komme gerade aus der psychiatrischen Ambulanz zurück, brauchte dringend Hilfe, weil mich wieder einmal eine heftige depressive Phase gepackt hat und am Nachmittag nach Jahren wieder einmal suizidale Gedanken in mir aufkamen, nachdem ich seit gut zwei Tagen fast laufend am Weinen bin und gar nicht einmal sagen kann: Warum? Ich dachte ernsthaft, ich hätte es gepackt, wo ich vorher soviel Lebensfreude verspürt habe.
Während solcher Phasen sitze ich oft heulend am Laptop und schreibe meine Gefühle nieder ... diese Zeilen sind von heute Nachmittag:
Dunkelheit
Ganz allein schwimme ich in einem Meer der Dunkelheit,
und ich fühle, wie es mich mehr und mehr nach unten zieht.
Meine Seele schreit um Hilfe, aber es ist niemand da, der sie hört.
Das Wasser steht mir bereits auf Augenhöhe,
und ich paddle wie verrückt, um irgendwie oben zu bleiben.
Aber diese Dunkelheit lässt mich nicht los,
und ich spüre, wie ich langsam beginne ihr nachzugeben,
dem Gefühl, das dort unterhalb der Wasserlinie liegt.
Ich fühle, wie sich meine Lungen füllen,
Lungen die einst so viel Leben in sich hatten,
und es jetzt dem Wasser der Dunkelheit erlauben, dieses Leben herauszuspülen.
Ich weiß, dass dieser Weg nicht zum Glück führt, und ich frage mich:
Warum ist niemand da, der meine Hand greift?
Warum ist da niemand, der mich aus dieser Dunkelheit führt?
Ich höre mich selbst darauf antworten:
Weil niemand weiß, dass ich an der Grenze stehe, "¦ der Grenze zwischen hell und dunkel.
Also gebe ich dem nach, was mich noch hält.
Ich spüre, dass all die Kraft und der ganze Mut,
den ich ein einmal in meinem Herzen hielt, mich vor dem Meer der Dunkelheit nicht mehr retten kann.
So tauche ich langsam ein in die Welt Endgültigkeit "¦
"¦ unbemerkt von meinem Umfeld "¦
"¦ Ich bin müde des Kämpfens"¦
"¦ und bereit mich der Dunkelheit zu ergeben "¦
Liebe Grüße von einer traurigen
Blossom