Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS
Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS - # 3

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Violetta Arden
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 31 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Megan1988 hat geschrieben: Mi 25. Jul 2018, 14:50 @Gerda Joanna ein schöner Thread :)

Bis Anfang Februar diesen Jahres(13 Jahre später) habe ich es endlich verstanden und vor allen Dingen akzeptiert was ich bin. Eine vollständige Frau werde ich leider nie werden. Dafür war ich wohl zu lange Mann. Aber ich kann mich so gut es geht "anpassen" und zum Schluss dann in ein paar Jahren dann die GaOP durchziehen. Dann ist es endlich vollbracht. In den nächsten 1-2 Jahren halt so viel Sicherheit gewinnen wie es geht.

Das ist so mein Weg den ich gerade gehe.

Liebe Grüße Megan
Hallo Megan - wünsche Dir dabei alles Gute
LG Gerda
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sbsr
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 32 im Thema

Beitrag von sbsr »

gerda joanna hat geschrieben: Fr 27. Jul 2018, 09:38 Ich verwende auch meist eine Auspolsterung rund um die Hüften und Silikoneinlagen im BH - da zwänge ich mich nicht hinein.. ich fühle mich dann in meiner weiblichen Rolle einfach identischer und wohler weil es dann den weiblichen Formen näher kommt.
Hallo Gerda,

hoffentlich kam das nicht falsch rüber, es sollte nicht heißen, dass ich solche "Schummeleien" verurteile oder so!!!

Ganz im Gegenteil, ich würde mir nichts mehr wünschen als schmälere Schultern und Oberarme, dafür vollere Hüften und Schenkel. Ohne Petticoat unterm Kleid gehe ich auch nicht raus, damit die Proportionen ein wenig besser hinkommen. BH mit Polster muss ebenso sein. Nur liegt für mich der Fokus anders. Mir gibt es nichts, einen vollen Po zu haben, wenn ich mir dafür eingewickelt vorkomme. Ich mag fühlen, wie der Rock um die Hüften schwingt.

Aber da ist jede anders und ich habe totales Verständnis, wenn jemand verstärkt Wert auf Körperformen legt. Genauso, was vielleicht in diesem Thread allgemein zu kurz kam, verstehe ich jegliche Beweggründe weibliche Kleidung anzuziehen. Vom als Frau fühlen bis zum Fetisch kann ich sämtliche Neigungen nachvollziehen und finde sie auch absolut in Ordnung. Der "Reiz", der ja Titel des Themas ist, kann durchaus etwas schönes sein. Mir fehlt er, leider möchte ich schon fast sagen, in dieser Form.

Danke für die Wünsche und liebe Grüße zurück!
Svenja
Joe95
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 33 im Thema

Beitrag von Joe95 »

gerda joanna hat geschrieben: Fr 27. Jul 2018, 09:20
Joe95 hat geschrieben: Di 24. Jul 2018, 12:26
Ich brauch nicht lange suchen um eine Cis-Frau zu finden, die mindestens genau so häßlich ist wie ich.
Niemand ist von sich aus hässlich - das kommt nur darauf an wie man/frau es sieht bzw. was in der Gesellschaft als hässlich konditioniert ist.
Alles Liebe Gerda
Natürlich hast du völlig recht.
Wäre ich nicht zu faul gewesen hätte ich geschrieben "...die nach meinem Empfinden noch weniger Attraktivität austrahlt als ich selber."
Allerdings ist dieser Satz eh nicht so ernst zu nehmen, da ich noch nie ernsthaft die Attraktivität irgendwelcher Frauen mit meiner verglichen habe.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 34 im Thema

Beitrag von Viktoria-TV »

Was für mich den Reiz an der Sache ausmacht ist die Verwandlung vom Mann in ein attraktiv empfundenes Wesen. Ich denke es ist das Entdecken Gestalten und erforschen der eigenen nicht gelebten Weiblichkeit. Der Akt des schminken und dressens ist für mich kreative Betätigung. Ich schaffe mein eigenes kunstobjekt ja und Viktoria ist für mich persönlich ein Stück weit auch kunstobjekt. Schummeln gehört dazu. So kann ich meine gefühlte Weiblichkeit zelebrieren und ich denke genau da ist für mich auch der Reiz an der Sache. Ich hoffe das ist so einiger maßen nachvollziehbar und nicht zu verquer gedacht

Lg
Viktoria
I`m not ashamed to dress "like a woman" because I don`t think it's shameful to be a woman. - Iggy Pop -
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 35 im Thema

Beitrag von Wally »

gerda joanna hat geschrieben: Di 24. Jul 2018, 10:37
Nun aber auch zu dem im Betreff erwähnten TS.
Für mich ist da der Unterschied zwischen CDs und TS der Reiz der Verwandlung.
Liebe Gerda-Joanna,

Da möchte ich Dir als Mann-zu-Frau-Transsexuelle widersprechen: der Reiz der Verwandlung ist gerade das, was wir TS (jedenfall sehr viele von uns, wenn nicht sogar die große Mehrheit) mit Transvestiten GEMEINSAM haben! Nur gehen unsere Bedürfnisse darüber hinaus noch weiter und reichen tiefer, die bloße Änderung des äußerlichen Outfits genügt uns nicht, wir wollen auch unseren Körper selber dem weiblichen Muster angleichen, und das alles dauerhaft, nicht bloß zeitweise: da liegt dann der Unterschied zu TV.

Es heißt ja oft, Transvestiten hätten sexuelle Motive für ihr Crossdressing (fänden es also "geil" und würden es als Mittel zur sexuellen Erregung als Mann, also als sexuellen Fetisch benützen - und Transsexuelle würden das nicht tun und nicht so empfinden. Das ist m. E. in mehrfacher Hinsicht falsch bzw. missverständlich.

Was ist sexuelle Erregung? Ist das, was ein Transvestit beim Rollenwechsel empfindet, wirklich (männliche) Sexualität? Da es sich um Gefühle handelt, kann ich da jetzt zwar nur von mir selber reden - und ich bin definitiv TS, nicht TV. Aber mich hat die Verwandlung, das Hinüberschlüpfen und mich Zeigen in der weibliche Rolle, schon als Jugendlicher, also vor über 50 Jahren, sehr "gereizt" - und das hat sich auch nie geändert, das ist heute für mich als 70-Jährigen immer noch so! Dieser "Reiz" war für mich immer ein wesentlicher Teil der Motivation; dass für mich in der weiblichen Rolle dann auch vieles andere leichter wird, dass ich mich da auch weitab sexueller Gefühle generell freier, weniger eingeengt, weniger überfordert fühle - dass ich mich als Frau einfach rundum wohler fühle und deshalb am liebsten ständig en femme leben möchte, das kam mit der praktischen Erfahrung dazu und unterscheidet mich tatsächlich von einem Transvestiten, der das Weiberzeugs jedesmal schon nach kurzer Zeit einfach nur wieder loswerden und in sein gewohntes, männliches Leben zurückkehren will. Und natürlich schleift sich der "Reiz" mit der Zeit ab, wenn man's ständig macht, und verliert in Relation zu den anderen Aspekten des Rollenwechsels an Gewicht; trotzdem ist er bei mir nie ganz verschwunden, er bildet bis heute immer noch einen wesentlichen Teil meiner Motivation.

"Reiz"? Ich spreche da jetzt bewußt erst mal nicht von (männlicher) Geilheit, sondern von etwas, was deutlich mehr umfasst. Es ist ziemlich schwer zu beschreiben, was ich eigentlich genau empfinde, wenn ich mich en femme kleide und herrichte; aber jedenfalls ist es ein äußerst lustvolles Gefühl! Da läuft mir so ein undefinierbares, wohliges Kribbeln vom Scheitel über den Nacken den Rücken hinunter, breitet sich durch Arme und Beine bis in die Finger- und Zehenspitzen aus und findet dann doch wieder sein Zentrum irgendwo im Dreieck zwischen Brüsten und Unterleib, begleitet von einer irgendwie unruhigen, leicht zappeligen, herzklopfenden Euphorie. Ich habe noch nie so richtig begriffen, was das Wort "wuschig" eigentlich bedeutet; aber vom reinen Wortklang her könnte es diese Mischung aus kribbelnder Lust, Aufgeregtheit, Sehnsucht und Vorfreude (keine Ahnung, auf was eigentlich... :-) ) ziemlich genau treffen. Seltsamerweise mischt sich in das Ganze dann oft auch noch sowas wie ein bisschen Angst - was die Sache aber keineswegs weniger lustvoll macht, ganz im Gegenteil! In der Psychologie kennt man ja das Begriffspaar "Angst vor..." / "Lust auf..." recht gut als einen scheinbaren Gegensatz, dessen Pole sich gegenseitig verstärken.

Diese "Wuschigkeit" ist - obwohl eindeutig AUCH ein höchst lustvolles, erotisches Gefühl - etwas total anderes als männlich-sexuelle Geilheit! Die kenne ich schon auch von meinem männlich gewachsenen Körper und meiner männlichen Sozialisation als junger Mann; als TS bin ich ja emotional keineswegs NUR Frau, da sind schon auch noch männliche Anteile in mir, nur eben längst nicht so dominant wie bei einem normalen Mann. Und diese spezifisch männliche Geilheit spielte zumindest in meiner Jugend (später dann allmählich immer weniger, aber ein kleines bisschen sogar noch bis heute) durchaus auch in das Crossdressing mit hinein und führte bei meinem damaligen, heftigen Triebdruck auch gelegentlich zur Entladung - was jedenfalls nach der vor 25 Jahren noch gültigen, strengen, reinen Lehre der hohen Wissenschaft nur beim TV, nicht aber beim TS vorkommen sollte :-) Das Ganze bildete für mich einen überwältigenden, verwirrenden Gefühlsmix, dessen grundverschiedene, teils sogar miteinander interagierende, einzelne Komponenten ich damals noch gar nicht auseinanderdröseln konnte. Dass das gar kein einheitlicher Trieb, sondern eine pikante Mischung höchst unterschiedlicher Lustempfindungen (männliche/weibliche Sexualität?) war und ist, wurde mir erst sehr viel später klar.

Ich weiß es nicht, ich kann ja nun mal nicht in anderer Leute Köpfe gucken; aber ich könnte mir gut vorstellen, dass sich mancher Transvestit in meiner obigen Beschreibung dessen, was ich als TS beim Crossdressing fühle, ganz gut wiedererkennt. Mir fällt jedenfalls kein Grund ein, warum Transvestiten diese "Wuschigkeit", wie ich sie oben beschrieben habe, nicht auch kennen und fühlen sollten; und ich als TS kenne ja durchaus auch - wenn auch vielleicht weniger ausgeprägt - die "männliche" Geilheit beim Crossdressing, die bei uns TS angeblich doch gar nicht vorkommen soll. Ich vermute, dass TV und TS innerhalb dieses eng eingegrenzten Crossdressing-Bereichs sogar ziemlich weitgehend dasselbe ist. TS reicht allerdings weit über diesen Bereich hinaus, greift tiefer und ist beständiger - darin unterscheiden wir uns dann.

Herzliche Grüße
Wally
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Céline
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 36 im Thema

Beitrag von Céline »

Hmmmm.....Reiz der Verwandlung,interessante Frage.
Noch vor 3 Jahren und weit vorher bis in ein Alter von ca 7-8 (soweit meine Erinnerungen reichen)war da immer ein seltsames Gefühl.Ein Gefühl der seelischen Befriedigung aber immer gepaart mit der extremen Angst entdeckt zu werden und einer Riesengroßen Scham.Selbst als Kind war diese Angst riesengroß weil ich einfach nicht wusste was mit mir los war.
Meine ersten Outdoorerfahrungen waren einfach nur ....ich weis nicht wie ich es Beschreiben soll :Ein langersehnter Traum der sich langsam erfüllt.Etwas hinter sich lassen das nie der Wahrheit entsprach.Sicher hatte das Tragen eines Kleides oder hohen Schuhen anfangs sehr viel Kribbeln ausgelöst aber mehr aus Angst vor der Reaktion anderer Menschen.
Heute ist es einfach nur Alltag,ich könnte tragen was ich wollte aber ich fühle mich in Jeans und Shirt einfach wohl.Nur zu besonderen Anlässen Style ich ich mich besonders, eigentlich wie jede Frau die ich jetzt ja bin.
Ein Reiz besteht für mich also nicht mehr darin,höchstens wenn es mal sehr schick ist ob auch wirklich alles perfekt und Stimmig ist.
Kelly
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 37 im Thema

Beitrag von Jenina »

Wally hat geschrieben: Sa 15. Sep 2018, 18:17 ....
Ich weiß es nicht, ich kann ja nun mal nicht in anderer Leute Köpfe gucken; aber ich könnte mir gut vorstellen, dass sich mancher Transvestit in meiner obigen Beschreibung dessen, was ich als TS beim Crossdressing fühle, ganz gut wiedererkennt. Mir fällt jedenfalls kein Grund ein, warum Transvestiten diese "Wuschigkeit", wie ich sie oben beschrieben habe, nicht auch kennen und fühlen sollten; und ich als TS kenne ja durchaus auch - wenn auch vielleicht weniger ausgeprägt - die "männliche" Geilheit beim Crossdressing, die bei uns TS angeblich doch gar nicht vorkommen soll. Ich vermute, dass TV und TS innerhalb dieses eng eingegrenzten Crossdressing-Bereichs sogar ziemlich weitgehend dasselbe ist. TS reicht allerdings weit über diesen Bereich hinaus, greift tiefer und ist beständiger - darin unterscheiden wir uns dann.
...
Liebe Wally,

vielen Dank für Deinen sehr schönen Beitrag. Er räumt auf mit Vorurteilen und verschämten Selbstlügen. Weil nicht sein kann was nicht sein darf wird Lust unterdrückt. Das ist für mich genau so schlimm wie sein trans* Sein zu unterdrücken.

Dabei gibt es dieses wohlige Gefühl bei allen Menschen. Auch eine Cis-Frau fühlt das, dessen bin ich mir sicher. Und eine TS kann das auch wenn sie einmal ihr angekommenes Leben verlassen würde. Sie muss es nur zulassen. Die Aussage "das reizt mich nicht mehr mich besonders feminin zurecht zumachen" kann ich einfach nicht glauben. Ich sehe da eine unselige Anpassung an das schreckliche bipolare Geschlechtsmodell und damit große Rückschritte im Transgender-Sein. Denn das bleibt man immer, da kann man sich noch so viel einreden "ich bin eine Frau".

Wir als Transgender sollten doch genießen, dass wir etwas anders sind in unserer Gefühlswelt. Das ist doch etwas schönes und sollte nicht in ein enges Korsett gepresst werden. Im Gegenteil sollte man auch mal ein Korsett anziehen und damit zur Party gehen. Meinetwegen auch mit Supermini und Lack-Overknees dazu.

Habt doch einfach nur Freude am Leben, es ist doch eh so kurz!

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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 38 im Thema

Beitrag von Aria »

Jenina hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 10:11 Und eine TS kann das auch wenn sie einmal ihr angekommenes Leben verlassen würde. Sie muss es nur zulassen. Die Aussage "das reizt mich nicht mehr mich besonders feminin zurecht zumachen" kann ich einfach nicht glauben. Ich sehe da eine unselige Anpassung an das schreckliche bipolare Geschlechtsmodell und damit große Rückschritte im Transgender-Sein. Denn das bleibt man immer, da kann man sich noch so viel einreden "ich bin eine Frau".
Sorry, aber da muss ich entschieden widersprechen! Wie vielleicht bekannt, kenne ich beide Seiten. Lange Zeit habe ich als CD/TV gelebt, aber es hat sich immer weiter zu TS entwickelt.
Ich kenne dieses Gefühl (Lust/Vorfreude), wenn man sich fertig macht (Baden, Duschen, Körperpflege, schminken, dressen usw.) Keine Frage, etwas sehr schönes, und, wie eigentlich immer bei der
Vorfreude - die schönste Freude. Doch im Übergang zu TS wurde aus der Vorfreude einfach nur noch eine Art Gier. Wann ist es endlich soweit, wann habe ich Feierabend, wann habe ich Zeit für
mich, wann kann ich endlich raus aus den Sachen und endlich das anziehen, was ich möchte. Von wohligen Gefühl war nix mehr da, nur noch der blosse Drang endlich Ich zu sein, und das eben auch
mit Kleidung ausdrücken zu können. Und so kam es, dass ich für dieses Ausdrücken meines Ichs nicht mehr Rock, Bluse und Pumps brauchte, sondern es war beinahe egal was, Hauptsache es kam
aus der Damenabteilung. Es reizte mich einfach nicht mehr, eine rutschende Strumpfhose anzuziehen, auf Pumps umher zu laufen, in denen mir nach einer Stunde die Füsse weh taten. Nein, ich
brauchte das einfach nicht, um mich weiblich zu fühlen, denn ich fühlte mich 24/7 weiblich!
Jenina hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 10:11 Wir als Transgender sollten doch genießen, dass wir etwas anders sind in unserer Gefühlswelt. Das ist doch etwas schönes und sollte nicht in ein enges Korsett gepresst werden. Im Gegenteil sollte man auch mal ein Korsett anziehen und damit zur Party gehen. Meinetwegen auch mit Supermini und Lack-Overknees dazu.
Auch wenn ich mich nun in Jeans, Top und Sneakers, genau so weiblich fühle, wie früher in explizit weiblichen Sachen (Rock usw.), heisst das nicht, dass ich das nun nicht mehr mache und mich dem
bipolaren Geschlechtsmodel hingebe. Nein. Ich geniesse es, nun die Freiheit zu haben, auch das anziehen zu können, wenn ich will. Und wenn ich das mache, dann mache ich das hauptsächliche für
mich. Nicht, weil ich den Drang verspüre, ich das schöne Gefühl von Vorfreude etc. haben will. nein, weil ich gerade Lust dazu habe, meine Stimmung es hergibt oder das Wetter dazu passt, oder
weil ich auf die Piste gehe und gerne zeigen möchte, was ich zu bieten habe. Das ist für mich eine komplett andere Motivation als zu CD/TV - Zeiten. Und ich denke, die ist mit Cis-Frauen recht identisch.
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 39 im Thema

Beitrag von Wally »

Aria hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 19:31 Das ist für mich eine komplett andere Motivation als zu CD/TV - Zeiten. Und ich denke, die ist mit Cis-Frauen recht identisch.
Hm... Da ich ja trotz TS weiterhin die meiste Zeit als Mann (mit gewissen Extras :wink: ) lebe, stecke ich in dieser Beziehung sozusagen dauerhaft in den "CD-TV-Zeiten".

Wenn ich Klamotten kaufe, dann ist es für mich ein Riesen-Unterschied, ob Herren- oder Damenkleidung - auch für den Alltag. Meist versuche ich ja schon, auch für meinen "männlichen" Alltag Damensachen zu finden. Aber das ist je nach gerade herrschender Mode oft schwierig bis unmöglich: da haben die Damenhosen z. B. seit einigen Jahren so kleine, flache Hosentaschen, dass mir da permanent Geldbörse und Schlüsselbund rausfallen würden, oder sie sind am Fußende alle so eng, dass das mit meinen 45er Quadratlatschen einfach zum Davonlaufen aussieht, ganz egal, in Bezug auf welches Geschlecht. Oder die von der Oberweite her passenden Windjacken haben dann durchweg viel zu kurze Ärmel... Da bleibt mir dann nix anderes übrig, als in die Herrenabteilung zu gehen. Ich HASSE solche Einkäufe und schiebe sie vor mir her, solange es nur irgendwie geht, weil es so gar keinen Reiz hat: ich BRAUCH's halt, um mich nicht mit zerlumpter Kleidung zu blamieren.

Ganz anders, wenn ich eine Bluse oder einen Pulli kaufe: da findet sich in der Damenabteilung so gut wie immer was Brauchbares auch für meinen "männlichen" Alltag. Da gibt's dann unendlich viele Varianten in Stoff, Schnitt, Farben, Mustern und Applikationen, da kann ich - wie so viele Frauen - mit wachsendem Genuss stundenlang herumsuchen, anprobieren, kombinieren, meine Brüste auf den unterschiedlichsten Leveln für unterschiedlichste Situationen mal mehr betonen, mal mehr verbergen... Das hat für mich allemal eine erotische Komponente, es ist eine Selbstdarstellung, und als solche immer auch eine prickelnde Gratwanderung zwischen züchtig und gewagt, zwischen verhüllen und zeigen.

Ich glaube nicht, dass sich das so grundsätzlich ändern würde, wenn ich 24/365 als Frau leben würde. Der Reiz würde sich dann nur in andere Bereiche verschieben: wie freizügig kann/darf/will ich mich als Frau in einer bestimmten Situation, vor diesen oder jenen Leuten zeigen? Und ich glaube auch nicht, dass das für eine ganz normale Cis-Frau so grundsätzlich anders ist als für Crossdresser oder TS.

Bei einer EA-Freizeit (Emotional Anonymous, eine Variante der 12-Schritte-Gruppen, die für mich bei der Selbstfindung als TS sehr hilfreich waren) hatten wir mal abends ein Kostümfest. Die Kostüme waren in diesem Umfeld nicht bloß irgendeine Gaudi, sondern hatten die Funktion, der tieferen, eigenen Person (und zwar möglichst in Aspekten, die wir sonst eher unterdrücken) spielerisch Ausdruck zu geben. Ich war in dieser Situation natürlich en femme und begegnete beim Hineingehen einer Cis-Frau, die sich da ausnahmsweise mal seeehr offenherzig und sexy gekleidet hatte - in krassem Gegensatz zum Alltag, in dem sie sich brav und unauffällig gab und sichtlich auch gar nicht der Typ für Extravaganzen war - eine biedere Hausfrau und Mutter in mittleren Jahren. Da stand sie nun vor mir, guckte erst mich an, dann an sich runter, atmete einmal tief durch und meinte dann leise: "Da fühlt man sich so verletzlich..." Wir haben uns dann spontan in die Arme genommen, weil sie mit dieser Bemerkung für uns BEIDE die Situation so exakt auf den Punkt gebracht hatte, dass sich jedes weitere Wort erübrigte.

Man kann solche Gefühle und Situationen natürlich auch grundsätzlich umgehen, vermeiden, einen großen Bogen drum herum machen. Ist ja sicherer :? Das hat dann aber nix mit cis, trans, TS oder TV zu tun, sondern einfach nur mit Angst vorm Leben - schade drum.

Herzliche Grüße
Wally
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 40 im Thema

Beitrag von Aria »

Wally hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 21:52
Aria hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 19:31 Das ist für mich eine komplett andere Motivation als zu CD/TV - Zeiten. Und ich denke, die ist mit Cis-Frauen recht identisch.
Hm... Da ich ja trotz TS weiterhin die meiste Zeit als Mann (mit gewissen Extras :wink: ) lebe, stecke ich in dieser Beziehung sozusagen dauerhaft in den "CD-TV-Zeiten".

Wenn ich Klamotten kaufe, dann ist es für mich ein Riesen-Unterschied, ob Herren- oder Damenkleidung - auch für den Alltag. Meist versuche ich ja schon, auch für meinen "männlichen" Alltag Damensachen zu finden. Aber das ist je nach gerade herrschender Mode oft schwierig bis unmöglich: da haben die Damenhosen z. B. seit einigen Jahren so kleine, flache Hosentaschen, dass mir da permanent Geldbörse und Schlüsselbund rausfallen würden, oder sie sind am Fußende alle so eng, dass das mit meinen 45er Quadratlatschen einfach zum Davonlaufen aussieht, ganz egal, in Bezug auf welches Geschlecht. Oder die von der Oberweite her passenden Windjacken haben dann durchweg viel zu kurze Ärmel... Da bleibt mir dann nix anderes übrig, als in die Herrenabteilung zu gehen. Ich HASSE solche Einkäufe und schiebe sie vor mir her, solange es nur irgendwie geht, weil es so gar keinen Reiz hat: ich BRAUCH's halt, um mich nicht mit zerlumpter Kleidung zu blamieren.

Ganz anders, wenn ich eine Bluse oder einen Pulli kaufe: da findet sich in der Damenabteilung so gut wie immer was Brauchbares auch für meinen "männlichen" Alltag. Da gibt's dann unendlich viele Varianten in Stoff, Schnitt, Farben, Mustern und Applikationen, da kann ich - wie so viele Frauen - mit wachsendem Genuss stundenlang herumsuchen, anprobieren, kombinieren, meine Brüste auf den unterschiedlichsten Leveln für unterschiedlichste Situationen mal mehr betonen, mal mehr verbergen... Das hat für mich allemal eine erotische Komponente, es ist eine Selbstdarstellung, und als solche immer auch eine prickelnde Gratwanderung zwischen züchtig und gewagt, zwischen verhüllen und zeigen.

Ich glaube nicht, dass sich das so grundsätzlich ändern würde, wenn ich 24/365 als Frau leben würde. Der Reiz würde sich dann nur in andere Bereiche verschieben: wie freizügig kann/darf/will ich mich als Frau in einer bestimmten Situation, vor diesen oder jenen Leuten zeigen? Und ich glaube auch nicht, dass das für eine ganz normale Cis-Frau so grundsätzlich anders ist als für Crossdresser oder TS.

Bei einer EA-Freizeit (Emotional Anonymous, eine Variante der 12-Schritte-Gruppen, die für mich bei der Selbstfindung als TS sehr hilfreich waren) hatten wir mal abends ein Kostümfest. Die Kostüme waren in diesem Umfeld nicht bloß irgendeine Gaudi, sondern hatten die Funktion, der tieferen, eigenen Person (und zwar möglichst in Aspekten, die wir sonst eher unterdrücken) spielerisch Ausdruck zu geben. Ich war in dieser Situation natürlich en femme und begegnete beim Hineingehen einer Cis-Frau, die sich da ausnahmsweise mal seeehr offenherzig und sexy gekleidet hatte - in krassem Gegensatz zum Alltag, in dem sie sich brav und unauffällig gab und sichtlich auch gar nicht der Typ für Extravaganzen war - eine biedere Hausfrau und Mutter in mittleren Jahren. Da stand sie nun vor mir, guckte erst mich an, dann an sich runter, atmete einmal tief durch und meinte dann leise: "Da fühlt man sich so verletzlich..." Wir haben uns dann spontan in die Arme genommen, weil sie mit dieser Bemerkung für uns BEIDE die Situation so exakt auf den Punkt gebracht hatte, dass sich jedes weitere Wort erübrigte.

Man kann solche Gefühle und Situationen natürlich auch grundsätzlich umgehen, vermeiden, einen großen Bogen drum herum machen. Ist ja sicherer :? Das hat dann aber nix mit cis, trans, TS oder TV zu tun, sondern einfach nur mit Angst vorm Leben - schade drum.

Herzliche Grüße
Wally
Jetzt mal ganz ehrlich.....irgendwo zwischen:
Wally hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 21:52Der Reiz würde sich dann nur in andere Bereiche verschieben:
und
Wally hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 21:52Die Kostüme waren in diesem Umfeld nicht bloß irgendeine Gaudi, sondern hatten die Funktion, der tieferen, eigenen Person (und zwar möglichst in Aspekten, die wir sonst eher unterdrücken) spielerisch Ausdruck zu geben.
bin ich ausgestiegen :wink: :?: :roll: :?:
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 41 im Thema

Beitrag von Jenina »

Aria hat geschrieben: So 16. Sep 2018, 19:31 ....
Und so kam es, dass ich für dieses Ausdrücken meines Ichs nicht mehr Rock, Bluse und Pumps brauchte, sondern es war beinahe egal was, Hauptsache es kam
aus der Damenabteilung. Es reizte mich einfach nicht mehr, eine rutschende Strumpfhose anzuziehen, auf Pumps umher zu laufen, in denen mir nach einer Stunde die Füsse weh taten. Nein, ich
brauchte das einfach nicht, um mich weiblich zu fühlen, denn ich fühlte mich 24/7 weiblich!
...
Nun wirst Du es aber vielleicht nicht glauben, aber genau das brauche auch ich nicht zum Ausdruck meiner "Weiblichkeit". Die ist nämlich jeden Tag da, als zweite Seite. Und es ist nur schön, einmal etwas besonderes zu tun. Einen Schwerpunkt zu verschieben. Einen Rock habe ich nicht nötig, es geht auch mit Hosen. Hohe Absätze kann ich sowieso nicht leiden.

Wichtig beim trans* Sein ist für mich nicht Kleidung und MakeUp sondern die Freiheit meiner Gefühlswelt. Und da die nur Teile von beiden Polen enthält kann ich mich nicht auf Dauer auf eine Seite schlagen. Das ist mein Schicksal, kannst Du das wenigstens versuchen zu verstehen Aria?

Jenina
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 42 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Wally hat geschrieben: Sa 15. Sep 2018, 18:17
gerda joanna hat geschrieben: Di 24. Jul 2018, 10:37
Nun aber auch zu dem im Betreff erwähnten TS.
Für mich ist da der Unterschied zwischen CDs und TS der Reiz der Verwandlung.
Liebe Gerda-Joanna,

Da möchte ich Dir als Mann-zu-Frau-Transsexuelle widersprechen: der Reiz der Verwandlung ist gerade das, was wir TS (jedenfall sehr viele von uns, wenn nicht sogar die große Mehrheit) mit Transvestiten GEMEINSAM haben! Nur gehen unsere Bedürfnisse darüber hinaus noch weiter und reichen tiefer, die bloße Änderung des äußerlichen Outfits genügt uns nicht, wir wollen auch unseren Körper selber dem weiblichen Muster angleichen, und das alles dauerhaft, nicht bloß zeitweise: da liegt dann der Unterschied zu TV...........etc.
Herzliche Grüße
Wally
Hallo Wally,
Wie Du in Deinem Profil und auch weiter unten schreibst bist Du die meiste Zeit im "Männermodus". Jetzt glaube ich für mich, dass das kein vollständiges "Frausein" ist und Du irgendwie doch noch dazwischen steckst und Dein männlicher Anteil an der Verwandlung den Reiz empfindet. Und das meinte ich dann auch nicht mit TS. Wie Aria auch schreibt - und die lebt, wenn ich das richtig verstanden habe fulltime als Frau - braucht sie diese "frauliche" Verwandlung (Rock, Strümpfe, High-Heels etc) nicht mehr. Da ist das Aufbrezeln eine Zugabe wenn frau sich danach fühlt.
Aber ich gebe auch zu, dass ich das vollständige TS-sein nicht verstehe oder verstehen kann, da ich mich nicht so fühle und im Grunde ein Mann bin, der einfach seine weibliche Seite in sich hat und die durch die Verwandlung auch ausleben kann.
Und dann ist es eben das Verwandeln mit den typisch weiblichen Utensilien.
Alles Gute für Dich
Liebe Grüße
Gerda Joanna
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
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Anja
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 43 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen,
gerda joanna hat geschrieben: Di 24. Jul 2018, 10:37 Und da bin ich für mich froh dass ich mich dann auch wieder zurückverwandeln kann und nicht bleiben muss.
Hier bin ich irgendwie hängen geblieben. Das war bei mir nie der Fall. An meinen Frauentagen war ich abends immer traurig, das ich mich zurückverwandeln musste.
Je nach Gelegenheit, ergaben sich auch mal 2-3 Frauentage am Stück, auch da war es am Ende das selbe Leid. Ich wollte mehr.
Wer meine Geschichte schon etwas länger verfolgt, kann sich bestimmt noch an meine Berichte bezüglich meiner Urlaube als Frau erinnern.
Zuerst 5 Frauentage am Stück. Aber trotzdem wollte ich mehr und war am Ende traurig.
Ein Jahr später folgte dann ein 2-wöchiger Urlaub, inklusive Wochenenden kam ich so auf 17 Frauentage hineinander. Und wieder war ich am Ende traurig.

Vielleicht macht das ja den Unterschied aus zwischen CD und TS? Eine Transfrau wird wohl nie froh sein, wenn sie sich am Ende des Tages wieder zurückverwandeln muss. Man legt ja dann auch keine Rolle ab, sondern quasi sich selbst...

Und das Thema "Geilheit" im Zusammenhang mit der Verwandlung hat sich bei mir von selbst erledigt. Ich kann mich gut an meine ersten Frauentage erinnern, wie prickelnd und erregend es war, sich optisch in eine Frau zuverwerwandeln. Das Herz schlug mir immer bis zum Hals, wenn ich vor die tür gegangen bin...
Das blieb bei mir so lange so, bis ich mit der Hormontherapie begann. Da ich zeitgleich auch ein Leben als Frau anfing, kann ich schlecht festmachen, warum genau die prickelnde Erregung dann verschwand. Vielleicht auch eine Kombination aus der HT und der Gewöhnung an die Frauentage. Wenn man jeden Tag als Frau verbringt, ist man natürlich nicht mehr so aufgeregt wie früher. Und Brüste zu haben ist inzwischen auch ganz normal für mich.
Die Erregung war nicht sofort mit der Umstellung meines Lebens verschwunden, doch wurde sie stetig weniger, desto länger ich als Frau lebte... Es wurde eben normal.
Aber für die, die die HT noch vor sich haben und jetzt vielleicht enttäuscht sind. Keine Sorge, es ist trotzdem wunderschön. Nur anders (he)

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
ChristinaF
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 44 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Anja und Aria sprechen mir ja so aus der Seele. Genauso sehe ich es und genauso wars/ists bei mir. Lieben Dank für eure Beiträge. (he)
Lg Christina
Aria
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Re: Der Reiz der Verwandlung - CD/Transe vs. TS

Post 45 im Thema

Beitrag von Aria »

Anja hat geschrieben: Mo 17. Sep 2018, 13:08 Moinsen,
gerda joanna hat geschrieben: Di 24. Jul 2018, 10:37 Und da bin ich für mich froh dass ich mich dann auch wieder zurückverwandeln kann und nicht bleiben muss.
Hier bin ich irgendwie hängen geblieben. Das war bei mir nie der Fall. An meinen Frauentagen war ich abends immer traurig, das ich mich zurückverwandeln musste.
Je nach Gelegenheit, ergaben sich auch mal 2-3 Frauentage am Stück, auch da war es am Ende das selbe Leid. Ich wollte mehr.
Wer meine Geschichte schon etwas länger verfolgt, kann sich bestimmt noch an meine Berichte bezüglich meiner Urlaube als Frau erinnern.
Zuerst 5 Frauentage am Stück. Aber trotzdem wollte ich mehr und war am Ende traurig.
Ein Jahr später folgte dann ein 2-wöchiger Urlaub, inklusive Wochenenden kam ich so auf 17 Frauentage hineinander. Und wieder war ich am Ende traurig.

Vielleicht macht das ja den Unterschied aus zwischen CD und TS? Eine Transfrau wird wohl nie froh sein, wenn sie sich am Ende des Tages wieder zurückverwandeln muss. Man legt ja dann auch keine Rolle ab, sondern quasi sich selbst...
Exakt so war das auch bei mir, Anja. Ich legte die Klamotten ab und damit auch mich selbst. Dieses Gefühl ...unbeschreiblich. Irgendwie eine Mischung aus Traurigkeit und Wut. Das galt nicht nur für das Ablegen der Klamotten. Sondern auch Nagellack entfernen z.B. Ich hätte Rotz und Wasser heulen können, als ich es tat.
¡no lamento nada!
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