Hallo Mädels, Ihr Schlaflosen und Schlafsuchenden!
Vorweg erst mal DANKE für's Wiederbeleben dieses Threads, den ich jetzt erst entdeckt hatte und nachgelesen habe. In vielen Beiträgen finden sich Elemente wieder, die ich auch aus eigenem "Schlaferleben" kenne.
Grundsätzlich war ich schon immer, seit ich mich zurückerinnern kann, definitiv keine "Lärche", sondern eine "Nachteule". Der Horror für mich waren die Zeiten in meinem Leben, in denen ich beruflich oder aus anderen Gründen das Tagwerk um 5:00 oder 6:00 Uhr beginnen musste, z.B. während meines Studiums als ich als LKW-Fahrer für eine Großwäscherei gejobbt habe. Durch die hohe körperliche Belastung zusätzlich war ich spätestens am frühen Abend zu nichts mehr zu gebrauchen -- außer zum Schlaf und Kraft tanken.
Das andere positive Extrem erlebte ich in der Industrie in der Entwicklungs- und Designabteilung eines mittelständischen UN, wo unser Team in manchen Monaten ganze Nächte durchgearbeitet haben, um Termine zu halten. Oder später als Selbstständiger, wo Du Dir ohnehin nicht erlauben kannst, mit einer Stechuhr-Mentalität die Firma zu führen. Kam mir aber insofern entgegen, dass die "Kreativen Flow Phasen" sich meist "in the dead of night" einstellen. Jedenfalls sind einige der besten Projekte so entstanden.
Wie manche von Euch wissen, hat sich mein Leben nochmals dramatisch geändert, als meine Frau und bessere Hälfte schwer erkrankte und ich zum 24/7 Pfleger & Versorger mutieren musste. Jetzt gleicht mein Schlaf/Wachrhytmus eher dem eines Zufallsgenerators oder den extremen Dienstzeiten von Krankenschwestern / Pflegemenschen. Schwer planbar, oft mit unterbrochenen Schlafphasen, da hilft nur noch, dass ich inzwischen mir angelernt habe "Powernapping" und Yoga Mediatation einzubauen. Sonst wäre ich schon Klinikreif, was nicht passieren darf.
Ach ja: Besonders fühlte ich mich von Frieda's und Michi's Beiträgen angesprochen, als es um die "heilsame Wirkung" von Kuschel-Schlafen (im Löffelchen Modus) ging. Das unterschreibe ich gerne, es ist wohl das beste natürliche "Hilfsmittel", um in einen erholsamen Schlaf zu kommen und ganz nebenbei noch Oxitocin (das Wohlfühl- und Bindungshormon) zu produzieren.
So, nun will ich Euch aber nicht länger mit meinen Erfahrungen langweilen. Es ist jedenfalls hochinteressant zu lesen, wie bunt und vielfältig das oft sehr dogmatisch gehandhabte Thema "Schlaf und Gesundheit" in Wahrheit doch ist.
Ausgeschlafene LG
Eure Ronda

