Guten Morgen liebe Community
Aus diesem Post von dir hier.. viewtopic.php?f=5&t=20094&p=289213#p289167 entstand der Gedanke zu einem neuen Thread, schon alleine aus dem Grund den Thread "Doku-Faden" nicht zu zerstören.
Deswegen habe ich nun auch auf deinen Wunsch hin, einen neuen Thread eröffnet
...Erich_Erika hat geschrieben: Do 27. Aug 2020, 12:24 PS: Falls wir das Thema weiter diskutieren wollen, sollten wir einen eigenen Thread dazu auf machen.
Angst!? Kein leichtes Thema, egal ob es einen selbst betrifft, oder einen Menschen der uns am Herzen liegt.
Wir sprechen nicht zum ersten Mal darüber und ich selbst suche in unseren Gesprächen ernsthaft immer nach Worten, bei denen ich stark hoffe, sie mögen dich beständig erreichen können. Aber mein Geschriebenes zu dir, egal wie fürsorglich ich es auch noch abwiege, trägt keine Früchte ohne dein zutun, liebe Erika. Und schon in deinen Anfängen hier als Erika, und auch noch in der Endphase von Nicole, war es schon hin und wieder zu spüren, dass du an dir arbeitest
Deine Reaktion die du dem Fb-Schreiber geschenkt hast unterschreibe ich 100pro, bis auf deinen "liebreizenden" Abschlusssatz, aber das weißt du ja sicherlich!?
Angst kann, wenn sie ausufert eine Falle sein, ich weiß. Mir kommt gerade ein Gedanke in den Sinn, zum Thema "sich Sorgen machen". In meiner Bewusstseinsentwicklung kam ich vor Jahren an einen Bewusstseinspunkt, wo mir für mich selbst klar wurde, dass "sich Sorgen zu machen" zum guten Ton in unserer Gesellschaft gehört. Mir wurde klar, dass Menschen die sich in einer bestimmten Situation sich keine Sorgen um jemand anderen machten, als kaltherzig und egoistisch wahrgenommen wurden. Aber ich fing an, das Thema "sich zu sorgen" besser zu verstehen. "Sich nur Sorgen zu machen" ist absolut vergeudete Zeit. Wir sind nicht schlecht, wenn jemand anderes in Not ist, und wir nicht 24/7 deswegen uns nervlich fertig machen und wir deswegen uns selbst zu einem seelischen Wrack machen. "Sich nur Sorgen zu machen" hilft niemandem, nicht den Betroffenen und auch uns nicht
Angst darf uns vorsichtig machen, JA, aber sie darf uns nicht beherrschen, denn das ist für alle Beteiligten ebenso vergeudete Lebenszeit
Liebe Erika, ich schlage jetzt einen etwas härteren Ton an und das nur, weil du mir echt am Herzen liegst. Ich will nicht streiten, aber ich möchte gern einen gigantischen Felsen in deinem Hirn, der dich in deinem Denkprozess stellenweise doch noch blockiert, wenigstens noch ein bisschen weiter lockern können, denn zum endgültigen Rollen kannst nur du ihn bringen.
Nicht die Dinge selbst, sondern die Meinungen über die Dinge, beunruhigen die Menschen. Leiden ist immer eine freiwillige Entscheidung. Wenn du denkst, eine andere Person sei die Ursache deines Problems, bist du verrückt, sry.
Denn (eigentlich) sind unsere Gedanken harmlos, solange wir ihnen nicht blind glauben. Gedanken sind ungeprüfte Geschichten. Solange du deine Gedanken/"Geschichten" blind glaubst, bist du nur offen für den Schmerz. Du wirst sogar zur Ursache deines Leidens. Unsere Gedanken beeinflussen maßgeblich unser Leben.
Wir geben negativen Gedanken zu viel Raum, und unserem Verstand und unserem Mitgefühl zu wenig
Der Fb-Schreiber zB, ich selbst bin mir nicht sicher, ob er Dich wirklich so negativ wahrgenommen, bzw dich nicht verstanden hat, wie Du es darstellst. Uns selbst, und unsere eigenen Gedanken ernsthaft zu hinterfragen, unsere Gedanken ernsthaft zu untersuchen, wieviel von unseren Gedanken wir wirklich 100%-ig wahrhaftig wissen, ist sehr ausschlaggebend für unsere noch folgenden Gedanken und unser eigenes Wohl, liebe Erika.
Das Leben wird grundsätzlich einfacher und freundlicher, wenn wir unsere stressigen Gedanken wahrhaftig hinterfragen, denn uns selbst können wir nicht belügen!!!
Wut lässt unser Mitgefühl schrumpfen. Eine Haltung von Mitgefühl zu kultivieren und Weisheit (besondere Einsicht) zu entwickeln, sind langsame Vorgänge, dafür braucht es unsere Geduld und unsere Beständigkeit. Zusätzlich sollte man auch sehr freundlich mit sich selbst sein, wenn man etwas Neues lernt. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Alte eingefahrene Wege, spuren wir immer und immer wieder viel einfacher nach, als für uns selbst neue Wege, auch in unserem eigenen Denken, zu gehen.
Das menschliche Hirn ist echt genial, aber leider auch faul und träge. Neues fällt uns immer schwerer, als altes Gewohntes. Dazu kommt, dass uns Altes und Gewohntes, sich für uns viel "richtiger" anfühlt, als Neues. Ob es aber wahrhaftig richtig ist, wissen wir nicht immer sicher, wir glauben es nur, eben, weil wir es ja schon sooo lange tun. Eine Überzeugung ist, was wir oft schon jahrelang glauben.
Es gibt eine Apathie und Faulheit die aus einer gewissen Geistesschwäche herauswächst. Wir gewöhnen uns daran auf eine bestimmte Art und Weise zu handeln ---> wir sind verwöhnt (!), wir tun nur noch das was uns gefällt, und/oder unseren Gepflogenheiten entspricht.
Und wie überwinden wir diesen Zustand?
Wir machen uns die Gewohnheitsbildung ebenso zu nutze, indem wir etwas immer und immer wieder tun, können wir unzweifelhaft neue Verhaltensmuster einüben. Durch stetiges bemühen können wir jegliche jede Form der negativen Konstituierung überwinden und positive Veränderung in unserem Leben herbeiführen.
Ich weiß ich habe schon wahnsinnig viel geschrieben, verzeih es mir bitte Erika.
Zwei Punkte möchte ich im Abschluss noch anbringen dürfen ... Bitte!?
Zum einen das Thema Akzeptanz:
Ein bestimmter Spruch vom Dalai Lama hat in mir, meinen Felsen zum Rollen gebracht, ich glaube ich habe ihn hier auch schon mehrfach erwähnt.
"Akzeptiere es. Es ist nicht Resignation, doch nichts lässt dich so viel Energie verlieren, wie die Diskussionen und der Kampf um eine Situation, die du nicht ändern kannst!".
Und damit meine ich ganz konkret andere Menschen. Niemand auf der Welt hat die Macht, oder das Können einen anderen Menschen zu ändern das können wir nur selbst
Und das zweite.. Ich las eine Geschichte über einen Novize, der irgendwann einmal schwer verletzt in einer Klinik lag. Es ging ihm wirklich schlecht, er driftete immer weiter ins Jammertal ab, keiner der Mediziner oder Pflegekräfte vermag ihn mental aufzubauen. Der Novize sehnte sich nach seinem Lama und glaubte von ihm DIE Worte zu hören, dass der Lama ihn als Einziger verstehen würde in welchem Leid er sich momentan befindet. Der Lama besuchte ihn auch für wenige Augenblicke und sagte zu ihm nur folgendes .. "Entweder du stirbst oder du erholst dich wieder!".
Es sind allein deine Gedanken liebe Erika, die die Macht besitzen in deinem Leben etwas zu verändern
Ich hab dich lieb und denke wohlwollend an dich
Namaste