Spiegel. MdBs lassen sich Organspende-Tattos stecken
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Jaddy
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Spiegel. MdBs lassen sich Organspende„Tattos stecken

Post 1 im Thema

Beitrag von Jaddy »

"Mehrere Bundestagsabgeordnete haben sich im Bundestag ein Organspende-Tattoo stechen lassen. Mit der Aktion will der Patientenbeauftrage der Bundesregierung, Stefan Schwartze (SPD), der die Aktion mit dem Verein -»Junge Helden-« ins Leben rief, dazu anregen, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen."

(he)

https://www.spiegel.de/panorama/bundest ... bf9422d4b9

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Marlene
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Re: Spiegel. MdBs lassen sich Organspende„Tattos stecken

Post 2 im Thema

Beitrag von Marlene »

Na dann mal los.

Viele laufen ohnehin schon wie wandelnde Litfaßsäulen herum...
missy
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Re: Spiegel. MdBs lassen sich Organspende„Tattos stecken

Post 3 im Thema

Beitrag von missy »

Eigentlich schade, dass das Tattoo "grundsätzlich keine rechtsgültige Form der Dokumentation der Entscheidung zur Organspende" [Spiegel] bedeutet und das nur, weil die persönliche Unterschrift fehlt. Naja, Deutschland halt.
Wer sich ein solches Tattoo stechen lässt, wird
a) seine Meinung wohl nicht so schnell ändern und
b) das selten unter Zwang tun.
Aber nein, ein Organspendeausweis muss her oder eine Patientenverfügung oder ein entsprechendes Schriftstück. Hauptsache unterschrieben.
Durch das Suchen der entsprechenden Papiere geht nur unnötig Zeit verloren, und davon werden die Organe einer/s Toten nicht besser.
LG, missy
Toleranz ist lernbar, zu viel Toleranz ist heilbar.
Jaddy
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Re: Spiegel. MdBs lassen sich Organspende„Tattos stecken

Post 4 im Thema

Beitrag von Jaddy »

missy hat geschrieben: Fr 17. Mai 2024, 12:52 Eigentlich schade, dass das Tattoo "grundsätzlich keine rechtsgültige Form der Dokumentation der Entscheidung zur Organspende" [Spiegel] bedeutet und das nur, weil die persönliche Unterschrift fehlt. Naja, Deutschland halt.
...
Aber nein, ein Organspendeausweis muss her oder eine Patientenverfügung oder ein entsprechendes Schriftstück. Hauptsache unterschrieben.
Solange in D persönlich zugestimmt werden muss, muss diese Zustimmung eben auch rechtsgültig sein -¯\_(ツ)_/-¯.

Das ist aber nicht so schwer. Am einfachsten hier die Daten eingeben, downloaden, ausdrucken, unterschreiben.

Hier kann ein Vordruck als Plastikkarte zum ausfüllen bestellt werden oder als Flyer mit Papierversion (das PDF kann auch selbst doppelseitig gedruckt werden).

Vielleicht am besten eine Handvoll Flyer bestellen und im Umfeld auslegen :)
Ich habe das häufiger gemacht, seit mich ein Transplantationsfall in der Familie vor Jahrzehnten sensibilisiert hat.

Im Spiegel wird auch auf das Organspende-Register verwiesen. Eintragen und ändern geht da mit Handy(App) und e-Perso, egal ob volle Zustimmung, beschränkte oder Ablehnung. Meine Hürde dabei: Ich müsste meinen Perso erst mit der App verbinden. DAS finde ich kompliziert.
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Re: Spiegel. MdBs lassen sich Organspende„Tattos stecken

Post 5 im Thema

Beitrag von Lana »

Jaddy hat geschrieben: Fr 17. Mai 2024, 19:53 Solange in D persönlich zugestimmt werden muss
Entschuldigung Jaddy, vielleicht interpretiere ich deine Aussage falsch. Für mich klingt das so, als ob du es schlecht findest, dass ein Mensch auch am Lebensende selbstbestimmt über sich und seinen Körper entscheiden kann.

Ich hoffe sehr, dass es nie eine erzwungene "Zustimmung" in diesem Bereich geben wird, ebenso wenig wie eine Opt-out-Regelung. Beides ist m.E. mnschenrechtlich nicht haltbar.

Über eine Organspende sollte man sich gründlich informieren, bevor man eine Entscheidung trifft und dokumentiert. Sie hat nämlich auch Nachteile, über die jedoch selten berichtet wird. So steht sie etwa einem menschenwürdigen und friedlichen Sterbeprozess entgegen. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er das wirklich will, und ob sich das mit der (hoffentlich vorhandenen) Patientenverfügung und den eigenen ethischen Überzeugungen vereinbaren lässt.

Einen ersten Überblick gibt es z.B. hier:
https://sciodoo.de/vor-und-nachteile-der-organspende

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Re: Spiegel. MdBs lassen sich Organspende„Tattos stecken

Post 6 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Lana hat geschrieben: Fr 17. Mai 2024, 21:23
Jaddy hat geschrieben: Fr 17. Mai 2024, 19:53 Solange in D persönlich zugestimmt werden muss
Entschuldigung Jaddy, vielleicht interpretiere ich deine Aussage falsch. Für mich klingt das so, als ob du es schlecht findest, dass ein Mensch auch am Lebensende selbstbestimmt über sich und seinen Körper entscheiden kann.
Oh nein! Ich bin sogar sehr für Selbstbestimmung. In jeglicher Hinsicht. Das Problem der bisherigen Regelung sehe ich darin, dass sich die meisten Menschen eben keine Gedanken machen, bzw sogar obwohl sie eigentlich dazu bereit wären, sich den kleinen Aufwand nicht leisten. Der Gedanke ist vielleicht unangenehm, das Thema weit weg, es gibt reichlich Desinformation, was weiss ich.

Auf jeden Fall gibt es mehr Menschen, die zu einer Organspende bereit wären, als dann auch tatsächlich den Schrieb dabei haben (und ggf ihre Angehörigen informiert und so). Und das ist sehr schade.

Keine Ahnung, was genau die beste Lösung wäre, aber die bisherige ist mE nicht hinreichend. Ich könnte mir zB eine Widerspruchslösung mit HInterlegung bei der Krankenkasse o.ä. vorstellen, also dort, wo eh medizinische Infos zusammenlaufen. Andere Läner machen das wohl auch mit Eintragungen im Ausweis, wobei das in D wohl etwas "systemfremd" wäre.

Bis dahin werbe ich jedenfalls dafür, dass sich möglichst alle mal damit beschäftigen und so einen Schrieb ausfüllen. Egal ob pro oder contra oder einegschränkt.
Und hoffentlich kommen wir bei der Reklonierung von Organen oder wenigstens der Xenotransplantation schnell so weit, dass es keine Spende-Organe mehr braucht.

Dieses warten, immer erreichbar und in Bereitschaft, mehrfach nachts aus dem Bett geklingelt werden und im Krankenwagen auf dem Weg in eine Klinik sonstwo, nur um dann auf halbem Wege umzukehren, weil das Organ doch nicht passt, das ist einfach zermürbend. Auch für die Angehörigen. Und richtig bedrückend wird es, wenn die eigene Lebenskraft immer mehr schwindet, während sich auf der Warteliste nichts bewegt. Ich kannte Menschen, die auf der Warteliste gestorben sind, weil es zu wenig Spendeorgane gibt, weil sich Menschen keine Gedanken machen. Das sollte meiner Ansicht nach mehr ins Bewusstsein gerückt werden.

Ich denke, so lange die Medizin nichts besseres hat - wobei Transplantationen schon eine richtig tolle Sache ist - sollten alle Menschen mit dem Thema konfrontiert und ja, auch ein bisschen zu wenigstens irgendeiner Entscheidung genötigt werden. Und ich persönlich befürworte Spende als Standard. Das lässt allen die Möglichkeit, zu widersprechen und das sollte so sicher wie möglich gereglt werden.
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