evangelisch.de: Studie - Queer wählt Grün
evangelisch.de: Studie - Queer wählt Grün - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Nora_7
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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 16 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Lana hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 20:52 Die Amerikaner noch viel mehr.
Das ist Meinung, kein Fakt. Rußland, China, USA - 3 unterschiedliche gesellschaftliche Systeme, nur 1x demokratisch. Und Europa schläft. Ist aber prinzipiell sicher besser als jedes der 3. Und undemokratisch geht bei mir gar nicht. Was haben Linke sowie Rechte immer als erstes gemacht bzw. versucht: Die Meinungsafreiheit abzuschaffen.

Nora_7
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conny
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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 17 im Thema

Beitrag von conny »

Jasmine hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 19:51 Also hoffe ich auf eine grüne Regierung.
Also für eine grüne (Allein)regierung wird das Wahlergebnis wohl nicht reichen. Bei aller Sympathie für die Offenheit für queer-Themen bei den Grünen, diese Verbots- und Gängelungspartei sollte nicht das Sagen haben.
Lana
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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 18 im Thema

Beitrag von Lana »

Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 20:43 Du nimmst also an, dass das alles falsch ist? Dann stelle es einfach richtig und widerlege die Stellen. Das ist hier m.E. nicht das Forum, 168 Seiten Wahlprogramm per Zeile zu diskutieren.
Das gibt's auch in Kurzform:
https://www.die-linke.de/wahlen/wahlpro ... 0-gruende/

Wusstest Du wahrscheinlich schon.

Ansonsten belegst Du bitte erstmal Deine steilen Thesen (oder die des Focus-Kommentars, die Du dir zu eigen machst). Ist so üblich, wenn man was behauptet.

Nur kurz was zu den Steuern:
https://www.iwkoeln.de/presse/pressemit ... liert.html
https://www.die-linke.de/themen/steuern/

Für mich sieht das so aus, dass mit diesen Vorschlägen eine kleine Minderheit mehr abgeben muss. Das sind aber Leute, denen das überhaupt nicht wehtut (Vermögenssteuer oberhalb 1 Mio, höher Einkommensteuer oberhalb von 6500 EUR.
Alle anderen kämen besser weg als heute.
Mir geht es um den Hinweis, nur weil Grün und Linke LGBT unterstützen, die kein alleiniger Grund sein kann sie zu wählen. Denn das Leben findet weitgehend in der alltäglichen Normalität statt, mit X anderen Problemen, die ALLE betreffen.
Sehe ich auch so. Nur sollte diese Realität einigermaßen ausgeglichen dargestellt werden, wenn man über diese Probleme diskutieren möchte. Die Ansichten eines Millionärs bringen jedenfalls die Mehrheit des Wahlvolks nicht weiter bei ihrer Entscheidungsfindung. Diese Ansichten sind für die Lebenswirklichkeit von 90% der Menschen in DE einfach nicht relevant, auch wenn der Focus (und andere!) was anderes suggerieren möchte.

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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 19 im Thema

Beitrag von Lana »

Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 21:06
Lana hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 20:52 Die Amerikaner noch viel mehr.
Das ist Meinung, kein Fakt.
Nein.
  • Ich hatte Dir die Liste der Militärinventionen der USA genannt. Vergleich die mal mit der der Russen (oder Chinesen - wieso kommen die nun auf einmal in die Diskussion? Vorher wolltest Du die USA raushaben und nur über Russland reden, nun auf einmal auch noch über China).
  • Wie viele Militärstützpunkte haben die USA weltweit, wie viele die Russen (oder Chinesen)?
  • An wie vielen Umstürzen, "Revolutionen" waren die USA offen oder verdeckt seit 1945 beteiligt, an wie vielen die Russen (oder Chinesen)?
  • Wie oft haben die USA internationales Recht gebrochen, warum erkennen sie den internationalen Strafgerichtshof in Den Haag nicht an? Wie kommen sie auf die Idee, dass ihr nationales Recht weltweit Gültigkeit haben soll?
  • Wenn man die ganze Zeit selbst behauptet, das tollste Land auf diesem Planeten zu sein, dann muss man sich auch an den eigenen Maßstäben messen lassen und diese nicht nur auf andere anwenden.
Gehört aber alles nicht mehr zum Thema Bundestagswahl oder grün oder queer. Bei Bedarf können wir das wo anders weiter diskutieren.

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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 20 im Thema

Beitrag von Karla »

Wir haben Frauen- und Kinderarmut - aber immer noch Ehegattensplitting, Umverteilung von unten nach oben, monatelange Wartezeiten auf Facharzttermine = 2-Klassen-Medizin, vergammelte Infrastruktur, ein verfassungswidriges TSG, Wohnungsnot, Immobilienspekulation und entsprechende - teils staatlich sanktionierte Abzocke am Wohnungsmarkt, ...
wer hat in den letzten 16 Jahren regiert?
Ich weiß genau, wen ich NICHT wähle!

LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 21 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 19:54 Wer sich informiert, weiß es besser - hier die Zusammenfassung, ohne das Wahlprogramm lesen zu müssen:
https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 03996.html

Noch einer drauf: Eskens steht für einen ausgeprägten Linkskurs der SPD und favorisiert ein Bündnis mit der Linken. Wer Scholz wählt, wählt Eskens - die unsympatischste, mies dreinschauenste (mehr als Stegner) und unfähigste Frau in der deutschen Politik. Wie will die das Volk begeistern?
Hmm ... der Focus hat sich bisher ja immer dadurch ausgezeichnet, so objektiv wie nur irgend möglich zu berichten ;) Oder wäre es nicht doch besser sich statt Sekundärquellen Primärquellen zu bedienen? Mal ganz abgesehen davon, dass das Thema hier in erster Linie um die Grünen und nicht um die Linke geht und ich auch explizit nach entsprechenden Quellen gefragt hatte. Bis jetzt kam da leider nix von dir. Wie Lana geschrieben hat:
Lana hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 21:24 Ansonsten belegst Du bitte erstmal Deine steilen Thesen (oder die des Focus-Kommentars, die Du dir zu eigen machst). Ist so üblich, wenn man was behauptet.
Also Nora, jetzt mal Butter bei die Fische!

Und noch kurz dazu:
Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 20:35 Die Linke hat bisher immer den Himmel auf Erden versprochen, aber überall in der Welt stattdessen die Hölle geschaffen.
Thüringen ist für dich also die Hölle, weil es von einem linken Ministerpräsidenten regiert wird? Oder Bremen, weil dort die Linke mitregiert? Frag doch mal Leute, die dort wohnen, wie sie das sehen. Mir ist für so eine Behauptung erstaunlich wenig entsprechendes zu Ohren gekommen ...

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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 22 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Mirjam hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 22:04 Thüringen ist für dich also die Hölle, weil es von einem linken Ministerpräsidenten regiert wird? Oder Bremen, weil dort die Linke mitregiert? Frag doch mal Leute, die dort wohnen, wie sie das sehen. Mir ist für so eine Behauptung erstaunlich wenig entsprechendes zu Ohren gekommen ...

Mirjam
ist doch Quatsch. Ramelow ist kein typischer Linker, und es ist eine Personen-, keine Parteiwahl. Und dann: Post WW2 DDR und Osteuropa, Balkan - ruiniert. Kuba: es lebe die sozialistische Armut, Venezuela - Disaster. Norkorea ! (Mao-)China - immer noch gewaltige Armut neben Superreichen. Zu Bremen weiß ich nicht viel, aber die Politik der Linken in Berlin ist ein Horrorbeispiel. Und natürlich von Skandalen und etlicher Rechtswidrigkeit vor allem im Bausektor überschattet.

Und zu den Primärquellen habe ich mich geäußert, und die angeführten Punkte stimmen.

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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 23 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 22:34 Und zu den Primärquellen habe ich mich geäußert, und die angeführten Punkte stimmen.
Du meinst damit wohl das hier:
Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 20:43
Lana hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 20:28 Eigentlich solltest Du es besser wissen und Primär-Quellen selbst lesen, in diesem Fall das Wahlprogramm, statt Dich auf die Interpretation durch Dritte zu verlassen. Zumindest bei solch steilen Thesen wie in Deinem vorhergehenden Beitrag.
Du nimmst also an, dass das alles falsch ist? Dann stelle es einfach richtig und widerlege die Stellen. Das ist hier m.E. nicht das Forum, 168 Seiten Wahlprogramm per Zeile zu diskutieren. Mir geht es um den Hinweis, nur weil Grün und Linke LGBT unterstützen, die kein alleiniger Grund sein kann sie zu wählen. Denn das Leben findet weitgehend in der alltäglichen Normalität statt, mit X anderen Problemen, die ALLE betreffen.

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Sorry, so ist keine vernünftige Diskussion möglich. Wenn du gewisse Dinge behauptest, dann bist du in der Pflicht das gegebenenfalls zu untermauern und nicht andere. Solange da nix kommt habe ich keine Lust mehr dazu was zu schreiben. Und ich glaube nicht, dass ich die einzige hier bin, die das so sieht.

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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 24 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Mirjam hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 22:39 Sorry, so ist keine vernünftige Diskussion möglich. Wenn du gewisse Dinge behauptest, dann bist du in der Pflicht das gegebenenfalls zu untermauern und nicht andere. Solange da nix kommt habe ich keine Lust mehr dazu was zu schreiben. Und ich glaube nicht, dass ich die einzige hier bin, die das so sieht.
ich sagte schon, die Fakten stimmen, und ich gehe hier kein Wahlprogramm Zeile für Zeile durch. Weil das für die meisten langweilig und unergiebig ist. Könnt ja selbst googeln, z.B. hier: https://www.die-linke.de/wahlen-alt/wah ... umsteuern/. Verstehe nicht, dass ihr das nicht kennt. Soll ich Euer (Nicht)Wissen bestätigen?

Und wenn ihr so von der Linken überzeugt seid, dann solltet ihr deren Programm & Absichten kennen. Vielleicht könnt ihr mal selbst ein paar Punkte von mir nachlesen, vielleicht öffnet das eure Augen?

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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 25 im Thema

Beitrag von Lana »

Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 22:58 ich gehe hier kein Wahlprogramm Zeile für Zeile durch.
Das verlangt ja niemand.
Konkrete Belege für die von dir bisher in diesem Thread geposteten Dinge würden schon reichen :)

LGL
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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 26 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Lana hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 23:22 Das verlangt ja niemand.
Konkrete Belege für die von dir bisher in diesem Thread geposteten Dinge würden schon reichen
Ich gehe davon aus, dass Du und andere die Programme kennt, die ihr so verteidigt. Und ich brauche keine Arbeitsbeschaffung und mußnicht 100e Zeilen mit Zitaten füllen. Jeder Punkt kann im Programm nachgelesen werden - einfach pdf runterladen, Suchbegriff eingeben - fertig. Halt für die, die es nochmal wissen wollen. Die Kernaussagen aller Parteiprogramme sind vielfach zitiert und kommentiert.

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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 27 im Thema

Beitrag von Inga »

Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 19:54
Mirjam hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 16:34 Nora, das kannst du doch sicher anhand des Wahlprogramms der Grünen oder anderer geeigneter Belege untermauern? Wenn nicht, dann frage ich mich, wo du das hernimmst? Sorry, das finde ich eindeutig zu polemisch und einer sachlichen Diskussion nicht förderlich.

Mirjam
Wer sich informiert, weiß es besser - hier die Zusammenfassung, ohne das Wahlprogramm lesen zu müssen:
https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 03996.html

Noch einer drauf: Eskens steht für einen ausgeprägten Linkskurs der SPD und favorisiert ein Bündnis mit der Linken. Wer Scholz wählt, wählt Eskens - die unsympatischste, mies dreinschauenste (mehr als Stegner) und unfähigste Frau in der deutschen Politik. Wie will die das Volk begeistern?

Nora_7
Hallo, Nora,

Du solltest auch etwas zum Autor deines geliebten Focus-Artikel schreiben:

Lt. focus ist der Autor " ... Dr. Rainer Zitelmann promovierter Historiker und Soziologe. Er hat 25 Bücher geschrieben und herausgegeben, u.a. "Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung", "Die Gesellschaft und ihre Reichen" und "Wohin treibt unsere Republik?". Als Unternehmer baute er ein Millionen-Vermögen auf.
"
Ich möchte einfach behaupten, seine Schreckensszenarien vor Grün + Linke dürfte wohl aus handfesten Eigeninteressen gespeist sein.

Auch wenn die Linke in eine Koalitionsregierung kommt, so ist der Kapitalismus in seinen Grundsätzen dadurch nicht bedroht. Das zeigen diverse Landesregierungen seit 1990 in Ost und West. Vergesellschaftigungen halten sich in Grenzen.

Ich kenne schon einige Wohnunsbestände, die nach jahrelanger Vernahlässigung von privaten Spekulanten von landeseigenen Wohnungsgesellschaften auf- bzw. zurückgekauft wurden und seitdem saniert wurden. Das hatten die Privaten in ihrer Gewinnfixierung nicht geschafft. Ich kenne auch viele Mieter, die es vorziehen, in Genossenschaftswohnungen zu wohnen - und dort gut wohnen - und gar nicht mit Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt tauschen wollen.

Bezahlbare Wohnungen, die spekulativer Vernächlässigung entzogen sind: Hast du davor wirklich Angst?

In unserem Land haben wir laut Grundhesetz noch immer eine soziale Marktwirtschaft, keine andere Art von Marktwirtschaft. Und meiner Kenntnis nach wirbt keine Partei dafür, an dieser Stelle das Grundgesetz zugunsten einer anderen Form von Marktwirtschaft zu ändern.

Liebe Grüße
Inga
Lana
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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 28 im Thema

Beitrag von Lana »

Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 23:36 Jeder Punkt kann im Programm nachgelesen werden - einfach pdf runterladen, Suchbegriff eingeben - fertig.
Liebe Nora,

ich hab das mal für Dich gemacht (ki)
Die Zitate stammen von hier und hier.


Erstens
Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 15:03 Und Grün und Links zusammen wäre ein Horrorszenario mit Enteignung allen privaten Vermögens
Die Begriffe Enteignung/enteignen kommen jeweils genau ein Mal vor:
"„Großen Wohnungskonzernen wie Vonovia
und Deutsche Wohnen, die systematisch
Mietwucher betreiben, wollen wir das
Handwerk legen. DIE LINKE ist deshalb Teil
der Kampagne -»Deutsche Wohnen&Co
enteignen-«.
(LINKE)

Den durch den Braunkohletagebau Garzweiler von Enteignung und
Vertreibung bedrohten Menschen muss das Land Nordrhein-Westfalen endlich Planungs- und Rechtssicherheit für Erhalt und Zukunft
ihrer Dörfer geben.
(GRÜNE)

Die Linken unterstützen eine Initiative, die aus dem Volk kommt. Ganz allein scheinen sie also mit ihrer Idee nicht zu sein.
Die Grünen wollen gar niemand enteignen, sie sorgen sich vielmehr um die Enteigung von Menschen, deren Heimat durch Braunkohleabbau bedroht ist.

Fazit: glatter Widerspruch zu Deiner Aussage.


Zweitens
Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 15:03 Die Vorschläge zur Vermögenssteuer sind höher als durchschnittlich mögliches Wachstum
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt:
Über den gesamten Zeitraum von Gründung der Bundesrepublik bis zur Gegenwart gerechnet betrug die Wachstumsrate des realen BIP 3,6 %, pro Kopf der Bevölkerung ca. 2,8 Prozent
https://www.bpb.de/politik/grundfragen/ ... ntwicklung

Seien wir großzügig, und nehmen die 3,6 Prozent als Richtwert.

Unser
Grundgesetz sieht die Möglichkeit einer
Vermögensteuer vor, wir wollen diese wieder
erheben und Multimillionäre und Milliardäre
mit einem progressiven Steuertarif von bis
zu fünf Prozent in die Finanzierung einer
gerechten Gesellschaft einbeziehen [...]
DIE LINKE fordert eine Vermögensteuer
mit einem progressiven Tarif und einem
Freibetrag für Privatvermögen von 1 Million
Euro pro Person (ohne Schulden). Wer
etwa mit einer Eigentumswohnung in der
Innenstadt -»Papiermillionär-« ist, wird nicht
belastet. Das ist insbesondere wegen der
Entwicklung der Immobilienpreise wichtig,
die zu massivem Vermögenszuwachs für
Eigenheimbesitzer führten, was aber anders
als bei großen Immobilienhaien nicht mit
hohen Renditen einhergeht. Der Freibetrag
für Betriebsvermögen liegt bei 5 Millionen
Euro. Altersvorsorge soll von der Steuer
ausgenommen werden.
Der Eingangssteuersatz der Vermögensteuer startet bei 1 Prozent und steigt bis
zu einem Nettovermögen von 50 Millionen
Euro stetig an. Ab 50 Millionen Euro greift
der Höchststeuersatz von 5 Prozent
. Das ist
angemessen, weil große Vermögen besonders hohe Renditen abwerfen. Zudem ist bei
sehr großen Vermögen auch eine Umverteilung zulasten von Vermögenssubstanz
erforderlich. Die geschätzten Einnahmen
liegen dann jährlich bei 58 Milliarden Euro.
(LINKE)

Die Vermögensungleichheit in Deutschland hat
stark zugenommen und liegt weit über dem EU-Durchschnitt. Das
liegt unter anderem daran, dass es sehr reichen Menschen möglich
ist, durch Gestaltungen einer Besteuerung von Vermögen, etwa bei
der Erbschaftssteuer, nahezu komplett zu entgehen. Wir wollen solche
Gestaltungsmöglichkeiten abbauen und große Vermögen wieder stärker besteuern. Dafür gibt es verschiedene Instrumente wie zum Beispiel die Erbschaftssteuer oder die Vermögensteuer. Die Einführung
einer neuen Vermögensteuer für die Länder ist unser bevorzugtes
Instrument. Die Länder sollten die Einnahmen dieser Steuer für die
Finanzierung der wachsenden Bildungsaufgaben einsetzen. Die Vermögensteuer sollte für Vermögen oberhalb von zwei Millionen Euro
pro Person
gelten und jährlich 1 Prozent betragen. Begünstigungen
für Betriebsvermögen werden wir im verfassungsrechtlich erlaubten
und wirtschaftlich gebotenen Umfang einführen.
(GRÜNE)

Bei beiden steht was von jährlich 1 Prozent, und das bei hohen Freibeträgen und diversen Ausnahmen. Die Linke will zusätzlich einen progressiven Satz, der ab 50 Mio. (!) Vermögen 5 Prozent betragen soll. Das ist in der Tat mehr als die oben zitierten 3,6 Prozent. Ist aber nicht relevant, da diese Steuer nur Menschen betrifft, deren übliche Renditen ohnehin nicht durch das Wirtschaftswachstum begrenzt scheinen. Oder wie soll man sonst innerhalb eines Arbeitslebens mehr als 50 Mio EUR verdienen erwirtschaften? Ersteres (ein Prozent) sollte Deutschland ja wohl noch hinbekommen als Wachstum, da bin ich ganz zuversichtlich.

Fazit:
Deine Aussage stimmt nur dann, wenn man sie auf den winzigen Teil der Menschen mit mehr als 50 Mio. Vermögen bezieht. Der Durchschittsverdiener ist nicht betroffen, nichtmal der Gutverdiener mit einem größeren finanziellen Polster im Rücken.



Drittens
Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 15:03 die Enteignung von Wohneigentum ist nur eine Frage der Zeit. Die Städte mit den höchsten Mieten haben die geringste Rendite für Vermieter.
Ich zitiere das nochmal:
"„Großen Wohnungskonzernen wie Vonovia
und Deutsche Wohnen, die systematisch
Mietwucher betreiben, wollen wir das
Handwerk legen
. DIE LINKE ist deshalb Teil
der Kampagne -»Deutsche Wohnen&Co
enteignen-« [...]
Wir werden dafür sorgen, dass
die Steuerschlupflöcher geschlossen werden. Zu dem Zweck sollen die heute existierenden Privilegien für Betriebsvermögen bei
Erbschaften und Schenkungen entfallen. Wir
werden die Erbschaftsteuer auf hohe Erbschaften erhöhen. Normales, selbstgenutztes
Wohneigentum bleibt freigestellt
[...]
Wir wollen ein weitgehendes Umwandlungsverbot von Miet- in Eigentumswohnungen. Der Wunsch nach Wohneigentum darf nicht auf Kosten derjenigen gehen,
die schon in den Wohnungen wohnen.
(LINKE)
Wir wollen Mieter*innen und Familien wie Lebensgemeinschaften
mit selbstgenutztem Wohneigentum entlasten
und vor einem krisenbedingten Verlust der eigenen Wohnung bewahren.[...]
Wir wollen den Erwerb von Wohneigentum — auch im Bestand — erleichtern.
(GRÜNE)

Große Konzerne, die Wohnungen als reine Renditeobjekte betrachten, soll also der Zugriff darauf entzogen werden. Finde ich in Ordnung, weil nicht einzusehen ist, dass Menschen für ein Grundbedürfnis (Wohnen) so viel zahlen müssen, dass für Aktionäre dieser Konzerne genügend übrig bleibt. Es reicht, wenn kostendeckend gewirtschaftet wird. Das hat jahrzehntelang bei kommunalen Wohnungsgesellschaften problemlos funktioniert, weshalb nicht einzusehen ist, dass Wohnen heute als Spekulationsobjekt herhalten soll.
Alle anderen Eigentümer brauchen sich keine Sorgen zu machen. Im Gegenteil, die Grünen wollen den Erwerb eines Eigenheims sogar fördern.

Diejenigen, die sich beim Vermieten über geringe Renditen beklagen, haben die Freiheit, ihre Immobilie zu verkaufen und ihr Geld anderswo gewinnbringender anzulegen. Gerüchteweise erzielt man dabei in den von Dir genannten teuren Regionen besonders gute Preise.

Fazit:
Enteigung könnte drohen, falls die Initiative "Deutsche Wohnen enteignen" Erfolg hat. Ausschließlich für renditeorientierte Großkonzerne. Alle anderen haben nichts zu befürchten, schon gar nicht von den Grünen.
Nur mit dieser Einschränkung stimmt Deine Aussage.


Ich denke, das reicht, um deine pauschale Behauptung ad absurdum zu führen:
Nora_7 hat geschrieben: Mi 1. Sep 2021, 22:34 Und zu den Primärquellen habe ich mich geäußert, und die angeführten Punkte stimmen.
:((a



LGL



PS:
Das nächste Mal darfst selber ran, sonst behaupte ich einfach das Gegenteil und schreib drunter:
die angeführten Punkte stimmen
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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 29 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

@lana: Danke, dass Du so viel abgeschrieben und dafür meine Mahnungen ausführlich bestätigt hast. Nun nur ein paar Highlight zu den linken ideologischen Wahrnehmungsstörungen & Realitätsfremdheit.

Vorab: Es sind sicher sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene viele Fehler in Bezug auf Wohnraum gemacht worden. Ich habe in meiner Jugend bei meinen Eltern auch in derartigen Wohnungen gelebt. Es ist für mich spontan nicht erklärbar, warum genossenschaftlich so wenig investiert wird. Ich selbst habe schon mal ein Haus aus der Auflösung einer Genossenschaft erworben. Passte bei den anderen Erwerbern (alles andere Genossenschaften) nicht ins Portfolio, da Objekt zu klein, dafür aber perfekt bei mir.

Eines läßt sich schnell beantworten: Der Bedarf an Wohneigentum ist so groß, dass die wenigen freien Grundstücke als Eigentumswohnungen bebaut werden. Bei Wohneigentum gibt es in D gewaltige Defizite im Vergleich zu unseren Nachbarn. Allerdings würde auf Grund unserer Vorschriften und auch Mieteransprüche ein typisches Dorfhaus in z.B. italien bei uns kaum technisch abnehmbar und vermietbar sein. Da Bauland aufgrund von Regulierungen nicht in beliebiger Menge zur Verfügung steht und die Kommunen unterschiedliche Mengen besitzen, ist die Anzahl Neubauten beschränkt. Bauland DARF nicht beliebig ausgewiesen werden, dahinter stehen langwiereige komplexe Verfahren. gerade läuft bei uns wieder so ein verfahren, und die einzelnen Gemeinden buhlen um Zuschläge. In meinem Ort ist der Anteil städtischen Wohnraums weit überdurchschnittlich - und noch zu wenig. Dazu kommen die immer teurer werdenden Auflagen. Ich benötigte gerade unverhofft eine neue Heizung. Überraschung: 1 zusätzlicher Montagetag für die ganzen Auflagen, die sich seit 2001 (alte Heizung) geändert haben - Dinge, die seitdem es Heizungen gibt und in meinem Umfeld nie ein Problem waren (wurden ja auch bei der Wartung der alten Anlage immer toleriert), jetzt nicht mehr sein dürfen. Bei einer vermieteten Wohnung mußte ich eine komplette Badrenovierung machen, weil der Mieter 3 Jahre nicht geputzt hat. Da sind allein schon 4 Jahresbruttomieten reingeflossen — und die Kosten waren noch sehr günstig, da Ausschreibungen.

Wohnungsgesellschaften: meine Familie hat schon mehrere Migranten bei der Wohnungssuche unerfolgreich unterstützt. Die Erfahrungen mit Deutsche Wohnen waren dabei sehr positiv, alle wohnen noch dort und sind zufrieden. Und können auch ihre Miete zahlen. Es ist völlig bösartig zu behaupten, dass die DW systematisch Mietwucher betreibt. Ach ja - ich setze mich nur für integrierte und integrierbare Personen ein.

Die linke Ideologie stammt nicht aus dem Volk, sonst ständen sie nicht bei 6%. Für jeden, der Eigentum hat, ist die Linke das Antivolk. Wohnungseigentum läßt sich nicht über Enteignungen schaffen. Schon die Forderung nach Solar auf jedem Dach läßt viele Rentner mit Wohnungseigentum erschrecken, Sie können sich kaum noch die abartig hohen Energiekosten leisten und sollen von ihrer Rente noch eine teure Solaranlage finanzieren, nur weil das Dach auch kaputt geht?

Wer behauptet, durch pauschale Mietendeckel und Enteignungen mehr günstigen Wohnraum schaffen zu können, hat die Zusammenhänge nicht begriffen. Am Ende ist die Umwandlung in Schrottimmobilien erfolgreich verlaufen und der kubanische Standard erreicht.

Also, 5% Vermögenssteuer sind de facto eine Enteignung, auch wenn das Wort bei den Linken vermieden wird. Die Bewertung von Personen in Bezug auf wie jemand ehrlich Vermögen gebildet hat, obliegt nicht den Linken. Purer Klassenhaß. Nur weil deren Wähler zu einem großen Teil unfähig zur selbstverantwortlichen Lebensgestaltung sind?

Kohle: Unterstützung der Beschäftigten durch Wegnahme des vermögens anderer? Warum dauert der Kohleausstieg so lange? Weil Jobs und dazugehörige Infrastrukturen erst geschaffen werden müssen. Und das dauert viele Jahre, siehe Strukturwandel im Ruhrgebiet. In der Lausitz ist es z.B. noch viel schwerer, neues produktives Gewerbe anzusiedeln. Derzeit besteht wenig Bedarf an neuen Industriekomplexen. Und Automobilwerke sind bei Linken und Grünen unerwünscht.

Und so lösen sich alle weiteren Seifenblasen der Linken und tw. Grünen auf...
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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Post 30 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Nora,

durch ständige Wiederholung wird das alles auch nicht wahrer.

Du stehst für deine Interessen ein, möchtest Nachteile für dich vermeiden. Ist legitim.
Nur tu nicht so, als ob andere Menschen mit einem anderen Lebenshintergrund und anderen Problemen nicht klar denken könnten, nur weil sie das anders sehen als du.

Letztlich machen die nämlich das selbe wie du:
Sie kämpfen für ihre Interessen. Ganz egoistisch und ideologiefrei.
Die Bewertung von Personen in Bezug auf wie jemand ehrlich Vermögen gebildet hat, obliegt nicht den Linken. Purer Klassenhaß.


Nun denn, das hat schon Marx anders gesehen und ausführlich begründet. Seither wird darum gestritten.

Es ist jedenfalls nichts, das zwingend so sein müsste, wie es derzeit gehandhabt wird. Und ich bezweifle, dass der aktuelle Zustand gesamtgesellschaftlich die beste Lösung ist.

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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