Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein? - # 2
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Luna
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Hallo Frieda, hallo Vicky,
ich danke Euch für Eure interessanten Antworten. Ich werde dazu sicher noch etwas schreiben, möchte sie mir aber zunächst mal in aller Ruhe durch den Kopf gehen lassen.
Alles Liebe bis dahin
Luna
ich danke Euch für Eure interessanten Antworten. Ich werde dazu sicher noch etwas schreiben, möchte sie mir aber zunächst mal in aller Ruhe durch den Kopf gehen lassen.
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Frieda
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Liebe Vicky,Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:29
Mir stellt sich eher die Frage, wie kann man den/die betroffene/n Partner(in) überzeugen, auch an sich selber zu arbeiten ? Für viele ist an dieser Stelle eine Beratung hilfreich.
mein Leben (über 20 Jahre Geduld und Hoffnung) mit meinem Exmann hat mir brutal gezeigt, dass ohne eigene Einsicht, sich niemals etwas ändern wird. Dass bestätigte nach seinem Tod, auch sein Therapeut mir! Sry
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Hi Frieda,
genau das meine ich, die eigene Einsicht. Du hast das prägnanter formuliert. Die Einsicht kann m.E. nur aus einem selber kommen. Der Antrieb dazu liegt im eigenen Leid. Eine Beratung kann diese Entwicklung unterstützen, aber man muss sich darauf einlassen wollen. Das ist oft das erste Problem. Lässt man sich nicht darauf ein, muss man immer wieder das Leid ertragen, bis man endlich "seinen" Weg einschlägt.
Geduld und Hoffnung sind wertvolle Güter. Aber wenn man darunter leidet, kommt man irgendwann an den Punkt, seine Lehren daraus zu ziehen oder die Situation immer länger zu ertragen. Die Frage ist dann wieder die gleiche. Was sagt mir mein Leid ? Eine mögliche Antwort, ohne sie jetzt auf Dich zu beziehen, wäre z.B. ich respektiere mich und meine Bedürfnisse zu wenig.
Ich hoffe Du verstehst, was ich meine.
genau das meine ich, die eigene Einsicht. Du hast das prägnanter formuliert. Die Einsicht kann m.E. nur aus einem selber kommen. Der Antrieb dazu liegt im eigenen Leid. Eine Beratung kann diese Entwicklung unterstützen, aber man muss sich darauf einlassen wollen. Das ist oft das erste Problem. Lässt man sich nicht darauf ein, muss man immer wieder das Leid ertragen, bis man endlich "seinen" Weg einschlägt.
Geduld und Hoffnung sind wertvolle Güter. Aber wenn man darunter leidet, kommt man irgendwann an den Punkt, seine Lehren daraus zu ziehen oder die Situation immer länger zu ertragen. Die Frage ist dann wieder die gleiche. Was sagt mir mein Leid ? Eine mögliche Antwort, ohne sie jetzt auf Dich zu beziehen, wäre z.B. ich respektiere mich und meine Bedürfnisse zu wenig.
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Viele Grüße
Vicky
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
" Ich stelle mir vor, wie ich nach Hause komme und meine Frau sehe. Sie sitzt auf dem Sofa, trägt eine Kurzhaarperücke, eine megacoole Sonnenbrille und hat sich einen modischen Schnauzer aufgeklebt. Sie trägt Lederjacke (Schultern ausgepolstert), T-Shirt (Busen flach zum Körper gebunden), Jeans und Cowboyboots, hält eine Zigarre in der Hand und erklärt mir, sie müsse mir etwas sagen. Eigentlich sei sie (zumindest teilweise) ein Mann. Sie habe schon immer so gefühlt, sich aber nie etwas zu sagen getraut. Sexuell werde sich (vorerst) aber nichts ändern (auch wenn sie gern mal den männlichen Part übernehmen würde), und es wäre doch wirklich cool wenn wir auch mal so als boys um die Häuser ziehen könnten. Wir könnten über Bikes und Fußball quatschen und überhaupt sei dies nur eine Bereicherung der Beziehung.... "
in seinen partner versuchen sich hinein zu versetzen gehört grundsätzlich dazu, ansonsten ist man nicht beziehungsfähig.
krasses beispiel ist es trotzdem, man kann dezente akzente setzen darauf step by step hinarbeiten oder einen einfach übergehen.
wenn man es tatsächlich so angeht hat man den knall wirklich nicht gehört.
überumpeln und eine mit dem spaten versetzen wäre wohl in dem falle richtig fomuliert.
aber wie ist das nun ? sind beide hetero wird es äußerst schwierig - für beide, egal wie rum nun die konstelation.
bisexuell und mit dem nötigen respekt gegenüber könnte es klappen.
oder man verbringt ein dristes da sein auf beiden seiten in einer weiter führenden partnerschaft.
noch besser man trennt sich, ist letzten endes die vernünftigste entscheidung.
da ich bi bin könnte es im entgegen gesetzen falle klappen, aber mir dein szenario auszumalen fällt trotzdem schwer.
wie es bei mir zu hause weiter geht ? ich bin auf wohnugssuche, trotz kinder.
dieser zustand ist für mich und meine ex nicht mehr erträglich.
in seinen partner versuchen sich hinein zu versetzen gehört grundsätzlich dazu, ansonsten ist man nicht beziehungsfähig.
krasses beispiel ist es trotzdem, man kann dezente akzente setzen darauf step by step hinarbeiten oder einen einfach übergehen.
wenn man es tatsächlich so angeht hat man den knall wirklich nicht gehört.
überumpeln und eine mit dem spaten versetzen wäre wohl in dem falle richtig fomuliert.
aber wie ist das nun ? sind beide hetero wird es äußerst schwierig - für beide, egal wie rum nun die konstelation.
bisexuell und mit dem nötigen respekt gegenüber könnte es klappen.
oder man verbringt ein dristes da sein auf beiden seiten in einer weiter führenden partnerschaft.
noch besser man trennt sich, ist letzten endes die vernünftigste entscheidung.
da ich bi bin könnte es im entgegen gesetzen falle klappen, aber mir dein szenario auszumalen fällt trotzdem schwer.
wie es bei mir zu hause weiter geht ? ich bin auf wohnugssuche, trotz kinder.
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Was meinst Du damit ? Für mich ist das ein Widerspruch.oder man verbringt ein dristes da sein auf beiden seiten in einer weiter führenden partnerschaft.
Viele Grüße
Vicky
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Frieda
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Ich hoffe auch dich zu verstehen Vicky!Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 14:09 Eine mögliche Antwort, ohne sie jetzt auf Dich zu beziehen, wäre z.B. ich respektiere mich und meine Bedürfnisse zu wenig.
Ich hoffe Du verstehst, was ich meine.
Ich habe mich in meiner gescheiterten Ehe über einen sehr langen Zeitraum, mit folgender Frage beschäftigt:...."Wo hört die Selbstverantwortung auf und wo fängt der Egoismus an!?"
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Luna
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Hallo Frieda,
Es braucht weder eine Entschuldigung für einen "Roman" noch für springende Gedanken. Ich danke Dir vielmehr für Deine ausführliche und authentische Antwort, die für mich sehr viele interessante Gedanken enthält. Wie nah am Thema ein Beitrag ist, zählt für mich auch nicht, solange er (wie bei Dir immer) etwas Konstruktives enthält. Das Einzige, was mich mitunter stört ist, wenn Einzelne sich in fremden Threads über zig Posts hinweg nur auf der persönlichen Ebene angreifen, ohne wirklich etwas Substanzielles in die Diskussion einzubringen. Du kannst also ganz beruhigt wieder aus Deinem Mäuseloch herauskommen.
Damit zu ein paar Zitaten, die mich besonders berührt haben oder die ich besonders für mich passend fand:
Alles Liebe
Luna
Es braucht weder eine Entschuldigung für einen "Roman" noch für springende Gedanken. Ich danke Dir vielmehr für Deine ausführliche und authentische Antwort, die für mich sehr viele interessante Gedanken enthält. Wie nah am Thema ein Beitrag ist, zählt für mich auch nicht, solange er (wie bei Dir immer) etwas Konstruktives enthält. Das Einzige, was mich mitunter stört ist, wenn Einzelne sich in fremden Threads über zig Posts hinweg nur auf der persönlichen Ebene angreifen, ohne wirklich etwas Substanzielles in die Diskussion einzubringen. Du kannst also ganz beruhigt wieder aus Deinem Mäuseloch herauskommen.
Damit zu ein paar Zitaten, die mich besonders berührt haben oder die ich besonders für mich passend fand:
Dieser Satz brachte mich zum Schmunzeln. Das waren (zum Teil) genau meine Worte nach dem Zwangsouting gegenüber meiner Frau. Ich versuchte ihr klarzumachen, dass ihre Entdeckung mich nicht zu einem anderen Menschen macht; dass vielleicht viele, zumindest aber einige der Eigenschaften, die sie an mir schätzt, genau dieser Besonderheit geschuldet sind. Ich bat sie, darüber nachzudenken, ob nicht gerade diese Eigenschaften auch ein Grund sind, warum wir zusammen sind. Auch versuchte ich ihr begreiflich zu machen, dass meine weibliche Seite nicht ein Minus an Männlichkeit, sondern ein Plus an Persönlichkeit bedeutet.Frieda hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:20 Ich erinnere mich gerade an einen Moment zwischen Michi und mir, wo sie zu mir sagte...."Schatz, ich bin immer noch ICH!". Ich weiß es noch, es war an meinem Anfang mit dem für mich ganzen neuen Thema hier....
Wie wahr. Wenn beiden Partnern das Glück des jeweils anderen am Wichtigsten ist, ist das wohl die beste Voraussetzung für eine lange Beziehung.Frieda hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:20 - "Bedenke! Das die beste Beziehung die ist, in der jeder Partner den anderen mehr liebt, als braucht."
Auch diese Weisheit deckt sich mit meinen Erfahrungen. Alles was - weil unangenehm - unter den Teppich gekehrt, verdrängt und hinausgeschoben wird, kommt früher oder später, mit oft schwerwiegenderen Folgen wieder auf Einen zu. Dieser Spruch geht Hand in Hand mit dem von Dir zitierten über Nichtwahrnehmung und Nichtexistenz.Frieda hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:20
- "Jede schwierige Situation die du jetzt meisterst, wird dir in der Zukunft erspart!"
Kann ich ebenfalls unterschreiben. "Resilienz" und Optimismus sind die Zauberworte, die mir schon in vielen Lebenslagen sehr geholfen haben.Frieda hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:20 - "Nichts ist entspannender, als das anzunehmen was kommt!"
Ich denke, dass Du in dieser Situation gelächelt hast, hat es Michi sicher erleichtert, sich Dir zu zeigen. Und ganz generell glaube ich auch stets, dass eine positive Grundeinstellung, ein freundliches Wesen und ein Lächeln auf den Lippen Vieles im Leben sehr erleichtern können. Dass Michi Dir diese Seite gezeigt hat, war (meiner außenstehenden Meinung nach) ein ganz besonderer Vertrauensbeweis. Dessen hätte es nicht beurft, wenn Michi Dich einfach nur zum Reden gebraucht hätte.Frieda hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:20 - "Wer alles mit einem Lächeln beginnt, dem wird das meiste gelingen!"
(Der Moment, als mir Michi zum aller esten mal gezeigt wurde, machte mir Anfangs Angst...und trotzdem lächelte ich,....."Warum zeigt er mir das?"
In diesem Punkt kann ich Dir nicht ganz zustimmen. Ich denke es gibt Dinge in der Welt zu sehen, die ich nicht einfach so akzeptieren will, gerade weil (wie ich hoffe) mein Verstand nicht verwirrt ist. Hunger, Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Radikalisierung (um nur einige zu nennen), sind tagtäglich zu sehen. Ich weiß, dass ich manche Dinge gar nicht, andere nur in (ganz) kleinem Ausmaß positiv verändern kann. Doch ich will mich auch nicht an sie gewöhnen und sie einfach als gegeben akzeptieren. Insofern ein kleiner Widerspruch zur von mir oben gelobten Resilienz.Frieda hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:20 - "Wenn du in der Welt etwas siehst, das du für nicht akzeptabel hälst, kannst du dir sicher sein, das dein Verstand verwirrt ist!"
Fähigkeit zur Selbstkritik und -reflexion ist eine Eigenschaft, die ich mir mal auf die Fahnen heften will. Das ist auch der Grund, warum ich nie im ersten Aufflammen einer Auseinandersetzung zu einem Streit bereit bin (eine Eigenschaft, die meine Frau mitunter auf die Palme treibt). Für mich ist es wichtig, ihre Argumente oder Vorwürfe erst einmal sacken zu lassen, nach Abflauen des ersten Zornes zu reflektieren und - nachdem ich mich beruhigt habe - in Ruhe auszudiskutieren. Ich habe einfach oft die Erfahrung gemacht, dass Ärger und Zorn schlechte Ratgeber sind, von der Sache um die es geht ablenken und eine Auseinandersetzung ins Persönliche abgleiten lassen.Frieda hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:20 - "Wenn du deinen eigenen Verstand verstehst, begegnest du jemanden, der weiser ist, als du es jemals erwartet hättest."
(Nun ja....dazu muss man bereit sein wollen. Weil Selbstkritik nicht sehr einfach ist, obwohl man sich ja selbst (eigentlich) nicht belügen kann!)
Alles Liebe
Luna
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Das ist in meinen Augen eine Fehlinterpretation. Es geht nicht darum, dass man das Glück des Anderen höher hängt als das eigene. Es geht um das Brauchen und die Liebe ausschließlich aus der eigenen Sicht. Das ist etwas ganz anderes.Luna hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 16:08
Wie wahr. Wenn beiden Partnern das Glück des jeweils anderen am Wichtigsten ist, ist das wohl die beste Voraussetzung für eine lange Beziehung.Frieda hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:20 - "Bedenke! Das die beste Beziehung die ist, in der jeder Partner den anderen mehr liebt, als braucht."
In der romantischen Liebe wird gerne die Liebe zum Anderen höher gehängt als zu sich selber. Das halte ich für einen Fehler. Viele Probleme in Beziehungen beruhen auf diesem Irrtum. Ich bin geradezu gezwungen in manchen Situationen mein Wohl über das des Partners zu stellen. Ein extremes Beispiel ist der Alkoholismus beim Partner. Hier muss ich ihn verlassen, damit er die Chance bekommt, durch sein dadurch gestiegenes Leid Fortschritte zu machen. Entsprechendes findet man bei den Psychologen unter dem Begriff der Coabhängigkeit.
Eine gute Partnerschaft beruht m.E. auf dem Prinzip der gleichen Augenhöhe. Ist das auf Dauer nicht gewährleistet, kann ich keine gute Beziehung mehr erwarten. Vielleicht ist das auch die Antwort auf Friedas Frage, wann die Selbstverantwortung aufhört und der Egoismus anfängt.
Viele Grüße
Vicky
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Hallo Vicky,
ich habe mal ein paar Stellen Deines Posts zitiert und hoffe dabei nichts aus dem Zusammenhang gerissen zu haben.
Alles Liebe
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ich habe mal ein paar Stellen Deines Posts zitiert und hoffe dabei nichts aus dem Zusammenhang gerissen zu haben.
Ich habe derartige Reaktionen auch nicht als unumgänglich zwingend dargstellt, sondern sie mit einem Fragezeichen versehen. Die von Dir zitierten Fragen und Statements mögen für sich allein genommen auch respektlos und/oder übergriffig sein. Ich sprach in meinem Fall allerdings von einer Partnerschaft, in der ich nicht von Anfang an offen war. Wenn man so will habe ich da zunächst mal die größere Respektlosigkeit zu vertreten, sitze also in einem ziemlichen Glashaus. Das soll allerdings nicht heißen, dass ich mir jegliche Äußerungen einfach so gefallen lassen würde.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:29 Hmm, der Perspektivwechsel ist sicherlich sehr hilfreich, wenn es darum geht, den/die Partner/in ernst zu nehmen. Aber die beschriebene Reaktion ist eine mögliche Reaktion, aber bei weitem nicht eine zwingende Folge.
Hier kann ich Dir in Vielem zustimmen. Ich denke allerdings nicht, dass der Umstand, dass Trans in einer Beziehung ein Problem ist, gleich immer auf andere Probleme, insbesondere in Bezug auf die Persönlichkeit der Partnerin hindeuten muss. Zunächst ging es mir ja im Wesentlichen um die ersten Reaktionen nach einem Coming Out und nicht um die Einstellung einer Partnerin, die schon seit Jahren mit der Besonderheit ihres Partners od. ihrer Partnerin konfrontiert ist. Wenn derartige Äußerungen auch nach geraumer Zeit noch fallen, muss man sich wohl überlegen, ob man mit dem richtigen Menschen zusammen ist. Im Übrigen ist der Mensch aber nunmal ein soziales Wesen, d.h. bis zu einem gewissen Grad auch von seinem Umfeld abhängig. Es gibt darüber hinaus wirtschaftliche Abhängigkeiten und nicht zuletzt sind wir auch sexuelle Wesen. Wenn bei der Partnerin nun (im worst case) alle dieser Bereiche zugleich betroffen sind, wäre es meiner Meinung nach nicht zielführend die eigene Befindlichkeit als (relativ) fixen Ausgangspunkt zu nehmen und die Lösungsansätze primär in ihrer Person zu suchen. Natürlich wird man sich die einzelnen Punkte (Sexualität, Nachbarschaft, Job usw.) einzeln herausgreifen und diskutieren müssen, versuchen ihr die jeweiligen Ängste zu nehmen oder auch von den eigenen Vorstellungen Abstriche machen. Dabei wäre es sicher am erfolgversprechendsten, wenn sich - wie Du schreibst - beide Beteiligten reflektieren, aufeinander zubewegen und so einen für Beide gangbaren Weg finden.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:29
Die Reaktionsspannweite spiegelt mMn nur die Betroffenheit des/r Partner/in wider. Ist Trans ein Problem in der Partnerschaft deutet das auf ein anderes Problem hin. Eine Reaktion wie z.B. "was sollen die Nachbarn denken" könnte auf eine starke Fremdbestimmung hindeuten. Aufkommende Ängste deuten auf tiefer liegende Probleme in der Persönlichkeit hin.
Damit will ich nicht sagen, dass man Trans toll finden muss, aber eigene Emotionen haben Ursachen im eigenen Selbst. Trans des Partners/in ist dann der Hebel an den eigenen Themen zu arbeiten. Wenn also meine Partnerin den Macker markiert und ich Probleme damit habe, frage ich mich als erstes, warum ist das so ? Was sagen mir meine Emotionen ?
Mein Problem ist für mich fruchtbar. Die Kommunikation mit meiner Partnerin wäre also geprägt von Aussagen, was das mit mir macht. Nicht die Partnerin muss sich ändern, sondern ich mich selber. Natürlich kann zusätzlich auch meine Partnerin zu ähnlichen Gedanken kommen, was wiederum zu Änderungen bei ihr führen kann. Das ist im Kern der Wachstumsprozess, der durch Beziehungen initiiert werden kann. Deshalb gibt es Bücher, die sich mit diesen Prozessen beschäftigen, wie z.B. Die Wahrheit beginnt zu zweit (Michael Lukas Möller) oder Liebe Dich selbst und freu Dich auf die nächste Krise (Ehepaar Zurhorst).
Erst danach komme ich an den Punkt, an dem überhaupt die Beziehung zur Diskussion steht. Wie geht man weiter damit um. Erkenne ich die Unterschiede an und kann/will ich damit leben ? Auch hier gibt es nennenswerte Autoren (David Schnarch, Ulrich Clement), die einem Hilfestellung geben können. Ob die Beziehung bestehen bleibt, ist dadurch nicht gewährleistet, aber sollte man sich trennen, weiß man wenigstens warum. Die Alternative wäre ein simples Verdrängen oder davon laufen. Damit ist niemandem geholfen.
Klar ist das etwas theoretisch und nicht jede/r ist an dem Punkt, das so zu erkennen. Für mich ist es aber der einzige Weg, etwas aus der Situation mitzunehmen. Mir stellt sich eher die Frage, wie kann man den/die betroffene/n Partner(in) überzeugen, auch an sich selber zu arbeiten ? Für viele ist an dieser Stelle eine Beratung hilfreich. Wichtig wäre es aus meiner Sicht, dass klar ist, dass es nicht um eine Manipulation geht, um Trans zu akzeptieren. Es geht darum, die eigenen Verstrickungen aufzulösen und dann einen Weg zu finden, der für beide als der tragfähigste angesehen wird.
Dabei ist eine mögliche "Schuldfrage", egal ob ich mich selber oder den/die Partner/in verantwortlich mache, äußerst hinderlich. Sie verschließt nämlich den Blick auf die eigenen Themen und damit auf mögliche Lösungen. Es ist ein Weglaufen vor sich selber. Nur wo meine eigenen Probleme, nicht die des Partners, liegen, liegt auch mein Wachstumspotential.
Die Beziehung ist das Vehikel, auf meine Probleme gestoßen zu werden. Vor den eigenen Problemen haben aber viele Menschen Angst. Deshalb werden sie gerne verdrängt und verschoben. Muss man aber nicht ...
Alles Liebe
Luna
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Hi Luna,
es liegt mir fern, Dich in irgendeiner Weise anzugreifen, aber ich verstehe nicht Deine Reaktion auf das erste Zitat von mir. Worin liegt die Übergriffigkeit ? Und das ist eine ernst gemeinte Frage.
Zum zweiten Zitat schreibst Du:
Wenn ich vom Problem des Partners spreche meine ich letztlich die Verstrickungen aus alten Zeiten, die einem selber nicht gut tun. Deshalb ja auch die heftige Emotion. Ich verstehe darunter NICHT eine Ar Schuldfrage oder man müsse sich ändern, um demjenigen, der das Problem aufgeworfen hat, es Recht zu tun. Das wird gerne falsch verstanden. Ich meine, dass genau in dieser Situation ein Entwicklungspotential für einen selber liegt. Wenn also ein Transmensch sich dem Partner zeigt und es zu einer heftigen Abwehrreaktion kommt, kann sich die Person selber fragen, warum es denn genau zu dieser Reaktion gekommen ist. Vielleicht entdeckt man, dass einem die Sorge, was die Nachbarn denken, wichtiger ist, als das eigentliche Transen. Das könnte wiederum als Ursache zu der Erkenntnis führen, dass man in seinem Leben sich zu sehr von der Meinung anderer abhängig gemacht hat. Vielleicht ist es fehlende Selbstliebe.
Das ist jetzt nur konstruiert, um zu verdeutlichen was ich meine. Die Selbsterkenntnis kommt auch nicht sofort über Nacht. Aber es kann ein sehr befruchtender Prozess sein. Und ich meine "kann", nicht "muss". Man kann auch andere Wege gehen. Das und nichts anderes habe ich gemeint.
es liegt mir fern, Dich in irgendeiner Weise anzugreifen, aber ich verstehe nicht Deine Reaktion auf das erste Zitat von mir. Worin liegt die Übergriffigkeit ? Und das ist eine ernst gemeinte Frage.
Zum zweiten Zitat schreibst Du:
Das sehe ich auch so. Jedoch halte ich es für eine gute Praxis, zuerst bei sich selber zu suchen. (Ich lasse das sein/ihr jetzt einmal weg) Wenn jemand eine heftige Reaktion zeigt, gleich welches Thema, ist das zunächst seine Reaktion. D.h. worin liegt genau die Ursache einer Reaktion. Gerade im Reflexhaften liegen eben keine Üblergungen. Das kann man nutzen (wenn man will).gleich immer auf andere Probleme, insbesondere in Bezug auf die Persönlichkeit der Partnerin hindeuten muss.
Wenn ich vom Problem des Partners spreche meine ich letztlich die Verstrickungen aus alten Zeiten, die einem selber nicht gut tun. Deshalb ja auch die heftige Emotion. Ich verstehe darunter NICHT eine Ar Schuldfrage oder man müsse sich ändern, um demjenigen, der das Problem aufgeworfen hat, es Recht zu tun. Das wird gerne falsch verstanden. Ich meine, dass genau in dieser Situation ein Entwicklungspotential für einen selber liegt. Wenn also ein Transmensch sich dem Partner zeigt und es zu einer heftigen Abwehrreaktion kommt, kann sich die Person selber fragen, warum es denn genau zu dieser Reaktion gekommen ist. Vielleicht entdeckt man, dass einem die Sorge, was die Nachbarn denken, wichtiger ist, als das eigentliche Transen. Das könnte wiederum als Ursache zu der Erkenntnis führen, dass man in seinem Leben sich zu sehr von der Meinung anderer abhängig gemacht hat. Vielleicht ist es fehlende Selbstliebe.
Das ist jetzt nur konstruiert, um zu verdeutlichen was ich meine. Die Selbsterkenntnis kommt auch nicht sofort über Nacht. Aber es kann ein sehr befruchtender Prozess sein. Und ich meine "kann", nicht "muss". Man kann auch andere Wege gehen. Das und nichts anderes habe ich gemeint.
Viele Grüße
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Aufgrund der Tatsache, dass es (um 1985) in meinem Bekanntenkreis zu einem Outing kam und damit zu einem Erschrecken der Familienangehörigen. Seit dem beschäftigt mich die Frage, wie die "Aktion" ruhiger und besonnener hätte laufen können. - Immer wieder lese ich seit dem von solchen Öffnungen und es schält sich für mich mehr und mehr heraus: es gibt leider-leider kein Patentrezept.
Meine Einsicht lautet inzwischen: Wir machen uns von den Menschen, die wir meinen gut oder gar sehr gut zu kennen ein Bild (damit wir sie "(an-)erkennen" können, aber wir pflegen dieses Bild beständig - Pflegen auch im Sinne von konservieren! Der Spielraum des beständigen Anpassens wird eher gering gehalten.
Und genau dieser Spielraum ist dann wohl auch, der den Konflikt auslöst oder sogar bestenfalls verhindert (das soll es ja auch geben!). Ursprünglich dachte ich, es sei eine Frage und ein Qualität der Toleranz, die hier erforderlich ist...
Es gibt eine ähnliche Dramatik, wenn nach einem schweren Unfall oder einer stark einfluss-nehmenden Erkrankung die Partnerin/der Partner nicht mehr dem Bild von gestern entspricht. Daran sind schon viele Partnerschaften zugrunde gegangen.
Und nun sagt ein Mensch zu seinen Mitmenschen, ich bin nicht (mehr) der Mensch, den ihr meint zu kennen, sondern...
Ich habe (das gestehe ich ohne rot zu werden) der Person von 1985 die "neue Rolle" nicht abgenommen; so sehr ich mich bemühte, es gelang mir einfach nicht. Bis hin zu einem Privat-TV-Sender ging dieser Mensch, stellte sich dort vor und klagte an, dass keiner der vielen Gutachter akzeptieren wollte, was doch für ihn offenkundig war;... und die Familie schaffte nur noch einen mitleidigen losen Kontakt. - Die Brechstange eignet sich als Lösung auch nicht...
Schwer, sehr schwer!
Meine Einsicht lautet inzwischen: Wir machen uns von den Menschen, die wir meinen gut oder gar sehr gut zu kennen ein Bild (damit wir sie "(an-)erkennen" können, aber wir pflegen dieses Bild beständig - Pflegen auch im Sinne von konservieren! Der Spielraum des beständigen Anpassens wird eher gering gehalten.
Und genau dieser Spielraum ist dann wohl auch, der den Konflikt auslöst oder sogar bestenfalls verhindert (das soll es ja auch geben!). Ursprünglich dachte ich, es sei eine Frage und ein Qualität der Toleranz, die hier erforderlich ist...
Es gibt eine ähnliche Dramatik, wenn nach einem schweren Unfall oder einer stark einfluss-nehmenden Erkrankung die Partnerin/der Partner nicht mehr dem Bild von gestern entspricht. Daran sind schon viele Partnerschaften zugrunde gegangen.
Und nun sagt ein Mensch zu seinen Mitmenschen, ich bin nicht (mehr) der Mensch, den ihr meint zu kennen, sondern...
Ich habe (das gestehe ich ohne rot zu werden) der Person von 1985 die "neue Rolle" nicht abgenommen; so sehr ich mich bemühte, es gelang mir einfach nicht. Bis hin zu einem Privat-TV-Sender ging dieser Mensch, stellte sich dort vor und klagte an, dass keiner der vielen Gutachter akzeptieren wollte, was doch für ihn offenkundig war;... und die Familie schaffte nur noch einen mitleidigen losen Kontakt. - Die Brechstange eignet sich als Lösung auch nicht...
Schwer, sehr schwer!
Mein Sein ist mein Leben und warum sollte ich an meinem Leben etwas ändern, damit ich das bin, was anderen von mir erwarten - Das Ergebnis könnte nur sein, dass ich eine schlechte Rolle spiele! - ICH BIN ICH!
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Frieda
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Guten Morgen!
So viele viele viele Worte gestern (hier im Forum) um mich herum, die bis heute in mir nachwirken.
Ich kann mich noch immer kaum richtig sammeln um dir Luna, gerecht auf deine gefühlvollen und zugleich starken Worte reagieren zu können. Ich bedauere dies, aber ich möchte ehrlich noch heute Vormittag dir reagieren wollen. Ich kenne mich, die Worte an dich, würden mir übers ganze WE hin durch mein Hirn kriechen, während meine Qualitätszeit mit Michi läuft. Und da ich Michi meine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken möchte, bemühe ich mich jetzt sehr, dir Luna noch auf einen speziellen Punkt zu reagieren.
Luna! Du bist nicht die Erste und wirst auch nicht die Letzte sein, die auf diese Worte von mir : Wenn du in der Welt etwas siehst, das du für nicht akzeptabel hälst, kannst du dir sicher sein, das dein Verstand verwirrt ist." so reagiert hat, wie du reagiert hast!
Vorab....ich nehme dir dies absolut nicht übel! Ich akzeptiere es (sogar) Luna!
Erlaubst du es mir bitte, dich auf etwas sehr respktvoll und höflich hinzuweisen und falls dir dann der Sinn nochmals danach steht, vielleicht wiederholt darüber nachzudenken!?
Kann es sein liebe Luna, dass du betreffs der Akzeptanz etwas unachtsam, die Bedeutung des Wörtchen Zustimmung mit unter gemischt hast!?
Nicht jede Akzeptanz Luna, beinhaltet Zustimmung!
Lass es mich dir bitte an einem aktuellen Fallbeispiel zeigen, was ich meine.
Folge mir bitte mental in das andere Thema, was parallel zu dem deinen hier läuft, wo sich eine Partnerin (GESTERN) zu Wort gemeldet hat, weil sie sich zu meiner Meinung äußern möchte (was ihr absolut zusteht!). Die Dame hat sich mir gegenüber (und wahrscheinlich auch zu vielen anderen hier) in ihrem Denken und Tun behauptet! Ich wiederhole nochmals, dass darf sie, dieses Recht hat sie und soll ihr auch niemals genommen werden!
Nun zu meinem Gedankenanstoß den ich dir gerne geben möchte.
------Die Aussagen dieser Dame (von GESTERN!), auf meine Worte, werden nicht meine Zustimmung finden ABER dennoch akzeptiere ich sie!-------
Vor Jahren gab es einen einschneidenden Tag X für mich, wo mir die Frage gestellt wurde: "Was wünschen Sie sich für ihre Zukunft?" Mein Antwort war: "Ruhe und Frieden!!!"
Seitdem verfolge ich dieses Ziel BESTÄNDIG!
Luna! Ich gebe dir recht mit deinen Aufzählungen welches Leid hier auf unseren Planeten existiert...100%-ig! Nur was erreichst du mit deiner Inakzeptanz? Was? Frage dich das doch bitte einmal? Bedeutet für dich ehrlich Akzeptanz=Zustimmung ausnahmslos? WIRKLICH?
Für mich nicht!!!! Nicht jedes akzeptieren, beinhaltet zustimmen! Warum existieren denn dann diese beiden Wörter? Kann denn dann nicht eines von beiden im Duden und und und, gelöscht werden?
Also ich finde nicht! Wahre Akzeptanz schenkt dir innerliche Ruhe. Warum bitte sollte ich der Dame ihre Worte an mich nicht akzeptieren? Habe ich denn die Macht und das Können Sie jemals, von ihrem Denken und Tun weg zu bringen? NEIN!!!! Diese Macht und dieses Können werden ich niemals besitzen! Ich habe nicht die Macht das Unrecht was sie seit Jahren ihrem Partner zufügt, ändern oder verhindern zu können. Das einzige wozu ich hier in weiter Ferne, in der Lage bin, zu versuchen Sie zum nachdenken zu bewegen! Ich erreiche sie räumlich nicht! Und nachdem ich ihre Worte lesen und auch fühlen konnte, wurde mir klar, bis wohin meine Kreide diesbezüglich mental und emotional jemals schreiben wird!
Eine andere Partnerin reagierte in dem selben Thema auch schon zu mir öffentlich. Ihre Worte waren viel weiser und einsichtiger. Bei ihr kam ein großer Herzenswunsch in mir auf, Sie dies wissen und auch fühlen zu lassen, weil sie (in meiner Wahrnehmung) uns allen hier, unbeschreibliche Größe gezeigt hat!!!!! Aber Sie signalisierte etwas später für mich deutlich, keine weiteren persönlichen Worte von mir zu wünschen...was ich wieder verständnisvoll und einsichtig akzeptiere!!!!
Kannst du mich nun ein kleines bisschen besser verstehen Luna?
Ich weiß, dass ich zB niemals alles Leid auf diesem Planeten auslöschen kann! Dieses akzeptieren zu können, schenkt mir innerliche Ruhe, denn meine innerliche Unruhe die durch Inakzeptanz hervorgerufen wird, kann das Leid der Anderen auch nicht ändern. Und meine Akzeptanz bedeutet nicht das ich ausnahmslos zustimme oder es toll finde, in welchem Leid andere sich befinden. Dass ich daraus lerne und mich in meinen Möglichkeiten versuche danach zu richten, weniger Leid auf diesen Planeten zu bringen, ist dann der nächste Schritt, den ich wiederum akzeptiere in meinem Radius, wie weit meine Möglichkeiten sind!
Ich wünsche dir, sowie allen anderen ehrlich ein ruhiges, friedliches, gefühlvolles, inniges, liebevolles und gemütliches Wochende!
Ich freue mich sehr über den Gedankenaustausch mit jeder/jedem einzelnen hier!
Daaaaanke dafür
Namaste
So viele viele viele Worte gestern (hier im Forum) um mich herum, die bis heute in mir nachwirken.
Ich kann mich noch immer kaum richtig sammeln um dir Luna, gerecht auf deine gefühlvollen und zugleich starken Worte reagieren zu können. Ich bedauere dies, aber ich möchte ehrlich noch heute Vormittag dir reagieren wollen. Ich kenne mich, die Worte an dich, würden mir übers ganze WE hin durch mein Hirn kriechen, während meine Qualitätszeit mit Michi läuft. Und da ich Michi meine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken möchte, bemühe ich mich jetzt sehr, dir Luna noch auf einen speziellen Punkt zu reagieren.
Luna! Du bist nicht die Erste und wirst auch nicht die Letzte sein, die auf diese Worte von mir : Wenn du in der Welt etwas siehst, das du für nicht akzeptabel hälst, kannst du dir sicher sein, das dein Verstand verwirrt ist." so reagiert hat, wie du reagiert hast!
Vorab....ich nehme dir dies absolut nicht übel! Ich akzeptiere es (sogar) Luna!
Erlaubst du es mir bitte, dich auf etwas sehr respktvoll und höflich hinzuweisen und falls dir dann der Sinn nochmals danach steht, vielleicht wiederholt darüber nachzudenken!?
Kann es sein liebe Luna, dass du betreffs der Akzeptanz etwas unachtsam, die Bedeutung des Wörtchen Zustimmung mit unter gemischt hast!?
Nicht jede Akzeptanz Luna, beinhaltet Zustimmung!
Lass es mich dir bitte an einem aktuellen Fallbeispiel zeigen, was ich meine.
Folge mir bitte mental in das andere Thema, was parallel zu dem deinen hier läuft, wo sich eine Partnerin (GESTERN) zu Wort gemeldet hat, weil sie sich zu meiner Meinung äußern möchte (was ihr absolut zusteht!). Die Dame hat sich mir gegenüber (und wahrscheinlich auch zu vielen anderen hier) in ihrem Denken und Tun behauptet! Ich wiederhole nochmals, dass darf sie, dieses Recht hat sie und soll ihr auch niemals genommen werden!
Nun zu meinem Gedankenanstoß den ich dir gerne geben möchte.
------Die Aussagen dieser Dame (von GESTERN!), auf meine Worte, werden nicht meine Zustimmung finden ABER dennoch akzeptiere ich sie!-------
Vor Jahren gab es einen einschneidenden Tag X für mich, wo mir die Frage gestellt wurde: "Was wünschen Sie sich für ihre Zukunft?" Mein Antwort war: "Ruhe und Frieden!!!"
Seitdem verfolge ich dieses Ziel BESTÄNDIG!
Luna! Ich gebe dir recht mit deinen Aufzählungen welches Leid hier auf unseren Planeten existiert...100%-ig! Nur was erreichst du mit deiner Inakzeptanz? Was? Frage dich das doch bitte einmal? Bedeutet für dich ehrlich Akzeptanz=Zustimmung ausnahmslos? WIRKLICH?
Für mich nicht!!!! Nicht jedes akzeptieren, beinhaltet zustimmen! Warum existieren denn dann diese beiden Wörter? Kann denn dann nicht eines von beiden im Duden und und und, gelöscht werden?
Also ich finde nicht! Wahre Akzeptanz schenkt dir innerliche Ruhe. Warum bitte sollte ich der Dame ihre Worte an mich nicht akzeptieren? Habe ich denn die Macht und das Können Sie jemals, von ihrem Denken und Tun weg zu bringen? NEIN!!!! Diese Macht und dieses Können werden ich niemals besitzen! Ich habe nicht die Macht das Unrecht was sie seit Jahren ihrem Partner zufügt, ändern oder verhindern zu können. Das einzige wozu ich hier in weiter Ferne, in der Lage bin, zu versuchen Sie zum nachdenken zu bewegen! Ich erreiche sie räumlich nicht! Und nachdem ich ihre Worte lesen und auch fühlen konnte, wurde mir klar, bis wohin meine Kreide diesbezüglich mental und emotional jemals schreiben wird!
Eine andere Partnerin reagierte in dem selben Thema auch schon zu mir öffentlich. Ihre Worte waren viel weiser und einsichtiger. Bei ihr kam ein großer Herzenswunsch in mir auf, Sie dies wissen und auch fühlen zu lassen, weil sie (in meiner Wahrnehmung) uns allen hier, unbeschreibliche Größe gezeigt hat!!!!! Aber Sie signalisierte etwas später für mich deutlich, keine weiteren persönlichen Worte von mir zu wünschen...was ich wieder verständnisvoll und einsichtig akzeptiere!!!!
Kannst du mich nun ein kleines bisschen besser verstehen Luna?
Ich weiß, dass ich zB niemals alles Leid auf diesem Planeten auslöschen kann! Dieses akzeptieren zu können, schenkt mir innerliche Ruhe, denn meine innerliche Unruhe die durch Inakzeptanz hervorgerufen wird, kann das Leid der Anderen auch nicht ändern. Und meine Akzeptanz bedeutet nicht das ich ausnahmslos zustimme oder es toll finde, in welchem Leid andere sich befinden. Dass ich daraus lerne und mich in meinen Möglichkeiten versuche danach zu richten, weniger Leid auf diesen Planeten zu bringen, ist dann der nächste Schritt, den ich wiederum akzeptiere in meinem Radius, wie weit meine Möglichkeiten sind!
Ich wünsche dir, sowie allen anderen ehrlich ein ruhiges, friedliches, gefühlvolles, inniges, liebevolles und gemütliches Wochende!
Ich freue mich sehr über den Gedankenaustausch mit jeder/jedem einzelnen hier!
Daaaaanke dafür
Namaste
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Hallo Vicky,
vielleicht habe ich Dich falsch verstanden oder Du mich. Übergriffig und respektlos bezog sich in keinster Weise auf Deine Antwort, sondern stammen aus Deinem nachstehenden Satz:
Alles Liebe
Luna
vielleicht habe ich Dich falsch verstanden oder Du mich. Übergriffig und respektlos bezog sich in keinster Weise auf Deine Antwort, sondern stammen aus Deinem nachstehenden Satz:
Sollte ich Dich dabei missverstanden haben, tut mir das leid.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 28. Sep 2018, 09:29 Hmm, der Perspektivwechsel ist sicherlich sehr hilfreich, wenn es darum geht, den/die Partner/in ernst zu nehmen. Aber die beschriebene Reaktion ist eine mögliche Reaktion, aber bei weitem nicht eine zwingende Folge.
Wenn Worte fallen wie z.B. "Kann man das nicht therapieren? ", "Du machst Dich ja lächerlich!" oder "das ist ja pervers!" zeigen deutliche Potentiale hinsichtlich einer Verbesserung der Kommunikation. Oder anders gesagt, sie sind übergriffig. Wenn diese nach dem Abflauen der ersten emotionalen Reaktion bestehen bleiben, zeigen sie auch Probleme in der Beziehung auf, denn sie sind schlichtweg respektlos.
Alles Liebe
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Hallo Androsern,
ich danke Dir für Deine Zeilen und Deine Offenheit.
Ein Patentrezept kann es sicher nicht geben. Jeder Mensch ist anders, jede Beziehung, die jeweiligen Lebensumstände...
Wenn, dann kann man vielleicht den Rahmen beeinflussen und die "Dosis" bestimmen und - natürlich am Wichtigsten - den Zeitpunkt. In meinem Fall wäre es natürlich fair und richtig gewesen, gleich zu Beginn der Beziehung alle Karten auf den Tisch zu legen. Ich bin sehr froh, dass sie sich meine Argumente und Ängste, warum ich das nicht getan habe, angehört, sich auch in mich hineinversetzt und mir letztlich verziehen hat. Nun werden wir gemeinsam sehen, wohin der Weg führt.
Ein derartiges Outing oder Coming Out kommt aber sicherlich einem Offenbarungseid gleich. An diesem Punkt fallen alle Masken und man sieht wie tragfähig eine Beziehung wirklich ist oder sonst eben die Gründe, warum sie es nicht ist. Das kann einem schon die Augen öffnen.
Alles Liebe
Luna
ich danke Dir für Deine Zeilen und Deine Offenheit.
Ein Patentrezept kann es sicher nicht geben. Jeder Mensch ist anders, jede Beziehung, die jeweiligen Lebensumstände...
Wenn, dann kann man vielleicht den Rahmen beeinflussen und die "Dosis" bestimmen und - natürlich am Wichtigsten - den Zeitpunkt. In meinem Fall wäre es natürlich fair und richtig gewesen, gleich zu Beginn der Beziehung alle Karten auf den Tisch zu legen. Ich bin sehr froh, dass sie sich meine Argumente und Ängste, warum ich das nicht getan habe, angehört, sich auch in mich hineinversetzt und mir letztlich verziehen hat. Nun werden wir gemeinsam sehen, wohin der Weg führt.
Ein derartiges Outing oder Coming Out kommt aber sicherlich einem Offenbarungseid gleich. An diesem Punkt fallen alle Masken und man sieht wie tragfähig eine Beziehung wirklich ist oder sonst eben die Gründe, warum sie es nicht ist. Das kann einem schon die Augen öffnen.
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Re: Wie verletztlich/tolerant dürfen, sollen, können wir sein?
Hallo Frieda,
mach Dir doch keine großen Gedanken. Genieße Deine Zeit mit Michi in vollen Zügen. Für Antworten ist immer Zeit.
Alles Liebe
Luna
p.s.: Deine Gedanken und Sichtweise lasse ich mir natürlich durch den Kopf gehen, wie ich das mit jedem Beitrag tue.
mach Dir doch keine großen Gedanken. Genieße Deine Zeit mit Michi in vollen Zügen. Für Antworten ist immer Zeit.
Alles Liebe
Luna
p.s.: Deine Gedanken und Sichtweise lasse ich mir natürlich durch den Kopf gehen, wie ich das mit jedem Beitrag tue.