Transsexualität in Serien, Klischee ?
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maexine
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Transsexualität in Serien, Klischee ?

Post 1 im Thema

Beitrag von maexine »

bei Deutschlandfunk nachzuhöhren
"Transsexualität in Serien

Zwischen Klischee und Innovation

In Filmen und Serien sind Transgender-Personen in den letzten Jahren stärker vertreten. Doch auf der Leinwand werden oftmals immer noch bestimmte Stereotype von Transsexualität bedient. Durch den Siegeszug der großen Streaming-Plattformen ändert sich das nun langsam..."

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/media/th ... key=58b5e2

"Die große Lovestory. In der neuen Amazon Serie "Botschaften von Anderswo" bahnt sich an:

"Würdest Du mit mir ausgehen?"- "Ja."

So weit, so bekannt. Aber was hier besonders ist: Simone, die weibliche Hauptfigur, die hier um ein Date gebeten wird, ist eine Transfrau. Und zwar gespielt von einer Transfrau, der Schauspielerin Eva Lindley. "Botschaften von Anderswo" ist nur ein Beispiel dafür, wie Transfiguren gerade in den Serien der großen Streaming-Plattformen sichtbarer werden.
Hartnäckige Klischees..."



Zitat:
"...Fehlender Mut der deutschen Filmindustrie

Den Rekord hält die amerikanische Serie "Pose", in der es um die queere New Yorker Subkultur in den 80er-Jahren geht. Im Zentrum steht eine Gruppe stolzer Transfrauen, die es sich zum Beispiel nicht gefallen lassen, wenn sie von der privilegierten Tischnachbarin als verkleidete Männer bezeichnet werden. Bei deutschen Produktionen lässt diese Art der Innovation auf sich warten. Festgefahrende Denkmuster und fehlender Mut seien das Problem, sagt Tans-Drehbuchautor Lion Lau:

"Es gibt eine definierte Norm im deutschen Fernsehen. Und diese Norm ist weiß, heterosexuell, monogam und schlank. Und das deutsche Fernsehen denkt, es kennt seine Zuschauenden, es schaut auf die Quoten. Und letzten Endes ist es feige und klammert sich an ein sinkendes Schiff, weil dieses es immerhin so weit getragen hat."

Damit Filme und Serien Vorurteile nicht auf- sondern abbauen — da sind sich alle einig —, ist es wichtig, dass eine Transfigur nicht auf ihr Transsein reduziert wird. Annette Vanagas wünscht sich deswegen:

"So einen transgeschlechtlichen Superheld. Wo aber nicht die Transgeschlechtlichkeit die Superkraft ist, sondern einfach nur als Nebengeschichte erwähnt wird. Das wär doch mal ne tolle Sache.""

Der Hörtip:


@by maexine
Yumau
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Re: Transsexualität in Serien, Klischee ?

Post 2 im Thema

Beitrag von Yumau »

Ich finde es und richtig, dass transidente Menschen von der Filmindustrie nicht ausgespart werden.
Schade finde ich, dass meistens nur Transfrauen einen Platz finden.
Dabei gbt es mehr Transmaenner, als jeder glaubt.
Sei du selbst, alle Anderen gibt es schon.
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Re: Transsexualität in Serien, Klischee ?

Post 3 im Thema

Beitrag von sbsr »

Vor kurzem hatten wir uns über Loiza Lamers unterhalten, da konnte man durchaus positiv feststellen, dass Trans* tatsächlich nur Nebensache war. Übrigens anders als vor einigen Jahren bei Balian Buschbaum, wo man keine Gelegenheit auslies, die Trans* Vergangenheit zu thematisieren.

In Fernseh Serien liegt die Geschichte etwas anders. Welches Interesse hätte ein Produzent daran, eine Trans* Person einzubauen, wenn man nicht genau diese Eigenschaft dann für den Plot ausschlachten könnte.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Marlene K.
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Re: Transsexualität in Serien, Klischee ?

Post 4 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich hör jetzt schon viele aufstöhnen, weil Schwul- und Lesbischsein ja so gar nichts mit Trans- oder Intersexualität zu tun hat.

Ich nenne trotzdem meine Beobachtungen aus vierzig Jahren bewussten queeren Lebens... ( männerbegehrend und Frau, die körperlich als Mann gelesen wurde... ich empfinde als ein Mensch mit verschiedenen Zuschreibungen...). Auch die Darstellung von nicht heterosexuell empfindenden Menschen im Deutschen Film kam nur langsam von der schillernden Tunte oder dem Lederkerl, dem kessen Vater oder der verführten Jungfrau zum schwulen Kommisar oder lesbischen Lehrerin, wo diese eine Eigenschaft nur da war aber keine Rolle spielte.

Ich hoffe, der Verlauf dauert in Fragen der Geschlechtsidentität nicht so lange wie beim geschlechtlichen Begehren. Immerhin gibt es ja Beispiele, wie man es besser macht, so zum Beispiel bei afrikanischen Deutschen oder türkischen Deutschen oder Deutschen, die auch Romni sind... da ist noch lange nicht alles gut, aber auf dem Weg der Besserung.

Für mich sind alle diese Fragen vergleichbar und Solidarität nicht teilbar...
Marlene

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Re: Transsexualität in Serien, Klischee ?

Post 5 im Thema

Beitrag von Yumau »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Fr 5. Jun 2020, 08:26 Ich hör jetzt schon viele aufstöhnen, weil Schwul- und Lesbischsein ja so gar nichts mit Trans- oder Intersexualität zu tun hat.
Doch schwul und lesbisch-sein kann sehr wohl mit Transsexualitaet zu tun haben.
Es gibt Transfrauen, die Frauen moegen, die sind lesbisch.
Es gibt Transmaenner, die Maenner moegen, also sind sie schwul.
Ist doch voellig normal.

Frueher hat mich der Begriff *transsexuell* gestoert, da es ja keine *sexuelle Orientierung* ist, wenn man trans* ist.
Denke ich aber an den lateinunterricht und bedenke, das *sex...* auf Sexus (dem Koerper enstsprechend), denn ist ja richtig.

Loiza Lamers, sehr sympatisch.
Sie hat mir bei Let's dance super gefallen.
Sie war fuer mich mehr Frau, wie manche geborene Frau es je haette sein koennen.
Ich fibde es mutig, das sie immer noch darueber redet.
So wie Loiza *passt*, braeuchte sie es gar nicht mehr zu erwaehnen.

Balian Buschbaum, ja er wurde sehr durch die Medien gezogen.
Wahrscheinlich auch deswegen, weil Transmaenner seltener sind oder weil diese im Alltag nicht so auffallen.
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Re: Transsexualität in Serien, Klischee ?

Post 6 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Yumau hat geschrieben: Fr 5. Jun 2020, 09:31
Ralf-Marlene hat geschrieben: Fr 5. Jun 2020, 08:26 Ich hör jetzt schon viele aufstöhnen, weil Schwul- und Lesbischsein ja so gar nichts mit Trans- oder Intersexualität zu tun hat.
Lieber Yumau,
dieses lange Gestöhn bezieht sich auf Sprüche, die ich im analogen wie im digitalen bekommen habe.

Ich hatte vor dem zulassen meiner Weiblichkeit das Vorurteil, dass eher wenige Transfrauen lesbisch seien. Ich bin ja auch von dieser Gesellschaft geprägt. Also habe ich nach kurzer Zeit bei einem Transtammtisch gefragt, wie das denn so aussähe und um freiwillige Aufklärung gebeten.

Nachdem ich mein sein dargstellt hatte und drei Transfrauen empört geäußert haben, das sie ja auf keinen Fall schwul seien habe ich meine Verletztheit geäußert und einfach nur angefügt, dass dann ja wohl die drei Frauen also lesbisch seien. Das hat zunächst zu der Antwort "Nein, normal" geführt und dann nach kurzem nachdenken. "Ja, eigentlich hast Du ja recht"...

Ähnliche Ansätze habe ich im Netz erlebt.

Übrigens sehe ich auch in den schwulen und lesbischen Gemeinschaften ähnliche Ansätze nur mit anderen Zuordnungen...

Aber es bessert sich...

Lächelnd das alte, jetzt heterosexuelle, aber trotzdem queer bleibende Schlachtross
Marlene

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Re: Transsexualität in Serien, Klischee ?

Post 7 im Thema

Beitrag von Yumau »

danke fuer die Antwort.
Eigentlich ist es doch egal, ob so oder so.
Wir passen eh alle in keine Schublade und das ist gut so.
Sei du selbst, alle Anderen gibt es schon.
Marlene K.
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Re: Transsexualität in Serien, Klischee ?

Post 8 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Yumau hat geschrieben: Fr 5. Jun 2020, 10:45 danke fuer die Antwort.
Eigentlich ist es doch egal, ob so oder so.
Wir passen eh alle in keine Schublade und das ist gut so.
Stimmt so was von...
Marlene

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Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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