Ein Artikel fand ich besonders spannend. Dieser ist von Christina, MzF Transgender und Redakteurin bei der Cosmo.
http://www.cosmopolitan.com/sex-love/ad ... er-person/
Viel Spaß beim Lesen
Ich habe mal eine Übersetzung gefertigt, für alle, die Englisch nicht so gut beherrschen
1. Hattest du schon die Operation? Was du eigentlich damit fragst ist "Erzähl mir von deinen Genitalien!" Überlege dir selbst wie du dich fühlen würdest wenn dich jemand nach dem Befinden deiner Genitalien fragt, der weder dein Urologe noch Gynäkologe ist. Nicht schön, oder?
Die andere Seite ist, dass viele Trans*Menschen keine Krankenversicherung besitzen, die eine solche OP abdecken würde. Was du damit also auch fragst ist, ob die Person vor dir Zehntausende Dollar ausgegeben hat - eine Summe, die die meisten Trans* nicht aufbringen können, da die Arbeitslosenrate bei Ihnen doppelt so hoch ist wie üblich, bzw. vier Mal so hoch wenn sie farbig sind. Lange Rede, kurzer Sinn: Stelle diese Frage nicht!
Anmerkung: Dieser Absatz trifft wohl mehr auf die USA und ihr marodes Gesundheitssystem zu.
2. Wann hast du dich entschlossen trans zu sein? Würdest du diese Frage einem gerade geouteten schwulen Freund stellen? Oder einer lesbischen Freundin? Also warum stellst du sie dann einem Trans*Menschen? Hier ist die Antwort, die du dir wahrscheinlich schon denken kannst: Wir sind so geboren! Wir finden früh heraus, dass wir anders sind als die anderen. Aber erwartest du wirklich, dass ein Kleinkind, zwischen 2 und 4 Jahren, dies jemanden erklären kann?
3. Also bist du jetzt ein Junge/Mädchen? Das gleiche wie oben beschrieben. Wir waren schon immer wir selbst. Aber die Kraft zu haben unsere eigene Geschlechtsidentität festzustellen, zu akzeptieren und damit zu leben ist etwas, was bei jedem unterschiedlich schnell voran geht. WIr haben auch nicht alle die selben Möglichkeiten und Voraussetzungen um dies zu tun.
4. Du siehst aus wie ein/e richtige/r Frau/Mann - ich hätte nie getippt, dass du Trans* bist! Das ist bestimmt netter gemeint als es klingt - du möchtest deinem Trans* Freund sagen, dass er/sie schön ist. Das Problem an dieser Frage ist, dass du damit gleichzeitig implizierst, dass die Person vor dir kein/e echte/r Mann/Frau ist. Wir sind nicht Pinocchio, wir sind schon immer echt gewesen!
5. Also bist du jetzt sowas wie "super schwul"? Ich erinnere mich als ich dies das erste Mal gefragt wurde, von einem fabulösen, "super schwulen", tuntigen Mann, und das ist super - FÜR IHN! Trans*Menschen sind keine super schwulen oder super lesbischen Fabelwesen, außer natürlich sie wollen es sein. So wie jeder andere Mensch auf der Welt definiert unser Geschlecht nicht unsere Sexualität. Wir sind genau so vielfältig wie der rest der Menschheit.
6. Und... was machst du so im Bett? Ich habe Spaß mit meinem Partner, aber meistens schlafe ich. Manchmal lese ich auch.
Wenn du diese Frage stellst, fragst du wer steckt Ding A in Slot B, du fragst also nach Details meines Sexlebens, was wiederum auf Frage 1 referenziert - sehr geschickt von dir, aber ist das eine Frage, die du deinem Chef, deinem Bruder oder deiner Mutter stellen würdest? Tue deinem neuen Trans*Freund einen gefallen und stell diese Frage einfach nicht.
7. Also, was ist dein echter Name? Das ist eine dieser bloßstellenden Fragen. Wenn sich dir ein Trans*Mann als Ralph vorstellt, dann ist sein Name Ralph. Wenn er entscheidet dir zu sagen, dass seine Eltern ihn ursprünglich Tiffany nannten und er dies erst später korrigierte, dann ist es sein Recht diese Information mit dir zu teilen, nicht deines, es zu erfragen.
8. Aber dir gefällt doch noch [...]? Als ich mich outete fragten mich manche, ob ich nun kein Fußballmehr möge, als gäbe es nicht Millionen Frauen, die es tun. Die witzigste Erscheinungsform dieser Frage hatte ich bei einem Kollegen: "Aber du trinkst doch Bier?!" Mein Rat: Unterteile Hobbies und Vorlieben nicht in Mädchen- und Jungen-Sachen. Es gibt Männer, die die Oper lieben und "Mein Kleines Pony" und es gibt Frauen, die Sport mögen und wissenschaftlich interessiert sind. Akzeptiere es.