Hallöchen Ihr Süßen,
Sodele, heute war es endlich mal wieder soweit mal wenigstens einen Vormittag als Jen zu verbringen.
Ich bin heute früh also gleich ins Bad und hab mich der üblichen Routine unterzogen. Rasieren, Makeup usw. Hat diesmal alles soweit geklappt, nur der Lippenstift machte mir diesmal Probleme. Irgendwie bekam ich meinen Mund nicht gerade???

Mit dem Mund hatte ich noch nie Probleme... Tja und meistens kommt es anders und als man denkt....

Ich habs dann auf jeden Fall noch geschafft für meine Verhältnisse einigermaßen normal auszusehen und ab nach Kaiserslautern.
Zuvor muss ich noch kurz erzählen, dass ich während dem Schminken eine SMS bekam, in welcher der Paketdienst seine Lieferung ankündigt hat. Das wäre in dem Zeitfenster gewesen, ibn welchem ich das Haus verlassen hätte.

Also schnell über den Hof gestöckelt und gehofft, dass nicht zufällig ein Nachbar aus dem Fenster schaut...
Als ich dann keine fünf Minuten im Auto saß, klingelte mein Handy und sagte mir wieder per SMS, dass ich nicht angetroffen werden konnte.

Wenn das mal kein Timing ist.
Ich muss vorweg nehmen, dass ich, als ich mich fertig gemacht hatte und mein Outfit angezogen hatte (übrigens immer noch dasselbe wie in Prag, nur mit Pumps und anderen Strumpfis) fühlte ich mich plötzlich pudelwohl. Es fühlte sich richtig an und das erste Mal hatte ich irgendwie keine Bedenken. Das bin ICH!!!
In Kaiserslautern hatte ich mir vorgenommen, erstmal gemütlich in einem Cafe eine Schoki zu trinken und dann mal schauen, was es für Geschäfte in Kaiserslautern gibt...
Diesmal war ich irgendwie nicht nervös, sondern stieg, nachdem ich nochmals mein Makeup überprüft hatte, aus dem Auto aus und ging zu den Aufzügen in dem Zentrum "K". Dort gesellte sich noch eine Mutter mit ihrer vielleicht 17-18 jährigen Tochter dazu. Wir sagten "Hallo" und lächelten uns an. Die Aufzugtüre öffnete sich, ich ging vor und war unentschlossen, auf welchen Knopf ich drücken sollte, da es drei Einkaufsentagen hatte und ich irgendwie von einer ausging. Ich drückte dann einfach auf EG. Die beiden Frauen bemerkten meine Unentschlossenheit. Ich sah sie fragend an, wo ich noch draufdrücken sollte, worauf die Mutter sagte, dass sie sich hier auch nicht auskennen würden. Wir lachten kurz und stellten dann fest, dass es auch egal ist, da man am Ende ja ohnehin alles gesehen hat.

Unten angekommen wünschten wir uns noch viel Spaß beim shoppen und trennten uns. Frauen unter sich. Einfach schöner Smalltalk.
Natürlich bin ich dann auch wieder zu Calzedonia rein.

Was ist das nur mit den Strumpfis??? Da könnte ich Millionen für ausgeben.

Mit der Verkäuferin unterhielt ich mich dann ein bißchen und ich kaufte mir dann eine schöne Fashionstrumpfi, schwarz mit so einer Art "Schnürungsoptik". Klasse.

Die Verkäuferin meinte dann nur, dass ich sie mit meinen schlanken Beinen tragen könnte.

Irgendwann drückte dann mein Bläschen und ging dort auf das WC. Als ich so dasaß, dachte ich, dass ich die neue Strumpfi doch auch gleich ausführen könnte

. Die Hautfarbene sah ohnehin ein bisschen langweilig aus. Als kurzerhand die Strumpfi gewechselt und wieder ab nach draußen.
Ich stöckelte dann noch ein bißchen durch die Stadt, bis ich dann irgendwo ein kleines Cafe fand. Dort bestellte ich mir ein Schoki mit Sahne und genoss es.

Irgendwie hat mir hierbei eine Freundin gefehlt, mit der ich mich hätte austauschen können. Tja, man kann nicht alles haben...
Im Anschluss daran bin ich noch in diverse Geschäfte, habe mich mit ein paar Verkäuferinnen unterhalten, erworben habe ich allerdings nichts. Anprobiert habe ich auch nichts, da ich irgendwie nicht das gefunden habe, was ich mir vorgestellt hatte. Ist schon komisch... Wenn ich Zuhause im Netz surfe, dann finde ich tausende Sachen. Dann stelle ich mir vor, wie diese Stücke wohl an mir aussehen und fange mit Träumen an. Wenn ich in einem Geschäft bin und nichts spezielles suche, dann erschlägt mich die Auswahl an Damenkleidung und ich verliere den Überblick.

Da hat sich bei mir also noch nicht viel geändert. Wahrscheinlich ist es deshalb besser, wenn man mindestens zu zweit unterwegs ist, weil einer immer irgendwas entdeckt und den anderen mitzieht.
Es hat auf jeden Fall trotzdem Spaß gemacht und ich ich hab mich sauwohl gefühlt. Blicke habe ich natürlich ordentlich geerntet. Besonders die Beine und das Klackern waren sehr auffällig. Hat aber, den Blicken nach zu urteilen, vom Oberkörper vorerst abgelenkt.

Blöde Kommentare kamen keine und Gelächter habe ich nicht vernommen. Es war mir aber diesmal auch egal, da ich heute mit mir irgendwie im Reinen war.
Da ich nicht wollte, dass das schon so schnell endet, dachte ich, dass ich die Einkäufe auch noch schnell als Jen erledige. Also bin ich in Kaiserslautern ins Kaufland, einen Wagen geschnappt und dann eingekauft. Hier war ich ein bisschen Overdressed, aber auch hier hat mich total in Ruhe gelassen. Hier habe ich allerdings mal wieder die Tücken von weiblicher Kleidung im Alltag erlebt. Bücken und Sachen von unten rausholen im Röckchen... Getränkekisten in Stöckeln rumwuchten und auf der Rolltreppe den Wagen gegen runterrrollen sichern... Und vor allem war es ein ganz komisches Gefühl mit der Rolltreppe (keine mit "Stufen", sondern so eine lange, glatte, mit Rillen für den Einkaufswagen) bergab zu fahren. Ich dachte im ersten Moment, dass ich nach vorne falle, da die Absätze fast vergessen hätte. Frage mich, wie das wohl mit plus 10cm funktioniert??? Muss Frau sich dann rückwärts draufstellen?
Diesmal habe ich mich nicht im Auto abgeschminkt. Lediglich kurz eine Hose drübergezogen. BH und Sillis auch angelassen und ab nach Hause, wo ich mich dann wieder verwandelt habe.
Der Vormittag war echt schön, obwohl ich nicht viel gemacht habe, aber er hat mich wieder bestärkt, dass ich ohne meine weibliche Seite eigentlich nicht mehr möchte. Jetzt mal schauen, wie ich das in den Alltag integriert bekomme???
Jetzt habe ich mal wieder ziemlich viel geschrieben und inhaltlich doch nicht viel ausgesagt. Hoffe es langweilt euch nicht.
Ich versuche noch ein kleines Selfie beizufügen, das Bearbeiten dauert nur immer.
Viele, liebe Grüße
Jen

Den Vogel erkennt man an seinen Federn.
Den Mensch an seinen Freunden.