Liebe Marielle,Marielle hat geschrieben: Es gibt Schreibpapier, Computer und Gebärdendolmetscher, die Hörgeschädigten eine vernünftige Kommunikation ermöglichen. Man muss sie aber wollen.
Und, bitte entschuldige: Ein "spielender Gott", der ein Spiel ersonnen hat, in dem du die Regeln bestimmst? Nee. Wenn es einen Gott gibt (ich bin stark unterkühlte Agnostiker_in) würde er kaum so einseitige Spielchen erfinden; sorry.
Es stimmt, dass Ehe bzw. Partnerschaft nicht immer lustig ist. Aber so wie du dir das zurechtbiegst, dass deine Frau das Martyrium erledigt und du die Tradition pflegst, geht es auch nicht.
es ist schon richtig, dass eine Kommunikation vielleicht schwierig, aber letztlich möglich wäre. Es ist wohl doch eher so, dass ich die Notwendigkeit nicht wirklich sehe, mit den Therapeuten zu sprechen. Das wäre anders, wenn ich wirklich den Eindruck hätte, dass die meiner Frau etwas einreden wollen, aber das ist nicht so. So wie ihr hier analysiert und zu denken gebt, so kommen Gedanken auch dort in Gesprächsrunden mit Mitpatienten oder Therapiegesprächen auf. Das ist wohl der Hintergrund. Meine Frau kam bedrückt, verschlossen in sich, nach Hause, und ich habe natürlich nachgefragt, wie es ihr geht, ob sie etwas verstimmt hat, ob jemand sie geärgert hat. Und dann kam eben die Rede von der fehlenden Grundlage in unserer Ehe mit dem mich verletzenden Nachsatz, dass das ja eigentlich auch stimme. Dabei bezog sie sich eher nicht auf die fehlende Sexualität, sondern auf ein christliches Eheverständnis, wo Ehe eben nur die Verbindung von Mann und Frau, nicht die Verbindung einer Transfrau und einer Biofrau.
Dein Widerspruch zu der Idee mit dem spielenden Gott (müssen wir hier gar nicht vertiefen, ist eigentlich ein anderes Thema) kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich habe doch keine Regeln ersonnen oder etwas zurechtgebogen? Aber lassen wir das.
LG Nicoletta