Zwischen Klischee und Innovation
In Filmen und Serien sind Transgender-Personen in den letzten Jahren stärker vertreten. Doch auf der Leinwand werden oftmals immer noch bestimmte Stereotype von Transsexualität bedient. Durch den Siegeszug der großen Streaming-Plattformen ändert sich das nun langsam..."
"Würdest Du mit mir ausgehen?"- "Ja."
So weit, so bekannt. Aber was hier besonders ist: Simone, die weibliche Hauptfigur, die hier um ein Date gebeten wird, ist eine Transfrau. Und zwar gespielt von einer Transfrau, der Schauspielerin Eva Lindley. "Botschaften von Anderswo" ist nur ein Beispiel dafür, wie Transfiguren gerade in den Serien der großen Streaming-Plattformen sichtbarer werden.
Hartnäckige Klischees..."
Zitat:
Den Rekord hält die amerikanische Serie "Pose", in der es um die queere New Yorker Subkultur in den 80er-Jahren geht. Im Zentrum steht eine Gruppe stolzer Transfrauen, die es sich zum Beispiel nicht gefallen lassen, wenn sie von der privilegierten Tischnachbarin als verkleidete Männer bezeichnet werden. Bei deutschen Produktionen lässt diese Art der Innovation auf sich warten. Festgefahrende Denkmuster und fehlender Mut seien das Problem, sagt Tans-Drehbuchautor Lion Lau:
"Es gibt eine definierte Norm im deutschen Fernsehen. Und diese Norm ist weiß, heterosexuell, monogam und schlank. Und das deutsche Fernsehen denkt, es kennt seine Zuschauenden, es schaut auf die Quoten. Und letzten Endes ist es feige und klammert sich an ein sinkendes Schiff, weil dieses es immerhin so weit getragen hat."
Damit Filme und Serien Vorurteile nicht auf- sondern abbauen — da sind sich alle einig —, ist es wichtig, dass eine Transfigur nicht auf ihr Transsein reduziert wird. Annette Vanagas wünscht sich deswegen:
"So einen transgeschlechtlichen Superheld. Wo aber nicht die Transgeschlechtlichkeit die Superkraft ist, sondern einfach nur als Nebengeschichte erwähnt wird. Das wär doch mal ne tolle Sache.""
Der Hörtip:
@by maexine