Hallo Frieda,
ich habe mir Deine Zeilen nochmals durch den Kopf gehen lassen.
Frieda hat geschrieben: Sa 29. Sep 2018, 09:35
Luna! Du bist nicht die Erste und wirst auch nicht die Letzte sein, die auf diese Worte von mir : Wenn du in der Welt etwas siehst, das du für nicht akzeptabel hälst, kannst du dir sicher sein, das dein Verstand verwirrt ist." so reagiert hat, wie du reagiert hast!
Vorab....ich nehme dir dies absolut nicht übel! Ich akzeptiere es (sogar) Luna!
Erlaubst du es mir bitte, dich auf etwas sehr respktvoll und höflich hinzuweisen und falls dir dann der Sinn nochmals danach steht, vielleicht wiederholt darüber nachzudenken!?
Kann es sein liebe Luna, dass du betreffs der Akzeptanz etwas unachtsam, die Bedeutung des Wörtchen Zustimmung mit unter gemischt hast!?
Nicht jede Akzeptanz Luna, beinhaltet Zustimmung!
Ich denke, ich weiß schon, was Du mit "Ruhe und Frieden" finden meinst. Soweit gebe ich Dir auch vollständig recht.
Und doch - soweit es mich persönlich betrifft - habe ich nicht Akzeptanz mit Zustimmung verwechselt. Ich sehe da durchaus einen Unterschied. "Zustimmung" heißt für mich einen Zustand für gut befinden; "Akzeptanz", sich mit einem Zustand abzufinden. Und ich denke - so schön es auch sein mag, vollständig mit sich selbst im Reinen zu sein und ein Gefühl des Friedens zu empfinden - manchmal bedarf es für mich (ganz persönlich) einer Inakzeptanz, die Widerstand generiert. Ich will da gar nicht an die große Welt denken; das gilt für mich auch in der Partnerschaft oder im Berufsleben. Wenn ich nicht bereit bin, eine Tatsache hinzunehmen, sie einfach nicht akzeptieren will (und ich meine das jetzt nicht im Sinne von verdrängen), dann erzeugt das bei mir aktiven Widerstand. Ich beginne darüber nachzudenken, was ich gegen das vielleicht sogar unvermeidlich Scheinende doch noch unternehmen kann. Diese Sturköpfigkeit oder Beharrlichkeit, vielleicht auch noch gepaart mit einer Portion Ärger oder sogar Wut, bringt mich dazu, nach Lösungen zu suchen, die möglicherweise auf den ersten (und auch den zweiten) Blick nicht sichtbar waren. Auch wenn Gefühle wie Ärger und Wut per se negativ besetzt sind, so können sie doch mitunter Energien freisetzen, die zu etwas Positivem führen. Akzeptanz hat daher für mich persönlich manchmal ein wenig den Beigeschmack des Passiven.
Frieda hat geschrieben: Sa 29. Sep 2018, 09:35
Lass es mich dir bitte an einem aktuellen Fallbeispiel zeigen, was ich meine.
Folge mir bitte mental in das andere Thema, was parallel zu dem deinen hier läuft, wo sich eine Partnerin (GESTERN) zu Wort gemeldet hat, weil sie sich zu meiner Meinung äußern möchte (was ihr absolut zusteht!). Die Dame hat sich mir gegenüber (und wahrscheinlich auch zu vielen anderen hier) in ihrem Denken und Tun behauptet! Ich wiederhole nochmals, dass darf sie, dieses Recht hat sie und soll ihr auch niemals genommen werden!
Nun zu meinem Gedankenanstoß den ich dir gerne geben möchte.
------Die Aussagen dieser Dame (von GESTERN!), auf meine Worte, werden nicht meine Zustimmung finden ABER dennoch akzeptiere ich sie!-------
Kann es sein, liebe Frieda, dass Du jetzt ein wenig Akzeptanz mit Toleranz verwechselst? Ich denke, eine andere Meinung zu tolerieren ist etwas anderes als deren Inhalt zu akzeptieren. Wie hat mal jemand (ich weiß nicht mehr wer) gesagt: "Ich bin zwar nicht Ihrer Meinung, aber ich werde immer dafür eintreten, dass Sie sie sagen dürfen."
Alles Liebe
Luna