Body Positivity die Antwort auf Digitale Depression und ein Mittel gegen den Transtrend?
Body Positivity die Antwort auf Digitale Depression und ein Mittel gegen den Transtrend? - # 3

Lebensplanung, Standorte
Anke
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Re: Body Positivity die Antwort auf Digitale Depression und ein Mittel gegen den Transtrend?

Post 31 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,
Toni Smith hat geschrieben: Fr 7. Jun 2019, 18:47 Body Positivity sagt, du darfst alles machen so lange es niemanden anderen schadet und du dich dabei gut fühlst.

Das erinnert mich an ein Beispiel von so einem Fitnesscoach auf Youtube, der meinte Schokolade macht nicht glücklich. Was er damit meinte, wenn man heiß Hunger auf Schokolade hat, dann meint man für den moment glücklich zu sein wenn man sie ist, danach aber fühlt man sich schlecht.

Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Denn tatsächlich kann Schokolade glücklich machen aber wenn ich nach der Hälfte der Taffel weiter esse, dann singt der Glücklichkeitsfaktor und die Wahrscheinlichkeit das mir Schlecht wird steigt.

Dieses Phänomen wird in der VWL in der Sättigungskurve (hat bestimmt einen anderen Namen, weiß den aber nicht mehr) beschrieben.

Man kann seinem Körper also durch Schokolade essen durch aus was Gutes tun. Denn die ersten Bissen setzen Glückshormone frei, entspannen uns und senken dadurch den Stress und das ist gesund. Nicht gesund ist es wenn man den Sättigungspunkt überschreitet aber dann stoppt uns normalerweise, ein schlechtes Gefühl. Außerdem ist noch der Gewöhnungsprozess zu beachten. Diesen kann mit längeren Phasen der Abstinenz und mit Variation begegnet werden.

Ähnlich ist es in der HRT auch. Deshalb fragen die Endos auch eher nach dem, wie es uns geht als zu streng nach den Werten zu gehen.
Ich habe ja schon einiges von Toni gelesen, aber das toppt alles. Ich weiß nicht, ob hier überhaupt etwas richtig ist.

Bei Body Positivity geht es erstmal um das Selbstbild und die Sicht auf den eigenen Körper. Im zweiten Schritt darum diese andere Sicht in der Gesellschaft zu verankern. Was Toni da geschrieben hat, das ist schlicht falsch.

Was Toni mit Sättigungspunkt bezeichnet heißt fachlich korrekt "šGesetz vom abnehmenden Grenznutzen"˜. Allerdings wird hier alles munter durcheinander geworfen. Betrachtungsobjekt ist der individuelle Nutzen, in den verschiedene Faktoren einfließen. Das Konzept ist ziemlich abstrakt und mir fehlt der Eindruck, dass Toni dieses Konzept auch nur im Ansatz verstanden hat.

Den Höhepunkt der Absurdität erreicht der Post, wenn dieses Konzept dann auf die HRT übertragen wird. Für die HRT ist das überhaupt nicht anwendbar. Der Wirkungszusammenhang ist ganz anders (Details würden diesen Post völlig sprengen, deshalb lasse ich sie weg. Die Nutzentheorie beansprucht im VWL-Studium einige Stunden und viele Seiten Fachliteratur. Das müsste ich erst einmal alles erklären und dann kann ich anfangen zu erläutern, warum es nicht anwendbar ist).

Außerdem kann ein Endo die Hormonwerte gar nicht abfragen, denn die werden per Blutuntersuchung gemessen. Der Endo sollte fragen wie es uns geht, um sich zusammen mit den gemessenen Werten ein vollständiges Bild zu machen.

@Toni: Ich würde vorschlagen, dass Du erst einmal die Fakten für dich sauber recherchierst und klärst, bevor Du solche Posts in die Welt. Zudem halte ich es für keine gute Idee hier mit volkswirtschaftlichem falsch verstandenem Halbwissen belehrende Posts zu schreiben. Jeder kann und darf sich eine eigene Meinung bilden und Fakten in eigener Weise interpretieren. Doch die zugrundeliegenden Fakten und Hintergründe sollten korrekt sein.

Liebe Grüße

Anke
Diplom-Volkswirtin
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

https://www.transcuisine.com

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ExuserIn-2020-07-10
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Re: Body Positivity die Antwort auf Digitale Depression und ein Mittel gegen den Transtrend?

Post 32 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Anke hat geschrieben: Fr 7. Jun 2019, 22:15 Hallo,
Toni Smith hat geschrieben: Fr 7. Jun 2019, 18:47 Body Positivity sagt, du darfst alles machen so lange es niemanden anderen schadet und du dich dabei gut fühlst.

Das erinnert mich an ein Beispiel von so einem Fitnesscoach auf Youtube, der meinte Schokolade macht nicht glücklich. Was er damit meinte, wenn man heiß Hunger auf Schokolade hat, dann meint man für den moment glücklich zu sein wenn man sie ist, danach aber fühlt man sich schlecht.

Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Denn tatsächlich kann Schokolade glücklich machen aber wenn ich nach der Hälfte der Taffel weiter esse, dann singt der Glücklichkeitsfaktor und die Wahrscheinlichkeit das mir Schlecht wird steigt.

Dieses Phänomen wird in der VWL in der Sättigungskurve (hat bestimmt einen anderen Namen, weiß den aber nicht mehr) beschrieben.

Man kann seinem Körper also durch Schokolade essen durch aus was Gutes tun. Denn die ersten Bissen setzen Glückshormone frei, entspannen uns und senken dadurch den Stress und das ist gesund. Nicht gesund ist es wenn man den Sättigungspunkt überschreitet aber dann stoppt uns normalerweise, ein schlechtes Gefühl. Außerdem ist noch der Gewöhnungsprozess zu beachten. Diesen kann mit längeren Phasen der Abstinenz und mit Variation begegnet werden.

Ähnlich ist es in der HRT auch. Deshalb fragen die Endos auch eher nach dem, wie es uns geht als zu streng nach den Werten zu gehen.
Ich habe ja schon einiges von Toni gelesen, aber das toppt alles. Ich weiß nicht, ob hier überhaupt etwas richtig ist.

Bei Body Positivity geht es erstmal um das Selbstbild und die Sicht auf den eigenen Körper. Im zweiten Schritt darum diese andere Sicht in der Gesellschaft zu verankern. Was Toni da geschrieben hat, das ist schlicht falsch.

Was Toni mit Sättigungspunkt bezeichnet heißt fachlich korrekt "šGesetz vom abnehmenden Grenznutzen"˜. Allerdings wird hier alles munter durcheinander geworfen. Betrachtungsobjekt ist der individuelle Nutzen, in den verschiedene Faktoren einfließen. Das Konzept ist ziemlich abstrakt und mir fehlt der Eindruck, dass Toni dieses Konzept auch nur im Ansatz verstanden hat.

Den Höhepunkt der Absurdität erreicht der Post, wenn dieses Konzept dann auf die HRT übertragen wird. Für die HRT ist das überhaupt nicht anwendbar. Der Wirkungszusammenhang ist ganz anders (Details würden diesen Post völlig sprengen, deshalb lasse ich sie weg. Die Nutzentheorie beansprucht im VWL-Studium einige Stunden und viele Seiten Fachliteratur. Das müsste ich erst einmal alles erklären und dann kann ich anfangen zu erläutern, warum es nicht anwendbar ist).

Außerdem kann ein Endo die Hormonwerte gar nicht abfragen, denn die werden per Blutuntersuchung gemessen. Der Endo sollte fragen wie es uns geht, um sich zusammen mit den gemessenen Werten ein vollständiges Bild zu machen.

@Toni: Ich würde vorschlagen, dass Du erst einmal die Fakten für dich sauber recherchierst und klärst, bevor Du solche Posts in die Welt. Zudem halte ich es für keine gute Idee hier mit volkswirtschaftlichem falsch verstandenem Halbwissen belehrende Posts zu schreiben. Jeder kann und darf sich eine eigene Meinung bilden und Fakten in eigener Weise interpretieren. Doch die zugrundeliegenden Fakten und Hintergründe sollten korrekt sein.

Liebe Grüße

Anke
Diplom-Volkswirtin
Also ich weiß nicht was an meiner Aussage über Body Positivity falsch war. Dass das nicht alles ist ist mir auch klar. Ich schreibe nur Gedanken hier nieder die ich aus dem Buch "Body Positivity von Megan Jayne Crabbe" aufschnappe.

Ob die Theorie des Grenznutzens jetzt nun richtig dargestellt ist, ist doch unerheblich für meine aufgestellte Erklärung. Dann nenn ich es halt Sättigungstheorie und schon ist es meine Theorie, da das mit dem Grenznutzen ja wohl komplett eine andere Theorie ist. Tja, hatte halt nur ein Jahr lang VWL vor 8 Jahren. Ist schön wenn du sowas behalten kannst, mein Gehirn saugt wissen wie ein Schwamm auf und fügt es ständig mit anderem zusammen, daraus enstehen Assoziationen, die meistens den ursprünglichen Stoff verfälschen. Hat den Vorteil das ich Zusammenhänge sehe (Nachteil) wo manchmal keine sind.

Es geht hier nicht darum eine Doktorarbeit zu schreiben, sondern es ist ein öffentliches Forum. Ein Ort zum Meinungsaustausch und wie ich ihn gerne nutze, zum Theorien spinnen und Gedanken sortieren. Also bitte nicht so hart mit mir sein.

Ich nutze nun auch eher nur zwei meiner Threads, da ich sonst ständig neue aufmachen könnte aber euch das nicht antun will.
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Re: Body Positivity die Antwort auf Digitale Depression und ein Mittel gegen den Transtrend?

Post 33 im Thema

Beitrag von Anke »

[quote="Toni Smith]



Also ich weiß nicht was an meiner Aussage über Body Positivity falsch war. Dass das nicht alles ist ist mir auch klar. Ich schreibe nur Gedanken hier nieder die ich aus dem Buch "Body Positivity von Megan Jayne Crabbe" aufschnappe.
[/quote]

Deine Aussage zu Body Positivity geht so, wie Du sie hier geschrieben hast, einfach am Thema vorbei. Es mag sein, dass es im richtigen Kontext einen Sinn ergibt. Dann ist es aber wichtig, diesen Kontext herzustellen.
Ob die Theorie des Grenznutzens jetzt nun richtig dargestellt ist, ist doch unerheblich für meine aufgestellte Erklärung. Dann nenn ich es halt Sättigungstheorie und schon ist es meine Theorie, da das mit dem Grenznutzen ja wohl komplett eine andere Theorie ist. Tja, hatte halt nur ein Jahr lang VWL vor 8 Jahren. Ist schön wenn du sowas behalten kannst, mein Gehirn saugt wissen wie ein Schwamm auf und fügt es ständig mit anderem zusammen, daraus enstehen Assoziationen, die meistens den ursprünglichen Stoff verfälschen. Hat den Vorteil das ich Zusammenhänge sehe (Nachteil) wo manchmal keine sind.
Es spielt deshalb eine Rolle, weil Du in deinem Posting so getan hast, als würdest Du dich auf gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse, bzw. Modelle stützen. Das tust Du aber überhaupt nicht. Es ist einfach nur deine Idee, die Du dann Theorie nennst.

Aber auch deine sogenannte Sättigungstheorie ist in sich nicht schlüssig und schon gar nicht auf die HRT übertragbar.

Und beim Ansammeln von Informationen kommt es auch darauf an, diese in die richtigen Zusammenhänge zu bringen und erst dann damit weiter zu arbeiten.
Es geht hier nicht darum eine Doktorarbeit zu schreiben, sondern es ist ein öffentliches Forum. Ein Ort zum Meinungsaustausch und wie ich ihn gerne nutze, zum Theorien spinnen und Gedanken sortieren. Also bitte nicht so hart mit mir sein.
Ja, eine Doktorarbeit erwartet hier auch niemand. Wenn Du aber daherkommst und so tust, als wäre vieles was Du schreibst wissenschaftlich unterlegt, dann hast Du den Maßstab selbst dorthin gelegt. Dann musst Du dir auch ein ganz anderes Level an Kritik gefallen lassen, eben so, wie es im wissenschaftlichen Betrieb üblich ist.

Wenn Du einfach deine Meinung schreibst, dann sieht das ganz anders aus. Dann ist die zu respektieren, mal unabhängig davon, ob ich dir zustimme oder nicht.

Ich fände es übrigens gut, wenn Du deine Gedanken sortierst, bevor Du hier etwas schreibst oder gar einen weiteren neuen Thread aufmachst. Meinungsaustausch bedeutet, dass wir hier Meinungen austauschen. Das bedeutet nicht, dass hier inflationär wilde und zum Teil abstruse Theorien verbreitet werden sollen. Und vor dem Aufstellen neuer Theorien ist es außerordentlich hilfreich die zugrundeliegenden Gedanken auf ihre Stichhaltigkeit hin zu überprüfen. Es ist eben nicht damit getan, dass Du, wie ich das hier häufig von dir lese, dein eigenes Erleben verallgemeinerst. Und damit verhinderst Du genau das, was Du oben für dich reklamiert hast, nämlich den Meinungsaustausch.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

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