Und plötzlich brach meine Welt auseinander...
Und plötzlich brach meine Welt auseinander... - # 2

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 16 im Thema

Beitrag von Newbie »

Guten Morgen ihr Lieben,

zuerst einmal ein riesiges Dankeschön für die zahl- und facettenreichen Antworten, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Jetzt muss ich mich erstmal durch den "Antworten- Dschungel" ackern und hoffe, dass ich nichts Wichtiges vergesse.
Am Rande möchte ich erwähnen, dass der erste Beitrag noch nicht die ganze Geschichte ist, aber es gibt so viel zu erzählen, sodass mein Text wohl sonst kilometerlang geworden wäre und dann kann man das nur schwer lesen. Außerdem habe ich noch Schwierigkeiten mit den Begriffen, ebenso mit den Pronomen, ich möchte da niemandem zu nahe treten, daher bitte ich Neulings- Fauxpax zu entschuldigen und nicht persönlich zu nehmen.

Kurz vorweg möchte ich noch ein paar generelle Gedanken los werden. In einigen Antworten kam etwas Kritik an meinem Beitrag auf im Sinne von "überleg bitte, ob du DAS in diesem Forum so schreiben möchtest". JA, genau SO, wie mein Text steht, möchte ich es schreiben und auch stehen lassen, denn es sind meine Emotionen, wie ich sie erlebt habe. Ich möchte aber keineswegs mein Gegenüber "klein machen" oder respektlos erscheinen. Ich rechne es jedem Menschen sehr hoch an, wenn er sich seinem Herzensmenschen öffnen kann. Es erfordert verdammt viel Mut und Kraft, einen solchen Schritt zu wagen und wie ich hier lesen kann, ist es bei weitem nicht selbstverständlich. Das hier im Forum ist "eure" Welt, ihr seid hier untereinander mit Gleichgesinnten (args, ich weiß gerade nicht, wie ich das formulieren soll... ich hoffe, ihr könnt es zwischen den Zeilen lesen), aber wenn ihr euch outet, sitzt euch gegenüber auch nur ein Mensch. Ein Mensch mit tief sitzender, sich noch entwickelnder Identität, aber auch ein Mensch, geprägt von seiner Lebenserfahrung, die ihm widerfahren sind und gezeichnet von Begegnungen mit Menschen, die ihn zu dem gemacht haben, was/ wer er heute ist. Identität und Biografie verschmelzen zu meinem heutigen ICH. Natürlich kann ich nur von mir selbst sprechen, aber mich haben seine Nachrichten einfach aus den Socken gehauen, denn ganz im Ernst: ich habe mich damals bewusst für einen Mann entschieden und den auch jahrelang gehabt (wenn auch mit latenter/ unterdrückter Weiblichkeit, was mir ja aber nicht sooo deutlich aufgefallen ist). Auch, wenn man da mal was ahnt oder ein komisches Gefühl hat, aber wenn man dann vor Tatsachen gestellt wird, ist das einfach nochmal eine andere Hausnummer. Man macht sich Gedanken für die Zukunft und Pläne, man möchte zusammen (so wie man es über Jahre gewohnt war) alt werden, hat zusammen ein Haus gekauft und macht sich ein hyggeliges Nest für seinen Lebensabend zurecht- und dann geht dieser Traum/ Vorstellung einfach von einer Sekunde auf die nächste kaputt. Paff. Es zerspringt wie eine Seifenblase, plötzlich ist alles neu und so anders. Mir hat es einfach schlichtweg Angst gemacht, das ist wirklich die Emotion, die ich am meisten fühle.

Angst...
... dass in der Vergangenheit vielleicht nicht alles so war, wie es gesagt und dargestellt wurde
... vor der Zukunft, was noch kommen mag
... wohin sein Weg ihn führen wird und ob ich damit zurecht komme
... dass er jemanden auf seinem Weg findet, der ihn vielleicht besser verstehen kann und ich dann doch nicht mehr in sein Leben passe
... vor dem Alleine sein
... vor weiteren Veränderungen
... ob ich das alles so schaffen kann und ihm eine Stütze und keine Last sein kann
... dass er vielleicht noch mehr Dinge für sich behält

Das klingt vielleicht auf den ersten Moment alles sehr egoistisch und auch negativ, aber mein bisheriges Leben wird es so einfach nicht mehr geben. Seins natürlich auch nicht, es gibt ja immer zwei Seiten auf einer Münze. Ich möchte nur klar machen, dass es für beide Seiten alles andere als leicht ist und hoffe daher auf Rücksicht meinerseits, wenn ich schreibe, dass mein Welt an dem Tag zu Konfetti wurde.
Prinzipiell denke ich aber auch, dass meine Synapsen nicht alle explodiert wären (oder zumindest nicht in diesem Ausmaß), wenn wir ein Gespräch gehabt hätten oder eben per Briefform, aber beide zusammen in einem Raum, sodass ich ihn hätte direkt fragen können. So, wie es bei uns gelaufen ist, war das eher suboptimal: ich fühlte mich belogen und hintergangen, verzog mich in meine Welt, in der ich mir alles sehr extrem ausmalte und war darin in meinem Hamsterrad gefangen. Ich malte mir die schrägsten und skurrilsten Dinge aus, sah plötzlich eine Olivia Jones oder Ru Paul neben mir an der Seite stehen- und das bin wiederum nicht ich. Ja, ich bin eine biologische Frau, aber bedingt durch Beruf und Hobbys bin ich eher leger gekleidet und erlebe meine weibliche Seite auch nur selten (Schminke vertrocknet bei mir, zu Anlässen muss ich meist vorher shoppen gehen, weil meine eigentlich mal "Ausgeh- Klamotten" mittlerweile doch alle im Stall bei den Pferden waren, weil ich "nur mal kurz" misten oder füttern wollte...). Und jetzt erfahre ich, dass mein Mann weiblicher ist als ich bzw Weiblichkeit nochmal ganz anders erlebt und das Exterieur, was mir nicht so wichtig ist, für ihn eine große Bedeutung hat.. puh... das war auch ein Stück weit Identitätskrise für mich. Fragen wie "Bin ich ihm weiblich genug? Was macht das alles mit meiner Weiblichkeit" kamen noch dazu. Ihr wisst selbst, wie multifaktoriell die ganze Thematik ist, das muss ich euch nicht erklären :)

Nun habe ich doch etwas mehr ausgeholt als ursprünglich gedacht, sorry wieder für so viel Text. Ich hatte mittlerweile ja schon ein paar Tage mich mit dem Thema auseinanderzusetzen und werde daher auch später noch berichten, wie es bei uns weiter ging. Was ich eigentlich nur hier versucht habe zu sagen, ist, dass für meinen Mann sicher auch seine Welt kaputt gegangen ist, aber meine eben auch. Veränderungen bereiten Angst, wohin führt uns der Weg? Ich versuche die Veränderungen jetzt nicht negativ zu sehen, sondern sie als Chance zu betrachten. Ich glaube, das klappte in den vergangenen Tagen mal mehr, mal weniger gut. Ich falle einfach noch sehr oft in meine Schockstarre zurück und fühle die Welt über mir zusammenbrechen, aber hinter dem Schutthaufen sehe ich es: das warme Licht der Hoffnung und Zuneigung, was uns nach wie vor verbindet und mich wieder an seine Seite zurückführte. Wege entstehen erst, wenn man sie geht und ich glaube, dass wir gerade unsere Reisekoffer packen und auf Weltreise gehen.
Wer mich nicht leiden mag, muss halt noch ein bisschen an sich arbeiten...
Josii
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 17 im Thema

Beitrag von Josii »

Newbie hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 12:21 Das klingt vielleicht auf den ersten Moment alles sehr egoistisch und auch negativ
Hallo Newbie,

es gibt in Fällen von Outing viele neue Perspektiven, nicht nur die eigene. Wenn Dein Mann es endlich geschafft hat, in dem Moment wo er es getan hat, dann sollte nicht nur die Vergangenheit auf die Goldwaage gelegt werden inkl. der eigenen Sehensweise, sondern auch die Beziehungen die bestehen. Du zu Deinem Mann, er zu Dir und Ihr zu Euch.

Nach so vielen Jahren zerbrechen Welten nur wenn man sie zerstört oder man nimmt einen Anlaß um das schon lange Zerstörte endlich anzuschauen. Manchmal muß man sich den Erhalt der eigenen Welt auch etwas kosten lassen - die Veränderungen (dazu gehört nicht nur das Outing Deines Mannes sondern eine Vielzahl von Möglichkeiten inkl. Traumata, die jederzeit passieren könnnen.) anzuerkennen, sie zu akzeptieren und irgenwann lernen sie zu verstehen.

Es ist schade um jede Beziehung die wg. Trans*identiät auseinander geht. Der WILLI (ist der der alles immer jetzt und sofort will :| ) kennt leider keine Kompromisse und duldet keine Veränderung.

Ich würde Dir wünschen, daß Dir die Umkehr möglich ist und wenn der Schock sich legt die Angst und die Scham in den Griff zu bekommen ist.

Wie schon andere beschrieben haben kann Trans* eine enorme Bereicherung sein. Ich wünsche Dir


Viel Erfolg dabei und Grüßle

Josii
Zuletzt geändert von Josii am Do 31. Okt 2019, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
Wir warn geboren um zu leben
für diesen einen Augenblick
....um zu spüren wie wertvoll Leben ist! - Unheilig
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 18 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich bitte um Respekt gegenüber der Themenstarterin.
Auch ein Vergleich mit der Userin mit dem Namen "b" ist in meinen Augen unangebracht; denn hier ist zwar auch "eine Welt auseinandergebrochen";
aber ich entdecke dabei gleichzeitig einen Willen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen ohne sich über die betroffene Person oder auch UserInnen dieses Forums lustig zu machen, diese lächerlich zu machen oder sich zu erheben.

"Es ist eine Welt auseinandergebrochen" - das höre und lese ich häufiger, wenn es um die Themen intersexueller und transsexueller Menschen geht.
Dabei bricht die Welt in der Regel für viele Menschen auseinander - für die Betroffenen sowie für die Angehörigen.
Manchmal fügt sich "die Welt" wieder neu zusammen - und manchmal entsteht "eine neue Welt" - oder sogar "mehrere neue Welten".

Wir tun gut daran, eine ähnliche Themenausrichtung nicht mit den negativen Erfahrungen durch die Diskussionen mit der Userin "b" in eine "aggressive Richtung zu bringen, sondern versuchen, unvoreingenommen mit dem Thema umzugehen (oder dazu zu schweigen).
Das soll nicht bedeuten, dass es nicht auch Auseinandersetzngen geben kann und soll; aber dann bitte genau zu diesem Thema und dieser Themenstarterin, die vermutlich nichts mit unseren alten "b-Themen" zu tun hat.

Wie eine Welt auf eine ähnliche Weise auseinanderbricht und doch wieder seine ganz eigene Ordnung findet,
kann z.B. hier nachgelesen werden: http://eine-tuer.de/#!/lola-tanzt/

Gruß
Anne-Mette
Nicole Fritz
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 19 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo Newbie,

erst einmal herzlich Willkommen in unserem Forum.

Ich bin Betroffene*r und kein/e Angehörige*r. Deshalb habe ich mich erst einmal zurück gehalten. - Aus meiner Sicht ist Euer gemeinsamer Weg schon lange nicht mehr ein solcher gewesen. Dein Mann hatte einfach nur Angst, dass alles am Ende zusammen bricht. Also versuchte er irgendwie wie gewohnt weiter zu machen. Aber da ist diese Gewissheit, dass es nicht mehr lange so weiter gehen kann. Es wird immer unerträglicher. Die Kräfte schwinden. Aber alles einfach aufgeben? Nein! - Was ist, wenn ich verlassen werde und dann ganz alleine da stehe? Halte ich das dann irgendwie aus? Oder springe ich vor den Zug? - Oft ist es so: Erst wenn der "Zug" als einzige Alternative zu einem Outing übrig bleibt, ist es so weit, dass die Mauer aus Angst, Verzweiflung und lange angestauten Schuldgefühlen überwunden werden kann. Dann ist es vorbei - wie auch immer es weiter gehen mag.

Bei mir kam es nie so weit. Alle meine Partnerschaften brachen bereits vorher auseinander - bevor ich überhaupt begriff, was mit mir los war. Ein Outing gab es in diesem Sinne bei mir nie. Ich war bereits alleine, als ich irgendwann in Frauenkleidern vor die Tür ging. Meine Nachbarn stellte ich damit einfach vor vollendete Tatsachen.

LG Nicole
Luna
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 20 im Thema

Beitrag von Luna »

Hallo newbie,

zunächst mal herzlich willkommen.

Wenngleich ich selbst betroffen und nicht Partnerin bin, kann ich sowohl Deine Wut als auch jede einzelne Deiner Ängste sehr gut nachvollziehen. Auch ich war nicht ehrlich zu meiner Frau und nach meinem Zwangsouting bekam ich (völlig zu Recht) von meiner Frau nahezu 1 : 1 das zu Hören, was Du beschrieben hast.
Wie es bei Euch weitergeht, kann jetzt wohl niemand sagen, das könnt nur ihr selbst in vielen und langen Gesprächen herausfinden bzw wird die Zeit das zeigen. Denkanstöße dazu hast Du ja schon von den Vorposterinnen genug bekommen. Ich lese jedenfalls, insbesondere aus Deinem zweiten Beitrag auch eine große Empathiefähigkeit, Verständnis und tiefe Zuneigung heraus, was jedenfalls schon mal eine gute Basis für eine weitere gemeinsame Zukunft ist.

Eines noch zum Nicht- bzw späten Outing: Bei mir war es so, dass ich meine Transidentität (im Sinne von nonbinär) lange Jahre nicht mal selbst richtig einordnen und benennen konnte. Allerdings ging ich davon aus, dass ich wohl nie eine Familie haben würde, wenn ich diesbezüglich gänzlich offen wäre. Und ich nahm an, ich würde es unterdrücken können und alleine damit zurechtkommen. Nun, beide Annahmen haben sich als falsch erwiesen.
Was ich damit sagen will: Natürlich fühlst Du Dich jetzt als Leidtragende. Aber auch für Deine(n) Partner(in) gab es sicher viel Leid. Es ist höllisch schwer seine Persönlichkeit oder zumindest einen großen Teil davon jahrelang zu unterdrücken und es ist nicht weniger leicht, zu einem geliebten Menschen nicht ehrlich zu sein, aus Angst ihn zu verlieren. Und welchen Grund hätte es sonst geben sollen, nicht offen zu Dir zu sein?

Wie auch immer, ich hoffe, ihr findet einen gemeinsamen Weg.

Alles Liebe
Luna
Lavendellöwin
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 21 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Newbie hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 12:21 aber hinter dem Schutthaufen sehe ich es: das warme Licht der Hoffnung und Zuneigung, was uns nach wie vor verbindet und mich wieder an seine Seite zurückführte. Wege entstehen erst, wenn man sie geht und ich glaube, dass wir gerade unsere Reisekoffer packen und auf Weltreise gehen.
Hallo Newbie..

ich persönlich finde, das ist ein wichtiger und sehr, sehr schöner Satz! Danke...

die anderen haben ja schon sehr viel geschrieben und was kann ich da noch hinzufügen?

Ich kann dir vielleicht ein bisschen von uns erzählen..als ich mich geoutet habe und sagte,
ja ich bin eine Frau, waren meine Liebste und ich genauso lange zusammen wir ihr es seid.
Aber es gab den Unterschied dabei, das ich ich sage mal schon noch viel länger mein
Genderdurcheinander offen gezeigt habe und mal mehr in die eine und mal mehr in die
andere Richtung gelebt habe.

Aber zu sagen es ist so, ich bin eine Frau, fiel auch mir schwer.
Mit der Offenbarung war auch unsere kleine Welt erst einmal erschüttert, es gab Tränen,
Umarmungen und eine wirklich schlaflose Nacht.
Aber es hat sich schnell gezeigt, das unser Fundament fest verankert ist und sie mein Leben,
nicht nur akzeptiert sondern auch völlig unterstützt-sie weiss ich wäre sonst im Inneren komplett
zerbrochen, es war auch nicht mehr weit hin. Und umgekehrt bringe ich ihr die gleiche
Einstellung entgegen..sie hat auch hmm spezielle Seiten.

Es ist vielleicht nötig, alte Konzepte loszulassen, neue zu erarbeiten und sich auch teilweise neu
kennen zu lernen..im Gegensatz zu anderen sage ich und ich bin da offen, ich bin nicht mehr die
gleiche Person. Ich überrasche mich sogar manchmal selber.
Mit der Hormontherapie hat sich das noch verstärkt, es bilden sich neue Wesenzüge und alte
fallen weg..

Hab keine Angst davor, eine Reise hat manchmal ihre verschlungenen Wege und was wir dabei,
also bei wirklichen Reisen draussen in der Welt schon alles gesehen haben, hat uns teilweise
auch erschüttert und dann unheimlich viel weiter gebracht.
Es gibt 2 Plätze auf dieser Welt die ich auch als meine Heimat sehe und die könnten unterschiedlicher
gar nicht sein-Madeira und Nepal, aber mit geschlossenen Augen hätte ich die Tiefe dort nie
entdeckt...

deshalb wünsch ich dir zu jeder Zeit ein offenes Herz, das sich berühren lassen kann..und euch
zusammen ganz viel Glück, Kraft und Sehnsucht auf die Zukunft..

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 22 im Thema

Beitrag von Newbie »

Ihr Lieben,
hier kamen SO viele Beiträge (und dafür möchte ich mich herzlichst bedanken, ich habe jeden von ihnen aufgesogen!), sodass ich nun sicher etwas Zeit brauchen werde, um auf jeden einzelnen eingehen zu können. Daher werde ich schrittweise antworten, um niemanden zu vergessen (he)

Hallo Vincent,
Vincent hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 23:36 Die Art und Weise wie Du erfahren hast was Deinen Partner bewegt ist sicher wenig geschickt, und belastend, aber sicher aus einer tiefen Angst und Unsicherheit erwachsen. Er/sie wird lange gehadert haben, sich Dir zu öffnen und hat final einen großen Vertauensbeweis erbracht es Dir zu sagen.
Ich habe gar keine Zweifel, dass das Outing und auch die Zeit davor eine MEGA Belastung für ihn waren. Jetzt im Nachhinein kann ich das auch wirklich gut nachfühlen, aber zu dem Zeitpunkt ging bei mir einfach mal gar nichts mehr. Es ist heute genau eine Woche her als er mir schrieb und ich Hals über Kopf "geflohen" bin, wie die Zeit vergangen ist. Ich bin ein toleranter Mensch, aber es ist wirklich plötzlich etwas Anderes, wenn es auf einmal dich selbst betrifft. Ich hatte ganz andere Wünsche und Zukunftsträume, und plötzlich verändert sich alles.
Vincent hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 23:36 Und auch die Person die du liebst ist die selbe, dass manche Dinge jetzt ausgesprochen sind ändert weder die Person, noch die Fakten.
Du schätzt einen Menschen, in der Regel aufgrund seines Wesens, seiner Art, seiner Ansichten usw. Was hat sich daran geändert?
Der Mensch bleibt der selbe, auch wenn er sich plötzlich ganz geöffnet hat.
Ich merke einfach, dass meine Emotionen mich total übermannt und gelähmt haben. Jetzt, eine Woche später betrachtet, kann ich da auch etwas differenzierter drauf gucken. Ich denke aber auch, dass eine solche massive Reaktion, ich sage mal, "gesund" sein kann. Zum Einen musste das alles einfach raus, denn sonst wäre ich irre geworden. Das ist einfach zu viel für einen Menschen, das muss irgendwie raus. Auf der anderen Seite hat mir meine Reaktion aber auch gezeigt, dass da immer noch Gefühle sind, die irgendwo in den letzten Jahren verborgen lagen- aber eben nie weg waren. Wäre er mir unwichtig gewesen, dann wäre meine Reaktion bei weitem nicht so massiv ausgefallen.
Ich verstehe schon, dass er quasi der Gleiche ist wie früher- theoretisch... Denn eigentlich ja auch nicht, denn er hat mir ja nie zeigen können, wie und wer er wirklich ist/ war. Ohje, das klingt verwirrend :) Ich hoffe, du verstehst, wie ich das meine. Aber deine Aussage stimmt natürlich trotzdem und ich weiß auch, wie sie gemeint ist. Dennoch habe ich jedoch gerade das Gefühl, dass wir uns neu kennen lernen (und das ist gut so!).
Vincent hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 23:36Komm erst mal innerlich zur Ruhe, lies hier im Forum und bilde dir dann deine Meinung
Ruhe... Die fehlte mir wirklich. Mein Kopf schwirrte, ich konnte keine klaren Gedanken fassen, alles war irgendwie zu viel. Ich war so überlagert, dass ich keine normalen Gespräche führen konnte. Worte blieben mir im Hals stecken oder fielen mir erst gar nicht mehr ein, oder ich vertauschte sie komplett. Es ist schon der absolute Wahnsinn, wie sehr unsere Emotionen unsere kognitiven und physischen Fähigkeiten beeinflussen können.


Hallo Jasmin 35,
Jasmin_35 hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 23:37
Was passiert hier? Und warum passier so eine Sche*ße immer mir?
Das ist ein Satz der mich mittelmäßig sauer macht, oder nein er macht mich richtig sauer. Denn so eine "schei*e" passiert tatsächlich vielen Menschen, die es ihr leben lang wissen und es teilweise soweit unterdrücken, das es kein gutes Ende nimmt für die Person. Also bitte, bei so einem Thema kann man wirklich gar nicht als "schei*e" reden, das ist mehr als unangebracht, dazu noch in so einem Forum.
Zum Thema "das ist mehr als unangebracht, dazu noch in so einem Forum" habe ich im Verlauf noch etwas geschrieben. Du kennst mich natürlich nicht, aber es gibt Gründe, warum Menschen einfach so reagieren, wie sie es tun. Wenn du biografieorientiert bei mir schauen würdest, dann würdest du viele diverse Themen entdecken, u. a. Verlust von geliebten Menschen im Frühkindalter, Verlust von Heimat, das Ungeliebte Kind sein, Mutterersatz, keine Anerkennung erhalten, Identitätskrisen im Jugendalter mit Depressionen und problematische Jugendbeziehungen. Das ist viel für einen jungen Menschen und daher nehme ich mir einfach die Erlaubnis zu sagen: ja, mir ist viel Scheiße zugestoßen und irgendwie habe ich es schaffen können (auch mit Hilfe meines Mannes), das alles weitgehend hinter mir zu lassen. Ich bin ein guter Mensch, bin sozial, hilfsbereit, habe einen sozialen Job, kümmere mich um Tiere und Mitmenschen- also warum...? Warum meint es das Karma nicht gut mit mir. Ich versuche stets positiv zu bleiben und bin generell ein lebensfroher und witziger Mensch, ich liebe es zu lachen und Blödsinn zu machen, bin für jeden Gag zu haben und ich nehme mich selbst nicht zu ernst. Ich versuche wirklich nach dem Leitsatz zu leben: "Guten Menschen widerfährt Gutes", doch diese Erlebnis hat mich im ersten Moment und in den nachfolgenden Tagen sehr erschüttert. Mittlerweile versuche ich mein Denken etwas "umzupolen": in meinem Leben ist mir mein Mann begegnet und das war einfach ein Segen. Er ist das Gute in meinem Leben, doch nun muss es erst anders werden, was nicht bedeuten muss, dass anders mit schlecht gleichzusetzen ist. Nur diese neue Situation muss ich erst für mich erschaffen können.
Ich kann wirklich gut nachempfinden, wie schwer es für Menschen sein muss, die merken, dass "etwas mit ihnen nicht stimmt" und sie sich immer schlecht fühlen. Aber für mich war das Erlebnis auch gravierend, denke bitte auch daran. Für euch "Betroffene" ist es eine Hürde, aber für uns Partner*innen/ Angehörige ist das auch kein Strandspaziergang.

Jasmin_35 hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 23:37Identität steckt so tief in uns drin, das wir uns nur bis zu einem gewissen Punkt gegen diese Identität wehren können.
Das hast du gut formuliert und es ist mir lange Zeit im Kopf nachgeklungen, ich habe da heute sehr viel drüber nachdenken müssen.

Jasmin_35 hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 23:37Eine wichtige Frage kann ich dir mitgeben: Man muss sich entscheiden, ob man mit jemandem zusammen ist, wegen dessen Aussehen oder wegen dessen Charakter. Das Aussehen wird sich ändern, der Mensch dahinter nicht, außer das dieser Mensch glücklicher werden kann. Überhaupt etwas zu sagen, egal auf welche Art und Weise erfordert sehr sehr viel Kraft und sehr viel Mut, insbesondere bei Menschen die uns ganz besonders nahe stehen.
Natürlich liebe ich ihn nach wie vor, daran hat sich nichts geändert. Aber es ist eine neue Herausforderung. Wenn ich wüsste, dass seine Bedürfnisse sich "nur" auf das CD beschränken (auch in der Zukunft), dann würde es mir weitaus leichter fallen. Aber was die Zukunft bringt, wo sein Weg ihn hinführt, das weiß leider keiner, und da stehe ich dann wieder mit meiner massiven Angst und Unsicherheit und frage mich, wenn es für ihn doch noch weiter gehen sollte, ob da noch Platz für mich ist. Es sind ungelegte Eier, aber leider kann ich diese Sorgen nicht abstellen.
Auf jeden Fall war es sehr mutig, sich mir anzuvertrauen, und ich weiß auch, was das für eine Überwindung gekostet haben muss. Daher hat wirklich jeder Mensch, der sich seinem Herzensmenschen öffnen kann, meinen tiefsten Respekt.
Jasmin_35 hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 23:37Auch wenn es im ersten Moment schwer fällt, aber dem ganzen eine Chance zu geben, ist nichts bei dem irgendjemand etwas verliert, man kann nur gewinnen; Erkenntnisse, Lebenserfahrung, Weltoffenheit und Toleranz. Und wenn man mit sich selbst in reine kommt, kommen auch andere Dinge wieder, die man geglaubt hat verloren zu haben oder die sich weggeschlichen haben.
Das hast du schön geschrieben (he)
Jasmin_35 hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 23:37Nimm meinen Text nicht als persönlichen Angriff, denn das soll es nicht sein, sondern ein Denkanstoß, der möglicherweise auch die Angst nehmen kann.
Danke! Ich habe es nicht als persönlichen Angriff aufgefasst, wirklich nicht. Man kann über alles reden/ schreiben, und manchmal steht man sich ja auch (aus welchen Gründen auch immer) selbst im Weg und kann seinen Standpunkt leider nicht so ganz nüchtern und aus etwas Entfernung betrachten. Ich muss wirklich sagen, dass mir der Austausch hier wirklich sehr geholfen hat, auch, wenn ich gerade erst so kurz dabei bin.


Hallo Sabrina Lirael,
Sabrina-Lirael hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 23:42 Ja, du platzt gleich hier mit der Tür ins Haus, schreibst dir deinen Frust von der Seele und genau das ist richtig, wie ich finde. Manchmal hilft einfach nur das Rausschreien, den ganzen Mist mal abladen. Und wo, wenn nicht hier?
Dankeschön für dein Verständnis! ---))) Ich habe mich hier schon vor fast einer Woche angemeldet, konnte aber noch nichts schreiben, weil ich einfach zu viele Fragen hatte. Ich habe viel gelesen um nachzuvollziehen, wie es anderen ergangen ist (dabei interessierten mich aber auch beide Seiten). Jedoch merkte ich mit der Zeit, dass ich meine innere Unruhe nicht los werden konnte und somit entschloss ich mich gestern hier mal etwas die der Elefant im Porzellanladen "umzusehen". Ich muss sagen, es tat wirklich gut!
Sabrina-Lirael hat geschrieben: Mi 30. Okt 2019, 23:42Ich kann deine Reaktion sehr gut verstehen, würdest du doch auf eine, zumindest für mich, sehr unschöne Art von den Gedanken und Gefühlen deines Partners in Kenntnis gesetzt. So nebenbei und unpersönlich, alleine gelassen mit dem Neuen.
Ich glaube, die Art, wie ich es erfahren habe, hat mich einfach so sehr mitgenommen. Ich saß alleine im Wohnzimmer, plötzlich kommt eine Nachricht rein, man schaut mal so nebenbei aufs Handy, und dann BÄM! Mein größtes Problem war glaube ich wirklich, dass ich dann einfach sofort anfing mir die schrecklichsten Szenarien auszudenken und dann da aus dem Gedanken- Strudel nicht mehr aussteigen konnte. Mein einziger Ausweg war die Flucht, was natürlich, mal so rational betrachtet, totaler Blödsinn ist, denn irgendwann muss ich mich ja dennoch damit auseinandersetzen. Aber an Rationalität war da zu dem Zeitpunkt einfach mal gar nicht zu denken. Aufgeschoben ist ja leider nicht aufgehoben.
Hätten wir das im Gespräch klären können, hätte ich ja gleich meine Sorgen und Ängste mitteilen können, die dann erst gar nicht in ausufernde Gedanken hätten ausarten können. Nun ist es jedoch zu spät und ich muss jetzt das Beste daraus machen. Dabei bin ich aber nicht alleine, mein Mann hat stets ein offenes Ohr für mich.


Hallo Cybill,
Cybill hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 00:00 Erstmal: an dir ist gar nichts falsch und es ist auch alles mit dir in Ordnung.
Das ist lieb gesagt, danke. Nun hatte ich ja auch etwas Zeit um meine Erlebnisse etwas zu verarbeiten und habe auch verstanden, dass es wohl nicht an mir liegt. Mir schossen jedoch gerade in den erste zwei Tagen SO viele Gedanken durch den Kopf, dass ich das gar nicht sortieren konnte.
Cybill hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 00:00Wenn dein Mann dir eingesteht, dass er eigentlich eine Frau ist und dich weiterhin liebt, dann solltest du dich - bei aller Schockiertheit darüber - geschmeichelt fühlen.
Sie bringt dir nämlich ein Vertrauen entgegen, von dem viele Partnerinnen in diesem Forum träumen.
So habe ich das wirklich nicht gesehen/ sehen können. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, macht es mich etwas stolz, dass er sich doch getraut hat (smili) Aber das kann ich, glaube ich, jetzt auch erst sagen, nachdem ich in der Situation emotional "etwas reifen" konnte.
Cybill hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 00:00Im Allgemeinen ist unser Transleben nämlich von Heimlichkeit und Selbstverleugnung geprägt, von Scham und Selbstzweifel. Die meisten von uns opfern der Angst vor Ablehnung ihre Partnerschaft.
In der letzten Woche (das Outing ist heute genau eine Woche her) habe ich viel hinter die Kulissen gucken können und habe genau das auch bei meinem Mann erlebt. Er hat von seinen unterdrückten Gefühlen berichtet, von der Scham, von den Zweifeln, von der Suche nach dem "Fehler", warum er so ist, wie er ist, was mit ihm nicht stimmen würde. Was für eine Ironie, dass beide Seiten in so einer Situation sich fragen, was da bei sich selbst falsch läuft... Was muss das für ein massiver Druck sein, wenn man sich selbst nicht versteht.


Hallo Jaddy,
Jaddy hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 00:03 Weitere Antworten von allen Seiten sind - meiner Meinung nach - in den diversen "Betty"-Threads zu finden, oder?
Was sind Betty- Threads? Ich bin leider noch nicht so langer hier dabei, dass mir dieser Begriff etwas sagt. :oops:
Wer mich nicht leiden mag, muss halt noch ein bisschen an sich arbeiten...
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 23 im Thema

Beitrag von Newbie »

Hallo Silke,
Silke61 hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 00:33 Puh, ich habe lange überlegt, was ich Dir schreiben kann, weil ich gut nachvollziehen kann, was da in Deinem Kopf passiert.

Alles was mir einfällt ist eine einfache Frage: Liebt Ihr Euch?
Es tut wirklich gut zu wissen, dass man mit dem "Emotions- Schleudertrauma" nicht alleine da steht und andere Menschen das nachempfinden können. Danke dafür!
Ja, natürlich liebe ich ihn. Er ist ein ganz wichtiger Teil meines Lebens und wir haben schon, wie so viele andere Paare natürlich auch, eine Menge erlebt. Oft genug hätten wir alles hinschmeißen können, aber wir waren uns immer gegenseitig so wichtig, dass wir stets immer wieder zueinander gefunden haben.
Silke61 hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 00:33 Dagegen scheint zu sprechen, daß Ihr schon länger wie in einer WG zusammenlebt und Zärtlichkeiten zu kurz kommen.
Ich denke, dass ich es nun verstehen kann, warum das so war. Für mich war/ ist Sexualität extrem wichtig. Ich bin ein offener Mensch, ich könnte den ganzen Tag über das schönste Thema der Welt sprechen, weil es für mich einfach dazu gehört. Geliebt werden, im wahrsten Sinne des Wortes, und mit allen Sinnen. Wenn mein Mann sich jedoch nicht gut fühlte und so einen riesigen Druck mit sich trug, dann kann ich verstehen, dass einem nach allem der Sinn steht, nur nicht nach Intimität. Es wurde auf den Stress im Alltag geschoben, Müdigkeit, dies und jenes... Irgendwas stand immer im Weg und man gewöhnt sich an die Ablehnung, so hart es auch klingt, aber so war es auch für mich. Da habe ich sehr drunter gelitten, immer wieder habe ich mich gefragt, was mit mir nicht stimmt, warum er keine Lust auf mich hat, das hat sehr an meinem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl genagt. Irgendwann habe ich aufgehört zu fragen und mich einfach damit abgefunden, dass die Zeiten sich verändert haben. Lieber den Frust und Kummer schlucken, statt immer abgewiesen zu werden.
Ich merkte ja, dass da "etwas" war, aber auf Nachfragen wurde es immer auf alles andere geschoben. Heute kann ich nachvollziehen, dass er es selbst für sich nicht definieren konnte, was da anders ist. Es ist schwer, jemandem zu sagen, was "nicht stimmt", wenn man das selbst noch nicht für sich selbst weiß. Leider kenne ich diese Gefühle aus meinen Depressionen auch nur zu gut. Man merkt, dass etwas nicht stimmt, aber man kann es nicht greifbar in Worte fassen.

Silke61 hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 00:33Dafür spricht, daß er/sie(? vermutlich noch zu früh für Dich)
Ja, das ist noch etwas früh und viel gerade für mich, damit konnte ich mich noch nicht auseinandersetzen :oops:
Silke61 hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 00:33Das, was Du jetzt als Hintergehen erlebst, wird sich vermutlich als Ergebnis einer furchtbaren Angst bei ihm herausstellen -- genau vor der Reaktion, die Du ja jetzt auch zeigst. Er wird sich schlicht lange nicht getraut haben und hat Dir höchstens kleine Signale gesendet, die für Dich jetzt Sinn ergeben.
Genauso war/ ist es. ich kann seine Ängste auch vollkommen nachvollziehen. Trotzdem finde ich es gut, dass es jetzt raus ist, denn trotz Emotionen- Hattrick schafft das Klarheit.

Silke61 hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 00:33Den Sturm in Deinem Kopf kann ich Dir nicht nehmen, Dir aber versichern, daß eine solche Beziehung sehr glücklich sein kann und keinesfalls das Ende der Welt bedeuten muß.
Der Sturm ebbt langsam ab und ich kann immerhin langsam wieder von der Wand bis zur Tapete denken. Danke für den aufbauenden Zuspruch (flo)


Hallo Vanessa,
VanessaL hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 02:22 Ich werde Dir nicht antworten können, weil Du ja auch keine wirklichen Fragen gestellt hast. Ich sehe keinen Hilferuf, keinen Wunsch des Verstehens, sehe nichts, was ich Dir momentan Gutes tun könnte, außer Dir Raum für Schmerz und Enttäuschung zu geben.
Ich glaube, genau das habe ich gebraucht. Ich bin hier schon ein paar Tage angemeldet und habe alle für mich interessanten Rubriken nachts kreuz und quer, hoch und runter gelesen, um einen kleinen Einblick in die Komplexität zu erhalten. Nach meiner Rückkehr habe ich sehr, sehr viel mit meinem Mann gesprochen und es tat mir SO gut. Aber dennoch fiel ich immer wieder in die Angst zurück, ich konnte sie nicht loslassen, aus welchen Gründen auch immer. Erst jetzt, nachdem ich mir das "von der Seele geschrieben habe", geht es mir wirklich etwas besser. Der Austausch hier tut gut, die verschiedenen Aspekte und Erfahrungen und auch die Möglichkeit hinter Kulissen zu gucken.


Hallo *,
XYZ hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 07:04 "aber zur Sicherheit würde ich Sie noch mal drauf ansprechen".
Mittlerweile ist schon eine Woche vergangen und wir haben sehr viel geredet und es tut mir einfach nur gut. Ich kann ihn verstehen und seine Handlungen nachfühlen. Meine negativen Emotionen überrennen mich nicht mehr so extrem, klar ploppt hier und da nochmal ein Gedanke auf, ein Moment der Unsicherheit, aber mein Mann kann mich wie ein offenes Buch lesen und passt mich schon immer gleich ab, wenn er merkt, dass in mir was vor sich geht.
XYZ hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 07:04Ich bin jetzt nach meinen Coming- Out vor ca. 2 -½ glücklich und meine Frau ist die größte stütze auf meinen Weg, unsere liebe zu einander ist durch mein Coming- Out nur noch stärker geworden und sind sehr glücklich weiterhin, das schönste was ist, ist dass das wir beiden zu uns stehen und was andere Sagen, Denken, drüber stehen. In unserer Eheurkunde steht jetzt Ehefrau ein und zwei drinnen.
Es freut mich wirklich, dass ihr euren Weg finden konntet (he) Es ist so wichtig, dass man in schweren Zeiten einen Menschen an seiner Seite hat, der zu einem steht.
XYZ hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 07:04mit der Hochzeit würde ich evtl. noch Warten bis zur Namensänderung dann steht der alte Vorname nicht mit drauf, da immer der Vorname vor der Ehe drinsteht, dann gilt was auf der neuen Geburtsurkunde steht.
Hochzeit war bei uns schon immer vom Tisch. Das war immer ein schwieriges Thema bei uns. Ich wollte SO gerne, doch er nie. Er meinte, es würde sich nichts ändern. Und nun befinden wir uns in einer Ausnahmesituation, da wäre es nicht richtig, sich um sowas Gedanken zu machen, vor allem weil ich weiß, wie er dazu steht.
Die Sache mit der Namensänderung hat mich dann doch wieder vom Hocker gehauen :oops: Ich dachte, dass ich mit den wichtigsten Aspekten erstmal "durch" war und dann habe ich deinen Zusatz gelesen, der mich innerlich doch recht aufgewühlt hat. Das kam bei uns noch nicht zur Sprache bisher und ich merke, dass mich das gerade sehr überfordert (was mit riesiger Sicherheit nicht deine Absicht war!). Ich kann das gerade sicher nicht so formulieren, wie es in meinem Kopf rumgeistert, aber ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn mein Mann mir auch als Mann erhalten bleiben würde, sprich Bio- Mann mit einem weiblichen Aszendenten, und dass alles andere so bleibt, wie es ist. Puh.... Es ist und bleibt ein schwieriges Thema.


Hallo Keks Marie und Vanessa,
Keks-Marie hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 08:49
VanessaL hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 08:29
Keks-Marie hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 08:21 Wenn für jemanden eine Welt auseinander gebrochen ist, dann für die Person, welche sich bei dir geoutet hat und deine Reaktion darauf nur WUT und FLUCHT waren.
Liebe Marie,

ich bitte diesen Satz zu überdenken, denn er ist voller Wut und im Kern sicher auch nicht richtig.

Alles Liebe
Vanessa
Meine Aussage ist nicht voller Wut. Es ist einfach nüchtern betrachtet. Und das ein mehr oder weniger missglücktes Outing gegenüber der vermutlich wichtigsten Person im eigenen Leben einen Weltuntergang bedeuten kann brauche ich in diesem Forum hier sicherlich nicht weiter erklären.
Keks Marie, ich versuche diese Aussage jetzt "auf dem richtigen Ohr zu hören" (das Vier- Ohren- Modell von Schulz von Thun lässt grüßen...), was mir gerade etwas schwer fällt. Mir wurde offenbart, dass es in meinem Leben so einige Lügen und Geheimnisse gab, wie würdest du dich fühlen, wenn ein Teil deines Lebens sich als Lüge heraus stellen würde? Natürlich verstehe ich jetzt die Hintergründe, aber in dem Moment brachen meine Gefühle einfach über mir zusammen und ich konnte nichts, wirklich nichts mehr steuern. Jetzt im Nachhinein weiß ich gar nicht, wie ich so lange Auto fahren konnte und tatsächlich fehlen mir erinnerungstechnisch einige Stücke, die ich nicht rekonstruieren kann.
Flucht daher, weil ich schon immer ein Mensch war, der in schweren Zeiten einfach Zeit und Raum für sich brauchte, ansonsten fühle ich mich bedrängt/ eingeengt und das geht dann richtig nach hinten los. So hat jeder seinen Mechanismus. Ich glaube, mein Mann hatte schon damit gerechnet, dass ich verschwinde und mich auch in der ganzen Zeit in Ruhe gelassen. So ist es eben, wenn man sich so viele Jahre kennt.


Hallo Vicky Rose,
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 31. Okt 2019, 09:01 Das letzte Lebenszeichen von Newbie ist ja nun eine Woche her. Es wäre schön, wenn sie ch noch einmal meldet.

Ich möchte jetzt erst einmal auf eine Reaktion von ihr warten, bevor ich mir reflexartig Gedanken mache ...
Mein Anmeldedatum ist schon ein paar Tage her, aber ich habe mich erst gestern zu Wort gemeldet. In der Zeit davor war ich hier ordentlich am Lesen und verarbeiten (dr) Jetzt möchte ich erst alle Beiträge beantworten, denn mit so einem regen Austausch habe ich definitiv nicht gerechnet :oops: Unsere Geschichte geht jedoch noch weiter, denn mittlerweile ist ja noch Zeit verstrichen. Nach dem Antworten- Marathon werde ich meinen Bericht fortsetzen.
Wer mich nicht leiden mag, muss halt noch ein bisschen an sich arbeiten...
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 24 im Thema

Beitrag von betty »

Ich weiss, jetzt wird ein Raunen durch die transwelt geht. Hallo newbie, ich bin Betty. Ich bin eine Ehefrau, die lange gekämpft hat, aber meine Welt zerbrach an diesem Thema. Wir konnten dieser Sache nicht stand halten. Auch mir wurde nach 20 Jahren Ehe plötzlich das outing um die Ohren geknallt. Wir haben 5 Jahre gekämpft und haben verloren.
Was ich ganz klar klarstellen möchte, nein diese Menschen sind nach dem outing nicht mehr die gleichen. Es verändert sich sehr viel, mit dem ich nicht leben wollte. Mittlerweile lebt "er" es intensiv aus, und ich bin froh, daß ich das nur am Rand miterleben muss. Leid tun mir bei dieser ganzen Sache, nur meine Kinder, die durch seinen extremen Egoismus, leiden.
Fühle in dich hinein, ob du mit dieser Veränderung leben kannst und möchtest.
AnnaJo

Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 25 im Thema

Beitrag von AnnaJo »

Hallo meine Liebe,

ich bin ebenfalls eine Partnerin. Mein Mann hat sich vor über einem Jahr, ebenfalls etwas unglücklich geoutet. Die Frage, "Gibt es dafür einen geeigneten Zeitpunkt?", lassen wir jetzt mal einfach so stehen ...

Deine Nachrichten klingen stark nach mir und deine Aufzählung über die Ängste finde ich gelungen/nachvollziehbar. Unsere Ängste sind alles andere als einfach so daher gebrabbelt. Ich nehme jetzt mal stark an, es geht dir ebenso und du ärgerst dich manchmal über dich selber, dass du gerade so empfindest - auch das erlebte ich. Rausgelesen habe ich, dass du trotz unglücklichem Outing, dich doch mit der Thematik beschäftigen möchtest. Du willst verstehen was mit deinem Mann los ist, das ist dir wahnsinnig hoch anzurechnen.

Hier hast du zwei meiner Beiträge hier

viewtopic.php?f=2&t=18715
viewtopic.php?f=3&t=18729

mir war sehr wichtig nicht nur hier zu lesen wie es anderen erging, sondern eben auch den direkten Austausch zu finden mit Betroffenen und Partnerinnen. Aus einer "Konversation" kann man meiner Meinung viel mehr mitnehmen, als nur vom Lesen der Erlebnisse anderer. Ich habe hier so liebe Mädls kennengelernt und alle haben ihre Geschichten und somit verschiedene Ansichten, es muss einem immer bewusst sein, dass man hier nur einen winzigen Teil der Geschichten kennt und ein Angriff nie/selten wirklich ein Angriff ist, auch wenn man ihn eventuell gerade so empfinden möchte.
Das Schreiben sortiert wirre Gedanken, beruhigt den Tornado im Kopf und man kommt seinem Mann wieder um einiges näher.
Ich kann dir anbieten, dich mit mir über PN zu unterhalten und ich werde da auch schonungslos ehrlich sein. - versprochen ;)
Schließlich ist es und bleibt es für die Anfangszeit ein ewiges auf und ab. Erst neulich, bedingt durch ein wahnsinnig hohes Arbeitspensum meinerseits, dadurch wenig Zeit mit meinem Mann und keine direkte Berührung mit der Thematik, bekam ich wieder meine "depressive Phase" (so nennt es mein Mann ganz gerne).
Was wir Bio-Frauen wirklich brauchen um eben sich in die Materie einzufühlen/-denken/-leben ist eben reden, reden, reden. Das nervt so manch einen (auch meinen Mann und ja, auch das kann ich gut nachvollziehen), wenn man aber zusammenbleiben möchte, dann ist es eben sehr wichtig sich immer wieder auszutauschen, über die Gefühle, Ängste, Wünsche, etc. offen und ehrlich reden zu können, auch wenn es den Anderen unter umständen dabei nicht so toll geht (gilt für beide Seiten). Es haben sich hier auch für mich tolle Kontakte ergeben, die eben so ehrlich, geradlinig und ausdauernd sind und mir immer wieder zeigen, dass es sich lohnt dran zu bleiben.
Da ich mitbekommen habe, dass dein Mann hier auch schreibt (hoffe ich irre mich hier jetzt nicht). Kann ich auch ihm anbieten, sich zu melden, wenn er eine ehrliche, emotional trockenere Antwort benötigt (mit Abstand und ohne Emotionen, kann man manchmal die besseren Worte finden). By the way ... finde toll, dass ihr beide hier seid. Mein Mann hat sich noch nicht durchgerungen. Er liest hier zwar mit, aber selber schreiben, tut er hier dann doch nicht.

Höre in dich hinein. Wie nah seid ihr euch? Ist eure Liebe es Wert darum zu kämpfen? Willst du weiter um diesen einen Menschen kämpfen und ihn verstehen mit allen seinen Facetten? Willst du deine Ängste (und ja, das sind echt viele und werden selten anfangs weniger) verstehen und auch überwinden?
Ebenfalls sollte dein Mann sich diese Fragen stellen und wichtig ist eine echt gute Gesprächsbasis. Habt ein offenes Ohr füreinander und sensible Antennen dafür, wenn einer von euch Beiden gerade die Worte nicht finden mag, auch wenn es schon zum xten Mal das selbe Thema ist.

Ganz liebe Grüße
AnnaJo
))):s
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 26 im Thema

Beitrag von Frieda »

Liebe Newbie, diesen Song hier hat dein Mann in seinem Thread hier... viewtopic.php?p=257439#p257439 angesprochen (vermutlich weißt du auch davon).
Ich denke, dass Er/Sie damit Recht hat, weil dieser Songtext es wirklich wunderbar beschreibt, womit Er sich schon lange beschäftigt und dass Er Dich sehr sehr vermisst.. für mich ist das eine wunderschöne Liebeserklärung an Dich, aber auch an sich selbst❣️



❣️Achte bitte gut auf Euch, auf Dich & deine Gedanken ❣️


Namaste 🙏
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•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
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*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 27 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

betty hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 00:46 Ich weiss, jetzt wird ein Raunen durch die transwelt geht. Hallo newbie, ich bin Betty. Ich bin eine Ehefrau, die lange gekämpft hat, aber meine Welt zerbrach an diesem Thema. Wir konnten dieser Sache nicht stand halten. Auch mir wurde nach 20 Jahren Ehe plötzlich das outing um die Ohren geknallt. Wir haben 5 Jahre gekämpft und haben verloren.
Was ich ganz klar klarstellen möchte, nein diese Menschen sind nach dem outing nicht mehr die gleichen. Es verändert sich sehr viel, mit dem ich nicht leben wollte. Mittlerweile lebt "er" es intensiv aus, und ich bin froh, daß ich das nur am Rand miterleben muss. Leid tun mir bei dieser ganzen Sache, nur meine Kinder, die durch seinen extremen Egoismus, leiden.
Fühle in dich hinein, ob du mit dieser Veränderung leben kannst und möchtest.
In meinen Augen hast du überhaupt nicht gekämpft.
Du hast dich kein bisschen in deine Partnerin hinein versetzt.
Auch jetzt nicht, denn du siehst sie auch noch als er.
Dein Kampf bestand einzig und allein aus deinem Egoismus.
Keineswegs aus *ihrem* Egoismus.
Denn sie hat sich geoutet um mit dir weiter gemeinsam durchs Leben zu gehen.
Doch du hast alles im Keim erstickt.
Das war mein Raunen auf deinen Kommentar.
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 28 im Thema

Beitrag von betty »

Du hast keine Ahnung, wie ich gekämpft habe. Um meine Familie. 7nd nicht ich habe sie zerstört, sondern er.
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 29 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Wer kämpft erzeugt auch Verlierer. Kampf ist nicht konstruktiv und gewählte Worte zeigen den Geist dahinter auf.
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 30 im Thema

Beitrag von Jasmine »

betty hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 00:46 Ich weiss, jetzt wird ein Raunen durch die transwelt geht. Hallo newbie, ich bin Betty. Ich bin eine Ehefrau, die lange gekämpft hat, aber meine Welt zerbrach an diesem Thema. Wir konnten dieser Sache nicht stand halten. Auch mir wurde nach 20 Jahren Ehe plötzlich das outing um die Ohren geknallt. Wir haben 5 Jahre gekämpft und haben verloren.
Was ich ganz klar klarstellen möchte, nein diese Menschen sind nach dem outing nicht mehr die gleichen. Es verändert sich sehr viel, mit dem ich nicht leben wollte. Mittlerweile lebt "er" es intensiv aus, und ich bin froh, daß ich das nur am Rand miterleben muss. Leid tun mir bei dieser ganzen Sache, nur meine Kinder, die durch seinen extremen Egoismus, leiden.
Fühle in dich hinein, ob du mit dieser Veränderung leben kannst und möchtest.
Meine Menalee hat mich so angenommen, wie ich in Wirklichkeit bin. Gekämpft haben wir nur gegen die Brandung die uns entgegen schlug. Meine Menalee wird auch in Zukunft stets an meiner Seite sein. Wir sind am 16. November - 26 Jahre zusammen.
Liebe Grüße Jasmine
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