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EmmiMarie hat geschrieben: Do 17. Feb 2022, 17:28
ja, das war zum warm laufen..warum von Storch wohl nichts direkt zu Nyke Slawik gesagt hat?
...weil - soweit ich weiß - Nyke Slawik die GAOP gehabt hat. Und da wäre die Attacke schwieriger gewesen. Das Thema Ganserer und ListenFRAU ist ja in den letzten Wochen ausführlich kontrovers diskutiert worden.
Man beachte die Familiengeschichte (Wikipedia): "...Ihre Großväter waren der letzte Erbgroßherzog Nikolaus von Oldenburg, Mitglied der NSDAP und der SA, sowie Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, der 1932—1945 als Reichsfinanzminister amtierte und 1949 als Kriegsverbrecher verurteilt wurde... Kann das bedeuten, dass die Dame eine genetische, erbliche Schädigung hat?
LG Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
mir fällt es schwer, das so leicht abzutun, wie einige es hier getan haben. Ich nehme das sehr ernst und ich fühle mich auch persönlich getroffen und betroffen.
In einer Facebook-Gruppe habe ich geschrieben:
"Ein trauriger Tag, und ich denke, es werden noch viele weitere folgen. Das auszusprechen, was die Storch gesagt hat, wird zunehmend gesellschaftsfähig. Auch in meinem Umfeld muss ich plötzlich erklären, warum Transsexuelle Respekt und Akzeptanz einfordern dürfen. Die Opfer-Täter-Umkehr ist geglückt, und das werden manche von uns zu spüren bekommen. Gerade deshalb gilt meine Solidarität Nyke und Tessa im Deutschen Bundestag, der auch mein Parlament ist."
Was Beatrix von Storch bewegt und welches Weltbild sie hat, vermag ich mir gar nicht auszumalen. Familiäre Prägung lässt sich nicht so leicht abstreifen.
Ich habe mir ihre Rede nicht angehört, das hätte mich zu sehr getriggert. Ich bin erst durch eine Meldung im Kölner Stadt-Anzeiger darauf aufmerksam geworden. Bei Twitter gab es eine Reihe von Diskussionen, zum Beispiel von Nyke Slawik oder der SPD-Fraktion initiiert. Und in den Kommentaren ging es dann richtig ab.
Ich weiß, Filterblase, Trolle, Stammtischgeschwurbel - stimmt alles. Trotzdem fällt es mir schwer, auf das Gute im durchschnittlichen bundesdeutschen Menschen zu setzen. Die große Mehrheit meiner Mitbürger hat nie verstanden, was es mit Menschen wie mir auf sich hat. Das ist wahrscheinlich auch viel zu viel verlangt. Wäre es besser gewesen, weniger auf Selbstbestimmung zu setzen und sich mit dem Vorhandenen zu arrangieren? Genauso habe ich es für mich selbst ja auch gehandhabt, ich habe mich den Paragrafen des Steinzeit-TSG unterworfen, bei zwei Gutachtern "die Hosen runtergelassen" natürlich nicht 8m Wortsinne. Ich habe das Spiel mitgespielt, weil ich ein Ziel hatte: den richtigen Vornamen im Ausweis und die passende Geburtsurkunde.
Das hat funktioniert, ich habe eine gelungene Transition "hingelegt", dabei aber wohl aus den Augen verloren, dass das nicht jede:r Betroffene so will oder aushalten kann.
Tessa Ganserer war in einer Zwickmühle: selbst schnell noch den TSG-Weg gehen und sich dann in der Politik für die Abschaffung einzusetzen - das erschien ihr falsch. Und viele von uns fanden das gut. Nun öffnet genau das Angriffen Tür und Tor. Und sie kommen, ob von strammen preußischen Junkersgattinnen, von Herausgeberinnen mit zweifelhafter Steuermoral oder von Menschen von nebenan.
Ich muss gestehen, dass mir mulmig zumute ist. Die zwei Jahre Pandemie haben auch der Debattenkultur in unserem Land nicht gutgetan, das haben auch Diskussionen in diesem Forum gezeigt.
Was wir alle brauchen, ist sicher Solidarität. Sonst werden irgendwann ziemlich dumme und dreiste Menschen Dinge in Frage stellen, die uns wichtig sind, die für uns Schutz bedeuten. Das kann die von mir angesprochene richtige Geburtsurkunde sein oder auch das Recht, unbehelligt schöne Sachen in der Ladenumkleide anzuprobieren, auch wenn die eigene Erscheinung nicht zu 100 % dem weiblichen Normschema entspricht. Die bisweilen hysterische Debatte um Schutzräume für "richtige" Frauen zeigt für mich, in welche Richtung es gehen könnte.
Liebe Mitstreiter*innen,
Die Debatte im Bundestag, anlässlich zum "Frauentag" und dem Beitrag von der Abgeordneten Frau von Storch, wird sicherlich eine Meinung von wie vielen vertreten"¦.!?
Ich glaube, dass derartige Angriffe auf die Menschenwürde und derartige Deformierungen nicht erst seit heute vorkommen"¦Gerade Frauen haben über Jahrhunderte unter dieser Herabsetzung, Menschen 2. Klasse zu sein, gelebt und gelitten"¦aber, wie wir heute auch sehen und hören konnten, haben diese auch gekämpft und kämpfen weiter"¦ letztendlich für die Selbstverständlichkeit der Anerkennung, Respekt und als vollwertiger Teil dieser Gesellschaft anerkannt zu werden"¦
auch das ist sehr traurig"¦..
Ich wünsche der Abgeordneten Frau Tessa Ganserer, und ihrer Familie die Kraft, derartige Angriffe als Herausforderung zu nehmen und für unser aller Recht zu kämpfen.
Hier braucht Frau Tessa Ganserer auch unsere Unterstützung"¦.
Diese Unterstützung, sollte jeder von uns denen zukommen lassen, die derartigen Angriffen ausgesetzt sind oder werden"¦
Liebe Grüße
Tina
Ich bin froh, daß sowohl Nyke als auch Tessa in den Bundestag gekommen sind!
Beatrix von Storch hat gezeigt, daß ihr Anstand genauso egal ist wie Verfassungsgerichtsurteile:
Seit mehr als 10 Jahren sind OP- und Scheidungszwang sowie Sterilität als verfassungswidrig abgeschafft.
"Frau Papa" - DIE statt DER Vati - kommen seither vor!
0,3 bis 0,6% - so diverse Schätzungen - sind halt transident - damit kann UND MUSS die Gesellschaft leben!!!
...auch ich habe 45 Jahre lang versucht, das Rollenklischee zumindest nach außen zu erfüllen, BIS ICH ES NICHT MEHR KONNTE!!!
...auch MEIN Sohn hat mir gesagt, daß er sich an MICH (frau) noch gewöhnen muß - aber ich hab 'nen Drücker gekriegt!!!
Ab Outing ist die Identität eines Menschen zu respektieren!
Tessa lebt seit 2017 (Outing im Bayrischen Landtag!!!) komplett als Frau: Alle Voraussetzungen für eine Personenstandsänderung wären erfüllt!
Charlotte von Mahlsdorf lebte seit 1945, damals in Ost-Berlin, als Frau:
Beides hat nicht zum Untergang Deutschlands geführt, nur SED-Kleptokratie und Neonazis hatten ein Problem mit "Lottchen", getauft? als "Lothar":
Frau v. Storch ist in "guter" Gesellschaft!!!
Hätte Frau v. Storch Nyke Slawik (Post-OP mit PÄ/VÄ) derart diffamiert, dann hätte sie einen Prozeß am Hals! - zu Recht!!!
Ich wünsche Tessa und ihrer Familie die Kraft, solchen FAMILIENFEINDLICHEN IDIOT:INNEN weiterhin die Stirn zu bieten!!!
was tun die schwarz malende Alice, die Störchin,... ihr und ihrer Familie an???
nicht DAS gendern,... ist blöd, sondern DIE STÖRCHIN!!!
LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
Wenn die gute Frau Storch mal etwas weiter denken würde, müsste ihr eigentlich auffallen, dass ihr Verhalten letztendlich auch sie in eine Zwickmühle bringen könnte.
Wenn nämlich die für sie so gute alte (braune) Zeit wieder auferstehen würde, wäre sie auch ganz schnell kein Mitglied im "Reichstag" mehr.
Dort saßen damals nämlich nur stramme, "braune" Männer in entsprechender Uniform.
Sie dürfte dann wieder das Frauchen am Herd und die Gebärmaschine geben.
Ob ihr das dann so gefallen würde?
An vielen Stellen irrt sie. Die ständigen Wiederholungen werden einige Menschen als Hetze empfinden: so geht es mir jedenfalls.
Es bleiben eben nicht alle Frauen Frauen und alle Männer Männer.
Dazu gibt es gesetzliche Regelungen...
Einiges scheint sie nicht zu begreifen, obwohl sie eine "studierte Frau" ist und sicherlich nicht grundsätzlich dumm.
ABER "Dumm ist der, der Dummes tut". (aus Forrest Gump)
Der AfD und Frau Strorch (fast hätte ich "Strolch" geschrieben) geht es doch gar nicht um Trans. Es geht um Aufmerksamkeit und dieses Ziel hat Frau Storch erreicht. Den Nazis ging es ja auch nicht um das Judentum, sondern darum, dass sie einen Blitzableiter für die schlechte Situation hatten. Dass man damit auch noch einen sehr lukrativen Diebstahl begehen konnte, machte die Sache noch interessanter aus ihrer Position.
Die Wut und Enttäuschungen der Menschen werden auf einen Stellvertreter umgeleitet und damit die eigene Position verstärkt. Das funktioniert in allen totalitären Systemen ähnlich. Seien es die "Ketzer" und Hugenotten in Frankreich des 16 Jahrh., die "Schwarzen" in den USA vor dem Hintergrund des Ku-Klux-Clans oder den "Sozialisten"und "Zigeuner" im Dritten Reich. Es funktioniert sogar außerhalb totalitärer Systeme, aber in diesen besonders effizient. Menschen sind empfänglich dafür, "Schuld", "Versagen" etc. auf Stellvertreter abzuwälzen. Dabei werden die Wahrheiten um 180 Grad gedreht. Wie wird Frau Storch zitiert: "Die Trans-Ideologie ist totalitär" oder "Sie, fast alle hier, sind Frauenabschaffer, weil Sie, fast alle hier, der Gender-Ideologie anhängen". Die eigene Position wird überhöht: "Transphob ist offenbar ein anderes Wort für nicht blöd."
Diese Frau ist nichts anderes als ein Troll. Man sollte sie auch so behandeln. Eine öffentliche Auseindersetzung führt zu nichts, denn Provokationen lassen sich so nicht widerlegen. Im Gegenteil, sie sind Gelegenheit weiter zu provozieren und noch mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Was hilft ? Lachen und lächerlich machen und in dieser Sache ein kaltes Herz bewahren.
Die Oberideologen bescheinigen sich freies Denken. Dabei überlassen sie scheinbar den Menschen die freie Entscheidung, was sie zu denken haben. Alles was gegen sie ist, wird in den Bereich der Bevormundung geschoben. Mit der Genderdebatte erfährt die scheinbare Bevormundung einen Kristallisationspunkt und die Demokratie wird mit der Genderdebatte in einem Atemzug genannt. Hier greift bei den Menschen ein Klassiker der Manipulation: man überlässt dem Manipulierten scheinbar die Entscheidung. Z.B. hier: https://www.absolventa.de/karriereguide ... stechniken oder hier: https://www.lernen.net/artikel/manipula ... hmen-3198/.
Ich empfehle auch das Buch von Ephraim Kishon, "Der Fuchs im Hühnerstall". Gibt es für kleines Geld auch gebraucht. Ein Politiker wirbelt ein ganzes Dorf durcheinander. Das Dumme ist nur, wir sind im bildlichen Hühnerstall ...
Zuletzt geändert von ExUserIn-2026-04-08 am Fr 18. Feb 2022, 12:01, insgesamt 1-mal geändert.
Auf einen Punkt möchte ich noch mal besonders hinweisen: Das war auf keinen Fall ein Ausrutscher. Weder die Zeit, noch der Ort und auch nicht die Formulierungen. Alles hart an der Kante, alles nicht justiziabel, aber trotzdem maximale Empörung auf der anderen Seite erzeugend.
Aber diese Leute reden eigentlich nie zum Bundestag, sondern immer für ihre Klientel draussen. Dort werden Ausschnitte und Memes mit Einzelsätzen verbreitet über Facebook, Twitter, Telegram und Youtube. Und sie reden für Unentschlossene und Uninformierte, um dort Anschluss zu finden. Das ist auch gestern passiert. Unter Storchs Video, vielfach bei Twitter verlinkt, kamen neben der Empörung auch etliche "aber das klingt doch plausibel"-Kommentare.
Sie primen und locken diejenigen, die den EMMA-Artikel "plausibel" fanden, vielleicht sogar nur diffus nachvollziehbar. Die nur Kurzmeldungen zu Ria Thomas oder Caster Semenya kennen und das Gefühl haben, "die Welt nicht mehr zu verstehen". Deshalb auch Storchs mehrfache Erwähnung dieser obskuren "Geschlecht zählt" Initiative und dass "Grüne und Feministen" gegen Satzung, Frauenstatut und die Listenposition von Tessa Ganserer beim Wahlprüfungsausschuss klagen.
Storch und ihre rechte Bande, EMMA und andere TERFs reiten alle auf der gleichen Idee: Angst. In der Tat unterschiedliche Ängste. Die einen fürchten, dass ihnen Schutzrechte und Schutzräume weggenommen würden. Dass "Männer sich einfach überall einschleichen und einklagen" (was in der Praxis Unfug ist, aber egal). Die anderen wollen eine imaginäre, wohlgeordnete, übersimplifizierte Welt der strikten Regeln vergangender Jahrhunderte. Nicht nur die der zweigeschlechtlichen Rollenmuster.
Eigentlich schliessen sich ihre Ängste gegenseitig aus, aber das wird überdeckt, indem trans Personen, eigentlich immer nur trans Frauen, von beiden Gruppen als angstmachender Popanz aufgebaut werden. Und die Aussage ist auch bei beiden gleich: "Das sind doch Männer", in Klammern: "die Frauen angreifen wollen". Manchmal noch mit dem rhetorischen Kniff, ja nicht "echte trans Personen" zu meinen, sondern "verkappte Gewalttäter (aka Männer), die sich nur mal eben als Frau bezeichnen, um...".
Und hier schliesst sich der Kreis bis in "unsere" Reihen, nämlich zu der Frage, wann wir Personen in dem Geschlecht akzeptieren, das sie uns mitteilen. Insbesondere in dem Wissen, dass kein Test, keine Diagnostik und keine Therapie eine geschlechtliche Identität "objektiv" bestätigen kann. Dass maximal binäre Stereotypen abgehakt werden, "Geschlecht" aber Spektrum ist und sich Geschlechterrollen und Erwartungen zeitlich, räumlich und kulturell verändern.
Also noch mal ganz klar: Rechtsextreme, TERFs und "truscum" wollen von aussen definieren, wer, wie, welche beliebig enge (und voneinander völlig verschiedene) Geschlechterrollen leben darf. Alle drei schliessen sich gegenseitig aus. Alle drei werfen mindestens ein Drittel bis zur Hälfte der trans Personen untern Bus, nämlich alle, die nicht strikt binär sind und_oder sich nicht körperlich einem pseudo-biologischen Diktat von OPs und Aussehen unterwerfen wollen. Rechtsextreme wollen gar keine trans Personen, TERFs wollen sie nicht in ihrer Nähe, und "truscum" akzeptieren nur als trans, wer sich voll binär unterordnet und mindestens genauso gelitten hat wie sie.
Gegen alle drei müssen "wir" gegenüber Unentschlossenen, Uninformierten und "klingt doch plausibel" Menschen so konsequent wie möglich argumentieren, aufklären und sichtbares Beispiel sein. Und zwar - sorry - egal, ob wir persönlich das Selbstbestimmungsgesetz gut finden oder nicht.
In den kommenden Monaten wird der Blick der bisher unbeteiligten Öffentlichkeit geschärft werden für Abweichungen in der geschlechtlichen Präsentation. Die Diskussion über SelfID wird das Bild und die Akzeptanz in den nächsten Jahren prägen. Nicht nur von trans Personen, sondern von allen gender nonkonformen Menschen. Auch Crossdressern, TVs, abinären, andrognynen, Femboys, Butches, whatever.
Und wieder labert sie wie viele andere aus der Ecke von "Genderideologie", was immer das sein soll. Es definieren konnte noch keiner von denen, die ich gefragt habe.