Melanie72 hat geschrieben: Do 18. Mär 2021, 22:49
Ich frage mich jetzt nur, ist das so weil mein Kopf auch im Frauenmodus läuft (die Theorie meiner Frau), oder weil die Männermode zu langweilig ist (meine Theorie) als dass man dazu neigt mehr einzukaufen als man wollte? Wie geht es Euch dabei? Habt ihr ähnliche Erfahrungen im Männermodus und im Frauenmodus?
Vorab, bei mir gibt es nicht den einen oder anderen "Modus", und deshalb auch keine zwei verschiedenen Denkweisen oder Geschmäcker. Ich bin ich, mit den immer gleichen Gefühlen, nur die Optik hat eine gewisse Schwankungsbreite. Das geht fließend von -muss halt wie Mann aussehen- über -Mann in Damenkleidung- bis hin zu (viel zu selten) -so möchte ich aussehen-
Ich würde nicht sagen, dass Männermode an sich langweilig ist. Es gibt halt nur in der Männer Abteilung nicht das, was mir gefällt. Es gibt auch in der Damen Abteilung sehr viel, was mir nicht gefällt oder mir an mir nicht gefällt. Aber das was mir gefällt ist meist in der Damen Abteilung zu finden.
Natürlich wurde mein Bestand schlagartig deutlich umfangreicher, als ich angefangen habe Damen Kleidung im Alltag, also zur Arbeit, zu tragen. Das war ein wenig so, ich hatte eine grundsätzliche Richtung im Sinn, habe dann aber durchaus das ein oder andere Teile auf der Strecke eingesammelt, was nicht unbedingt der ursprünglichen Vorstellung entsprach, aber als gefällt mir und ist als Mann tragbar durch ging.
An sich hatte ich aber schon relativ konkrete Vorstellungen, die ich sozusagen abgearbeitet habe. So richtige Zufallstreffer, also etwas was ich in der Richtung so nie auf dem Plan hatte, sondern nur irgendwelche Werbe Algorithmen oder ähnliches der Meinung waren ich könnte das mögen, gab und gibt es eigentlich nicht.
Um die 25 Shirts/Blusen/Tuniken, 5 Hosen, 2 Röcke, 3 Jacken und 12 Paar Schuhe später waren die Wünsche soweit erfüllt. Seitdem kommt ab und zu was dazu, aber wirklich nur wenn mir etwas total gut gefällt und zu mindestens 99% meinen Ansprüchen gerecht wird. Da kann es wie unlängst vorkommen, dass eine eigentlich super tolle Bluse liegen bleibt, nur weil der Kragen gerafft ist. Außerdem überlege ich mir vor dem Einkauf ausführlich, ob ich das Teil später auch wirklich anziehen werde.
Insofern möchte ich behaupten, ich habe mich schon ziemlich gut unter Kontrolle, meine Sachen lassen sich ausreichend gut kombinieren oder ich habe Teile sogar nur in Kombination gekauft, so dass ich das Problem "nichts anzuziehen" eigentlich nie habe. Natürlich spielt der begrenzende Faktor auch eine gewisse Rolle: die Größe meines unauffälligen Kleider"schranks", naja also die zwei Kleidersäcke in einem Eck im Keller wo meine Frau üblicherweise nicht hin kommt. Sonst wäre vielleicht das ein oder andere nicht ganz perfekte Teil auch mal mit gekommen.