Ja, könnte so sein.Wally hat geschrieben: So 9. Feb 2025, 23:55 Das hat aber auch eine höchst problematische, andere Seite: während wir nämlich unsere soziale Transition notgedrungen langsam, in kleinen Schritten, über viele Jahre hinweg vollziehen, und dabei immer wieder ausprobieren, damit spielen, die neue Rolle lernen und uns fallweise auch wieder daraus zurückziehen können, wenn's nicht so klappt, wie wir uns das vorgestellt haben, müssen Transmänner praktisch von Null auf Hundert ins kalte Wasser springen - und da bleiben sie dann ein für allemal gefangen, sie können nur unter Riesen-Schwierigkeiten - und nie mehr vollständig - wieder zurück. Wollen sie wieder zurück ins Frau-Sein, dann geht's ihnen genauso wie uns Transfrauen schon von Anfang an: sie werden Bartwuchs und Stimmbruch nicht mehr los, sie können das im Alltag auch nur sehr schwer verbergen. Ein echtes Passing als Frauen bleibt ihnen damit lebenslang verwehrt.
Du lässt aber außer Acht, dass es wohl einen wichtigen Grund gegeben haben muss, schließlich fängt man so eine HRT nicht spontan aus einer Laune heraus an. Ich will damit sagen, die betroffene Person war mit ihrer weiblichen Identität offensichtlich sehr unzufrieden. Daher halte ich es für unwahrscheinlich, dass sie wieder komplett dorthin zurück möchte, nachdem sie festgestellt hat, dass 100% Mann auch nicht ihr Ding ist.
Zum Glück gibt es heute deutlich mehr Möglichkeiten als nur diese beiden binären Enden der Skala (M und F) um sein Glück zu finden. Da sollte für alle was dabei sein, mit oder ohne Bart und tiefe Stimme. Irgendwo im weiten Sammelbecken, das derzeit mit nichtbinär bezeichnet wird zum Beispiel.
Aber auch das ist nur Spekulation. Letztlich kommt es auf den Einzelfall und die Umstände an.
LGL