Moinsen

ihr Lieben,
ich bin immer wieder überwältigt, wie ihr alle Anteil nehmt an meinem Dilemma und mir zur Seite steht und helfen wollt
Das weiß ich wirklich sehr zu schätzen.
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Fr 4. Okt 2019, 17:55
Du kannst für sie da sein, wenn sie sich wieder öffnen sollte....hinterherlaufen hast Du allerdings nicht nötig.
Rabea-Marie hat geschrieben: Mo 7. Okt 2019, 07:39
ob das jetzt eben jener Zeitpunkt ist an dem sich alle anderen abgewandt haben und du jetzt durchhalten musst.
Und das ist das große Fragezeichen für mich. Verhält sie sich aus einer Laune heraus (oder weil sie beinflusst wird) so abweisend mir gegenüber? Dann hätte ich natürlich das Recht mich gekränkt zu fühlen und ihr nicht mehr hinterherzulaufen.
Steckt allerdings eine psychische Belastungsstörung dahinter (was bei ihrem Leben nicht ungewöhnlich wäre), würde das ein ganz anderes Licht auf die Situation werfen.
Rabea-Marie hat geschrieben: Mo 7. Okt 2019, 07:39
Hast du mal daran gedacht, offen und ehrlich ihren Mann zu fragen?
Ganz ehrlich? Ja. Die Idee ist mir auch schon gekommen. Aber irgendwie hab ich mich zu diesem Schritt bisher nicht durchringen können. Vielleicht ist es Angst, vor dem, was er mir sagen würde...
Ich sag jetzt mal so ganz vorsichtig, er hat auf mich jetzt auch nicht so den Eindruck gemacht, als könne man mit ihm großartig über Gefühle reden. Ich könnte mir eher vorstellen, das er in manchmal mit seiner Frau überfordert ist. Nicht umsonst hat sie sich in der Vergangenheit ja häufiger an mich gewandt. Und wenn ich sie gefragt hab, ob sie denn darüber schon mal mit ihrem Mann gesprochen hätte, bekam ich häufig zu hören "der würde das nicht ernst nehmen" "mit dem kann ich über sowas nicht reden" "wenn der das wüsste, würde der mich einweisen lassen"
Momentan sehe ich ihn eher als Strohalm, wenn meine Freundin sämtliche Kanäle schließen würde, noch Kontakt aufnehmen zu können.
So quasi Option B.
SylviaM hat geschrieben: Sa 5. Okt 2019, 18:30
Sag ihr, dass eure Beziehung für dich wichtig ist [...] und vor allem dass sie dir wichtig ist
ChristinaF hat geschrieben: Sa 5. Okt 2019, 17:29
Das Schlimmste bei einer Freundschaft ist doch das, wenn die Freundin überhaupt nicht mehr auf deine Anfragen reagiert. Schweigen ist furchtbar und du zermarterst deine Gedanken und hast auf all dies keinerlei weiterführende Gedanken.
Ich finde Michelle hat recht, wenn sie sagt, dass du die Grübeleien abzustellen versucht.
Sie weiß, wie wichtig sie für mich ist. Ich habe ihr so oft gesagt, wie besonders sie für mich ist, das sie mich schon gebeten hat, das sein zu lassen

Naja, so euphorisch wie ich war, hab ich meine Emotionen kaum in den Griff bekommen...
Deswegen bekomme ich auch die Grübeleien nicht abgestellt. Ich kann solche emotionalen Belastungen schlecht verarbeiten. Noch dazu wo ich ja gerade noch dabei war, die positiven Emotionen ob unserer Freundschaft einzufangen. Gerade hat sich so eine Art Normalität eingestellt gings schon voll in die andere Richtung und ich musste mich nun mit einer Menge negativer Emotionen herumschlagen. Ich bin emotional nicht zur Ruhe gekommen. Im Wortsinn. Ich hatte ja auch nachts Probleme mit dem Schlaf...
Ich habe seit unserem letzten Chat noch nicht wieder Kontakt aufgenommen. Allerdings konnte ich das Thema auch nicht "ruhen" lassen. Ich versuche so gut es geht mich schlau zu machen, um ihr dann die Hilfe und Unterstützung geben zu können, die sie braucht.
Ich habe mich an meine Nachbarin gewandt, da sie selbst Erfahrungen mit Depressionen hat. Ich dachte mir, das sie mir sicher wertvolle Einblicke in diese Erkrankung geben kann. Und so war es dann auch. Außerdem hatte sie eine nette Idee, was sie sich in den depressiven Phasen als schöne Geste vorstellen könnte. Ich fand die Idee gut und werde sie diese Woche noch umsetzen.
Sollte sie z.B. von ihrem Mann beeinflusst worden sein, wird mir das nix bringen, aber wenn sie wirklich gerade in einer Depri-Phase steckt, wird sie sich drüber freuen denke ich.
Ich hab ja auch schon ein paar Mal von meinen beiden Lieblingskolleginnen gesprochen. Von einer Kollegin die (erwachsene) Tochter befindet sich auch gerade in so einer Phase. Erschreckend, wie viele darunter leiden, wenn man sich mal in seinem Umfeld informiert...
Naja, was ich interessant fand, ihre Tochter hat sich quasi schlagartig von ihren Freunden und sogar auch ihrem Freund getrennt, weil ihr gerade alles zu viel war. Dieses Verhalten kommt mir doch irgendwie seltsam bekannt vor...
Hm, irgendwie hab ich vor mir selbst Angst gerade. Mich beschleicht das Gefühl, das ich mir wünsche, das sie geradeso eine Phase durchmacht. Das wäre für mich irgendwie die "bequemste" Erklärung und ich bräuchte mich nicht mehr verletzt zu fühlen. Im Prinzip ist es ja nur ein Herumraten ins Blaue, einer Interpretation der Situation. Wissen tue ich eigentlich garnichts...
Vielleicht hat sie auch einfach nur die Nase voll von mir und ich kann die Wahrheit nicht akzeptieren?
Vielleicht bringt die Idee meiner Nachbarin ja neue Erkenntnisse.
Ich werde berichten.
Grüße
die Anja