Erfahrungen mit Körperfeminisierung
Erfahrungen mit Körperfeminisierung - # 3

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Jaddy
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 31 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Scharap hat geschrieben: Sa 12. Sep 2020, 17:05@Jaddy gibt es da denn auch etwas, abgesehen von Po Training, um den Po so zu vergrössern? Und was ist genau eine Estradiol-Monotherapie?
Estradiol-Monotherapie bedeutet, nur und genau 17b-Estradiol zu nehmen. Das ist exakt die Form, die bio-weibliche Körper produzieren. Mehr "Bio" geht quasi nicht, auch wenn es natürlich 99,9% rein aus der Retorte kommt.

Es gibt da ganz interessante Mechanismen in allen menschlichen Körpern, um häufig nur damit und ohne weitere Medikamente (wie z.B. Testosteron-Blocker) das Testosteron unwirksam zu machen und den Körper auf Östrogen umzustellen. Hat bei mir sehr gut funktioniert, muss sich 1 aber mit beschäftigen, weil nicht einfach nur "einwerfen und vergessen".

Hormonelle Effekte lassen sich meines Wissens nicht selektiv erreichen. Soweit ist unsere Medizin noch nicht. Du kannst den Pegel der Sexualhormone im Blut beeinflussen, auch die Kurve über den Tag, aber ob und wie es in den einzelnen Körperzellen wirkt, kann sehr individuell sein. Ein bisschen Brustwachstum ist fast garantiert (AA..A, selten B oder mehr), feinere, zartere Haut vielleicht auch (sofern nicht durch 20 Jahre Outdoor oder massives Rauchen schon Vollleder...). Körperbehaarung und Schweiss/Talg-Produktion werden wahrscheinlich weniger.

Irgendwann verlagert sich wahrscheinlich auch das Körperfett, aber da wird es schon sehr individuell. Eine "weibliche" Hüfte kriegst du ziemlich sicher nicht alleine durch Hormone. Die Beckenknochen bleiben, wie sie bei der ersten Pubertät gewachsen sind und die Fettpölsterchen werden sich auch nicht bevorzugt dorthin verlagern. Wenn du eine Idealsil-­hou-­et-­te waist-hip ratio von <0,8 kriegen möchtest, wird da eher sehr gut gewähltes Training und ein bisschen Silikon zum Ziel führen.
Scharap
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 32 im Thema

Beitrag von Scharap »

Jaddy hat geschrieben: Sa 12. Sep 2020, 17:55
Scharap hat geschrieben: Sa 12. Sep 2020, 17:05@Jaddy gibt es da denn auch etwas, abgesehen von Po Training, um den Po so zu vergrössern? Und was ist genau eine Estradiol-Monotherapie?
Estradiol-Monotherapie bedeutet, nur und genau 17b-Estradiol zu nehmen. Das ist exakt die Form, die bio-weibliche Körper produzieren. Mehr "Bio" geht quasi nicht, auch wenn es natürlich 99,9% rein aus der Retorte kommt.
Danke dir @Jaddy. Solch Estradiol gibts vermutlich in einigen Apotheken oder ähnlichem zu kaufen nehme ich an? Das sind alles rein Pflanzliche Estradiole oder?

@Sahara65 und@ Elizabeth wo habt ihr denn eure Gels/Cremes gekauft?
Der Weg den man beschreitet mag nicht immer einfach sein, doch dadurch wachsen wir und gewinnen an Stärke und Selbstvertrauen.
Phi
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 33 im Thema

Beitrag von Phi »

Scharap hat geschrieben: Sa 12. Sep 2020, 18:15 Solch Estradiol gibts vermutlich in einigen Apotheken oder ähnlichem zu kaufen nehme ich an? Das sind alles rein Pflanzliche Estradiole oder?
Diese Präparate sind rezeptpflichtig, müssen also verschrieben werden.
Soweit ich weiß, werden diese Stoffe synthetisiert - sind also nicht pflanzlich.
Jaddy
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 34 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Scharap hat geschrieben: Sa 12. Sep 2020, 18:15Danke dir @Jaddy. Solch Estradiol gibts vermutlich in einigen Apotheken oder ähnlichem zu kaufen nehme ich an? Das sind alles rein Pflanzliche Estradiole oder?
Da dies genau das körpereigene menschliche (bzw. tierische) Estradiol ist: Nein, das ist nicht pflanzlich. Apotheken rücken das nur auf Rezept raus, aus dem guten Grund, weil es eben tatsächlich wirksam ist :) (Okay, meines Erachtens sollte das einfacher zu kriegen sein, aber ich vertraue manchmal vielleicht zu viel auf die Lebensfähigkeit meiner Mitwesen...)

Das war ja der Punkt auf den ich hinaus wollte mit meinem ersten Beitrag dazu: Die pflanzlichen Sachen sind "östrogenartig" und nicht rein, sondern eine ziemlich unübersichtliche Sammlung von Stoffen aus der Pflanze, dem Anbau und der Verarbeitung, alle mit unbekannten Wirkungen. Im -hmmm- "günstigsten" Fall wirken sie auch ein bisschen wie Östrogene, aber das ist sehr sehr fraglich. Und wie oben beschrieben ist nicht mal bei körpereigenem Estradiol = Östrogen in Reinform wirklich sicher, was genau und wie viel passieren wird.

Die Idee mit pflanzlichen Präparaten finde ich persönlich ein bisschen halbgar. Erstens weil "pflanzlich" nicht unbedingt "natürlicher" und "ungefährlicher" ist, siehe oben. Zweitens hab ich den Eindruck, dass du quasi "nur so ein bisschen schwanger" werden willst. Einerseits schon körperliche Feminsierung, andererseits aber doch nicht mit dem Stoff, der das bewirkt, denn das ist nun mal "echtes" Östrogen.

Ich weiss nicht, ob dir so klar ist, was da alles im Körper passiert bei einer wirklichen Hormonwirkung. Das ist kein Pappenstiel, egal wie du sie erreichst. Bevor du aussen richtig was siehst, Brustwachstum, Hautbild, gar Fettverteilung (die kommt nach 1-2 Jahren frühestens), werden deine Emotionen wahrscheinlich Purzelbäume schlagen (google mal premenstruelles Syndrom), die Libido höchstwahrscheinlich runter gehen, usw. Das meinte ich mit "lässt sich nicht selektiv steuern".

Sprich: _Wenn_ du eine hormonartige Feminisierung haben möchtest, dann lieber mit dem Stoff, den menschliche Körper eh von Natur aus verarbeiten können. Den kannst du gut dosieren, zum Beispiel per Gel. Manche machen Microdosing, andere gehen eine Weile auf full power und setzen dann wieder aus. Alles möglich.

Ausserdem würde ich bei jeder _wirksamen_ Hormontherapie, pflanzlich oder nicht, also wenn tatsächlich messbar körperlich was passiert, eine ärztliche Begleitung empfehlen, sofern 1 nicht alle sinnvollen Tests selbst organisiert, ggf zahlt und vor allem fachlich gekonnt interpretieren kann. Auch mit "pflanzlichen" Präparaten kannst du dir durchaus mittelfristig die Leber ruinieren. Die Wahrscheinlichkeit ist vermutlich sogar höher.
Lorelai74
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 35 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Danke Jaddy,
Man merkt immer wieder wie gut du Dich auskennst.

Bitte informiere dich auch darüber,
dass bei einer Hormonersatztherapie dein Risiko für Depressionen steigt.

Reine Östrogenpräparate können auch das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen.

Wenn du also eine HET anstrebst solltest du Deinne Körper fit dafür machen. Solltest du Rauchen oder Übergewicht haben oder Bewegungsarme Leben dann solltest du hier zuerst deinem Körper etwas gutes tun bevor du die HET startest.

VG
Lori
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Karla
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 36 im Thema

Beitrag von Karla »

Ich hatte vom Hausarzt eine Überweisung zur Endokrinologin,
habe den Termin wahrgenommen und die Blutuntersuchungen so durchführen lassen können - ein Vitamin-D-Mangel kam auch noch dabei raus.
Da ich noch keine Indikation eines entsprechenden Facharztes vorweisen konnte, mußte ich leider ohne Rezept für Gynokadin wieder nach Hause gehen.
Die Untersuchungsergebnisse habe ich ja aber erhalten: Aus endokrinologischer Sicht keine Bedenken!
Per Zufall hat ein anderes Transmädel einen kleinen Überbestand gehabt und mir ausgeholfen - damit war der Start geschafft!
Die nächsten (Privat)-Rezepte kamen von einem Psychiater, der mit mir der Ansicht war, daß man mich mit Verweigerung einer HET weiter in die Depression getrieben hätte.
Ich hatte deutlich gemacht, daß ich mir sonst irgendwie Hormone beschaffen würde - dann eben auch unter Inkaufnahme unnötiger Nebenwirkungen bei oraler Anwendung.
Von meiner Psychotherapeutin - mußte ich auch erstmal jemand finden, der mich nicht nur alle 6 Wochen mit nem Rezept abspeist - habe ich dann eine Überweisung zur Mitbehandlung zu einem Spezialisten für unsereins erhalten -
da "Mitbehandlung", hat er mich irgendwo dazwischengeschoben, so daß ich nur 4 Wochen auf einen Termin warten mußte.
Seit letzter Woche habe ich mein Indikationssschreiben und das 1. Kassenrezept - es war zäh!!!
Heute hat mich eine Freundin gefragt, ob ich mit Silikon nachgeholfen hätte: nein! - Es war nur ein Pusher in 85A vom "Feinkost Albrecht". (Das hat gutgetan!)
Kreuzgröße ist 90AA - kommt in etwa hin
Das ist mein Ergebnis nach knapp 6 Monaten mit Gynokadin - bin neugierig, was noch kommt!
Fazit:
Don't give up!

LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 37 im Thema

Beitrag von Swenja »

OK also , Arzt und dann Chemie na gut OK verstanden
Patricia
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 38 im Thema

Beitrag von Patricia »

Swenja hat geschrieben: Fr 23. Apr 2021, 20:16 OK also , Arzt und dann Chemie na gut OK verstanden
Was an körperidentischem Östrogen ist denn Chemie???

LG
Patricia
Lebe dein Leben, denn du hast nur das eine!!!
andrea8847
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 39 im Thema

Beitrag von andrea8847 »

Hallo ihr Lieben, ich möchte zwar gerne kleine brüsten bekommen und gerne die positiven Effekte auf den Haar(wieder☺️)wuchs. Ich habe aber Angst vor den Nebenwirkungen wie Thrombose, oder Osteoporose. Ich würde gerne so lange gynokadin nehmen, bis sichtbare Effekte da sind und dann absetzen. Ist das überhaupt möglich?
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 40 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Tag,

die von dir gewünschten Ergebnisse sind nicht mit Sicherheit durch die Verwendung von Gynokadin zu erreichen.
Das Medikament ist auch kein "kosmetisches Mittel", sondern eines, das zur medizinischen Verwendung mit fachkundlicher Begleitung vorgesehen ist.
(Verschreibungspflichtig)
Die möglichen Nachteile hast du schon selbst angesprochen.

Ein Perücke und Silikon-Einlagen für den BH sind mit weniger Nebenwirkungen verbunden.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 41 im Thema

Beitrag von andrea8847 »

anne-mette, ja da hast leider bestimmt nicht unrecht. Ich würde das Projekt angehen, wenn ich sicherer wäre, was die Nebenwirkungen betrifft. Ich habe schon 3 wochen Gynokadin genommen und erste Veränderungen wie weiche Haut, Kraftverlust und eingebildet sensiblere Brüste bekommen. Ich möchte nur die Testoproduktion weiter haben, wen ich Estradiol absetze. Mh, mal sehen, wie ich das mache. Zum Arztr und den Weg konsequent gehen, will ich nicht.
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 42 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

andrea8847 hat geschrieben: Do 29. Jun 2023, 21:50 Ich würde das Projekt angehen

Hallo Andrea..

ähm, hmm, schau mal, das ist nicht irgendein "Baumarktprojekt" was du da vor hast.
Und bei dem Wort "angehen" stellen sich meine Nackenhaare auf.
Ich bin absolut keine Gegnerin von Selbstmedikation oder eigener Erfahrungen, das sogar ganz besonders nicht.

Trotzdem

Selbst wenn man in ärztlicher Begleitung ist, wird nicht immer alles gut sein in der HRT und was du bekommst ist sehr
individuell, aber zumindest schaut eine Person auf die Werte und kann wenn nötig was dazu sagen. Und das ist schon
ziemlich sinnvoll.

Aber darf ich dich was fragen? Was ist denn der Grund für deinen Wunsch nach körperlicher Veränderung?
Denn auch wenn du jetzt mal ein paar Wochen oder Monate Östradiol nimmst werden nach einer gewissen
Zeit nach dem Absetzen viele der Änderungen nicht persistent bleiben.
Daher brauchst du dir fast keine Sorgen wegen der Testoproduktion zu machen, die springt sicher wieder an.
Früher oder später, je nachdem wie dein Körper eben reagiert.

Mit andern Worten, hast du wirklich das Gefühl etwas dauerhaft ändern zu wollen, dann ist das okay.
Aber jetzt schon mit dem Gedanken zu spielen, später wieder abzusetzen und nur die "schönen"
Veränderungen behalten zu können, würde ich dir raten es sein zu lassen.

Eine HRT ist kein Sonntagsausflug oder eine Spassveranstaltung.

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 43 im Thema

Beitrag von andrea8847 »

Danke Emmi, das ist mir schon klar, ich habe genug gelesen. Mir ist Busen wichtig, kleinereHoden und clit auch, das passt besser zu Kleidung und finde ich ästhetischer. Ich würde auch länger nehmen, wenn die Osteoporose, Kraftlosigkeit, Thrombose, ... etc nicht wären. Dann noch ein Versorgungsengpass. Nein, mir reicht dann ein Kompromiss und Sex auch ohne Dildo möchte ich weiter haben, falls möglich. Es ist halt eine Gratwanderung, mit Risiko, aber nicht ohne viel Recherche und Selbstbeobachtung. Wie weit ich in den nächsten Jahren gehe, wer ich werde, entwickelt sich. Mir reichen jedoch Polster nicht mehr aus.
Lieben Gruß und ich nehme jede Meinung ernsthaft in meine Überlegungen auf
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 44 im Thema

Beitrag von Patricia »

Eine HRT solle man nur dann anfangen wenn man sich einigermaßen ziemlich sicher ist. Eine HRT garantiert nicht, dass der Körper (stark) verweiblicht, das ist sehr individuell. Ebenfalls ist es nicht mit nur eine "zeitlang" getan, wie Marie schon sagte, denn der Körperwürde die Veränderungen rückgängig machen. Was auch zu beachten wäre, ist dass es oft lange dauert bis sichtbare Veränderungen da sind.
Was den Haarwuchs angeht....Es kann auch passieren, dass der Haarverlust zwar stoppt aber die Haarstruktur insgesamt sich so weit ändert, dass du trotzdem weniger Haare hast weil diese viel feiner werden. So ist es mir ergangen.

LG
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Re: Erfahrungen mit Körperfeminisierung

Post 45 im Thema

Beitrag von Jaddy »

andrea8847 hat geschrieben: Fr 30. Jun 2023, 02:00 Danke Emmi, das ist mir schon klar, ich habe genug gelesen. Mir ist Busen wichtig, kleinereHoden und clit auch, das passt besser zu Kleidung und finde ich ästhetischer. Ich würde auch länger nehmen, wenn die Osteoporose, Kraftlosigkeit, Thrombose, ... etc nicht wären. Dann noch ein Versorgungsengpass. Nein, mir reicht dann ein Kompromiss und Sex auch ohne Dildo möchte ich weiter haben, falls möglich. Es ist halt eine Gratwanderung, mit Risiko, aber nicht ohne viel Recherche und Selbstbeobachtung. Wie weit ich in den nächsten Jahren gehe, wer ich werde, entwickelt sich. Mir reichen jedoch Polster nicht mehr aus.
Lieben Gruß und ich nehme jede Meinung ernsthaft in meine Überlegungen auf
Vorschlag: Such dir eine trans-erfahrene endokrinologische Fachperson, erwähne bei der Kontaktaufnahme das Wort "Honorarvertrag" bzw "Privatzahlend" und leg die Karten auf den Tisch. "Ich mache selbstbestimmte Hormonersatztherapie mit Estradiol, habe folgende Ziele und möchte medizinische Begleitung, damit nichts schief geht". Einige werden abwinken, aber die Chancen auf einen Treffer sind gut. Gespräche sind nicht teuer (~25€ für eine normale Konsultation, 50€/h), Labor ggf schon (großes Blutbild mit Hormonen ~300€). Das wären also bei halbjährlichen Checks 700 bis 800€ pro Jahr für eine sehr gute Betreuung.

Ich hab das so gemacht und hatte richtig viel Glück. Mein Endo hat mich ohne psych. Indikation aber nach eingehender Befragung (mein Ehewesen war auch dabei) auf Karte in seine Liste aufgenommen. Seitdem kriege ich Kassen-Vollversorgung.

Was die Nebenwirkungen angeht (1): Osteoporose ist keine normale HET-Folge, sondern bei ansonsten gesunden Körpern und normaler Schwerkraft eine Mangelkrankheit, wenn Calcium, Vit. D3 (+K2) und_oder ausreichend Sexualhormon fehlen. Egal ob T oder Ö. Bewegung/Training braucht es allerdings auch.

Kraftlosigkeit kommt zum einen (nach 1-2 Jahren) durch einen Abbau von ~20% Muskelmasse bei der vollständigen Umstellung. Zum anderen hat ein Östrogen-Körper weniger rote Blutkörperchen und dadurch weniger Sauerstoff-Versorgung. D.h. weniger Kondition, weniger Kraft-Ausdauer. Muskeln und Blut sind bei einer Rückkehr zu Testo reversibel.

Das Thrombose-Risiko ist bei Testo höher als bei Östrogen, weil siehe oben. Testo-Blut ist idR "dicker". Mehr rote Blutkörperchen. Menschen, die auf Testo umstellen, sollen viel mehr trinken und auf typische Warnsignale wie charakteristische Kopfschmerzen achten. Eine Vorbeugung mit Medis sehen die Leitlinien nicht vor. Nur Aufklärung. Gute Endos checken trotzdem ein paar genetische Marker und fragen nach Thromboseneigunen in der Familie, bevor sie auf Ö-Level >100pg/ml gehen. Diese Checks dienen, wie alle anderen, nicht so sehr dem Wohl der Patientys, sondern vor allem der Absicherung der Endos vor rechtlichen Ansprüchen.

Zu beachten ist noch, dass durch langjährig hohe Estradiolwerte die Wahrscheinlichkeit für Nierensteine und Lederverhärtungen steigt. Letzteres vor allem bei oraler Einnahme. Aber wir sind ja schlau und nehmen zB Gel oder wenn Tabletten, dann sublingual (unter der Zunge zergehen lassen), schon um möglichst viel Wirkstoff ins Blut und nicht erst über die Leber zu schleusen. Gute Endos machen 1x jährlich einen Ultraschall der Leber und Nieren.

Insgesamt ist eine Mono-E HET - nur Estradiol, keine Blocker etc - so ziemlich das risikoärmste, was eins hormonell machen kann.

Persönlich war für mich der Einfluss auf die Emotionen das unvorhergesehenste und beeindruckenste. Dabei auch die Erkenntnisse, dass ich mit geringen Dosierungen nicht glücklich bin (T & Ö hin und her), meine Laune schwankte etc und mein Körper/Hirn mir deshalb nur die Wahl ganz oder gar nicht liess.

(1) hier kommt informiertes Laienwissen aus Literatur, persönlicher Praxis, Aussagen meines Endos und Community-Wissen.
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