Madeleine hat geschrieben:Lina hat geschrieben:Na, ja, du nennst ja nur, wie du gekleidet warst - auch wenn deine Aussagen zum Make-Up und Frisur mir nicht wirklich viel sagt, da ich keine Ahnung habe, wie du sonst aussiehst.
Aber was du nicht erwähnst ist, wie du dich generell fühlstest und daher auch nicht viel dazu, was deine Körpersprache verraten hat.
ich bin als mann zu erkennen und habe ein 'durchschnittliches' männliches gesicht (ebenso körperbau), also nicht zu fein/androgyn und auch nicht zu grob/kantig. spielt aber keine rolle denke ich, denn wer mit offenen augen hinguckt erkennt klar einen mann in eindeutig weiblicher bekleidung.
"passing" findet bei mir statt in der wahl der konkreten klamottenzusammenstellung und der farben. das eine extrem provoziert sicherlich nochmal das genaue hinschauen, das andere kann sicherlich den aspekt des mann/frau-kontrasts etwas verwischen.
eine feminine linie wird definitiv durch den schnitt der kleidung wie ich sie trage abgezeichnet (nicht so in meinem bsp.1, da hose/jacke männermode).
wie ich mich fühle und bewege/körpersignale sende ? verallgemeinert, ganz normales wohlfühlen mit innerem bewußtsein bezüglich des spezifischen kleidungstragegefühls. ich habe nicht als ziel, eine frau darzustellen, ich fühle mich als cd mit einer eigenbetrachtungsweise, die sich um trennung von m/f-anteilen nicht schert.
gehen tue ich sicherlich etwas aufrechter und mit mehr schwung als gewöhnlich. körperspracheexperten bescheinigen mir generell einen "nullgang". (bio) frauen gehen ja auch nicht alle gleich "weiblich" (oder was man allgemein als weiblichen gang beschreiben würde).
gnerell gebe ich deiner aussage vollkommen recht "wie man sich bewegt ist wirklich wichtig".
das trifft nun in meinem fall weniger zu; ein sehr weiblicher gang würde meine bekleidung unterstreichen, der kontrast zum männergesicht bliebe davon aber unberührt.
geht bei mir im bereich passing eigentlich nur darum, welche faktoren es sein können, den "ich guck mir leute auf der straße nicht so genau an"-typen dazu zu veranlassen, mich dann doch mit einem genauen blick zu mustern.
Madeleine hat geschrieben:Lina hat geschrieben:Na, ja, du nennst ja nur, wie du gekleidet warst - auch wenn deine Aussagen zum Make-Up und Frisur mir nicht wirklich viel sagt, da ich keine Ahnung habe, wie du sonst aussiehst.
Aber was du nicht erwähnst ist, wie du dich generell fühlstest und daher auch nicht viel dazu, was deine Körpersprache verraten hat.
ich bin als mann zu erkennen und habe ein 'durchschnittliches' männliches gesicht (ebenso körperbau), also nicht zu fein/androgyn und auch nicht zu grob/kantig. spielt aber keine rolle denke ich, denn wer mit offenen augen hinguckt erkennt klar einen mann in eindeutig weiblicher bekleidung.
"passing" findet bei mir statt in der wahl der konkreten klamottenzusammenstellung und der farben. das eine extrem provoziert sicherlich nochmal das genaue hinschauen, das andere kann sicherlich den aspekt des mann/frau-kontrasts etwas verwischen.
eine feminine linie wird definitiv durch den schnitt der kleidung wie ich sie trage abgezeichnet (nicht so in meinem bsp.1, da hose/jacke männermode).
wie ich mich fühle und bewege/körpersignale sende ? verallgemeinert, ganz normales wohlfühlen mit innerem bewußtsein bezüglich des spezifischen kleidungstragegefühls. ich habe nicht als ziel, eine frau darzustellen, ich fühle mich als cd mit einer eigenbetrachtungsweise, ...
Das letzere ist vielleicht ist das ein entscheidender Punkt. Denn wie du dich sonst rein Körperlich beschreibst - könnte ich mich auch so ungefähr beschreiben.
Ein anderer entscheidender Punkt ist dann auch die richtige Frisur zum Gesicht, und gut geschminkt ist auch wichtig, wenn man nicht das perfekte Gesicht hat ...
Ich habe wirklich viele Transen erlebt, die vom Styling her super aussahen. Trotzdem fielen die auf, weil sie sich anders Bewegten, eine andere Mimik, alles war anders, und die hatten vermutlich innerlich auch nicht das Gefühl, Frauen zu sein. Innere Gefühle steuern alles und das sendet Signale aus.
Du sagst es ja auch genau selber - du hast nicht das Ziel eine Frau darzustellen. Das ist ja auch OK. Wenn du eine "darstellen" wolltest, fände ich das auch OK. Darstellen ist aber nicht dasselbe wie fühlen, dass man mental eine ist. Aber deshalb fällst du vielleicht auch einigen auf. Einigen auch nicht, weil aucn nicht alle gleich feinfühlig sind. Verallgemeinernd würde ich sagen, die, von denen man am ehesten "gelesen" wird, sind erstens Kinder, dann Frauen, und dann Männer. Und die, die sich dabei am ehesten unangenehm verhalten (wenn sie was merken) sind Ausländer (männliche) aus muslimischen Kulturen, männliche Teenagers generell, Kinder und Frauen.
Dass dann einige auch eine Reaktion zeigen, heißt nicht, dass ihre generelle Akzeptanz von Transen niedrig sein muss. Kommt darauf an, wie die reagieren. Einige reagieren vielleicht auch nur, weil die was sehen, das ihren aestetischen Ansprüchen nicht erfüllt. Andere sehen eine hübsche Transe und denken "verdammt, hat diese Transe schöne Beine. Wie ungerecht die Welt ist ..."
Aber wo du Recht hast: Nicht alle Frauen bewegen sich wirklich eindeutig weiblich: Eine meiner Kolleginnen würde man von der Entfernung sehr leicht für einen Jungen halten. Vom Nahen sieht man, dass sie eine Frau ist, weil die restlichen Merkmale nicht männlich wirken.