Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht
Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht - # 4

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
Tatjana_59
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 46 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Bon gespannt wann sich dieser Thread tod schreibt.
Denn mit den vielen pro und kontra wird wohl nie eine Einigung zustande kommen.
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
Lavendellöwin
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 47 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

hmmm...

ich weiss nicht, ob das nur mir so geht.

Dieses Streiten um Begrifflichkeiten, was Chromosomen ausmachen (die nun mal sind wie sie sind),
das alles hat doch kaum Auswirkung auf das reale Leben.
Auch ein Ausweis oder Pass nicht..keine Rentenversicherungsnummer, keine Anrede in einem Brief.

Keine OP kann mich zu einer cis Frau machen und das ist der Schmerz den ich in mir trage,
das ist die Dysphorie..was ich aber tun kann ist in mir Frieden zu finden, wie ich das tue
und wie das nach aussen aussieht, ist die jeweilige persönliche Sache der Person die das lebt.
Niemand hat darüber zu richten...

ich weiss wie es bei mir ist, die einen nehmen mich eher weiblich und andere eher männlich wahr.
Manchmal hab ich das Gefühl eine männliche Ausstrahlung zu haben und bekomme genau das
Gegenteil gespiegelt und umgekehrt kommt das auch vor.

Das ist aber auch das, was ich von Geburt an, auch von der Biologie her, in mir trage und inzwischen
tut es mir gut, wenn ich das so annehme. Ich muss es mir nicht mehr schwerer machen als es sowieso ist.

Meine Aufgabe hier ist, das ich ein gutes Leben führe, anderen hilfreich bin, dafür ist das
"Geschlecht" nicht wichtig. Zumal was man in der Hinsicht ist meist aus dem Herzen strahlt,
die Aura ist die man hat, ohne das man diese Person physisch betrachtet.
Da helfen keine Haarteile und keine Röcke..auch die GaOP nicht. Dieser Imprint ist auf einer anderen Ebene.
Die GaOP, jede Massnahme ist nur dafür da, meine Dysphorie für mich zu verbessern..

Naja, habt es gut..Marie ))):s
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 48 im Thema

Beitrag von Susi T »

Die wichtigsten Dinge wissen wir einfach nicht, ich bleib dabei.
Es kommt immer drauf an wie man miteinander umgeht und vielleicht ist da einiges schief gegangen.
Vieles wurde hier gesagt, aber zur Beurteilung reicht das alles nicht.
Ich habe viele seltsame Dinge erlebt, nicht weil ich etwas gefordert habe, oder gar versucht habe etwas zu erzwingen, sondern aus anderen Gründen. Entweder bin ich gefragt worden, oder ich fand mich irgendwie mittendrin wieder. Das war schon immer so und hatte kaum was mit dem Aussehen oder gar dem Passing zu tun.
Wenn wir viele Jahre unseren Frauenabend an unserem Stammtisch hatten, kam auch begehren dabei zu sein auf. Unsere Antwort zu den Männern war klar:"Bist du eine Frau? Nein, dann bist du hier falsch" Eine Diskussion, das da ja mit uns auch 2 Männer, ihre Kumpels, sitzen haben wir klar als irrelevant abgewiesen. Der lesbische Freundin mit sehr dominanten Verhaltensmustern ging es nicht viel anders, nur waren wir da etwas Diplomatischer.(Wobei sie eh immer nur rücksichtsvoll ihre Freundin zu etwas Spaß abholen wollte, da haben wir nur einfach Brücken gebaut, so daß unsere Freundin anschließend auch wieder zurück gekommen ist, schließlich gilt "Girls want to have fun")
Ich Kenne viele Situationen, wo ich in Frauengruppen dabei war einfach weil ich kompatibel war und meine Anwesenheit erst bewusst wurde, wenn bei Ankunft eines Mannes das Gespräch verstummte. Jede schaute mich dann an und registrierte erst da, das das bei mir völlig anders wahrgenommen wurde.
Trans, Inter und Queer? Keine Ahnung was das sein sollte, wir waren einfach.
In so ein Frauenfitness Studio hätte ich mich höchstens begeben um ne Freundin abzuholen und da hätte ich gefragt ob das OK ist. Vielleicht hätte ich am Tresen gewartet und nen Kaffee getrunken. Wenn das öfter passiert wäre, wäre ich vielleicht Mal gefragt worden weil bei ner Übung was nicht klappt, das Gerät nicht funktioniert, oder man nicht klar kommt. Dann hätte ich gefragt ob ich helfen soll/darf, hab viele Jahre lang selbst Trainiert und sowas als Aushilfe auch mal im Ansatz gemacht, also völlig normal...wenn es irgendeinen Grund gegeben hätte dort zu trainieren, oder mal auszuhelfen, wäre ich gefragt worden, aber nie hätte ich von mir aus das angestrebt. Weil es mir wichtig ist, das sich andere wohl fühlen. Frauen die extra in ein Frauenstudio gehen haben ihre Gründe und ich kenne etliche davon. Wenn klar ist das ich keinen Grund liefere, kann das für mich und alle Beteiligten klappen.
Die Studiobetreiberin ist dafür Verantwortlich das sich die Frauen wohl fühlen, das ist ihr Geschäftsprinzip.
Wenn ich da also rein will, muß ich sie überzeugen daß sich daran nichts ändert. Kann ich das nicht, so werd ich nunmal abgelehnt.
Mit passing als perfekt optische Frau hat das selten zu tun.

Ein typisches Passing für Frauenabende/Treffen und dem ganz normalen Leben(meist mit 3 Tagebart der in Wirklichkeit doppelt so alt war, Klamotten die mir gefallen, ohne auf m/w oder schwul zu achten)^^(geschminkt hab ich mich höchstens mal für eine Clubnacht um gut auszusehen, nicht um als Frau durchzugehen, Schwul war ich auch nicht(auch wenn ich in meiner Abizeit viel mit Schwulen unterwegs war, auch mal auf den Kaffee eingeladen wurde, aber ich hatte null Interesse zu mehr und den meisten hatte ich eh zuviel "Frau sein"), sondern normal verheiratet(wenn auch mit starkem lesbischen Aspekt) und oft war es so, das ich meine Frau zu den Frauentreffen mitbringen durfte, nicht umgekehrt. Muß wohl was mit Trans oder Zufall zu tun haben):
P.S. Sorry an mein damaliges queeres Haarstudio, ich war einfach meist zu faul für Haargel und Spray und hab den Haarschnitt so fast immer verdorben^^
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von Susi T am Mi 7. Mai 2025, 11:18, insgesamt 1-mal geändert.
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 49 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 08:44 Ich erkenne einfach nur an, dass es einen Unterschied gibt, zwischen Menschen die von Geburt an als Frau/weiblich gelesen werden und entsprechend aufwachsen - und Menschen wir mir, die als Junge/Mann gelesen auf die Welt kommen und groß werden. Aber lasst euch von so kleinen Details nicht weiter stören.
Der fundamentale Unterschied ist, dass die einen sich von vornherein fein mit dem fühlten, was andere ihnen als soziale Rolle nahelegten, aufgrund ihrer Erscheinung und ihres Namens in ihnen sahen, und die anderen erst eine Phase von Verwirrung, Selbstfindung und WIderstand gegen eine falsch auferlegte Rolle hinter sich bringen mussten, aufgrund ihrer Erscheinung und ihres Namens.

Nach meiner Beobachtung sind sich die meisten ihrer Biografie sehr bewusst und zwar als Leidensgeschichte. Als Geburtsmakel, der sie von anderen unterscheidet. Das ist, was "JK" und so nicht verstehen: Diese "männliche Sozialisation" ist kein Vorteil, aus dem sich manche dann aus Lust und Laune abseilen, nach dem Motto "hey, jetzt komm ich mal mit meinem männlichen Background und misch mich unter Frauen". Diese Herkunft ist eine überlebte Konversionstherapie, bei der dich die ganze Umgebung jahrelang gaslighted; insbesondere in der besonders sensiblen Kindheit und Jugend, als abhängiges Wesen.

Akzeptanz wäre zu sagen "ich anerkenne deinen Leidensweg und welchen Schaden du seelisch und körperlich dabei genommen hast. Ich würdige deine Leistung, dich da heraus befreit zu haben. Jetzt kannst du einfach sein, wer du innerlich bist".

Stattdessen wird idR höchstens toleriert - das kommt von dulden / erleiden -, fremdbeurteilt und immer wieder darauf hingewiesen "naja eigentlich bist du für uns ja [alte Zuweisung], aber wir lassen dich mitspielen - ein bisschen beargwöhnt und mit Vorbehalten -, wenn du dich täglich ausreichend verkleidest (und damit sichtbar unseren Erwartungen unterwirfst)". Und einige cis Leute kriegen nicht mal das hin.
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 50 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Jaddy hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 11:14
Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 08:44 Ich erkenne einfach nur an, dass es einen Unterschied gibt, zwischen Menschen die von Geburt an als Frau/weiblich gelesen werden und entsprechend aufwachsen - und Menschen wir mir, die als Junge/Mann gelesen auf die Welt kommen und groß werden. Aber lasst euch von so kleinen Details nicht weiter stören.
Der fundamentale Unterschied ist, dass die einen sich von vornherein fein mit dem fühlten, was andere ihnen als soziale Rolle nahelegten, aufgrund ihrer Erscheinung und ihres Namens in ihnen sahen, und die anderen erst eine Phase von Verwirrung, Selbstfindung und WIderstand gegen eine falsch auferlegte Rolle hinter sich bringen mussten, aufgrund ihrer Erscheinung und ihres Namens.
Das ist mir ehrlich gesagt etwas zu simpel in der Betrachtung.

1. Würde ich anzweifeln, dass sich alle als weiblich verstandenen Menschen "von vorneherein fein fühlten mit der [aufoktruierten] sozialen Rolle". Und so wie ich das verstehe, wird genau dieses Aufwachsen in einer Rolle gefüllt mit sexualisierten Übergriffen (komm, setz Dich mal auf Onkels Schoß...Du bist aber ne Hübsche!), Erwartungsdruck "sei klein, sei leise, mach dich nicht schmutzig!", internalisiertem Selbsthass (zu fett, zu dünne Beine, zu breite Hüften zu kleiner Busen...) als Distinktion zwischen männlicher und weiblicher Biografie zu einem wichtigen Kriterium zur Unterscheidung zwischen eben "Mann" und "Frau".

2. Wird das Fehlen dieser spezifisch weiblichen Erfahrung schon als Privileg gewertet - und das zu Recht.

3. Ja, es gibt auch Mißbrauch von Jungs. Aber das ist ein anderes Thema, hier ist es der systemimanente, normalisierte Anspruch an alle weiblichen Menschen, sich den Männern und älteren Frauen gefälligst unterzuordnen.
Jaddy hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 11:14 Nach meiner Beobachtung sind sich die meisten ihrer Biografie sehr bewusst und zwar als Leidensgeschichte. Als Geburtsmakel, der sie von anderen unterscheidet. Das ist, was "JK" und so nicht verstehen: Diese "männliche Sozialisation" ist kein Vorteil, aus dem sich manche dann aus Lust und Laune abseilen, nach dem Motto "hey, jetzt komm ich mal mit meinem männlichen Background und misch mich unter Frauen". Diese Herkunft ist eine überlebte Konversionstherapie, bei der dich die ganze Umgebung jahrelang gaslighted; insbesondere in der besonders sensiblen Kindheit und Jugend, als abhängiges Wesen.
Muss leider Arbeiten, dazu später ein Edit. Vielleicht.
Jaddy hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 11:14 Akzeptanz wäre zu sagen "ich anerkenne deinen Leidensweg und welchen Schaden du seelisch und körperlich dabei genommen hast. Ich würdige deine Leistung, dich da heraus befreit zu haben. Jetzt kannst du einfach sein, wer du innerlich bist".

Stattdessen wird idR höchstens toleriert - das kommt von dulden / erleiden -, fremdbeurteilt und immer wieder darauf hingewiesen "naja eigentlich bist du für uns ja [alte Zuweisung], aber wir lassen dich mitspielen - ein bisschen beargwöhnt und mit Vorbehalten -, wenn du dich täglich ausreichend verkleidest (und damit sichtbar unseren Erwartungen unterwirfst)". Und einige cis Leute kriegen nicht mal das hin.
Mein Reden seit anno Leipzig einunleipzig.

Wir sind uns, finde ich, gar nicht so weit auseinander. Ich frage mich halt, ob ich wirklich jedes Mal einen Erklärungsroman dazu verfassen muss.
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 51 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Tira,
Tira hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 11:12 In so ein Frauenfitness Studio hätte ich mich höchstens begeben um ne Freundin abzuholen und da hätte ich gefragt ob das OK ist. Vielleicht hätte ich am Tresen gewartet und nen Kaffee getrunken [...]
...wenn es irgendeinen Grund gegeben hätte dort zu trainieren, oder mal auszuhelfen, wäre ich gefragt worden, aber nie hätte ich von mir aus das angestrebt. Weil es mir wichtig ist, das sich andere wohl fühlen. Frauen die extra in ein Frauenstudio gehen haben ihre Gründe und ich kenne etliche davon. Wenn klar ist das ich keinen Grund liefere, kann das für mich und alle Beteiligten klappen.
ich habe mal den wichtigsten Teil ausgenommen.

Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, wenn einem Respekt vor seinen Mitmenschen nicht nur als theoretisches Konzept bekannt ist. Viele scheinen heute aber so sehr mit ihren eigenen Befindlichkeiten beschäftigt zu sein, dass da kein Platz mehr für die Bedürfnisse von Anderen ist. Sie werden nicht gesehen, die eigenen Ansprüche werden absolut gesetzt und über alles andere gestellt. So kommt mir das zunehmend in allen Bereichen vor, aber auch beim Ausleben der eigenen trans Identität scheinen manche keine Grenzen zu kennen.

Für mich geht es in erster Linie darum, mit meiner Umwelt gut klar zu kommen. Dazu gehört zwingend, dass die auch mit mir klar kommen kann. Also versuche ich, denen keine allzu schwer verdauliche Brocken hinzuwerfen, ohne mich dabei selbst verleugnen zu müssen. Das ist nicht immer einfach, und wahrscheinlich gelingt es mir nicht immer. Aber ich nehme wahr, dass dann der Umgang insgesamt positiver verläuft.


Zwei Beispiele:

Freundin 1 fragt mich, ob ich sie zum Neujahrsempfang für Frauen begleiten möchte. Weil sie diese Veranstaltung gut findet und mir die besondere Stimmung dort zeigen möchte.
Und so komme ich so zu Veranstaltungen, die ich selbst gar nicht auf dem Schirm hatte, ohne das Gefühl zu haben, mich irgendwie reinzudrängen.

Freundin 2 arbeitet in einem feministischen Frauenzentrum, wo männlich gelesene Personen unerwünscht sind. Wir kennen uns schon lange (vor meiner Transition) und haben uns auf anderen Ebenen viel zu sagen, also geh ich da nicht hin, um keinen unnötigen Konflikt zu provozieren. Würde ich es trotzdem tun und mich dort reindrängen, weil ich als Frau das Recht dazu hätte, würde ich mich in meiner Haut nicht wohlfühlen. Wozu also sollte ich das machen, wenn es mir dabei nicht gut geht?

Genauso wäre es, wenn besagte Dame sich nach langer Zeit endlich den Zugang zum Frauen-Fitnessstudio erstreiten würde. Dann wären womöglich die Blicke und abweisenden Reaktionen der anderen Trainierenden noch schwerer zu ertragen als das angebliche Angestarrtwerden im gemischten Studio.
Was will sie also noch dort, wenn sie nicht willkommen ist, völlig unabhängig von der Rechtslage? Zwischenmenschlich ist so ein Verhalten doch unterirdisch...

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 52 im Thema

Beitrag von Claudia »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 08:44 Nein, ihr dichtet "uns" diese Selektion an. Niemand, auch Vesta nicht, hat behauptet, Frauen währen in irgendeiner Form mehr wert (1. Klasse) und trans Frauen deswegen weniger wert (2. Klasse). Sorry.
Naja, wohl eine Frage der Interpretation. Du siehst hier keine keine Selektion?
wird keine Frau draus, sondern allenfalls trans
Hier wird doch ganz eindeutig eine Hierarchie aufgebaut und ein Personenkreis abgewertet.
allenfalls=für mehr reicht es ja nicht

Komme mir fast vor wie beim Supreme Court.

Bye
Claudia
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 53 im Thema

Beitrag von Vesta »

Claudia hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 23:03 Zum Haarteil: Wer nutzt sowas im Fitness-Studio?
Ja, klar, und die Silikoneinlagen sind auch unangenehm, weil man da schwitzt, das Make-up verläuft bei dem Schweiß nur, und das Tucking stört bei sportlichen Bewegungen. Das kannst du gerne alles weglassen, damit habe ich überhaupt kein Problem, aber was stellst du dann dar? Als Betreiberin würde ich dich dann aus weiblichen Schutzräumen herausbitten.

Wenn du oder halt jemand gewisses anderes hier in dem Fall statt in ein Haarteil lieber in einen Rechtsanwalt investiert, kann ich das nicht verhindern, aber ich heiße es nicht gut.
Trans-Frauen sind für Dich keine Frauen.
Ich habe nicht Transfrauen geschrieben, ist habe trans geschrieben. Gemeint waren diejenigen, die offen als trans-irgendwas leben und sich keine Mühe geben, dies zu verbergen.

Ich kenne genug Transsexuelle, die strahlen in Aussehen und Verhalten so viel Weiblichkeit aus, dass ich gar nicht anders kann, als sie als Frau zu sehen. Diese Transfrauen sind für mich eindeutig Frauen.

Bei denjenigen, die offen als trans-* leben und sich keine große Mühe geben, ihre männlichen Attribute zu verbergen, tue ich mich schwer, sie als Frauen zu sehen.

Und Transgender, die als Teilzeitfrau nur alle 14 Tage ihre weibliche Seite ausleben und sonst in männlicher Form leben, kann ich nicht als Frau sehen (was mich aber nicht daran hindert, sie dann, wenn sie im Frauenmodus sind, der Höflichkeit halber als Frau zu behandeln).
Claudia hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 23:45 Das Passing ist mir ziemlich gleichgültig, da ist für mich viel wichtiger, was im Kopf vorgeht, welches Selbstempfinden da ist.
Was in deinem Kopfe vorgeht, hat aber nur wenig Einfluss auf deine Außenwirkung.
Jaddy hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 23:59 ... wie sieht's aus? Was sagst du zu cis Frauen mit Halb- oder Vollglatze, zu viel Haarwuchs im Gesicht oder zu kleinen Brüsten?
Der Vergleich hinkt. Eine Cis-Frau mit den genannten Mängeln hat dennoch so viele weibliche Attribute im Aussehen, so dass sie eindeutig nach Frau aussieht, im Gegensatz zu unsereins.

An der Stelle messe ich auch mit zweierlei Maß. Es ist für mich ein Unterschied, ob eine Cis-Frau aus gewissen Gründen zu viele männliche Attribute mitbringt, oder ob ein Cis-Mann sagt "Ich bin eine Frau, aber mein Körper ist nicht so gewachsen, wie ich wollte, akzeptiert mich trotzdem als Frau" ohne sein Aussehen im Rahmen seiner Möglichkeiten an das einer Frau anzupassen.
Vesta hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 21:27 Das sähe anders aus bei denjenigen, die auf Grund schwieriger körperlicher Gegebenheiten auch mit allen zumutbaren Maßnahmen nicht genug erreichen können.
Und woher weisst du das beim spontanen Kontakt und deinem "Gutachten per erstem Blick"?
Eine Halbglatze lässt sich mit Hilfsmitteln verbergen, breite Schultern oder große Hände nicht. Da reicht ein Blick zur Beurteilung.
Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 08:44 Niemand, auch Vesta nicht, hat behauptet, Frauen währen in irgendeiner Form mehr wert (1. Klasse) und trans Frauen deswegen weniger wert (2. Klasse).
Danke dass du das so deutlich sagst. Ein Mensch ist ja nicht mehr oder weniger wert, nur weil er eine Frau ist oder nicht.
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 54 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Vesta hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 21:30 damit habe ich überhaupt kein Problem, aber was stellst du dann dar?
es geht überhaupt nicht darum, dass jemand (d/m/w) etwas "darstellen" muss, um deiner Einschätzung Genüge zu tun.
Das sollte auch für andere Menschen gelten, eben nicht ihr Handeln von ihrer "persönlichen Einschätzung eines Geschlechtes" abhängig zu machen.

Du sprichst in deinen Ausführungen von "Mängeln", die du bei anderen Menschen zu erkennen glaubst und und beziehst cis und trans Frauen ein.
Das sehe ich als verletzend an. Es gab auch schon Beschwerden von Nutzenden des Forums, die sich durch deine Ausdrucksweise und deine Ausführungen verletzt fühlen.

So ein Umgang widerspricht einem guten Miteinander im Forum.
Ich würde begrüßen, wenn du deine Gedankengänge überprüfst und zur Einsicht kommst, dass etliche deiner Äußerungen unangemessen und verletztend sind.
Ich kann nicht verhindern, wenn du so "denkst", wie du schreibst, aber für eine weitere Verbreitung solcher "Thesen" wird das Forum nicht zur Verfügung stehen.

Anne-Mette
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 55 im Thema

Beitrag von Nico »

Vesta hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 21:30 Ich habe nicht Transfrauen geschrieben, ist habe trans geschrieben. Gemeint waren diejenigen, die offen als trans-irgendwas leben und sich keine Mühe geben, dies zu verbergen.

Ich kenne genug Transsexuelle, die strahlen in Aussehen und Verhalten so viel Weiblichkeit aus, dass ich gar nicht anders kann, als sie als Frau zu sehen. Diese Transfrauen sind für mich eindeutig Frauen.

Bei denjenigen, die offen als trans-* leben und sich keine große Mühe geben, ihre männlichen Attribute zu verbergen, tue ich mich schwer, sie als Frauen zu sehen.
Es gibt genug trans Frauen, die sich große Mühe geben, aber ihre männlichen Attribute nicht verbergen können.

Andere sind Frau, hassen es aber sich zurecht zu machen, weil sie z.B. lieber Sport machen, Heimwerken oder in der Natur unterwegs sind. Wenn sie fürs Frau sein ihre anderen Eigenschaften oder Interessen weniger ausleben dürfen, leben diese doch schon wieder ein Leben, welches sich falsch anfühlt.

Irgendwie macht es mir ein ungutes trauriges Gefühl, wenn ich in einem CD und trans Forum lesen muss, dass man nur anerkannt wird, wenn man komplett stealth unterwegs ist.
LG Nico
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 56 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 08:44 Nein, ihr dichtet "uns" diese Selektion an. Niemand, auch Vesta nicht, hat behauptet, Frauen währen in irgendeiner Form mehr wert (1. Klasse) und trans Frauen deswegen weniger wert (2. Klasse). Sorry.
Aber genau darauf läuft es doch hinaus, wenn ich mir hier so manche Beiträge ansehe. "... dann reicht es allenfalls für trans ...", da willst du mir doch nicht erzählen, dass das nicht (ab)wertend gemeint ist!?
Ich erkenne einfach nur an, dass es einen Unterschied gibt, zwischen Menschen die von Geburt an als Frau/weiblich gelesen werden und entsprechend aufwachsen - und Menschen wir mir, die als Junge/Mann gelesen auf die Welt kommen und groß werden. Aber lasst euch von so kleinen Details nicht weiter stören.
Ich glaube, jede trans Frau ist sich sehr bewusst, dass sie keine cis Frau ist und auch niemals werden kann. Es soll aber auch - Beispiele wurden hier ja bereits genannt - cis Frauen geben, die eben nicht als weiblich gelesen werden, aus welchen Gründen auch immer. Die werden dann in der Rubrik "Kollateralschaden" geführt, oder wie!?

Im Übrigen ist es einfach nur erschreckend, was hier manche von sich geben. Make-up im Fitness-Studio als Zeichen/Beweis von Weiblichkeit!? Ich frage mich ernsthaft, was in Menschen vorgeht, die so etwas als "Beweis" für Weiblichkeit verlangen?
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 57 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vesta hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 21:30 Ja, klar, und die Silikoneinlagen sind auch unangenehm, weil man da schwitzt, das Make-up verläuft bei dem Schweiß nur, und das Tucking stört bei sportlichen Bewegungen. Das kannst du gerne alles weglassen, damit habe ich überhaupt kein Problem, aber was stellst du dann dar?
Hey...

da muss ich jetzt nochmal kurz nachhaken, weil mich etwas verwirrt.
In einem Post vorher hast du davon gesprochen, alle Möglichkeiten zu nutzen die es so gibt.

Das was du jetzt hier schreibst, sind aber Hilfsmittel etwas zu kaschieren und nicht die
Nutzung aller Möglichkeiten-das sind doch auch Dinge die im Grunde jede Person nutzen kann
um weiblich zu wirken, sogar ohne trans* oder gar "Transfrau" zu sein.


Magst du erklären warum du solche temporäre Hilfsmittel für "echte Transfrauen" okay findest?
Oder sprichst du doch nur über Darstellung und gar nicht übers trans* sein?

Ich für mich möchte nichts "darstellen", ich schaupielere nicht, sondern bin was ich bin

Danke..Marie (flo)
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Mi 7. Mai 2025, 23:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 58 im Thema

Beitrag von Lana »

Lieber Nico,
Nico hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 22:33 Irgendwie macht es mir ein ungutes trauriges Gefühl, wenn ich in einem CD und trans Forum lesen muss, dass man nur anerkannt wird, wenn man komplett stealth unterwegs ist.
es ist eine Sache, festzustellen, dass die Wahrnehmung bei vielen Menschen leider so funktioniert. Ob das wirklich so ist, weiß ich nicht, aber es gibt Hinweise darauf. Wenn man sich selbst aufmerksam beobachtet, kann man vielleicht ähnliche Erfahrungen machen, wie Jaddy es beschreibt:
Jaddy hat geschrieben: Mo 5. Mai 2025, 14:33Mir ist der Mechanismus dieser äusserlichen Kategorisierung durchaus vertraut. Ich erlebe ihn bei mir selbst. Jedes Mal wenn eine Person sehr am Anfang ihres Weges neu in unsere Gruppe kommt, muss ich meine jahrzehntelang antrainierten Reflexe überwinden und versuchen das zu sehen, was zwischen ihren Ohren existiert und in unserem durchzweigenderten System einfach nur teilhaben will ohne zu leiden.
Wir müssen es wohl hinnehmen, dass viele Menschen in unserer Gesellschaft noch nicht so weit sind. Wir müssen es aber nicht gut heißen.

Es ist jedoch etwas ganz anderes, diese "jahrzehntelang antrainierten Reflexe" als Maß aller Dinge darzustellen, nach denen man sich eben zu richten habe, wenn man als Frau anerkannt werden möchte. Ansonsten sei man eben selber schuld, wenn es Probleme gibt.
Das geht natürlich gar nicht.

LGL
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Gerichtsurteil: Onlinemedium NiUS wegen transfeindlicher Berichterstattung verurteilt

Post 59 im Thema

Beitrag von Jaddy »

In diesem Fall gibt es ja noch die transfeindliche Hetzkampagne von NIUS, die jetzt vor Gericht einen Dämpfer bekommen haben. Klarname und Fotos dürfen nicht so veröffentlicht werden (Bild-Style, also einwandfrei erkennbar) und die verwendeten Bezeichnungen (u.a. “Mann”, “Herr in Damenbekleidung” und “Herr Transfrau”) sind auch nicht erlaubt. Muss alles entfertn werden. Ausserdem 6000€ Schadensersatz an die Klägerin.

https://tinrechtshilfe.de/archive/760
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Zugang verweigert: Transfrau zieht gegen Frauenfitnessstudio vor Gericht

Post 60 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Lavendellöwin hat geschrieben: Mi 7. Mai 2025, 23:06 Ich für mich möchte nichts "darstellen", ich schaupielere nicht, sondern bin was ich bin

Das ist für mich der zentrale Punkt, der hier bei einigen unter die Räder kommt. Wir haben nicht das Recht über das Geschlecht von jemanden zu urteilen. Es gibt keine Definition, was eine richtige Frau ist und ich dachte, das wir uns darüber einig wären, dass das gefühlte Geschlecht für jede von uns individuell und akzeptiert ist. Und dann heißt es, sinngemäß, dass wir als Frauen nichts bei Frauen zu suchen hätten ? Wenn das keine Diskriminierung ist, werde ich lieber ein Eichhörnchen ...

Was geht uns dieser Fall an ?

Ganz einfach, für alle, die in ihrer Weiblichkeit ernst genommen werden wollen, sind solche öffentlichen Ablehnungen schlichtweg eine Beleidigung. Für mich auch. Und Jede, die hier schreibt, wir sollen uns von Frauenbereichen fern bleiben, sollten ihre eigene Sichtweise einmal hinterfragen. Reicht das, was sie leben nicht, um sich als weibliche Person zu definieren, was ich als legitim ansehe, wären leisere Töne in meinen Augen angebracht, statt irgendwelche Forderungen zu stellen, die wirklich verletzend sind. Es betrifft sich nicht wirklich.

Oder irre ich mich da ?
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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