Streit um trans-Rechte eskaliert „Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente."
Streit um trans-Rechte eskaliert „Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente." - # 3

Patricia
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 31 im Thema

Beitrag von Patricia »

Sabrina Verena hat geschrieben: Sa 23. Apr 2022, 16:17 ...Ich hatte schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass man sich über die Finanzierung von GaOP und Co, Alternativen überlegen muss.
Denn Transexualität ist keine psychische Störung und auch keine Krankheit und somit sind die Krankenkassen die falsche Geldquelle.
Leider ist das bei manchen Betroffenen noch nicht angekommen.
(Mich ärgert es, wenn ich bei der Krankenkasse für eine Verletzung nur das Unvermeidliche finanziert bekomme.
Da freut man sich direkt über ein Arbeitsunfall, weil die BG alles bezahlt um die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen.)
Ich denke, es sollte für TS- Betroffene ein Fond eingerichtet werden.
Und ich halte die Beibehaltung von Gutachten durchaus für sinnvoll, weil nicht alles was nonbinär ist, unter TS fällt.
LG Verena
Liebe Verena,
du hast schon gelesen was unter anderem Jaddy geschrieben hat?
Es geht rein um die Änderung des Geschlechtseintrages und des Vornamens. Es geht dabei nicht um geschlechtsangleichende Maßnahmen. Eine VäPä ist offiziell nicht notwendig, um Zugang zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen zu erhalten und ebenso ist es mit einer VäPä alleine nach den Richtlinien der Krankenkassen nicht möglich, geschlechtsangleichende Maßnahmen zu bekommen.

Warum soll ich für die Änderung des Geschlechtseintrages und des Vornamens zwei Gutachten über mich erstellen lassen??? Nur damit ich den Namen ändern darf?

Was die Finanzierung geschlechtsangleichender Maßnahmen angeht, so ist die Krankenkasse meiner Meinung nach sehr wohl die richtige Stelle dafür. Die Aufgabe der Krankenkassen ist es unter anderem, die Entstehung von Krankheiten zu vermeiden. Die Behandlung erfolgt bereits heute nicht aufgrund der alleinigen Diagnose Transsexualismus, sondern es muss seitens eines Psychologen und Psychiaters eine Indikation aufgrund von krankheitswertem Leidensdruck bestehen. Die alleinige Diagnose Transsexualismus reicht für gar nichts.

LG
Patricia
Karla
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 32 im Thema

Beitrag von Karla »

Liebe Verena,
Sabrina Verena hat geschrieben: Sa 23. Apr 2022, 16:17 Ich hatte schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass man sich über die Finanzierung von GaOP und Co, Alternativen überlegen muss.
Denn Transexualität ist keine psychische Störung und auch keine Krankheit und somit sind die Krankenkassen die falsche Geldquelle.
Leider ist das bei manchen Betroffenen noch nicht angekommen.
(Mich ärgert es, wenn ich bei der Krankenkasse für eine Verletzung nur das Unvermeidliche finanziert bekomme.
Da freut man sich direkt über ein Arbeitsunfall, weil die BG alles bezahlt um die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen.)
Ich denke, es sollte für TS- Betroffene ein Fond eingerichtet werden.
Und ich halte die Beibehaltung von Gutachten durchaus für sinnvoll, weil nicht alles was nonbinär ist, unter TS fällt.
Eine Transsexualität, um die "drumherumbehandelt wird", kann zu Depressionen,... führen, die ich niemand wünsche!!!
In der Reha hat mich meine Therapeutin damals aufgefordert, einen Anti-Suizid-Vertrag zu unterschreiben...
Aus der Reha bin ich u.a. mit Diagnose F64.0G raus, leider noch ohne Indikation, aber ich hatte es erstmals schriftlich!

So bin ich zur Eingangsuntersuchung beim Endokrinologen gekommen (zunächst habe ich kein Gynokadin-Rezept bekommen) und habe danach Fakten geschaffen.
(dem Forum hier sei Dank!)
Ob nonbinär oder trans: Ohne weibliche Brust ging bei mir nicht mehr!
...höchstwahrscheinlich wäre ich sonst nicht mehr da!
5 Monate nach HET-Start hatte ich dann auch die offizielle Indikation.

2-Klassenmedizin, Arbeitsunfall: Ist leider so, auch Arbeitsunfall brauch ich nicht!

???was passiert mit denen, die (noch) kein Gutachten haben??? ...oder dies ablehnen wie z.B. Tessa und auch ich???
Überläßt frau/TERF die dem homo-/transphoben Mob???
(es könnten ja potentielle Vergewaltiger sein...)

Seitdem ich zu mir stehe, ist mir außer 1 x cat-calling auch nix wirklich negatives mehr passiert.
(und auch das hab ich gut weggesteckt: mit damals 61 Jahren hab ich es als - wenn auch unerbetenes - Kompliment gewertet)
Wenn das jüngere cis-Frauen oder gar Mädchen trifft, gehört es natürlich sanktioniert!!!

99% der Frauen KÖNNEN mit uns leben, das restliche 1% wird es MÜSSEN!!!

Für die Damen-Dusche fällt mir dieser Spruch ein:
Darf ich schon duschen, oder soll ich warten, bis Sie draußen sind?
Gemischte Sauna im Badeanzug, damals in cis-weiblicher Begleitung: so fing das Outing bei mir an!
...noch vor HET-Start

meine homo-/transphobe Verbalattacke hatte ich da bereits kassiert - im "mixed-mode"!!!

Der Mensch mit Migrationshintergrund Balkan hatte mich als Clown - weder Mann noch Frau - beschimpft...
Diagnose: trans! on the fly!!!
Diesen Eklat habe ich genutzt
...3 Monate später habe ich das Versteckspiel aufgegeben!

LG Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
Anne-Mette
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 33 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Karla hat geschrieben: Sa 23. Apr 2022, 19:12 Überläßt frau/TERF die dem homo-/transphoben Mob???
Es wird ja sicherlich in irgendeiner Form ein Selbstbestimmungesetz gebern.
Wenn du keine der bestehenden Möglichkeiten nutzen willst oder kannst, heißt es wohl ABWARTEN.

Du sprichst von einem "transphoben Mob".
Die "Gegenseite" zeigt sich mit ähnlichen Eigenschaften: Menschen, die sich als "Trans*-Aktivisten*" sehen, aber doch die Regeln des Mobbing sehr gut beherrschen.
Ich frage lieber nicht danach, wieviele von denen tatsächlich transsexuell oder transident sind...
Karla hat geschrieben: Sa 23. Apr 2022, 19:12 99% der Frauen KÖNNEN mit uns leben, das restliche 1% wird es MÜSSEN!!!
Wo nimmst du die Zahlen her?
Wenn es keine offene gesellschaftliche Diskussion gibt, wird es vermutlich vermehrt zur Durchsetzung von "Hausrecht" kommen.
Bei dem Gedanken möchte ich noch einmal vor einem "Gefühl der Beliebigkeit" bei der Festlegung eines Geschlechtseintrages warnen.
Da wird auch kein großgeschriebenes "MÜSSEN" helfen.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 34 im Thema

Beitrag von Martina-NB »

Anne-Mette hat geschrieben: So 24. Apr 2022, 10:15 wird es vermutlich vermehrt zur Durchsetzung von "Hausrecht" kommen.
Ich weiß jetzt nicht, an was Du bei "Hausrecht" denkst.
Aber Hausrecht steht nicht über dem Gesetz.
Anne-Mette
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 35 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

Hausrecht steht nicht über dem Gesetz; aber es kann trotzdem einzelnen Menschen und auch Gruppen der Zutritt zu Räumen verwehrt werden.

Guß
Anne-Mette
Sabrina Verena
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 36 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Patricia_cgn hat geschrieben: Sa 23. Apr 2022, 18:47
Sabrina Verena hat geschrieben: Sa 23. Apr 2022, 16:17 ...Ich hatte schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass man sich über die Finanzierung von GaOP und Co, Alternativen überlegen muss.
Denn Transexualität ist keine psychische Störung und auch keine Krankheit und somit sind die Krankenkassen die falsche Geldquelle.
Leider ist das bei manchen Betroffenen noch nicht angekommen.
(Mich ärgert es, wenn ich bei der Krankenkasse für eine Verletzung nur das Unvermeidliche finanziert bekomme.
Da freut man sich direkt über ein Arbeitsunfall, weil die BG alles bezahlt um die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen.)
Ich denke, es sollte für TS- Betroffene ein Fond eingerichtet werden.
Und ich halte die Beibehaltung von Gutachten durchaus für sinnvoll, weil nicht alles was nonbinär ist, unter TS fällt.
LG Verena
Liebe Verena,
du hast schon gelesen was unter anderem Jaddy geschrieben hat?
Es geht rein um die Änderung des Geschlechtseintrages und des Vornamens. Es geht dabei nicht um geschlechtsangleichende Maßnahmen. Eine VäPä ist offiziell nicht notwendig, um Zugang zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen zu erhalten und ebenso ist es mit einer VäPä alleine nach den Richtlinien der Krankenkassen nicht möglich, geschlechtsangleichende Maßnahmen zu bekommen.

Warum soll ich für die Änderung des Geschlechtseintrages und des Vornamens zwei Gutachten über mich erstellen lassen??? Nur damit ich den Namen ändern darf?

Was die Finanzierung geschlechtsangleichender Maßnahmen angeht, so ist die Krankenkasse meiner Meinung nach sehr wohl die richtige Stelle dafür. Die Aufgabe der Krankenkassen ist es unter anderem, die Entstehung von Krankheiten zu vermeiden. Die Behandlung erfolgt bereits heute nicht aufgrund der alleinigen Diagnose Transsexualismus, sondern es muss seitens eines Psychologen und Psychiaters eine Indikation aufgrund von krankheitswertem Leidensdruck bestehen. Die alleinige Diagnose Transsexualismus reicht für gar nichts.

LG
Patricia
Hallo!
Was die PÄ/VÄ betrifft bin ich ganz bei Dir, da sollte eine Erklärung beim Standesamt reichen.
Dazu muss aber auch das Namensrecht angepasst werden.
Wie will man den Mißbrauch kontrollieren?
Und könnte der falsche Vorname oder Personenstand nicht auch traumatisieren?

Bei den medizinischen Maßnahmen halte ich die Gutachten für erforderlich!

Die Krankenkasse wird zur Zeit mißbraucht!
Sorry, wenn ich das so schreibe.
Auch Arbeit kann krank machen, muss jetzt die Krankenkasse dem Arbeitgeber den Lohn, den er zahlt, ersetzen?
Weil man ja traumatisiert werden könnte, und gar suizid gefährdet wird?

Viele Frauen haben Probleme mit ihrer Figur, ob nun eingebildet oder nicht.
Warum zahlt dann die Kasse da nicht?
Die leiden doch, seelisch, oder könnten auch traumatisiert werden.
Eigentlich bräuchte es hier auch Gutachten.
LG Verena
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 37 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Marielle hat geschrieben: Mo 18. Apr 2022, 22:50 Namd,
Chrissie hat geschrieben: Mo 18. Apr 2022, 21:04 Weiterhin gibt es ein Gesetz, wonach Kassen nur med. Maßnahmen zur Prophylaxe oder Heilung von Krankheiten zahlen dürfen. Daraus folgt: Keine Indikation des Leidensdruckes durch einTherapeuten, keine Maßnahme. Öffnet man dieses wird unser Systeme nicht überleben, da dann auch alle SchönheitsopË‹s auf Kosten der Allgemeinheit durchgeführt werden müssten.
Kein Mensch, der noch alle Latten am Zaun hat, würde fordern / fordert, dass Sozialleistungen 'auf Bestellung' erbracht werden. Die implizierte Behauptung ist absoluter Unsinn.
Man sollte sich vielleicht mal schlau machen:
Ja, das wäre wirklich hilfreich. Grade bei Leuten, die 'in der Beratung' tätig sind. Auf welcher Grundlage eigentlich?

Marielle
Vielleicjt erst mal richtig lesen und dann meckern. Meine Kommentare bezogen sich auf Jaddys Aussage, dass keine Therapeuten für PAE und den ganzen med Kram nötig seien. Darauf habe ich geantwortet nicht auf einen Gesetzesentwurf, den ich noch gar nicht kenne, da er noch nicht erschienen ist. Leider höre ich in Trans Kreisen öfter solche unsinnigen Forderungen nach selbstbestimmten med Maßnahmen, und davor warne ich.

Auf welcher Grundlage : 27 Monate Studium psychologische Beratung und Klientenzentrierte Gesprächsführung mit Abschluß Note 1,2 sowie Fortbildungskurse an der Akademie für Urologen über Med. Massnahmen wie GaOp. HRT u.a.

Chrissie
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 38 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Sabrina Verena hat geschrieben: So 24. Apr 2022, 12:12 Und könnte der falsche Vorname oder Personenstand nicht auch traumatisieren?
Ja, das kann er — nämlich derzeit alle die, die noch immer ihren falschen Namen und Personenstand haben, weil sie sich aus welchen Gründen auch immer den Zwangsgutachten nicht unterwerfen wollen. Es gab hier ja schon Beispiele genug, dass dies sehr wohl gute Gründe sein können ...

Mirjam
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 39 im Thema

Beitrag von Melanie72 »

Was mich maßlos bei den Diskussionen über das SBG ärgert ist, dass es von der Gegenseite immer so dargestellt wird, dass man davon ausgehen muss, dass die meisten dieses Gesetzt ausnutzen um dieses zu missbrauchen. Deshalb will man unbedingt, dass vorher Gutachten oder ähnliches gemacht werden. Ich frage mich: Wenn ich mir heute in einem Geschäft ein Messer kaufe, geht man ja auch nicht davon aus, dass man damit irgendetwas ungesetzliches anstellen will. Ich brauche keine Gutachten, die mir bescheinigen, dass ich damit umgehen kann und ich damit keine anderen Menschen verletzten will. Es wird erst mal davon ausgegangen, dass es zu dem Zweck eingesetzt wird, für das es bestimmt ist. Nur wenn ich es dazu benutze, um andere Menschen damit zu verletzten (oder schlimmeres) mache ich mich strafbar. Wieso kann man das beim SBG nicht genauso machen? Es wird erst mal davon ausgegangen, dass es für den zweck verwendet wird, für das es bestimmt ist. Erst der Missbrauch sollte bestraft werden und zwar so hoch, dass niemand in die Versuchung kommt.

Das Thema Duschen, Toiletten usw. wird von der Gegenseite auch sehr einseitig betrachtet. Überlegen wir mal was es heißt, wenn jede*r auf die Toilette, Dusche, etc. nach seinem biologischem Geschlecht gehen muss ... Ja, man hat dann keine Transfrauen auf der Damentoilette. Aber man hat dann Transmänner auf der Damentoilette und der Dusche. Ich weiß nicht, ob ihnen das klar ist, was das bedeutet ;-)

Zu den Frauenhäusern muss es heute doch inzwischen auch ein Konzept geben. In Deutschland sind seit ein paar Jahren gleichgeschlechtliche Ehen zugelassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es überall harmonisch zugeht. Es gibt bestimmt auch lesbische Pärchen, die sich in die Haare kriegen. Wie ist es dann hier? Beide sind biologische Frauen und beide dürfen ins Frauenhaus. Und auch hier die Frage: Was ist mit Transmännern? Wird der Zugang nach den biologischen Geschlecht gewährt, wären auch Transmänner im Frauenhaus....

Just my 5 cents :-)

Liebe Grüße

Melli
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 40 im Thema

Beitrag von Blossom »

Sabrina Verena hat geschrieben: So 24. Apr 2022, 12:12 Die Krankenkasse wird zur Zeit mißbraucht!
Sorry, wenn ich das so schreibe.
Auch Arbeit kann krank machen, muss jetzt die Krankenkasse dem Arbeitgeber den Lohn, den er zahlt, ersetzen?
Weil man ja traumatisiert werden könnte, und gar suizid gefährdet wird?

Viele Frauen haben Probleme mit ihrer Figur, ob nun eingebildet oder nicht.
Warum zahlt dann die Kasse da nicht?
Die leiden doch, seelisch, oder könnten auch traumatisiert werden.
Werte Sabrina,
ehe ich dergleichen poste, würde ein Blick in die Leistungen der Krankenkassen helfen und ins Umlageverfahren U1 und U2. Die Entgeltfortzahlung wird bereits seitens der Krankenkasse geleistet, um finanzielle Belastungen von Betrieben durch Krankheit oder auch Mutterschaftszeiten abzufedern. Hier handelt es sich um eine Pflichtversichterung für Arbeitgeber! Um welche Erkrankung es sich hierbei handelt steht nicht zur Diskussion.
Auch Figurprobleme werden seitens Krankenkasse z.B. durch Abnehm- oder Fitnesskurse bezahlt, ebenso wie Therapien bei Essstörungen! Fettabsaugungen u.a. um seelische Gesundheit wieder herzustellen. Entscheidend ob auch andere figürliche Probleme seitens der Krankenkasse übernommen werden, ist insbesondere die Frage nach den Beweggründen und der medizinischen Indikation - diese kann durchaus eine seelische Belastung sein.
Das Statement "Die Krankenkassen würden zur Zeit missbraucht" kann ich so also nicht stehen lassen. Allerdings, wenn du mir ein konkretes Beispiel nennen kannst, in dem das "zur Zeit" der Fall ist?
Und ja, Arbeit kann krank machen ... ich habe das selbst schon durch! Burn-Out in der Pflege nach absoluter Schieflage der Work-Life-Balance.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 41 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Melanie72 hat geschrieben: So 24. Apr 2022, 18:48 dass es von der Gegenseite immer so dargestellt wird, dass man davon ausgehen muss, dass die meisten dieses Gesetzt ausnutzen um dieses zu missbrauchen.
Hi Melanie,

inhaltlich kann ich prinzipiell Deinem Beitrag ja gut folgen. Aber solche Aussagen sind einfach nicht richtig. So wird das m.E. nirgends als Argument verwendet. Es wird von der Möglichkeit gesprochen, dass es so missbraucht werden kann, aber nicht von einer Mehrheit. Das Argument selber, und da bin ich mit Dir vollkommen einig, halte ich auch für kompletten Unsinn.

Ich denke, wir sollten schon ein bischen darauf achten, wie wir auf Argumente reagieren. Genau genommen, kommen wir als Transmenschen in dem Argument ja überhaupt nicht vor. Es wird hier noch nicht einmal der Zweck des Gestzes bezweifelt, sondern nur vor Missbrauch gewarnt. Da ist der Vegleich mit dem Messer passend.

Wie will man adäquat auf ein Argument reagieren, wenn man nicht genau hinhört, was gesagt wird ? Es ist sehr ungünstig, durch die Brille unserer emotionalen Betroffenheit zu schauen, denn sie macht blind. Ich würde bei diesem Argument mich freundlich bedanken, dass man sich Sorgen macht, aber dann klar stellen, wie unsinnig das Argument ist und es lächerlich machen. Es ist gerade das Raffinierte an solchen Argumenten, dass man uns auf die Palme bringt. Die Reaktionen sind dann blindwütig und auf die Emotionen ausgerichtet, haben dann aber wenig mit dem Argument zu tun. Damit gibt man dem Argument indirekt Recht, da keine Gegenargumente kommen.

Auch wenn wir innerlich vielleicht kochen. Wir müssen kühl reagieren. Wir müssen auf Argumente reagieren und nicht auf die Menschen, die diese Argumente benutzen. Sind wir blindwütig emotional, werden wir nicht ernst genommen und laufen ins offene Messer. Das ist jedenfalls meine schmerzliche Erfahrung.

Mein Fazit: Machen wir lächerliche Argumente lächerlich, statt sie ernst zu nehmen.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 42 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Blossom hat geschrieben: So 24. Apr 2022, 21:39
Sabrina Verena hat geschrieben: So 24. Apr 2022, 12:12 Die Krankenkasse wird zur Zeit mißbraucht!
Sorry, wenn ich das so schreibe.
Auch Arbeit kann krank machen, muss jetzt die Krankenkasse dem Arbeitgeber den Lohn, den er zahlt, ersetzen?
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Werte Sabrina,
ehe ich dergleichen poste, würde ein Blick in die Leistungen der Krankenkassen helfen und ins Umlageverfahren U1 und U2. Die Entgeltfortzahlung wird bereits seitens der Krankenkasse geleistet, um finanzielle Belastungen von Betrieben durch Krankheit oder auch Mutterschaftszeiten abzufedern. Hier handelt es sich um eine Pflichtversichterung für Arbeitgeber! Um welche Erkrankung es sich hierbei handelt steht nicht zur Diskussion.
Auch Figurprobleme werden seitens Krankenkasse z.B. durch Abnehm- oder Fitnesskurse bezahlt, ebenso wie Therapien bei Essstörungen! Fettabsaugungen u.a. um seelische Gesundheit wieder herzustellen. Entscheidend ob auch andere figürliche Probleme seitens der Krankenkasse übernommen werden, ist insbesondere die Frage nach den Beweggründen und der medizinischen Indikation - diese kann durchaus eine seelische Belastung sein.
Das Statement "Die Krankenkassen würden zur Zeit missbraucht" kann ich so also nicht stehen lassen. Allerdings, wenn du mir ein konkretes Beispiel nennen kannst, in dem das "zur Zeit" der Fall ist?
Und ja, Arbeit kann krank machen ... ich habe das selbst schon durch! Burn-Out in der Pflege nach absoluter Schieflage der Work-Life-Balance.
Hallo, Sorry, aber da ist wohl was falsch verstanden wurden.
Bezüglich der Leistungen der Krankenkasse an den Arbeitgeber wurde mein Beispiel vermutlich unklar dargestellt.
Was ich meine ist, dass nicht jeder mit seinem ausgeübten Beruf seelisch klar kommt. Das ist eine Frage der individuellen Einstellung und nicht der Arbeitsauswirkungen.
Der Beruf kann in solchen Fällen folglich traumatisieren. Muss jetzt die Krankenkasse dem Arbeitgeber deshalb vorsorglich die Lohnzahlungen ersetzen?
Nein! Muss sie nicht. Das hat nichts mit den zuerwartenden berufsbedingten Schäden, wie Bandscheibenvorfälle bei Kraftfahrpersonal oder Burn Out bei Pflegepersonal gemein.

Schönheitsoperationen, soweit sie nicht der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes dienen, sind Privatsache und keine Krankenkassenleistung.
Das seelische Leid in beiden Beispielen müssen die Betroffenen sich erst bestätigen lassen.
Zur Zeit müssen die Betroffenen sich erst selber darüber bewußt werden, dass sie ein Leid haben.
Weshalb ich ja auch Gutachten für sinnvoll erachte.

Im Fall von nonbinären Personen möchte man hingegen, dass sie selbstbestimmt, selber ohne Gutachten nicht nur juristische, sondern auch medizinische Maßnahmen auf Kosten der Krankenkasse bezahlen lassen.
Wobei sie selber betonen, dass sie nicht krank oder psychisch gestört sind.
Sorry! Das passt nicht oder wird falsch kommuniziert.
Es sind ja nicht nur TS- Betroffene, die solche Maßnahmen von der KK bezahlt haben wollen.
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 43 im Thema

Beitrag von Blossom »

Sabrina Verena hat geschrieben: Mo 25. Apr 2022, 10:24 Was ich meine ist, dass nicht jeder mit seinem ausgeübten Beruf seelisch klar kommt. Das ist eine Frage der individuellen Einstellung und nicht der Arbeitsauswirkungen.
Der Beruf kann in solchen Fällen folglich traumatisieren. Muss jetzt die Krankenkasse dem Arbeitgeber deshalb vorsorglich die Lohnzahlungen ersetzen?
Nein! Muss sie nicht. Das hat nichts mit den zuerwartenden berufsbedingten Schäden, wie Bandscheibenvorfälle bei Kraftfahrpersonal oder Burn Out bei Pflegepersonal gemein.
Für eine Krankenkasse stellt sich nicht die Frage, weshalb jemand erkrankt ist! Tritt Krankheit ein, gilt, was ich oben geschrieben habe. Niemand hinterfragt, ob die Berufswahl evtl. falsch oder die Erwartung an ihn eine andere war. Was du schreibst impliziert sogar, dass eine KK nicht zahlen "sollte", wenn jemand seine Krankheit selbst verursacht hat ... sei es Adipositas, Diabetes, Lungen- oder Herzerkrankung ... durch falsche Ernährung, zu wenig Sport oder Rauchen ... wollen wir hier amerikanische Verhältnisse, in denen KKs derart von vornherein ausschließen? Ich habe dort eine lange Zeit gelebt und diverse erschreckende Versicherungswerbung gesehen ... so eine, die ich heute noch gut Erinnerung habe: Das Foto zeigte Arbeiter in schwindelerregender Höhe, jederzeit absturzgefährdet. Dazu der Satz "Wenn auch Sie nicht jeden Tag ein solches Risiko eingehen, sind Sie bei uns richtig" ... Zusatz: Wir halten die Beiträge gering.

Wohin soll das führen? Willst du jemandem das Paragleiten, Fallschirmspringen oder Reiten untersagen oder erklären, ist dein Risiko, damit hat der Arbeitgeber nichts tun ... soll der doch zahlen?

Letztlich funktioniert unser auf Solidarität aufgebautes Prinzip gut - und wir sollten Sorge tragen, es nicht zu destabilisieren.

Zum letzten Absatz verkneife ich mir eine Antwort, Sabrina ... das Thema wurde schon mehr als ausreichend diskutiert.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

Post 44 im Thema

Beitrag von Patricia »

Liebe Sabrina,
ich weiß nicht inwiefern du weißt wie die Behandlung bei transidenten Menschen in der Praxis verläuft. Die Gutachten werden nur für die VäPä benötigt und sind kein Bestandteil des medizinischen Weges. Sie werden von zwei Gutachtern erstellt die vom Gericht benannt werden und mit denen du als betroffene Person eventuell sonst nichts zu tun hast.

Die Indikationen die während der Begleittherapie erstellt werden, werden hingegen von behandelnden Psychologen und Psychiater erstellt und sind für die VäPä nicht verwendbar (außer vielleicht in Ausnahmefällen). Diese Indikationen kosten je nach Arzt auch einen Haufen Geld (oder auch nicht) sind aber in der Regel anders aufgebaut. Es sind nun mal keine Gutachten :)

Interessanterweise gibt es bei uns in Deutschland Gutachter für die VäPä nach TSG die sich mit dem Thema nur begrenzt auskennen und eigentlich nur indirekt nur vom Fach sind. Ich kenne da einen Fall wo eine Neurologin solche Gutachten für das Gericht erstellt. Interessanterweise werden Indikationen die sie ausstellt vom den Krankenkassen und vom MDK abgelehnt da sie nicht vom Fach ist...

Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole. Bei dem Selbstbestimmungsgesetz geht es lediglich um den rechtlichen Weg und nicht um den Zugang zu medizinischen Behandlung. Zwar behaupten die Gegner des SBG das immer wieder aber es ist eine Verdrehung der Tatsachen. Das Bundesverfassungsgericht hat die beiden Wege mit dem Urteil vom 11. Januar 2011 getrennt.

Und ja, ich bin prinzipiell dafür, dass der Zugang zu medizinischen Maßnahmen irgendwie eingeschränkt bleibt. Ich bin nicht dafür, dass jeder Mensch sofort die Hormone und OPs bekommt, aber bin auch der Meinung, dass einiges derzeit nicht richtig läuft.
So z.B. dass Transfrauen im Moment der Weg zur Nadelepilation massiv erschwert bis unmöglich gemacht wird.

Es macht mich psychisch krank mich rasieren zu müssen. Und ja Transsexualismus ist keine psychische Erkrankung aber die dadurch verursachten Depressionen, Ängste und andere Beschwerden sehr wohl und daher ist es Sache der Krankenkassen.

LG
Patricia

P.S. nch ein Letztes Wort. Enbys zählen ebenso in das Spektrum der Transsexualität und haben das gleiche Recht auf Behandlung!
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Re: Streit um trans„Rechte eskaliert "Wer die offene Debatte scheut, hat keine Argumente.“

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Beitrag von Inga »

Hallo,

was die Änderungen der Einträge beim Standsamt betrifft, frage ich mich, ob man bei einer Person, die durh Heirat sich den Nachnamen ändern lässt, etwa auch zwei Gutachten verlangen würde, ob sie das denn noch bräuchte, ja ob sie überhaupt reif sei, eine Ehe zuführen. Ja, bei der Eheschließung reicht die Erklärung und bestenfalls ein paar Zeugen.

Mit medizinischen MAßnahmen, die die Krankenkasse bezahlen soll, finde ich es gar nict so einfach. Ja, Eingriffe am Körpr vornehemn lassen, sollte man sich nicht zu leicht machen, sondern gut geprüft sein, gerade dann, wenn sie umumkehr sind.

Aber es gibt ja auch das Bild vom mündigen Patienten. Die Patienten, die selber entscheiden, welche Behandlungen für ihr Wohlbefinden gut ist. Sicher sollte, Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit von Behandlungen geürüft werden. Aber ist die Mündigkeit nur auf Reiche beschränkt, die es sich leisten können, ihre Behandlungen selbst zu zahlen? Sicher, es gibt viele Therapien, wo sich die Krankenkasse erst mal die Notwendigkeiten bestätigen lässt, bevor sie die behandlungskosten etc. übernimmt. Und es gibt eine ganze Reihe von Leistungen, wo die Krankenkasse den Patienten sich selbst überlässt (z.B. Brille bei Nachlassen der Sehkraft)

Zwar betrifft es mich selber nicht, und ich könnte mich bequem zurück lehnen. Doch eine Meinug habe ich auch. Ich finde schon, auch bei einer GaOp sollte m. M. erst mal die Mündigkeit des Patienten vorausgesetzt werden, auch wenn er/sie trans sind. Dass dennoch eine Fetstellung der Machbarkeit bzw. Sinnhaftigkeit und eine gründliche Beratung zur Behandlung dazu gehört, ist unbestritten.

Liebe Grüße
Inga
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