queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los
queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los - # 4

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Lavendellöwin
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 46 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

biene38 hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 14:50 Der einzige Unterschied bei der Betrachtung von Frauen und Männern sollte der sein, dass erstere Kinder gebären und säugen können (zumindest die meisten), zweitere niemals.
Immer wieder dieser Irrglaube..

gebären wird für wie du es sagst XY schwierig, aber kann säugen geht.
Auch XY hat eine Brustwarze und in der Brustwarze sind Milchdrüsen angelegt.
Gibst du in XY Hormon E2 und steigerst dazu den Prolaktin-Spiegel
wächst a das Drüsengewebe und b kann Milchproduktion angekurbelt werden.

Die Flüssigkeit ist nicht ganz die selbe, schau mal nach männlicher Galaktorrhoe.
Die kann es sogar ohne E2 und Prolaktin geben.

Geschlecht und Identität ist ein fluides Kontinuum-und der Chromosomensatz
dazu ziemlich zweitrangig, meistens jedenfalls.
Was darauf auch keinen Einfluss hat, ist die Klamotte oder eine Perücke-die unterstreichen
nur etwas...

Ich hab so meine eigene Meinung zur SelfID, aber du betonierst seltsamerweise was,
von dem du sagst, das es doch egal wäre-und das ist einfach falsch.

Alles Liebe Marie (flo)
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Fr 18. Feb 2022, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Patricia
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 47 im Thema

Beitrag von Patricia »

Wie ich mich kleide, ob ich mich schminke, ob ich Röcke trage oder Schuhe mit Absätzen ist irrelevant in Bezug auf mein empfundenes Geschlecht. Wenn es nur darum ginge dann hätte ich nie aufgehört Crossdressing zu betreiben. Meine Ex fand das ok. Aber eben das ist der Punkt, ich bin KEIN Mann, ich bin eine Frau und das Leben als Mann und Crossdressen fühlte sich für mich vollkommen falsch an. Ich will, dass man mich als die Person behandelt als die ich mich empfinde. Als Frau. Ich will, dass man über mich in der weiblichen Form spricht. Ich will, dass mein Körper, der einer Frau ist und nicht der eines Mannes. Ich wollte schon immer Kinder, ich bedauere es sehr, niemals schwanger sein zu können. Seit langen Jahren wusste ich, dass mein emotionales Erleben nicht so ist, wie ich es gerne wünschte. Ich WOLLTE weibliche Hormone. Ich HASSTE meine körperlichen Reaktionen auf sexuelle Stimuli, ich wollte, dass es aufhört.
Im Mai sind es zwei Jahre seit ich mit der Hormonersatztherapie beginnen durfte und es fühlt sich absolut richtig an. Meine Gefühlswelt hat sich so verändert wie ich es mir immer gewünscht habe. Jetzt fühlt es sich richtig an. Der Körper verweiblicht, bleibt zum Teil aber leider männlich, ja und das ist bedauernswert und tut jeden Morgen beim Duschen seelisch weh. Ich wollte lieber sterben als weiter so zu leben.

Doch das ist etwas was nur wenige verstehen können, die nicht selbst betroffen sind.

Und ja, es ist transphob mir das Recht abzusprechen mein Leben als Frau zu führen. Es ist transphob von mir als Mann oder Er zu sprechen wenn man es eigentlich besser wissen sollte.
Es ist transphob meinen Wunsch, als Frau behandelt zu werden, zu misachten.

Und nein, es ist keine verdammte Modeerscheinung, nein. Viele von uns wissen es ihr ganzes Leben und versuchen damit irgendwie zu recht zu kommen, sich zu arrangieren. Viele von uns bringen sich um oder leiden an psychichen Erkrankungen welche durch den gesellschaftlichen Druck entstehen weil man sich sein ganzes Leben verstellen muss, weil es nicht akzeptiert wird, dass man transsexuell ist.

Es gibt Menschen welche einen XY-Chromosomentsatz haben und dennoch als Frauen geboren und erzogen werden, weil der Körper nicht auf Testosteron reagiert. Streng genommen sind diese Frauen biologisch gesehen Männer.
Was ist mit Menschen die am Klinefelter Syndrom leiden? Diese haben XXY Chromosome
Oder was ist mit intersexuellen Menschen?

Also warum kann man nicht akzeptieren, dass ein Mensch dieses Geschlecht hat zu dem er sich bekennt?

Es fehlt eigentlich nur noch die typische Argumentation, dass Männer ja stärker sind als Frauen. Schon mal gehört, dass sich die Muskelmasse in der HET verändert sobald sich der Testosteronspiegel verändert? Und das sowohl bei trans Frauen als auch bei trans Männern.

Durch die Hormontherapie hat sich meine Körperbehaarung teilweise verändert, meine Fettverteilung auch ein wenig und mir sind Brüste gewachsen. Das was mich angeblich zum Mann macht und sich in meinem Schritt befindet verändert sich auch aufgrund der HET, es atrophiert. Also entspreche ich eigentlich weder dem was einen Mann körperlich ausmacht noch dem was eine Frau ausmacht. WAS bin ich dann?

Warum kann es nicht einfach akzeptiert werden, dass ich eine Frau bin? Warum muss ich darauf reduziert werden als was ich geboren wurde? Ach übrigens, ich bin Polin, also damit noch eine Kategorie schlechter in den Augen einiger der Menschen die solche Maßstäbe verwenden...

Ich würde alles dafür tun wenn ich dafür sorgen könnte als Frau geboren zu werden. Ich Will eine Frau sein, ich BIN eine also akzeptiert es endlich!!! Oder habt ihr Angst ich könnte jemandem was wegnehmen?

Patricia
Anne-Mette
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 48 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

die Vorgehensweise von Tessa ist sicherlich unterschiedlich zu beurteilen. Dazu habe ich mich schön geäußert.

Allerdings ist der Redebeitrag von Beatrix von Storch im Bundestag und der wieder einmal hetzende Blog-Beitrag ihrer "Schwester im Geiste" (mindestens, was die Themen Transsexualität/Transidentität, Intergeschlechtlichkeit, Nonbinärität, Frauenrechte) angeht, ein Angriff, den wir solidarisch zurückweisen sollten, ohne uns in Definitions-Diskussionen zu verlieren.

Trollerei werde ich nicht dulden: Keine "freie Meinungsäußerung" auf Troll-Niveau!
Hilke
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 49 im Thema

Beitrag von Hilke »

Bei der ganzen Diskussion ist eines nicht zu vergessen.
Ziel dieser "Politikerin" ist der Angriff auf fast den ganzen Bundestag um Ihre sogenannte "Partei" mal wieder als die einzig richtig Denkenden darzustellen.
Zitat "In einer Debatte zum Internationalen Frauentag am 8. März im Bundestag warf von Storch der Mehrheit der Abgeordneten ("fast alle hier") vor, einer "Genderideologie" anzuhängen." Zitat Ende
Besonders verwerflich ist natürlich, zu diesem Zweck eine Person direkt anzugehen, mit dem Ziel, sie zu erniedrigen, zu beleidigen und zu versuchen, sie vor anderen lächerlich zu machen. Da dieser Storch*in leider Intellekt besitzt, bekommt sie dies auf eine Weise hin, die keinen rechtlichen Angriffspunkt bietet und auch keinen Ordnungsruf nach sich ziehen kann. Schon sehr übel.
MoreThan2m
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 50 im Thema

Beitrag von MoreThan2m »

Lana hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 12:55 Hallo Jaddy,

was heißt denn "truscum"?
Hab ich noch nie gehört...

LGL
Eine queere Person, die der Meinung ist, dass man eine Geschlechtsdysphorie haben muss, um sich als transgender zu identifizieren.

Die Überzeugungen einiger Truscums können etwas extrem sein, die meisten sind es aber nicht. Eines haben alle Truscums gemeinsam: Sie glauben, dass man eine Form von Geschlechtsdysphorie erleben muss (egal welche Form von Dysphorie, solange sie vorhanden ist), um sich als transgender identifizieren zu können.

Damit werden Crossdresser usw... nicht als Transgender anerkannt.
Teilweise geht es soweit das sie TS nur akzeptieren die den ganzen Weg gehen bis zur großen GOP.
Jasmine
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 51 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ich habe mir den Videoschnitt nochmal angesehen und dabei fiel mir noch folgender Spruch von Frau v.Storch bei 0.34 auf:

Zitat: Das Selbstbestimmungsgesetz kommt dann auch noch in diesem Theater.

Ich finde neben diesen Angriffen gegen Frau Ganserer es auch sehr schlimm den Bundestag, unser Parlament als Theater zu bezeichnen.

Hierzu fand die Bundestagspräsidentin die richtigen Worte. Dieses Verhalten von Frau v. Storch empfinde ich als sehr schlimm. Welche Außenwirkung hat denn solch eine Rede?

Liebe Grüße Jasmine
Karla
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 52 im Thema

Beitrag von Karla »

@Jaddy: wieder mal: Danke!
xy46-Frau und Mutter: war mir noch nicht ganz so klar, daß das geht: (büschen Neid! - o.k.-hatte meine Babies "auf dem Bauch", heute bin ich da raus, Ompa will ich noch werden!!!)
Ompa geworden: DAS hat mir ein Trans-Mann geschrieben: Glückwunsch, büschen Neid, will auch! Hoffe, daß es irgendwann doch noch klappt!

"DEMO FÜR ALLE" zum Trotz:
Ob alleinerziehend oder Lesbisch/schwul/bi/?/trans: ohne oder mit "DER" statt DEM Papa: nicht nur ich hab es nicht ganz so schlecht hingekriegt!!!

Hat Fr. v. Strolch auch mal an Tessas Familie, insbes. auch ihre Kinder gedacht???

...
trans-Frau: STILLEN ist mit ein bißchen Arznei im Vorfeld möglich!!!
...das war mir vor 40 Jahren leider nicht im Vorfeld klar: (rot werd!!!)
...meine Tochter hatte mich verwechselt - es hat damals nur Sekunden gedauert: SOOO überrumpelt wurde ich noch NIE!!!
...seitdem weiß ich, was meine Brust könnte!!!

LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
Jaddy
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 53 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Elizabeth hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 22:24 @Jaddy: wieder mal: Danke!
xy46-Frau und Mutter: war mir noch nicht ganz so klar, daß das geht:
Hie ist der Original-Artikel von 2008.
Der Abstract, deepl- übersetzt:
Zusammenfassung

Kontext: Wir berichten hier über eine bemerkenswerte Familie, in der bei der Mutter einer Frau mit 46,XY kompletter gonadaler Dysgenese ein 46,XY-Karyotyp in peripheren Lymphozyten, Mosaizismus in kultivierten Hautfibroblasten (80% 46,XY und 20% 45,X) und ein überwiegend 46,XY-Karyotyp im Ovar (93% 46,XY und 6% 45,X) festgestellt wurde.

Die Patienten: Eine 46,XY-Mutter, die sich wie eine normale Frau entwickelte, kam spontan in die Pubertät, erreichte die Menarche, menstruierte regelmäßig, erlebte zwei Schwangerschaften ohne Unterstützung und brachte eine 46,XY-Tochter mit kompletter Gonaden-Dysgenesie [d.h. keine männlichen Geschlechtsorgane innen/aussen] zur Welt.

Ergebnisse: Die Untersuchung des Y-Chromosoms der Tochter und beider Elternteile ergab, dass die Tochter ihr Y-Chromosom von ihrem Vater geerbt hatte. Die molekulare Analyse der Gene SOX9, SF1, DMRT1, DMRT3, TSPYL, BPESC1, DHH, WNT4, SRY und DAX1 ergab normale männliche Kodierungssequenzen sowohl bei der Mutter als auch bei der Tochter. Ein umfangreicher Familienstammbaum über vier Generationen ergab mehrere andere Familienmitglieder mit uneindeutigen Genitalien und Unfruchtbarkeit sowohl bei den phänotypischen Männern als auch bei den Frauen, und die Art der Vererbung des Phänotyps deutete stark auf eine X-Bindung hin.

Schlussfolgerungen: Die Bandbreite der in dieser einzigartigen Familie beobachteten Phänotypen deutet darauf hin, dass möglicherweise eine Mutation in einem neuen geschlechtsbestimmenden Gen oder in einem Gen, das zu Chromosomenmosaik prädisponiert, übertragen wird.
Mit anderen Worten: In der ganzen Familie wurden über mehrere Generationen inter Merkmale vererbt. Einige waren/sind äusserlich uneindeutig (und bekamen Probleme durch ihre Mitmenschen (steht im vollen Artikel)) Dass die Mutter (Kaiserschnittgeburt nach normaler Schwangerschaft) wurden ihre XY46 Chromosomen erst entdeckt, als die Tochter (auch xy46) wegen "zu wenig Brustwachstum" beim Gyn war.

Immer wieder gut auch dieser Artikel in Nature von 2015, dass es biologisch keinen einzelnen Indikator für "Geschlecht" gibt, sondern dass an vielen Stellen und auf vielen Ebenen im Körper moasikartig Elemente "männlich", "weiblich" oder auch "gemischt" sein können - häufig ohne dass die Menschen das wissen oder bemerken - oder sich aber trotz unterschiedlicher Chromosomen gar nicht unterscheiden.

Oh, und wenn ich schon mal dabei bin: Nope, es gibt keine physisch messbaren Unterschiede zwischen "weiblichen" und "männlichen" Gehirnen, wenn der durchschnittliche Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen rausgerechnet wird.
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 54 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Laila-Sarah hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 13:26 Nun ist es aber auch so, dass es in diesem Forum AFD Sympathisanten, Wähler und sogar Parteimitglieder gibt :o

Würde mich interessieren auch Mal von denen was zu hören ?

LG
Wally hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 22:23 Ich kann's mir jetzt ums Verrecken nicht verkneifen, es ist tagespolitisch einfach zuuu schön: mit meiner nun amtlich bescheinigten, rechtlichen Weiblichkeit habe ich der Bundestagsabgeordneten Ganserer geschlechtlich etwas Wesentliches voraus, nur biologisch bleibe ich leider auch weiterhin genauso männlich wie "sie" :-) Nichts anderes hat ja die AfD-Storch (wörtlich!) gesagt - und wurde dafür prompt von allen anderen, angeblich politisch unterschiedlichen Bundestagsparteien unisono medial hingerichtet. Dabei ist Ganserer biologisch nun mal eindeutig und unableugbar ein Mann, genauso wie ich es nach wie vor bin (mal abgesehen von möglichen, hirnbiologischen Unterschieden, die man bislang aber nur vermuten und nicht beweisen kann). Auch rechtlich ist "Frau" Ganserer nun mal eindeutig und jederzeit beweisbar ein Mann: das könnte er sogar ändern, so wie ich es getan habe - nur will "er" das offenbar nicht, warum auch immer. Aber dann jeden niedermachen, der auf die Faktenlage hinweist :-/

Vollends gespenstisch wird das Ganze vor dem Hintergrund einer Quotendiskussion: worauf, wenn weder auf das biologische noch auf das rechtliche Geschlecht, soll sich denn eine geschlechtliche Quotenregelung beziehen? WAS, zum Teufel, soll eine Geschlechts(!)quote überhaupt bezwecken, und wie soll sie funktionieren können, wenn man das Geschlecht dann im Einzelfall noch nicht mal anhand objektiver Maßstäbe BENENNEN darf?

Offenbar haben die dort im Bundestag so ziemlich jeglichen Bezug zur Realität verloren.
Hier hast du eine Antwort einer Afd-lerin im Thread Post vom Amtsgericht.
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
ExuserIn-2022-05-22
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 55 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Laila-Sarah hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 13:26 Nun ist es aber auch so, dass es in diesem Forum AFD Sympathisanten, Wähler und sogar Parteimitglieder gibt :o

Würde mich interessieren auch Mal von denen was zu hören ?

LG
Ich frage mich was du damit meinst? Ist hier jede von der hier vorherrschenden Strömung abweichende Meinung gleich AFD oder ähnliches? Wenn ich die Reaktion auf die Meinung und Betrachtung von Wally sehe bekomme ich ganz stark den Eindruck Toleranz wird immer nur gefordert wenn es der eigenen Sache dient. Das man Dinge aus verschiedenen Perspektiven betrachten kann wird überhaupt nicht in Erwägung gezogen. Und nein ich bin weder Wähler noch Sympathisant der AfD. Dennoch glaube ich das man verschiedene Sichtweisen zu dem Thema haben kann.
Shushi Rolls , not Gender Roles
ExuserIn-2022-05-22
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 56 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

Tatjana_59 hat geschrieben: Sa 19. Feb 2022, 07:37
Laila-Sarah hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 13:26 Nun ist es aber auch so, dass es in diesem Forum AFD Sympathisanten, Wähler und sogar Parteimitglieder gibt :o

Würde mich interessieren auch Mal von denen was zu hören ?

LG
Wally hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 22:23 Ich kann's mir jetzt ums Verrecken nicht verkneifen, es ist tagespolitisch einfach zuuu schön: mit meiner nun amtlich bescheinigten, rechtlichen Weiblichkeit habe ich der Bundestagsabgeordneten Ganserer geschlechtlich etwas Wesentliches voraus, nur biologisch bleibe ich leider auch weiterhin genauso männlich wie "sie" :-) Nichts anderes hat ja die AfD-Storch (wörtlich!) gesagt - und wurde dafür prompt von allen anderen, angeblich politisch unterschiedlichen Bundestagsparteien unisono medial hingerichtet. Dabei ist Ganserer biologisch nun mal eindeutig und unableugbar ein Mann, genauso wie ich es nach wie vor bin (mal abgesehen von möglichen, hirnbiologischen Unterschieden, die man bislang aber nur vermuten und nicht beweisen kann). Auch rechtlich ist "Frau" Ganserer nun mal eindeutig und jederzeit beweisbar ein Mann: das könnte er sogar ändern, so wie ich es getan habe - nur will "er" das offenbar nicht, warum auch immer. Aber dann jeden niedermachen, der auf die Faktenlage hinweist :-/

Vollends gespenstisch wird das Ganze vor dem Hintergrund einer Quotendiskussion: worauf, wenn weder auf das biologische noch auf das rechtliche Geschlecht, soll sich denn eine geschlechtliche Quotenregelung beziehen? WAS, zum Teufel, soll eine Geschlechts(!)quote überhaupt bezwecken, und wie soll sie funktionieren können, wenn man das Geschlecht dann im Einzelfall noch nicht mal anhand objektiver Maßstäbe BENENNEN darf?

Offenbar haben die dort im Bundestag so ziemlich jeglichen Bezug zur Realität verloren.
Hier hast du eine Antwort einer Afd-lerin im Thread Post vom Amtsgericht.
Meinst du? Woraus leitest du das ab? Er hat eine andere Sichtweise. Versuch es doch mal mit Toleranz ohne in die Klischeekiste zu greifen. Eine inhaltliche Auseinandersetzung wäre hilfreicher. Genau diese Muster gibt es auch bei anderen Themen.
Shushi Rolls , not Gender Roles
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 57 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Muss eigentlich fast jedes Thema durch Nebenthemen oder persönliche Döntjes verwässert werden?

Ich würde mir wünschen, dass aus solchen Ereignissen wie im Bundestag eine Solidarität mit guten und kräftigen Reaktionen und Aktionen, die darauf folgen, entstehen könnte - aber es ist hoffnungslos...
Jasmine
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 58 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Anne-Mette hat geschrieben: Sa 19. Feb 2022, 09:18 Muss eigentlich fast jedes Thema durch Nebenthemen oder persönliche Döntjes verwässert werden?

Ich würde mir wünschen, dass aus solchen Ereignissen wie im Bundestag eine Solidarität mit guten und kräftigen Reaktionen und Aktionen, die darauf folgen, entstehen könnte - aber es ist hoffnungslos...
Ich habe heute eine Email an den Herrn Blume CSU verfasst. Schließlich ist Frau Ganserer eine Bayerin und war hier in Bayern lange politisch unterwegs. Wäre ja schön gewesen wenn Herr Söder sich in der Presse mal ein wenig zu dem Thema geäußert hätte. Er ist ja sonst wegen jedem ........ in der Presse.

Liebe Grüße Jasmine
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 59 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Das ist eine der Reaktionen, Jasmine, die ich mir gewünscht hätte!

Ich verstehe die Ausrichtung des Forums so, dass wir "Lobbyisten in eigener Sache" sind.
Laila-Sarah
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Re: queer.de: Beatrix von Storch geht auf Tessa Ganserer los

Post 60 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Tatjana_59 hat geschrieben: Sa 19. Feb 2022, 07:37
Laila-Sarah hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 13:26 Nun ist es aber auch so, dass es in diesem Forum AFD Sympathisanten, Wähler und sogar Parteimitglieder gibt :o

Würde mich interessieren auch Mal von denen was zu hören ?

LG

Wally hat geschrieben: Fr 18. Feb 2022, 22:23 Ich kann's mir jetzt ums Verrecken nicht verkneifen, es ist tagespolitisch einfach zuuu schön: mit meiner nun amtlich bescheinigten, rechtlichen Weiblichkeit habe ich der Bundestagsabgeordneten Ganserer geschlechtlich etwas Wesentliches voraus, nur biologisch bleibe ich leider auch weiterhin genauso männlich wie "sie" :-) Nichts anderes hat ja die AfD-Storch (wörtlich!) gesagt - und wurde dafür prompt von allen anderen, angeblich politisch unterschiedlichen Bundestagsparteien unisono medial hingerichtet. Dabei ist Ganserer biologisch nun mal eindeutig und unableugbar ein Mann, genauso wie ich es nach wie vor bin (mal abgesehen von möglichen, hirnbiologischen Unterschieden, die man bislang aber nur vermuten und nicht beweisen kann). Auch rechtlich ist "Frau" Ganserer nun mal eindeutig und jederzeit beweisbar ein Mann: das könnte er sogar ändern, so wie ich es getan habe - nur will "er" das offenbar nicht, warum auch immer. Aber dann jeden niedermachen, der auf die Faktenlage hinweist :-/

Vollends gespenstisch wird das Ganze vor dem Hintergrund einer Quotendiskussion: worauf, wenn weder auf das biologische noch auf das rechtliche Geschlecht, soll sich denn eine geschlechtliche Quotenregelung beziehen? WAS, zum Teufel, soll eine Geschlechts(!)quote überhaupt bezwecken, und wie soll sie funktionieren können, wenn man das Geschlecht dann im Einzelfall noch nicht mal anhand objektiver Maßstäbe BENENNEN darf?

Offenbar haben die dort im Bundestag so ziemlich jeglichen Bezug zur Realität verloren.
Hier hast du eine Antwort einer Afd-lerin im Thread Post vom Amtsgericht.
Hallo Tatjana,
Ich kann dir ja schreiben was ich erwartet hatte:
- ich habe gehofft bei einigen würde ein Licht aufgehen und sie sich der AFD abwenden.
- Ich habe vermutet einige würde "die Storch ist nicht die AFD" sagen. Aber weiterhin so weitermachen.
- ich wusste auch das einige es herunterspielen würden.
- was ich weniger wermutet habe ist es die Ansprache als richtig und gut zu empfinden.
Verstehen kann ich dieses denken nicht. Als Lamm mit dem Schlachter zu romantisieren. Sprengt ein wenig die Grenzen des rationalen Verstandes.
LG
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
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