing.
Zum Glück kann ich so leben.
Wahnsinn! Du hast eine Stärke, dein Leben zu meistern, vor der ich mich nur verneigen kann. Wobei ich mir bei dem sympathischen Profilbild nicht vorstellen könnte, wodurch du überhaupt auffallen oder weniger akzeptiert werden könntest.
Diese Einstellung ist für mich jedoch undenkbar und nicht realistisch. Ich MUSS das Äußere dem Inneren anpassen, von der ersten Minute an, ansonsten gehe ich komplett kaputt. Ich hab diese Kraft nicht, mit weniger zufrieden zu sein. Einerseits erzeugt das ungeheuren Druck, andererseits enorme Kraft, wenn es gelingt. Es gibt Tage, da hält mich nur aufrecht, dass ich mich 'schön' fühle, sonst würde ich unter der sonstigen Last zusammenbrechen.

Abschließend will ich noch ein paar Erfahrungen zu den Stichworten des Threads loswerden:
Make-up
Make-up ist für mich ein Werkzeug, mit dem ich etwas Bestimmtes erreichen will. Es gibt ja tatsächlich Parallelen zum Handwerk (malern, lackieren, Putzarbeiten usw.), bei dem alles zu einem bestimmten Zweck gemacht wird. Am Anfang kämpfte ich in erster Linie gegen den - wenn auch minimalen - Bartschatten. Das war dann auch der einzige Grund, weshalb ich noch nicht mal alleine daheim ungeschminkt herumlief, weil es mich ganz persönlich störte und den Ausdruck meiner Weiblichkeit auf gemeinste Art sabotierte.

Nach einem Jahr Vollzeitfrau und HET hatte sich das Problem offenbar wegen radikal gesunkener Testowerte erledigt. Zuhause brauche ich deshalb kein Make-up mehr, weil nichts mehr da ist, was mich ärgert. Aber im Alltag, insbesondere auf Arbeit, habe ich bedingt durch meinen Job einen Hang zum Perfektionismus entwickelt, den ich ausleben will, um mich wohl zu fühlen. Mein Motto ist, mich keinesfalls unter meinen Scheffel zu stellen. Wenn ich mit Make-up einen derart überragenden Effekt erreichen kann, dann zieh ich das durch. Hauptziele sind inzwischen optisch vergrößerte Augen und ein makelloser Teint.
Ich hab für mich hohe Maßstäbe gesetzt, die mir die gewünschten Reflexionen und Reaktionen meiner Umwelt bescheren. Das schafft Druck, aber auch Zufriedenheit, Sicherheit. Wenn der Blick in den Spiegel befriedigt, dann schöpfe ich daraus so viel Kraft und Selbstbewusstsein, um an den Herausforderungen und Demütigungen des Tages nicht zu zerbrechen - Contenance um jeden Preis.
Kleider
Im Laufe des ersten Jahres Vollzeitfrau kam ich bald dahinter, dass ich wesentlich positiver als Frau gelesen und aufgenommen wurde, je weiblicher die Kleidung war. Das führte dazu, dass ich irgendwann aufhörte, Hosen zu tragen. Doch auch Röcke als einzige Wahl wurden bald langweilig und ich nutzte meine Entwicklungsfortschritte, um endlich Kleider in den Alltag zu integrieren. Das stellte für mich einen riesigen Fortschritt dar, denn noch im letzten heißen Frühjahr schämte ich mich, im Top herumzulaufen, weil die Schultern erkennbar breiter waren. Inzwischen hab ich nochmals knapp zehn Kilo abgenommen - 30 Kilo seit Beginn der Transition in 2017 - bin von Größe 50 auf 42/44 runter und auch der Knochenbau hat sich dank HET sichtlich verändert.
Damit war ich sozusagen 'reif', um auch vor versammelter Chefetage Projektsitzungen im Kleid zu leiten, ohne jeglichen Anstoß zu erregen.

Letztlich ist alles einer ständigen Entwicklung unterworfen und muss von Zeit zu Zeit revolutioniert werden, wenn sich die Umstände oder die innere Einstellung ändern. Ich empfinde das auch als ständigen Lernprozess, meine Bedürfnisse neu zu definieren und diese dann möglichst 'perfekt' umzusetzen.

- Diva
Joe95
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 52 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Diva hat geschrieben: Fr 8. Mär 2019, 21:39 Objektiv 'müssen' sicher nicht, aber wenn der eigene Anspruch so ist, dann reicht auch das subjektive 'müssen'.
Das meinte ich mit Mitteilen, denn die äussere Erscheinung kann ja auch ein Statement sein.
Du sagst "so bin ich, so will ich sein, so will ich gesehen werden". Find ich toll... (ap)
Diva hat geschrieben: Fr 8. Mär 2019, 21:39 aber auffällig sein als Frau - warum denn nicht?
Eben, ich glaube auch als Trans* kann man weiblich und authentisch wirken - wenn man kann. (so)
Diva hat geschrieben: Fr 8. Mär 2019, 21:39 Wahnsinn! Du hast eine Stärke, dein Leben zu meistern, vor der ich mich nur verneigen kann. Wobei ich mir bei dem sympathischen Profilbild nicht vorstellen könnte, wodurch du überhaupt auffallen oder weniger akzeptiert werden könntest.
:oops: :oops: :oops: Danke...
Diva hat geschrieben: Fr 8. Mär 2019, 21:39 Make-up ist für mich ein Werkzeug, mit dem ich etwas Bestimmtes erreichen will.
Ich denke der große Unterschied ist das "wollen". Du benutzt das "Werkzeug" um dich auszudrücken, nicht um dich dahinter zu verstecken.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 53 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ronda_PTL hat geschrieben: Fr 8. Mär 2019, 04:50
Das trifft nämlich auch auf mich zu. Unauffällig wie irgendeine cis-Frau zu leben wäre ein Traum für mich. Es wäre allerdings nur mit extremsten Aufwand zu erreichen, der mir garnicht möglich ist. Da bleibt mir nur möglichst authentisch durchs Leben zu gehen. Damit werde ich von der Gesellschaft deutlich besser akzeptiert als mit einem misslungenen Passing.
Zum Glück kann ich so leben.
Das klingt für mich sehr schlüssig, liebe Joe! Als hättest Du genau Deine Definition für den Weg zu DEINEM Glück 🍀 gefunden. Frei von unrealistischen Fremd- und Selbstansprüchen, auch wenn dieser Weg naturgemäß Kompromisse erfordert. Nach dem gesunden Motto: "Lieber mit realistischen Kompromissen glücklich leben, als mit der reinen Lehre kreuzunglücklich leiden!" 👍🏼
So viele schöne Worte.
Auch ich habe meinen Weg gefunden, der zwar noch nicht zu Ende ist, aber so kann ich glücklich und zufrieden leben.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 54 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Ich hab in einem spirituellen Buch ein paar interessante Anmerkungen zum Thema Weiblichkeit - und Männlichkeit zur Abgrenzung gefunden.
Ich möchte sie gerne mit euch teilen weil, meiner Meinung nach spannende, aber auch sehr kontroverse Gesichtspunkte darin stecken:
"Die Hingabefähigkeit ist die zentrale Eigenschaft des
Weiblichen; sie ist die Grundlage aller weiteren Fähigkeiten, wie
Sich-Öffnen, Aufnehmen, Empfangen, Bergen.
Hingabefähigkeit umschließt gleichzeitig den Verzicht auf
aktives Tun.
...

Das Prinzip des Männlichen ist das Machen, das Schöpfen und
das Verwirklichen. Das Männliche (Yang) ist aktiv und somit
auch aggressiv.


Aus dieser Andersartigkeit der Pole entsteht die
Spannung, die -»Leben-« heißt. Durch Nivellierung der Pole
erreicht man keine Gegensatzvereinigung.

...In jedem Menschen ist sowohl ein weiblicher als
auch ein männlicher Seelenaspekt vorhanden.

Letztlich muss jeder, sei es Mann oder Frau, beide Aspekte in sich
vollkommen entwickeln. Doch dieser schwierige Weg
beginnt damit, dass man zuerst die vollkommene Identifikation
mit jenem Anteil erlangt, den man durch seine körperliche
Geschlechtlichkeit repräsentiert. Dann erst, wenn man den
einen Pol ganz leben kann, ist der Weg frei, über die
Begegnung mit dem anderen Geschlecht auch den
anderen Teil in sich zu erwecken und bewusst zu
integrieren."
Ich finde das ist mal eine andere Sichtweise. Und ja, es mag sich kontrovers lesen das eine Frau "Passiv" ist aber es ist hier symbolisch gemeint.

Viele liebe Grüsse
Lorelai
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 55 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich denke nicht, dass das symbolisch gemeint ist. Beschrieben ist die Extremausbildung des Weiblichen und Männlichen. Wichtig ist der Aspekt, dass dies eine Zusammenfassung von verschiedenen Eigenschaften in einem Wort ist. Weiblichkeit/Männlichkeit ist somit keine eigenständige Eigenschaft, sondern ein Konglomerat von Eigenschaften. Schwierig finde ich die Passage
beginnt damit, dass man zuerst die vollkommene Identifikation
mit jenem Anteil erlangt, den man durch seine körperliche
Geschlechtlichkeit repräsentiert.
denn genau dies ist ja unser Problem. Und wenn man es genau nimmt, dürfte kaum einem Mensch das gelingen. Warum sollte also erstens das gesamte Paket von EIgenschaften eines Geschlechts auf mich zutreffen und Zweitens was haben die genannten Eigenschaften mit meiem Körper zu tun ?

Für mich steckt da wieder ein Klischeedenken dahinter, das tendenzielle Richtungen in den Eigenschaften der Geschlechter aufnimmt und als Ziel überhöht. Ich lehne solches Radikaldenken für mich ab, denn es erlaubt keine Differenzierungen.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 56 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 12. Mär 2019, 07:35 Ich denke nicht, dass das symbolisch gemeint ist. Beschrieben ist die Extremausbildung des Weiblichen und Männlichen. Wichtig ist der Aspekt, dass dies eine Zusammenfassung von verschiedenen Eigenschaften in einem Wort ist. Weiblichkeit/Männlichkeit ist somit keine eigenständige Eigenschaft, sondern ein Konglomerat von Eigenschaften.
Es ist sogar noch komplizierter. Es ist nicht nur eine Vielzahl von Eigenschaften, auch die Ausprägung der Eigenschaften ist sehr unterschiedlich, so dass es theoretisch gesehen, unendlich viele Möglichkeiten gibt, Weiblichkeit (oder Männlichkeit) auszubilden. Genau das macht es dann auch so schwierig, es zu fassen.
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 12. Mär 2019, 07:35
Schwierig finde ich die Passage
beginnt damit, dass man zuerst die vollkommene Identifikation
mit jenem Anteil erlangt, den man durch seine körperliche
Geschlechtlichkeit repräsentiert.
denn genau dies ist ja unser Problem. Und wenn man es genau nimmt, dürfte kaum einem Mensch das gelingen. Warum sollte also erstens das gesamte Paket von EIgenschaften eines Geschlechts auf mich zutreffen und Zweitens was haben die genannten Eigenschaften mit meiem Körper zu tun ?

Für mich steckt da wieder ein Klischeedenken dahinter, das tendenzielle Richtungen in den Eigenschaften der Geschlechter aufnimmt und als Ziel überhöht. Ich lehne solches Radikaldenken für mich ab, denn es erlaubt keine Differenzierungen.
Das sehe ich auch so. Diese Klischees bringen uns nicht weiter, sondern stehen nur im Weg. Letztlich bewegen wir uns damit auf der Ebene des bipolaren Denkens. Bleiben wir auf dieser Ebene, dann ist die Definition von Geschlecht relativ einfach. Doch wir wissen, dass die Welt der Geschlechter nicht bipolar, sondern multipolar ist. Das macht es eben schwierig. Und es braucht komplexe Denk- und Begriffsmodelle, um damit sinnvoll umzugehen.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 57 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich lese gerade im Geo-Kompakt über das Ich. Dort gibt es auch einen Artikel über die Geschlechterforschung. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Hirnforscher bei der Untersuchung von Gehirnen typisch weibliche und männliche Ausprägungen gefunden haben. Aber das gilt nicht für das gesamte Gehirn, sondern immer nur für Teilbereiche. So kann in einem Teil des Gehirn ein Bereich eher weiblich und in einem anderen eher männlich sein Alles in allem wird stark betont, dass die Unterschiede von Individuen eines Geschlechts größer als die Differenz der Mittelwerte ist. "Geschlecht" interpretiere ich hier als das körperliche Geschecht. Auf Trans* gehen sie nicht ein.

Ich verstehe meine Weiblichkeit eher als den Wunsch, den weiblich konnotierten Eigenschaften näher sein zu wollen als den männlichen. Damit bin ich eher im gesellschaftlichen Sinn "transgeistig" (mein Geist hat in den Geschlechtern keine feste Verortng). Dieses Mosaik drücke ich dann gelegentlich durch Kleidung etc. aus. Bei "Transsexuellen" oder "Transidenten" ist die Verortung vermutlich eine andere.

Bitte jetzt nicht an den Begrifflichkeiten hängen bleiben. Die sind unvollkommen, sondern versucht, die Idee dahinter zu verstehen.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 58 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 12. Mär 2019, 09:16 Ich lese gerade im Geo-Kompakt über das Ich. Dort gibt es auch einen Artikel über die Geschlechterforschung. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Hirnforscher bei der Untersuchung von Gehirnen typisch weibliche und männliche Ausprägungen gefunden haben. Aber das gilt nicht für das gesamte Gehirn, sondern immer nur für Teilbereiche. So kann in einem Teil des Gehirn ein Bereich eher weiblich und in einem anderen eher männlich sein Alles in allem wird stark betont, dass die Unterschiede von Individuen eines Geschlechts größer als die Differenz der Mittelwerte ist. "Geschlecht" interpretiere ich hier als das körperliche Geschecht. Auf Trans* gehen sie nicht ein.
es gibt Forschung, die versucht auf dieser Grundlage Belege für ein sogenanntes Hirngeschlecht im Kontext von Transsexualität zu finden. Die Studienlage ist noch recht dürftig und über echte Belege kann noch nicht gesprochen werden. Doch die bisherigen Ergebnisse deuten in alle in die Richtung, dass bei Transsexuellen, das Geschlecht des Gehirns und die Ausprägung des Körpers in die andere Richtung geht. Problematisch ist derzeit noch, dass die empirische Basis sehr schmal ist. Doch bis jetzt gab es keine Untersuchung, die die Ausgangsthese widerlegt hätte.

In unserer Diskussion hilft das allerdings kaum weiter. Zum einen, weil es keine gesicherten Erkenntnisse gibt. Zum anderen weil Weiblichkeit nicht nur eine biologische, sondern auch eine soziologische Dimension hat. Das heißt, selbst wenn diese Forschung einmal zu klaren Ergebnissen führt, bleibt immer noch die Diskussion auf soziologischer Ebene.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 59 im Thema

Beitrag von evacampelli »

Hallo Welt,
durch Zufall bin ich gestern auf einen älteren (aber unter Soziologen noch immer aktuellen) Text gestoßen, der bei erstem überfliegen eine Menge Hinweise zu dem Thema hier gibt.

Erving Goffman,
Wir alle spielen Theater
Die Selbstdarstellung im Alltag.

Die Einführung:
Masken sind bewahrter Ausdruck und bewundernswerte Echos des Fühlens, zugleich wahrheitsgetreu, zurückhaltend und übersteigert.
Lebende Wesen, die der Luft ausgesetzt sind, brauchen eine Schutzhaut, und niemand wirft es der Haut vor, daß sie nicht das Herz ist; dennoch scheinen es manche Philosophen den Bildern zu verübeln, daß sie nicht die Dinge selbst sind, und den Worten, daß sie nicht die Gefühle sind.
Worte und Bilder gleichen Schalen: Sie sind nicht weniger Bestandteile der Natur als die Substanzen, die sie umhüllten, aber sie wenden sich stärker an das Auge und liegen offener zutage.
Ich will nicht behaupten, daß die Substanz um der Erscheinung willen, die Gesichter um der Masken willen oder die Leidenschaften um der Dichtung und der Tugend willen da seien.
In der Natur entsteht nichts um eines anderen willen; alle diese Zustände und Hervorbringungen sind gleichermaßen in das Dasein einbezogen ...

George Santayana

Ich werde das Buch mal in den nächsten Wochen durcharbeiten (finde es sehr interessant) und versuchen einen zusammenfassenden Bezug herzustellen.
Bis dahin

LG
Eva
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Re: Weiblichkeit ist mehr als nur Makeup & Kleider

Post 60 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 12. Mär 2019, 09:16Ich lese gerade im Geo-Kompakt über das Ich. Dort gibt es auch einen Artikel über die Geschlechterforschung. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Hirnforscher bei der Untersuchung von Gehirnen typisch weibliche und männliche Ausprägungen gefunden haben. Aber das gilt nicht für das gesamte Gehirn, sondern immer nur für Teilbereiche. So kann in einem Teil des Gehirn ein Bereich eher weiblich und in einem anderen eher männlich sein Alles in allem wird stark betont, dass die Unterschiede von Individuen eines Geschlechts größer als die Differenz der Mittelwerte ist. "Geschlecht" interpretiere ich hier als das körperliche Geschecht. Auf Trans* gehen sie nicht ein.
Ich vermute auch, dass sie vom Anscheinsgeschlecht ausgegangen sind...

Aber kennst du den Begriff "Neuronale Plastizität"? Egal was zu irgendeinem Zeitpunkt x in einem Gehirn "nachgewiesen" wird, ist die Frage der Ursache - Genetik, Anpassung, organische Veränderungen, Training - nicht sauber zu beantworten. Beispiel: Person P empfindet sich als trans*. fMRT zeigt "gegengeschlechtliche" Hirnbereiche. Sind die jetzt ("natürliche") Ursache oder Folge des täglichen "gegengeschlechtlichen" Denkens und Verhaltens in den gescelchtsspezifischen Klischees? Bewirken Hormone eine organische Änderung oder führt die normalerweise mit Beginn der HET veränderte Lebensweise und Perpsektive zur neuronalen Veränderung? Wie will eins ein so bewegliches Ziel treffen, das durch viele parallele Faktoren beeinflusst wird?

Was mich so ganz am Rande mal interessieren würde: Welche Kriterien in der Studie für die Kategorisierung als "männlich" oder "weiblich" verwendet wurden. Mein Verdacht: Die Merkmale wurden nach der Häufigkeitsverteilung in der Versuchsgruppe beurteilt. D.h. inklusive antrainierter Verschiedenartigkeiten wie "räumliches Denken" besser bei Architektinnen als bei Buchhaltern.
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