Hallo Jennifer, hallo Rest der Welt,
bei mir ist es recht ähnlich zu dem, was Inga geschrieben hatte:
Inga hat geschrieben: Mo 25. Okt 2021, 23:37
ich hatte damals den Nachnamen meiner Partnerin angenommen und bin auch nach der Scheidung dabei geblieben. Ich fand meinen Nachnamen nicht besonders erhaltenswert und ein bindestrichname kam vom Bauchgefühl her nicht infrage. Auch heutzutage fühle ich mit dem "anderen" Nachnamen ganz wohl.
Ich fand allerdings meinen alten Familiennamen nicht nur "nicht besonders erhaltenswert", sondern
wollte ihn sogar loswerden, weil ich ihn noch nie schön fand und er auch recht einfach zu verunstalten ist

Ich hätte ihn nur behalten, wenn ich den meiner (inzwischen Ex-) Frau nicht schöner gefunden hätte. Sie meinte damals übrigens, dass sie meinen Namen auf keinen Fall angenommen hätte, wenn ich ihn hätte behalten wollen, dann hätten wir eben weiterhin unterschiedlich geheißen. Kann ich auch verstehen ...
Es gab damals allerdings schon ein paar "Irritationen" in meiner Familie. Meine Brüder und meine Mutter hatten lange Zeit ihre Schwierigkeiten damit, nur mein Papa hat es verstanden. Er meinte noch am Tag der (standesamtlichen) Hochzeit zu mir, wenn es damals, als meine Eltern geheiratet hatten, schon so möglich gewesen wäre, hätte er es auch so gemacht. Ja, der alte Name eben, er hatte vor allem in seiner Kinder- und Jugendzeit auch darunter zu leiden gehabt.
Nach meiner Scheidung vor einigen Jahren meinte meine Mutter dann nochmal, warum ich denn nicht wieder meinen alten Namen annehmen würde. Nachdem ich sie dann gefragt hatte, warum sie es nicht auch so gemacht hätte, meinte sie, alle würden sie nur noch unter ihrem jetzigen Namen kennen. "Ist bei mir auch so" — und damit hatte sich die Diskussion erledigt
Ein Stück weit gebe ich auch Kerstin recht:
Kerstin1958 hat geschrieben: Di 26. Okt 2021, 00:10
Heute bin ich an jedem Wochenende beim Blättern in der Zeitung sehr enttäuscht, wie leichtfertig die Frauen -nach meinem Gefühl jedenfalls- so leichtfertig ihre eigene Identität abgeben.
Und die vorgebrachten Argumente, den Namen des Mannes anzunehmen, finde ich auch nicht wirklich überzeugend...
Ich würde jetzt zwar nicht unbedingt sagen, dass ich damals "meine eigene Identität" abgegeben hätte, ein Stückchen weit meine Vergangenheit aber vielleicht schon. Und das war auch ok so.
LG, Mirjam