Meine erste Freundin
Meine erste Freundin - # 10

Lebensplanung, Standorte
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Anja
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Re: Meine erste Freundin

Post 136 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
ChristinaF hat geschrieben: Fr 4. Okt 2019, 16:01 Sollte sie wirklich nichts mehr von dir wissen wollen, dann würde ich auch die Freundschaft einschlafen lassen.
Naja erzwingen kann man ja sowieso nix.
Was mich die ganzen Wochen so beschäftigt ist ja das: Warum?
Ich möchte gerne verstehen was los ist, warum es so gekommen ist. Aber sie hält sich bedeckt und redet nicht (mehr) mit mir darüber.
Sich selbst nicht die Schlud zu geben ist schwierig. Hätte ich mehr tun können? Hatte ich mehr tun sollen? Ich bin leider einer von denen, die die Schuld immer irgendwie bei sich suchen.
Ich weiß es nicht. Ich weiß, sie ist ein schwieriger Charakter und sie ist anscheinend gerade in einer Phase, die sie mit sich allein ausmachen will / muss. Ich frage mich, wie lange dauert das? Ist es nur ein Phase? Wird es wieder besser..? Oder ist sie jetzt so wie sie eigentlich sonst immer war und die 3 Monate, die ich sie kenne, sind eine Ausnahme?
Und ich weiß, das sie in der Vergangenheit häufiger von Freunden enttäuscht wurde, weil sie sich abgewendet haben. Nun versuche ich für mich dazwischen noch einen Weg zu finden, denn ich möchte nicht zu denen gehören, die sich abwenden, nur weils gerade schwierig ist. Ich möchte aber auch nicht wieder verletzt werden.
Also bleibe ich auf Empfang, sende aber nicht mehr.
Eine andere Lösung sehe ich für mich gerade nicht...

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
Michelle_Engelhardt
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Re: Meine erste Freundin

Post 137 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Huhu Anja,
Anja hat geschrieben: Fr 4. Okt 2019, 16:12 Also bleibe ich auf Empfang, sende aber nicht mehr.
ist glaube ich das Beste, was Du tun kannst. Klar, Du kannst für sie da sein, wenn sie sich wieder öffnen sollte....hinterherlaufen hast Du allerdings nicht nötig. Ich würde versuchen die Grübeleien einzustellen und einfach abwarten, ob / was passiert. Vielleicht würde ich auch nicht unbedingt direkt einen Freudentanz aufführen, falls sie sich wieder meldet sondern die Sache etwas distanzierter angehen.

Kopf hoch (ki)
Michelle
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Re: Meine erste Freundin

Post 138 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Liebe Anja,
ich kann mich sehr gut in dich hineinversetzen. Das Schlimmste bei einer Freundschaft ist doch das, wenn die Freundin überhaupt nicht mehr auf deine Anfragen reagiert. Schweigen ist furchtbar und du zermarterst deine Gedanken und hast auf all dies keinerlei weiterführende Gedanken.
Ich finde Michelle hat recht, wenn sie sagt, dass du die Grübeleien abzustellen versucht.
Liebe Grüße
Christina
SylviaM
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Re: Meine erste Freundin

Post 139 im Thema

Beitrag von SylviaM »

Liebe Anja

Offenheit ist manchmal ganz schön schwer, nicht nur für uns sondern auch für andere.
Freundschaften zeichnen sich dadurch aus, dass man offen zueinander ist. Dafür braucht es auch Zeit, die ihr beiden noch gar nicht hattet. Im Grunde steht ihr noch am Anfang, auch wenn ihr viele Gemeinsamkeiten entdeckt habt.
Vielleicht empfindet sie mehr als Freundschaft für dich und erschrickt selbst vor der Vorstellung. Vielleicht geht ihrem Mann eure Nähe zu nahe und macht Stress, auch wenn er nichts Grundsätzlich etwas gegen dich ganz. Vieles deutet darauf hin, dass es vor allem ein persönliches Problem ihrerseits ist, dass nichts mit dir oder deinem Verhalten als solches zu tun hat. Es ist schwer für dich, weil du dich vor den Kopf gestoßen fühlst, ich glaube jedoch fest daran, dass genau das nicht ihre Absicht war oder ist.
Sag ihr, dass eure Beziehung für dich wichtig ist, vielleicht auch wo du die Beziehung siehst und vor allem dass sie dir wichtig ist und gib ihr die Zeit ihr Gefühlschaos zu ordnen. Sag ihr auch, dass sie bitte offen zu dir sein soll, weil es dir selbst hilft, als wenn du dir lautet Vorwürfe machst. Und akzeptiere ihr Haltung, auch wenn es dich am Ende hart treffen könnte. Manche Verhaltensweisen sind nicht logisch und es hilft nichts, sie auf eine logische Ebene bringen zu wollen.
Vielleicht löst sich dann vieles in Luft auf

Viel Glück und alles Gute
Syl
Rabea-Marie
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Re: Meine erste Freundin

Post 140 im Thema

Beitrag von Rabea-Marie »

Hallo Anja!

Hast du mal daran gedacht, offen und ehrlich ihren Mann zu fragen?
Anfangs hatte er zwar Vorbehalte gegen dich, aber ja nur weil er Angst hatte, du bist wieder nur eine Freundin die sie im Stich lässt... Später habt ihr euch doch gut verstanden.

Was spricht dagegen ihm ehrlich zu sagen dass du verzweifelt bist und mit der Situation überfordert. Dass du die Freundschaft nicht aufgeben möchtest aber einfach nicht weiter kommst und ob das jetzt eben jener Zeitpunkt ist an dem sich alle anderen abgewandt haben und du jetzt durchhalten musst.

So wirst du zumindest erfahren ob es genau das ist oder etwas anderes passierte von dem du nichts weißt...

LG Rabea
Anja
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Re: Meine erste Freundin

Post 141 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin) ihr Lieben,

ich bin immer wieder überwältigt, wie ihr alle Anteil nehmt an meinem Dilemma und mir zur Seite steht und helfen wollt (he)
Das weiß ich wirklich sehr zu schätzen.
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Fr 4. Okt 2019, 17:55 Du kannst für sie da sein, wenn sie sich wieder öffnen sollte....hinterherlaufen hast Du allerdings nicht nötig.
Rabea-Marie hat geschrieben: Mo 7. Okt 2019, 07:39 ob das jetzt eben jener Zeitpunkt ist an dem sich alle anderen abgewandt haben und du jetzt durchhalten musst.
Und das ist das große Fragezeichen für mich. Verhält sie sich aus einer Laune heraus (oder weil sie beinflusst wird) so abweisend mir gegenüber? Dann hätte ich natürlich das Recht mich gekränkt zu fühlen und ihr nicht mehr hinterherzulaufen.
Steckt allerdings eine psychische Belastungsstörung dahinter (was bei ihrem Leben nicht ungewöhnlich wäre), würde das ein ganz anderes Licht auf die Situation werfen.
Rabea-Marie hat geschrieben: Mo 7. Okt 2019, 07:39 Hast du mal daran gedacht, offen und ehrlich ihren Mann zu fragen?
Ganz ehrlich? Ja. Die Idee ist mir auch schon gekommen. Aber irgendwie hab ich mich zu diesem Schritt bisher nicht durchringen können. Vielleicht ist es Angst, vor dem, was er mir sagen würde...
Ich sag jetzt mal so ganz vorsichtig, er hat auf mich jetzt auch nicht so den Eindruck gemacht, als könne man mit ihm großartig über Gefühle reden. Ich könnte mir eher vorstellen, das er in manchmal mit seiner Frau überfordert ist. Nicht umsonst hat sie sich in der Vergangenheit ja häufiger an mich gewandt. Und wenn ich sie gefragt hab, ob sie denn darüber schon mal mit ihrem Mann gesprochen hätte, bekam ich häufig zu hören "der würde das nicht ernst nehmen" "mit dem kann ich über sowas nicht reden" "wenn der das wüsste, würde der mich einweisen lassen"
Momentan sehe ich ihn eher als Strohalm, wenn meine Freundin sämtliche Kanäle schließen würde, noch Kontakt aufnehmen zu können.
So quasi Option B.
SylviaM hat geschrieben: Sa 5. Okt 2019, 18:30 Sag ihr, dass eure Beziehung für dich wichtig ist [...] und vor allem dass sie dir wichtig ist
ChristinaF hat geschrieben: Sa 5. Okt 2019, 17:29 Das Schlimmste bei einer Freundschaft ist doch das, wenn die Freundin überhaupt nicht mehr auf deine Anfragen reagiert. Schweigen ist furchtbar und du zermarterst deine Gedanken und hast auf all dies keinerlei weiterführende Gedanken.
Ich finde Michelle hat recht, wenn sie sagt, dass du die Grübeleien abzustellen versucht.
Sie weiß, wie wichtig sie für mich ist. Ich habe ihr so oft gesagt, wie besonders sie für mich ist, das sie mich schon gebeten hat, das sein zu lassen :roll: Naja, so euphorisch wie ich war, hab ich meine Emotionen kaum in den Griff bekommen...
Deswegen bekomme ich auch die Grübeleien nicht abgestellt. Ich kann solche emotionalen Belastungen schlecht verarbeiten. Noch dazu wo ich ja gerade noch dabei war, die positiven Emotionen ob unserer Freundschaft einzufangen. Gerade hat sich so eine Art Normalität eingestellt gings schon voll in die andere Richtung und ich musste mich nun mit einer Menge negativer Emotionen herumschlagen. Ich bin emotional nicht zur Ruhe gekommen. Im Wortsinn. Ich hatte ja auch nachts Probleme mit dem Schlaf...

Ich habe seit unserem letzten Chat noch nicht wieder Kontakt aufgenommen. Allerdings konnte ich das Thema auch nicht "ruhen" lassen. Ich versuche so gut es geht mich schlau zu machen, um ihr dann die Hilfe und Unterstützung geben zu können, die sie braucht.
Ich habe mich an meine Nachbarin gewandt, da sie selbst Erfahrungen mit Depressionen hat. Ich dachte mir, das sie mir sicher wertvolle Einblicke in diese Erkrankung geben kann. Und so war es dann auch. Außerdem hatte sie eine nette Idee, was sie sich in den depressiven Phasen als schöne Geste vorstellen könnte. Ich fand die Idee gut und werde sie diese Woche noch umsetzen.
Sollte sie z.B. von ihrem Mann beeinflusst worden sein, wird mir das nix bringen, aber wenn sie wirklich gerade in einer Depri-Phase steckt, wird sie sich drüber freuen denke ich.

Ich hab ja auch schon ein paar Mal von meinen beiden Lieblingskolleginnen gesprochen. Von einer Kollegin die (erwachsene) Tochter befindet sich auch gerade in so einer Phase. Erschreckend, wie viele darunter leiden, wenn man sich mal in seinem Umfeld informiert...
Naja, was ich interessant fand, ihre Tochter hat sich quasi schlagartig von ihren Freunden und sogar auch ihrem Freund getrennt, weil ihr gerade alles zu viel war. Dieses Verhalten kommt mir doch irgendwie seltsam bekannt vor... :?:

Hm, irgendwie hab ich vor mir selbst Angst gerade. Mich beschleicht das Gefühl, das ich mir wünsche, das sie geradeso eine Phase durchmacht. Das wäre für mich irgendwie die "bequemste" Erklärung und ich bräuchte mich nicht mehr verletzt zu fühlen. Im Prinzip ist es ja nur ein Herumraten ins Blaue, einer Interpretation der Situation. Wissen tue ich eigentlich garnichts...
Vielleicht hat sie auch einfach nur die Nase voll von mir und ich kann die Wahrheit nicht akzeptieren?

Vielleicht bringt die Idee meiner Nachbarin ja neue Erkenntnisse.
Ich werde berichten.

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
Rabea-Marie
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Re: Meine erste Freundin

Post 142 im Thema

Beitrag von Rabea-Marie »

Hallo Anja!
Momentan sehe ich ihn eher als Strohalm, wenn meine Freundin sämtliche Kanäle schließen würde, noch Kontakt aufnehmen zu können.- 
Ich würde damit nicht zu lange warten... Wie lang ist es bereits? Ca 1 Monat schriebst du glaub Ich?!

Ein bißchen bist du da nämlich auch dein eigener Feind. Umso größer deine emotionale Distanz wird, umso unwahrscheinlicher wird es nochmal "wie früher".
Emotionale Distanz baut sich mit der Zeit einfach von selbst auf...

Ich hab das schon selbst erlrebt... Mein ehemals bester Freund und ich... Wir sind eigentlich wie Geschwister aufgewachsen. Dann hat er vor 10 Jahren aus fadenscheinigen Gründen einfach den Kontakt Abgebrochen. Erst nach 7 Jahren hatten wir dann wieder Kontakt, das ist jetzt 3 Jahre her und es ist nicht im Ansatz "wie früher".

Aber das ist nur meine persönliche Erfahrung, gut möglich dass das auch sehr individuell ausfallen kann.

LG Rabea
Anja
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Re: Meine erste Freundin

Post 143 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Rabea-Marie hat geschrieben: Mo 7. Okt 2019, 11:01 Ich würde damit nicht zu lange warten... Wie lang ist es bereits? Ca 1 Monat schriebst du glaub Ich?!
Genau, letzten Mittwoch ist es einen Monat her.
Ich warte ja garnicht. Ich versuche ja Kontakt zu halten. Aber wenn sie da momentan nicht mit klarkommt, kann ich sie ja schlecht zwingen, oder?
Wenn es ihr so schlecht geht, wie ich denke, wird ihr Mann gerade genug eigene Sorgen haben und vermutlich kein offenes Ohr mehr für mich...
Und wie gesagt, letzten Endes sind es alles nur Vermutungen.

Natürlich kann es garnicht mehr wie vorher werden. Diese Erlebnisse in den letzten Wochen werden uns beide bzw. unsere Freundschaft prägen. Aber sie weiß dann hinterher, das sie auf mich zählen kann.
Das ich mich nicht einfach abwende. Und das ist mir persönlich wichtig.
Allerdings kann eine schwierige Phase genauso dafür Sorgen, das das Band, das einen verbindet, noch enger, noch stärker aus der Situation hervorgeht, weil man weiß, das man sich aufeinander verlassen kann. Eben nicht nur bei Sonnenschein...
Auch wenn es sich gerade ziemlich bescheiden anfühlt, muss es also nicht negativ behaftet bleiben.
Vielleicht fühlen wir uns hinterher noch tiefer miteinander verbunden?

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
Aria
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Re: Meine erste Freundin

Post 144 im Thema

Beitrag von Aria »

Oh je Anja! Ich kann dich ja verstehen. Mit deiner Freundin ist es wie mit einer großen Liebe. Ist sie vorbei, mag man es einfach nicht glauben und sucht nach Möglichkeiten, alles wieder auf Anfang zu drehen. Das geht aber nicht und wird niemals mehr sein, so hart das auch klingen mag.
Wenn ich deine Beiträge so lese, stelle ich fest, dass du sehr viel analysierst, hinein interpretierst und dir Möglichkeiten überlegst, was wohl schief gelaufen sein kann. Fakt ist, du weisst es nicht und wirst es wahrscheinlich nie erfahren. Es gibt Menschen, die sind so, wie sie. Denen kann man - aus meiner Erfahrung - nicht helfen, bzw. wollen die das auch nicht. Das einzige Ergebnis dabei ist, dass man sich selbst kaputt macht, und so sollte Leben nicht sein.
Eine Freundschaft besteht aus Geben und Nehmen. Die letzte Zeit nimmt sie dir nur und es besteht keine Aussicht auf Besserung. Und wenn doch, wird es nie mehr so sein, wie zu Beginn. Es wird immer eine einseitige Freundschaft bleiben, in der du die Leidtragende bist. Hast du dich schon mal gefragt, warum sich anderer von ihr abgewendet haben? Bestimmt nicht nur, weils mal kurz schwierig geworden ist. Da gab es bestimmt Personen, die schon sehr viel näher an ihr dran waren als du. Auch die haben es nicht geschafft, ihre Beziehung zu ihr aufrecht zu halten. Die werden auch irgendwann gemerkt haben, dass ihnen es das nicht wert ist. Freundschaften sollten so nun mal nicht sein! Sie sollen Spass machen, sich ergänzen. Bindend sein und zugleich Freiräume lassen. Sie können mal ernst aber dann auch wieder fröhlich sein, aber nie einseitig. Das ist es hier aber und wird niemals anders sein, wenn du mal ehrlich reflektierst.
¡no lamento nada!
Bea Magdalena
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Re: Meine erste Freundin

Post 145 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Hallo zusammen,

passt jetzt nicht ganz genau zum Thema, aber ich finde den heutigen Gedanken zum Tag von Robert Betz sehr schön.

Liebe Grüße
Bea
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
Anja
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Re: Meine erste Freundin

Post 146 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Aria hat geschrieben: Mo 7. Okt 2019, 11:50 Da gab es bestimmt Personen, die schon sehr viel näher an ihr dran waren als du. Auch die haben es nicht geschafft, ihre Beziehung zu ihr aufrecht zu halten. Die werden auch irgendwann gemerkt haben, dass ihnen es das nicht wert ist. Freundschaften sollten so nun mal nicht sein! Sie sollen Spass machen, sich ergänzen. Bindend sein und zugleich Freiräume lassen. Sie können mal ernst aber dann auch wieder fröhlich sein, aber nie einseitig. Das ist es hier aber und wird niemals anders sein, wenn du mal ehrlich reflektierst.
Das kommt ganz darauf an, was der Grund für ihr Verhalten ist, oder?
Wenn tatsächlich eine Krankheit dahintersteckt, fände ich es ganz und garnicht ok, sie "fallen" zu lassen.
Aria hat geschrieben: Mo 7. Okt 2019, 11:50 Es wird immer eine einseitige Freundschaft bleiben, in der du die Leidtragende bist.
Du kannst in die Zukunft sehen? Und es ist ja noch garnicht so lange her, wo wir eine Menge Spaß miteinander hatten.

Ja, ich versuche alle möglichen Lösungswege zu finden, ganz einfach weil sie mir wichtig ist. Weil ich sie liebe.
Die ersten Monate waren für mich wie ein Traum. Ganz und garnicht einseitig. Sie hat mir so viel gegeben...

Grüße
die Anja
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Re: Meine erste Freundin

Post 147 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Moin Anja,

als ich Deine euphorischen ersten Beiträge las, dachte ich nur: "Das ist alles viel zu schön um wahr zu sein!" - Und das war es wohl dann auch. Ähnlich war es kürzlich auch bei Diva und ihrer großen Liebe. Auch da war plötzlich Schluss.

Ich denke gerade: Wenn man lange allein war, oder die Partnerschaften nie wirklich das waren, wonach man sich sehnt, kann es schnell zu so einem über-intensiven Ausleben der Gefühle kommen. Wie würde aber ich reagieren, wenn mich jetzt jemand quasi "im Sturm" erobern wollte? Am Anfang wäre ich wohl froh endlich jemanden kennen gelernt zu haben und würde alles mit machen, aber dann könnte es mich erdrücken. Und dann würde ich das machen, was ich bei meinen Partnerschaften oft gemacht habe: die Notbremse ziehen.

Es fehlt mir die kindliche Sozialisation, die ich als Einzelkind ohne gleichaltrige Nachbarskinder und ohne Kindergarten nie hatte. Später in der Schule habe ich bereits alles, was mit Bekanntschaften zu tun hatte, logisch-analytisch bewertet und entsprechend gehandelt - so wie es auch Autisten machen. Man könnte bei mir also von erlerntem Autismus sprechen. Daher hoffe ich, dass ich jetzt auch etwas anderes lernen kann. Aber da sind die alten Muster, in die ich immer wieder verfalle, wenn es keine Zeit zum Nachdenken gibt.

Da gab es meine Freibad-Bekanntschaft diesen Sommer. Wir redeten und redeten den ganzen Tag. Das Thema Transgender war für sie neu und interessant. Dann verabschiedeten wir uns. Vor dem Freibad traf ich sie dann wieder. Sie brachte mich nach hause. Dann wollte sie zu mir rein kommen. Mir wurde es mulmig: Notbremse. - Tschüs.- Und das war's. - Es war für mich einfach zu intensiv und ging zu schnell. Und sie verstand meine Reaktion offensichtlich nicht. Ich hätte in das Auto nicht einsteigen oder mich irgendwo in der Stadt absetzen lassen sollen - "Ich muss noch einiges einkaufen". Aber das weiß ich jetzt.

Liebe Grüße
Nicole
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Re: Meine erste Freundin

Post 148 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Liebe Anja,
leider ist es einfach im Moment so.
1001 Spekulation und doppelt so viele spekulative Antworten.
Leider ist aber die einzig richtige nicht dabei.
Die Zeit wird hier weiterhelfen - so oder so
Fühl dich heftig umärmelt
Lisa
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Re: Meine erste Freundin

Post 149 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin) Nicole,
Nicole Doll hat geschrieben: Mo 7. Okt 2019, 13:01 Ich denke gerade: Wenn man lange allein war, oder die Partnerschaften nie wirklich das waren, wonach man sich sehnt, kann es schnell zu so einem über-intensiven Ausleben der Gefühle kommen.
Hm, allein war ich schon häufiger. Aber das fand ich eigentlich nie schlimm, bin auch vom Typ her so gepolt. Einsam hab ich mich nie gefühlt. Mir fehlte auch kein Freund. Da war keine Sehnsucht in meinem Leben, meine Partnerschaft zu meiner Frau ist vollkommen intakt, wir haben schon so einiges zusammen durchgemacht.
Meine Partnerschaft als solches hat nichts mit meiner Freundin zu tun. Irgendwie hab ich das Gefühl, es wird immer versucht, irgendeinen Zusammenhang zu generieren.

Jedenfalls mir fehlte absolut nichts. Ich war glücklich so wie es war. Ohne Freunde zu sein war ja der Normalfall für mich.
Nur jetzt ist es etwas anderes. Es ist ja schwierig etwas zu vermissen, das man nie hatte. Und plötzlich knallt jemand in dein Leben.
Wenn man jemanden hatte, mit dem man total auf einer Wellenlänge liegt und mit dem man über alles reden kann..
Wir haben ja ständig geschrieben und fast täglich telefoniert. Sie beanspruchte Raum und Zeit über mehrere Monate.
Und dann fällt das plötzlich weg. Das hinterlässt dann schon ne ziemliche Lücke. Eine Lücke, die vorher einfach nicht da war...

Grüße
die Anja
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Re: Meine erste Freundin

Post 150 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Anja hat geschrieben: Mo 7. Okt 2019, 13:29 Und dann fällt das plötzlich weg. Das hinterlässt dann schon ne ziemliche Lücke. Eine Lücke, die vorher einfach nicht da war...

Grüße
die Anja
Fühl dich nochmal umärmelt...
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