Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen - # 3

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ExuserIn-2019-12-22

Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 31 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Vielen lieben Dank Nicole!

Ich bin mittlerweile so weit, dass ich der Meinung bin der Alltagstest wird kein großes Problem mehr darstellen.
Ich werde aber nicht von 0 auf 180-° mein Leben umstellen. Zu den Therapiebesuchen in Frankfurt habe ich kein Problem mich optisch "mehr" weiblich zu geben als jetzt bei mir im Dorf. die Menschen in Frankfurt sind viel hektischer, da wird man in der Masse viel weniger beachtet. Die Menschen kennen einen nicht und blöde Bemerkungen schmerzen zwar genauso, aber diese Leute trifft man idR nicht so schnell wieder.
Vor allem definiere ich was weibliches auftreten im Alltag für mich bedeutet. Und mit dem Selbstbewusstsein welches ich mir aufbauen werde, wird sicherlich auch mein Auftreten sicherer.
Meine weibliche Seite habe ich viel zu lange unterdrückt. Gewisse männliche Verhaltensmuster sind dabei ganz allmählich derart natürlich für mich geworden, dass ich mich ab und an noch dabei erwische.
Und genauso wie meine Freundinnen auch alle nicht die klischeehaften Frauen sind bin ich es ebenfalls nicht. Mein soziales Umfeld hat mich geprägt. Und mit dem Wandel den ich in diesem Umfeld jetzt erlebe und auch dem eigenen körperlichen Wandel kann ich erst lernen meine weibliche Persönlichkeit richtig zu entfalten und zu festigen. Junge CIS-Frauen hatten schließlich auch ihre Zeit um sich zu entfalten. Und das Leben ist sowieso immer im Wandel.
Und wie du auch gesagt hast, werde ich mich nicht mehr verstellen. Ich war eben erst mit einer Freundin in einem Café, da es draußen doch ein wenig frisch war. Die von den Nachbartischen haben so schon als merkwürdig hinüber geschaut, weil ich mit ihr über Damenhaarschnitte und Perücken geredet habe und was ich mir so wünsche und vorstelle.
Als ich dann sagte ich habe ein voll hübsches Kleid gefunden, glaube aber es würde mir leider nicht stehen, ist der Dame fast der Löffel aus der Hand gefallen. :D
Vor wenigen Wochen noch wäre das für mich undenkbar gewesen. Auch wenn ich jetzt optisch männlich unterwegs war verstelle ich mich nicht mehr.
Und genauso verstelle ich mich auch nicht indem ich mir jetzt Silikon-brüste besorge. Eine Perücke hingegen schon, weil mich meine eigene Haarpracht doch sehr belastet. Aber ansonsten akzeptiere ich meinen Körper aktuell noch so wie er ist.
Klar stört es mich einen Penis zu haben. Aber ich weiß ich brauch den noch für ggf. die angleichende OP, also muss ich mich damit arrangieren.
Ich bin zuversichtlich meinen Weg auf meine eigene Weise zu gehen.
Der Familiäre Rückhalt und die Unterstützung im Freundeskreis bestärken mich dabei. Und so ist es eher ein ungeduldiges Warten bis der Alltagstest abgeschlossen ist.


Liebe Grüße

Marie
Diva
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 32 im Thema

Beitrag von Diva »

Cookie hat geschrieben: Sa 23. Mär 2019, 15:33 Und genauso verstelle ich mich auch nicht indem ich mir jetzt Silikon-brüste besorge. Eine Perücke hingegen schon, weil mich meine eigene Haarpracht doch sehr belastet. Aber ansonsten akzeptiere ich meinen Körper aktuell noch so wie er ist.
Klar stört es mich einen Penis zu haben. Aber ich weiß ich brauch den noch für ggf. die angleichende OP, also muss ich mich damit arrangieren.
Ich bin zuversichtlich meinen Weg auf meine eigene Weise zu gehen.
Der Familiäre Rückhalt und die Unterstützung im Freundeskreis bestärken mich dabei. Und so ist es eher ein ungeduldiges Warten bis der Alltagstest abgeschlossen ist.
Hallo Marie,
klar ist das mit der 'Haarpracht' an der falschen Stelle ein belastendes Problem. Aber dafür gibt's Lösungen, von denen selbst betroffene Biofrauen Gebrauch machen.
Viel wertvoller sind familiäre Unterstützung und Rückhalt bei Freunden! Wenn das wegen Transidentität zerbricht, gibt es keine Lösungen.
Deshalb glaube ich, dass du deinen Weg gehen wirst, auch wenn alten Damen ab und an der Löffel aus der Hand fällt.

LG
- Diva )..)c
ExuserIn-2019-12-22

Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 33 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Huhu Ihr Lieben! (ki)

Ich habe eine ganze Weile nichts mehr von mir hier veröffentlicht. Es ist auch einfach gefühlt nichts passiert bis heute...



Eintrag 9: "Du sendest keine eindeutigen Signale!"
Donnerstag 11.04.2019

Gefühle: "wütend"

(20:36:57) ANONYMISIERT: Wie fasst man das zusammen... "die seltsamen Ansichten einer Therapeutin"?
(20:37:05) ANONYMISIERT: Klingt wie ein Buchtitel
Ich komme mir auch gerade so vor wie damals in der Schule beim Lesen eines schlechten Roman, den man nur gerade ließt, weil man in 48h eine Klausur über dieses Buch schreiben muss und man befürchtet der Klappentext und eine notdürftige Zusammenfassung im Internet werden dieses Mal nicht genügen um die Klausur zu bestehen.

Ich hatte heute Therapie.
Eigentlich Tage auf welche ich mich immer freue, denn Therapie bedeutet Fortschritt.
Mein Alltagstest hatte angefangen und die letzte Sitzung war drei Wochen her. (Normalerweise alle vierzehn Tage für zwei Stunden)
Doch die Sitzung hat nicht so geil angefangen.
Frage der Therapeutin: "Wie ist es Ihnen in der Zwischenzeit ergangen?"

"Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Ich hatte einige negative Erlebnisse aber ich verstehe mich mit meiner Familie jetzt super gut."

"Was waren das für negative Erlebnisse welche Sie begleitet haben?"

Ich erzählte ihr von dem Freund der mir sagte wieso ich nicht einfach nur schwul sein könnte...
Ich das echt scheiße von ihm finde aber ich mit solchen Reaktionen rechnen muss. Und es ja klar war, dass früher oder später mal jemand nicht so geil auf mich reagiert. Das ich bei meinem Alltagstest auch schon von fremden Menschen Reaktionen dieser Art bekommen habe.

"Sie haben also mit dem Alltagstest angefangen?"

"Ja"

"Davon sehe ich nicht viel"

Kleiner Einschub:
Ich trug heute dieses Outfit:
https://mosaic04.ztat.net/vgs/media/pdp ... 1@18.2.jpg
Mit der Ausnahme, dass ich an Stelle der Jacke einen grauen Ziphoody mit roten Akzenten trug, welcher sehr eng geschnitten war und ungefähr bis auf Brusthöhe geschlossen war. Immerhin waren es heute Morgen unter 10 Grad und durch die Häuserschluchten Von Frankfurt zieht ein eisiger Wind. Ich trug einen Push-Up BH darunter und dies war meiner Meinung nach deutlich zu sehen.
Dann noch meine schwarze Cap welche ich Aufgrund meines kargen Haupthaares trage. BB-Cream im Gesicht und am Hals um den Bartschatten immerhin einigermaßen zu kaschieren.

(In Gedanken: EY HALLO?) "Ich bin doch weiblich gekleidet?"

"Das Gesamtbild ist nicht stimmig. Die Jacke, die Mütze. Damit werden die falschen Signale gesendet und dann braucht man sich nicht wundern, wenn man nicht als Frau gelesen wird."

"Aber das ist beides unisex! Nur weil die Mütze jetzt kein weibliches Motiv ziert?"

"Die Mütze im allgemeinen"

"Besser mit Mütze als mit Glatze, das wirkt nämlich noch weniger weiblich!" war da meine erste Reaktion.

"Ach so ist das... Da gibt es doch aber auch andere Wege."

"Natürlich, aber ich möchte keine billige Perücke welche auch als diese erkannt wird auf zwei Meter Entfernung." Dann ein bisschen weiter ausgeholt über Preise, Vorstellungen und welche Erwartungen ich an eine Perücke habe. Das ich mich in einem Fachhandel beraten lassen möchte.
Sie schien es auch soweit zu akzeptieren.
Ich holte weiter aus: "Das Gleiche gilt für die Auswahl meiner Garderobe. Es gibt Vieles was mir gefällt, was mir aber schlichtweg nicht steht. Ich bin geoutet und ich rede mit den Personen darüber die es wissen möchten. Ich platze nicht in einen Raum und rufe: Schaut her, ich bin Marie!"

"Aber Sie verbessern die Leute, wenn sie mit dem falschen Namen oder Anrede angesprochen werden?"


"Nicht immer, aus Rücksicht."

"Sie müssen darauf bestehen, das ist Teil des Alltagstestes! Es genügt nicht das sie den Menschen erzählen sie sind eine Frau und dann nicht darauf bestehen mit Ihrem neuen Namen angesprochen zu werden."

Ab diesem Punkt fühle ich mich erneut so als ob ich mich rechtfertigen müsse und reagiere deutlich angespannter.
"Ich kann nicht von jeder Person verlangen die mich über Jahre mit meinem gebürtigen Namen angesprochen haben es von Anfang an sofort zu schaffen. Wie soll ich denn Ihrer Meinung nach auftreten? Für die Stimme mache ich bereits mehrfach täglich Lockerungsübungen für die Stimmbänder. An der Stimme an sich möchte ich noch nicht viel ändern, weil ich das mit einer Logopädin zusammen machen möchte um erstens gesundheitlich keine Schäden davon zu tragen und um nichts falsch an trainiertes wieder mühsam ab trainieren zu müssen. Denn die eigene Stimme nimmt man immer anders wahr und ich möchte auch nicht albern künstlich klingen. Aus dem Gleichen Grund als dem ich keine billige Perücke möchte und auch nicht unnatürlich viel Schminke im Gesicht habe. Dann auch noch der Bart, welchen ich täglich über Stunden aus allen möglichen Richtungen rasieren muss, Und sonstige Körperbehaarung, welche ich schon mit rasieren und epilieren bekämpfe."

"Mit Accessoires zum Beispiel. Ich hatte hier vor einiger Zeit einen Trans-Mann, welcher voll geoutet war, auf der Arbeit auch als Mann. Kommt im Anzug von der Arbeit zu mir, und am Handgelenk trägt er eine Damenuhr. Das ist unstimmig und sendet die falschen Signale! Genau wie in Ihrem Fall."

Tut mir echt leid, dass ich nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde...
"Ich hab erst einmal weibliche Klamotten gebraucht um nicht jeden Tag das Gleiche tragen zu müssen. Ich muss zZ aufs Geld achten und daher dauert das Alles seine Zeit."

Kurzes peinliches schweigen. Ich komme mir fast so vor wie auf meinem letzten Date. Verlegen umklammern meine knochigen Finger mein Smartphone und drehen es mehrfach um die eigene Achse... Diese verdammten Hosen haben vorne keine Seckel...

"Und nun?" fragte ich etwas provokant.

"Ich habe einige Fragen an Sie:
1. Haben sie Angst vor der Zukunft?
2. Machen Sie sich häufig Notizen?
3. Was stört Sie an Ihrem Körper?
4. Wenn Sie das Haus verlassen möchten und im Treppenhaus ist eine andere Person, stört es Sie dann wenn Sie an dieser vorbei müssen oder warten Sie gar bis diese verschwunden ist?"
5. Spielen sie aus Nervosität häufig mit den Ärmeln ihrer Kleidung oder ähnlichem?

Die Fragen mit jeweiligen Antworten wurden einzeln gestellt, nur hier jetzt so aufgeschrieben. Die Reihenfolge könnte auch anders gewesen sein.

Zu 1. Angst nicht, gesunden Respekt. Wer kann schon sagen was die Zukunft bringt? Ich habe mir viele Gedanken gemacht. Was schlecht laufen könnte, welche Situationen mir Unbehagen bereiten könnten und so weiter. Ich versuche mich da nicht verrückt zu machen und nehme jeden Tag wie er kommt. Auch versuche ich mich an den positiven Ereignissen zu orientieren. Sei es jede noch so kleine positive Veränderung an mir oder meinem Umfeld.

Zu 2. Ich würde sagen ja. Ich habe mir angewöhnt in Telefonaten z.B. Notizen zu machen um auch nach einigen Tagen noch zu wissen wie die Person hieß mit der ich gesprochen habe und was sie mir gesagt hat.
Allgemein schreibe ich mir wichtige Sachen auf, verinnerliche diese dann aber im Anschluss, dass ich diese nicht mehr wirklich brauche. Ich habe mich im Studium daran gewöhnt regelmäßig Notizen zu machen. Ob ich diese dann brauche oder nicht.

Zu 3. Abgesehen davon das er männlich ist, die Tatsache mit den Haaren.

Zu 4. Nein, ist mir völlig egal. Ich bin geoutet, ich kann mich schlecht für immer verstecken! (Zwischenfrage von ihr: "Möchten Sie das denn?") Nein, ganz und gar nicht. Es gibt Leute denen ich nicht so gerne Begegne, aber das lässt sich nicht immer vermeiden. Aber so ist das im Leben doch immer. Wenn man jemanden nicht mag, möchte man diesen auch nicht begegnen.

Zu 5. Oh ja, das hilft mir stressigen Situationen. Dann reibe ich mir im sitzen über die Oberschenkel oder Knie, spiele an einem Bändel meiner Pullis, und so weiter. Aus diesem Grund habe ich bei Präsentationen auch immer irgendetwas in der Hand. Karteikarten z.B. Dabei ist es irrelevant ob dort tatsächlich Notizen drauf stehen oder ein Reminder mit "Lächeln nicht vergessen!"
Wenn die Hände etwas haben wo sie sich dran festhalten können, dann bleiben sie ruhig.
"So wie jetzt gerade?"
Die Hose hat vorne keine richtigen Seckel. Also halte ich es in den Händen. Dann laufe ich auch nicht Gefahr es zu vergessen.


Das wars im Groben auch schon.
Ich habe von ihr noch ein schreiben bekommen.
...In meiner Praxis hat sich am heutigen Tag *Vorname* (künftig: Marie) *Nachname*, geb. am *Geburtsdatum* zu einer Sitzung von 11 bis 13 Uhr befunden...
Bin mal gespannt wie die morgen beim Jobcenter darauf reagieren. Da ich dort noch kein Einzel-Beratungsgespräch hatte, bin ich dort nicht wirklich geoutet und mein auftreten dort ist auch eher androgyn.

Ich erzählte noch, das sich einen Job zur Überbrückung in Aussicht habe und nur noch Bewerbungsfotos machen werde, dafür morgen den ersten Frisörtermin seit gut vier Jahren habe. "Wieso möchten Sie sich die Haare schneiden lassen, die sind doch schon so kurz?" Ich antwortete, dass ich ja wenigstens einen Schnitt haben sollte wenns um Bewerbungsfotos geht. Die Haare wachsen seit Anfang Februar einfach nur von 0 auf die aktuellen 2-3cm. Ihr Antwort darauf nur: "Hoffentlich ein weiblicher Haarschnitt!" Ich sagte, dass die Haare erst seit zwei Monaten wieder wachsen, wie man denn aus dieser Länge mit den lichten Stellen oben eine weibliche Frisur erzielen möchte? Außerdem bewerbe ich mich erst einmal männlich und werde dann im Gespräch mit dem zukünftigen Chef darüber reden.

"Das müssen sie unbedingt, das wäre ja auch ein Kündigungsgrund wenn Sie das vorenthalten und es im Nachhinein erst erzählen!"

"Ich glaube den meisten Vorgesetzten ist das herzlich egal, solange die Arbeit gewissenhaft erledigt wird. Außerdem möchte ich ja nichts verheimlichen.
Ist halt blöd ohne Ergänzungsausweis und wenn alle Zeugnisse auf meinen männlichen Namen ausgestellt sind usw. Niemand möchte unnötig lange und komplizierte Erklärungsversuche in einem Bewerbungsschreiben lesen müssen. Das erklärt man bei dem aktuellen Fortschritt wie ich ihn habe persönlich.
Dann weiß ich auch sofort wo ich stehe und kann nicht im Vorfeld aussortiert werden.

Ein neuer Termin wurde vereinbart. Wieder in drei Wochen, weil ich ja aktuell vormittags nicht mehr kann.


Ende Eintrag 9


Ich weiß nicht mehr weiter. Ich fühle mich nicht mehr so wohl in der Therapie. Zieh ich das jetzt einfach durch bis zur Indikation und am spätestens Januar bin ich eh umgezogen. Vermutlich bin ich auch einfach nur gefrustet, weil ich gefühlt keinen Progress habe und ich scheinbar andere Ansichten habe als meine Therapeutin.
Ich habe mir schon mehrfach Gedanken über Selbstmedikation gemacht, einfach um nicht als weiter zeit zu vergeuden. Ich war der Meinung ein Monat Alltagstest sei vorbei, laut ihrer Definition hat er noch nicht mal richtig angefangen... Januar 2020 wollte ich anfangen bei meinem Kumpel zu arbeiten, bis dahin wollte ich wenigstens kleinere Fortschritte verbuchen können...
Abgesehen davon, dass ich vor Selbstmedikation gerade viel zu sehr Angst habe, meinem Körper zu schaden, wegen für meine ziele weniger geeignete Wirkstoffen oder weil die medizinische Voruntersuchung und Betreuung fehlt.
Welche Auswirkungen kann das auf den regulären Start der HRT haben?
Muss ich mit Konsequenten zwecks Kostenübernahme rechnen, wenn ich selber schon was gemacht habe? Kann der Endo sich weigern auf dieser Basis weiter zu machen?
Ich habe auch höllischen Respekt vor Blockern. Mit meinem mentalen Zustand Anfang des Jahres sollte ich nicht zu leichtfertig umgehen...

HILFE! :(
Anja
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 34 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Cookie hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 22:56 Ich weiß nicht mehr weiter. Ich fühle mich nicht mehr so wohl in der Therapie.
Ich würde sofort die Therapeutin wechseln. Selten soviel Grütze auf einem Haufen gelesen. Seit wann definiert die Kleidung oder die Frisur wer man ist?
Ein Psychologe sollte den Unterschied eigentlich wissen. Ich war mit meiner Therapeutin auch nicht auf einer Linie, aber wir haben nie über einen Alltagstest oder irgendwelche Acessiores wie Uhren geredet.
Das ist Schwachsinn.
Wie gesagt, sofort wechseln....!

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 35 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Zieh ich das jetzt einfach durch bis zur Indikation und am spätestens Januar bin ich eh umgezogen.
Nein, denn bei allem Verständnis: es geht aus meiner Sicht nicht darum einen Schein zu bekommen! Das ist nur das Ergebnis .... nicht der Grund eine Begleitung zu beginnen ....

Suche Dir jemanden mit den Du besser klar kommst .... schließlich begleitet Dich diese Person über eine ganze Zeit!

Liebe Grüße
Vanessa
Lavendellöwin
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 36 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hi Cookie..

hmm zu einem gewissen Grad kann ich deine Wut verstehen...

und ich würde auch sagen-wechsel die Therapeutin..oder auch nicht!

Ich hatte eine ähnliche Situation mit der zweiten Gutachterin-ich hätte sie wirklich
fressen können! Und dann dachte ich mir-nein, so nicht und hab mich entschlossen
ihr a Paroli zu bieten und b voll zu zeigen was in mir steckt.
Was war der Effekt? Ein reinigendes Gewitter und zum Schluss die Zusage das sie bei mir ist.

Hätte ich nachgegeben, hätte ich eine gewisse Kraft die ich für andere Situationen brauche
nicht aufbauen können. Insofern gib dir vielleicht selbst salopp gesagt einen A....tritt.

Aber wenn du über die Indikation hinaus eine ordentliche und dauerhafte Begleitung benötigst
und das halte ich für sinnvoll-schau dich bitte um...
Cookie hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 22:56 "Aber Sie verbessern die Leute, wenn sie mit dem falschen Namen oder Anrede angesprochen werden?"

"Nicht immer, aus Rücksicht."
Das mach ich jetzt grundsätzlich-weil mich die Ansprache mit altem Namen tierisch auf die Palme bringt.
Ich bin das nicht-fertig. Bei Mischformen die auch kommen bin ich ebenso konsequent, sogar noch mehr
bevor sich das einschleift...
Cookie hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 22:56 bis dahin wollte ich wenigstens kleinere Fortschritte verbuchen können...
pfff...ich finde du machst gute Fortschritte, bist aber genauso ungeduldig wie ich..
Cookie hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 22:56 Abgesehen davon, dass ich vor Selbstmedikation gerade viel zu sehr Angst habe, meinem Körper zu schaden, wegen für meine ziele weniger
geeignete Wirkstoffen oder weil die medizinische Voruntersuchung und Betreuung fehlt. Welche Auswirkungen kann das auf den regulären Start der HRT haben?
Muss ich mit Konsequenten zwecks Kostenübernahme rechnen, wenn ich selber schon was gemacht habe? Kann der Endo sich weigern auf dieser Basis weiter zu machen?
Kann, muss nicht. Liegt ganz am Endokrinologen wie ich hörte.
Wenn, ist es aber wichtig mit offenen Karten zu spielen.
Cookie hat geschrieben: Fr 12. Apr 2019, 10:33 Ich habe von ihr noch ein schreiben bekommen.
...In meiner Praxis hat sich am heutigen Tag *Vorname* (künftig: Marie) *Nachname*, geb. am *Geburtsdatum* zu einer Sitzung von 11 bis 13 Uhr befunden...
Hmm, da lese ich raus, das die Therapeutin doch nicht ganz gegen dich ist und da schliesst sich der Kreis
an der Stelle wo ich oben begonnen hatte.

Alles Liebe Marie (flo)
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Fr 12. Apr 2019, 16:03, insgesamt 1-mal geändert.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Anja
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 37 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)

@Marie
das Zitat ist nicht von mir. Da bist du durcheinander gekommen.

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
ChristinaF
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 38 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Ich bin da eins mit Anja. Es ist ja eine Frechheit zu konstatieren, dass die Person, die du im Bild darstellst, nicht eine Frau ist. Was will eigentlich deine Therapeutin? Vielleicht, dass du in Netzstrümpfen mit Supermini, High-Heels und offener Bluse zu ihr kommst. Erklär ihr mal was deiner Meinung nach frausein ausmacht. Es kommt doch von innen und deinen momentanen Gefühlen was du tragen möchtest. Vorschriften wie frau sich zu kleiden hat gibt es nicht. Und wenn sie weiter darauf besteht. Such dir schnell 'ne andere Hilfe.
Liebe Grüße
Christina
nicole.f
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 39 im Thema

Beitrag von nicole.f »

Liebe Cookie,,
diese Therapeutin hat ihren Beruf verfehlt, fertig. Was sie dort mit Dir macht ist fachlich völlig daneben, ich glaube da sind wir uns alle einig, daher diskutieren wir das einfach nicht mehr. Die wirklich wichtige Frage ist, wie kannst Du damit nun umgehen? Ich denke, es gibt zwei mögliche Wege:
1.die Infragestellungen ignorieren und wegstecken und sie solange benutzen, bis Du Deinen Zettel (= Indikation) hast
2. Therapeut_in wechseln

Das blöde ist, du brauchst vermutlich ein_e Therapeut_in, um eine Indikation zu bekommen, um damit dann wieder irgendwelche angleichenden medizinischen Maßnahmen zu bekommen, wie bspw. Hormone. Hormone sind offenbar auch Dein nächstes Ziel, doch denke bitte auch daran, dass Du ggf. von der Kasse die Epilation und ggf. irgendwelche OPs erstattet haben möchtest und das ist ohne psycho* Indikationen und, wenn es eine gesetzliche Kasse ist, ohne ein halbwegs Einhalten der MDS Richtlinien nicht zu bekommen.

Lediglich bei den Hormonen kannst Du vielleicht etwas anders vorgehen, mit etwas Glück. Zunächst vorneweg, Hormone sind keine Drops! Hormone sind Botenstoffe, die schon in geringsten Mengen Reaktionen auslösen können. Hinzu kommt, dass gerade die Endokrinologie mit den geschlechtsspezifschen Hormonen keine exakte Wissenschaft ist. Jeder Körper reagiert etwas anders. Und zuguterletzt gibt es auch noch unerwünschte Wirkungen. Mit etwas Glück kann eine Selbstmedikation gut gehen. Doch mit etwas Pech und ohne ärztliche Kontrolle kann das auch leicht tödlich sein! Warum? Östrogene fördern Thrombosebildung. Künstlich zugeführte Östrogene noch mehr. Oral (Tabletten) zugeführte noch mehr. In Verbindung mit einem der typischen Blocker wie Androcur (Cyproteronacetat) noch mehr. Das sollte unter ärztlicher Kontrolle erfolgen, sonst kann das schnell ins Auge gehen. Eine Freundin von mir hatte das gemacht. Eines Tages hatte sie komische Schmerzen im Bein und erstmal nichts dabei gedacht. Als es dann immer schlimmer wurde, ging sie endlich zum Arzt und dort stellte man einen großen Thrombus (Blutverklumpung) im Bein fest. Wenn sich das Ding gelöst hätte (oder Teile davon), hätte sie innerhalb Minuten versterben können oder üble Dinge wie Infarkte und Schlaganfall haben können.

Also bitte bitte experimentiere nicht mit dir selbst! Hier kommt ein möglicher Ausweg, wenn das mit der Indikation nicht klappen sollte.

Hormone sind Medikamente. Jede_r Ärzt_in kann diese verschreiben, auch ein Hausarzt. Die Verschreibung ist nicht genehmigungspflichtig durch die Krankenkasse. Niemand kann dagegen etwas sagen. Auch wird ein_e Endokrinolog_in keine Behandlung verweigern oder erschweren, wenn eine Behandlung zuvor stattgefunden hat, selbst wenn es in Eigenmedikation gewesen sein sollte. Die werden höchsten "Du du du!" sagen, aber froh sein, dass Du nun bei denen bist und es unter ärztlicher Aufsicht machst.

Also, was du im Notfall probieren kannst ist, suche Dir ein_e Hausärzt_in oder andere Ärzt_in zu der_dem du Vertrauen hast und reden kannst. Schildere Deine Situation, was du möchtest, warum, warum Du meinst, dass Dir das helfen könnte, wie du damit umgehen willst und das Du es versuchen musst. Entweder die stellen Dir ein Rezept aus oder aber eine Überweisung zur Endokrinologie aus.

Und nun hier noch etwas Glaubenskrieg :) Wie Du schon schriebst, hast Du Angst vor Blockern. Vermutlich meinst Du damit Androcur? Ja, davor sollte man Respekt haben, denn neben der Thromboseförderung kann (kann, nicht muss) Androcur Depressionen auslösen oder verstärken. Ich persönlich halte von Androcur sehr wenig, in anderen Ländern ist es nichtmals als Medikament zugelassen (bspw. USA) und als Teil der Diane Pille musste Bayer in Frankreich Millionen EUR Schadenersatz an Frauen zahlen. Alternativ würde ich 200mg bis 300mg Spironolacton täglich vorschlagen, hat auch eine antiandrogene Wirking, aber weniger Nebenwirkungen. Im Zweifelsfall noch etwas Finasterid dazu (2mg) und das Schlimmste Androgen "Gesocks" ist im Griff. Dazu dann mit gering dosiertem Estradiol über die Haut anfangen. Über die Haut (als Gel oder Pflaster) belastet die Leber weniger und ist weniger Thrombose fördernd - als Gel Gynokadin, Pflaster gibt es nur wenige.

Ich beschreibe Dir das hier etwas ausführlicher nicht als Anleitung zur Selbstmedikation, sondern damit Du eine_r Ärzt_in genau sagen kannst, was Du willst. Viele haben keine Ahnung davon. Wenn man ihnen aber sagt, was man will und warum, dann können sie es nachlesen und feststellen, dass es gehen könnte. Sagt man ihnen nichts, machen viele aus Unwissenheit sofort ganz zu. Also, klare Ansage machen - und etwas Glück haben. Mein Hausarzt hat es damals gemacht, auf Privatrezept (kostet nicht die Welt, so ca. 30-40EUR pro Monat) und das hat nie jemensch hinterfragt. Eine spätere Endokrinologin fragte nur, was ich zuvor hatte und wie es mir damit ging, keine Bewertung, kein erhobener Zeigefinger, nichts. Das Dumme ist nur, man muss Glück haben und Ärzt_innen finden, die etwas Popo in der Hose haben und das mitmachen. Das ist leider alles andere als Selbstverständlich.

Und wenn ihr mal sehen wollt, wie man HET richtig macht, also aus Sicht der Gesundheitsversorger, dann schaut mal (leider nur Englisch) hier:
https://callen-lorde.org/transhealth/
und im Besonderen dies:
http://callen-lorde.org/graphics/2018/0 ... s-2018.pdf

So kann es auch gehen, mit einem informierten Einverständnis (engl. "informed consent") und ohne Brimborium wie "Alltagstest", Indikation, Infragestellung, Kassentheater... die neue S3 Leitlinie, die man Deiner Therapeutin auch mal zur Lektüre geben sollte, geht im Übrigen auch genau in diese Richtung:
https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/138-001.html

Liebe Cookie, die Wissenschaft ist auf Deiner Seite! Nur hat Deine Therapeutin das offenbar noch nicht mitbekommen.

Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
ExuserIn-2019-12-22

Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 40 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Erst einmal danke ich euch allen für die Antworten.
Es ist gerade nicht leicht für mich. Ich würde am liebsten heulen. Aber ich glaube meine Gefühle sind einfach eingefroren.

VanessaL hat geschrieben: Fr 12. Apr 2019, 10:46
Zieh ich das jetzt einfach durch bis zur Indikation und am spätestens Januar bin ich eh umgezogen.
Nein, denn bei allem Verständnis: es geht aus meiner Sicht nicht darum einen Schein zu bekommen! Das ist nur das Ergebnis .... nicht der Grund eine Begleitung zu beginnen ....

Suche Dir jemanden mit den Du besser klar kommst .... schließlich begleitet Dich diese Person über eine ganze Zeit!

Liebe Grüße
Vanessa
Es geht mir nicht auf biegen und Brechen darum nur eine Indikation zu erhalten. Es ist aber so, dass ich ja umziehen werde, und dann 2,5h Fahrt zu meiner jetzigen Therapeutin haben werde. D.h. ich werde mir vermutlich eh eine neue Therapeutin suchen. Nur wenn ich die Indikation erst einmal habe, dann ist die Therapie nur noch begleitend und ich fange nicht wieder bei null an.
Ich habe für mich schon viel erreicht was das Auseinandersetzen mit mir und meinem Körper angeht.
Das kann mir niemand nehmen und an diesem Punkt hat meine Therapeutin auch etwas positives beigetragen.
Ich verstehe halt nur ihren Masterplan nicht...
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 41 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Nun, dann erkläre es und frage einfach nach dem Indikationsschreiben ....
Und suche Dir schon jetzt jemanden der näher dran ist.

Liebe Grüße
Vanessa
Aria
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 42 im Thema

Beitrag von Aria »

Hola Cookie/Marie ;)
Wie hatten uns ja schon mal wegen deiner Thera ausgetauscht und ich fand ihre Ansichten damals schon etwas.....hm....merkwürdig.
Dieses Äusserungen von ihr, finde ich aber mehr als merkwürdig....irgendwie altbacken, wenig empathisch und sehr stereotyp.
An deiner Stelle würde ich mir schleunigst eine/n neue/n Thera in deiner zukünftigen Umgebung suchen. So ein Thera ist nicht nur Mittel zum Zweck,
sondern deine Vertrauensperson, zu der/dem du ein vertrauensvolles Verhältnis ohne wenn und aber aufbauen solltest. Aber das weisst du ja alles selbst schon.

Nichtsdestotrotz muss ich dir vielleicht auch sagen, dass sie mit manchen Punkten gar nicht so unrecht hat. Klar, ihre Ansichten sind....hmm, wie soll ich sagen radikal,
dennoch würde ich über das eine oder andere ein wenig intensiver nachdenken. Ich mache es mal am Beispiel Namen fest. Du hast dir den schönen Namen Marie ausgesucht,
was spricht dagegen, dich auch hier so zu nennen? Was empfindest du dabei, wenn man dich so nennt. Als ich z.B. das erste Mal mit Frau angesprochen wurde, war das so
ein schönes Gefühl, ich kann das gar nicht beschreiben. Von da an, war es mir ungemein wichtig immer so genannt zu werden. Dir ist das scheinbar gleichgültig.

Verstehe mich nicht falsch, ich mag dir keinesfalls in dein Vorgehen reinreden, sondern nur mit gemässigten Worten nahe bringen, was deine Thera an deiner Entwicklung vermisst.
Mir ist klar, dass du eine Diskrepanz zwischen deinem äusseren Erscheinungsbild und dem gefühlten Inneren siehst und dich fragst, warum du das jetzt schon drauf anlegen solltest
weiblich behandelt zu werden. Aber, wenn du mal in dich gehst, wann soll das stattfinden? Erst wenn du auch die äussere Erscheinung danach hast? Dann kannst du aber noch 5 Jahre warten.

Vielleicht konnte ich dir mit meinen Worten einen kleinen Denkanstoss zu deinem Konflikt mit deiner Thera geben. Es ist zwar sehr radikal, was sie da von sich gibt aber zwischen den Zeilen
gelesen, steckt auch einiges an Wahrheit drin. Ich bin sicher, dass dir das noch etliche Male durch den Kopf geht und du eine Lösung finden wirst, die alle Parteien zufrieden stellen wird.
Das wird schon. Kopf hoch! :)
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Céline
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 43 im Thema

Beitrag von Céline »

Hi Cookie,
Ich bin gerade etwas sprachlos,möchte mir aber nicht anmaßen über Deine Therapeutin zu Urteilen aber.......
Ganz ehrlich,ich gabe mich anfangs genauso verhalten und gezeigt wie Du.Ich bin fast immer in Jeans,Shirt und Sneaker zu meiner Therapeutin und war nur dezent geschminkt und hatte sehr kurze Haare.Selbst heute gehe ich oft im Blaumann zur Therapie aber sie hat mir noch nie solche Fragen gestellt.
Deshalb verstehe ich ihre Fragen und Reaktionen nicht,ich habe mich geweigert aufgetakelt übertrieben mit Kleid und Perücke zu erscheinen....das wäre nicht ich und ich denke bei dir ist das auch so.Wir wären schlichtweg nicht authentisch!!
Vielleicht wäre ein Wechsel sinnvoll, aber ich möchte dich nicht beeinflussen.
Lass dich bitte nicht unterkriegen, du schaffst das👍🏻
Ich wünsche dir viel Kraft und drück dich
Liebe Grüße
Céline
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 44 im Thema

Beitrag von Diva »

Céline hat geschrieben: Fr 12. Apr 2019, 22:19 Deshalb verstehe ich ihre Fragen und Reaktionen nicht,ich habe mich geweigert aufgetakelt übertrieben mit Kleid und Perücke zu erscheinen....das wäre nicht ich und ich denke bei dir ist das auch so.Wir wären schlichtweg nicht authentisch!!
Aber auch umgekehrt kann der Zorn / das Unverständnis einer Therapeutin geweckt werden:
Als ich ein halbes Jahr nach dem 100%-Coming Out mein Outfit auf Röcke und recht weibliche Business-Oberteile (nichts 'Aufgetakeltes') umstellte, schnauzte mich meine Psychologin an: "Schon wieder ein neuer Rock! Das kann doch nicht wahr sein! Da scheine ich ja gar keine richtige Frau zu sein, oder was?"
Sie selbst empfing mich von der ersten bis zur letzten Sitzung im selben (!) Schlamperpullover, ausgeleierten Jeans und Turnschuhen. Offenbar konnte sie nicht damit umgehen, dass es Frauen gibt, die sich anders kleiden. Bei mir als "nicht echter" Frau (ihre Einstellung ließ sie mich bei jeder Sitzung spüren) artete das derart aus, dass sie sich provoziert fühlte.Wirklich super professionell, Frau Therapeutin!
Ich trennte mich dann von ihr, weil sie von der Trans*Problematik offenbar nichts verstand und mich durch ihre Unfähigkeit bei der Krankenkasse beinahe ins offene Messer rennen ließ, hätte ich es selbst nicht besser gewusst.

- Diva )..)c
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 45 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Diva hat geschrieben: Sa 13. Apr 2019, 09:42 Als ich ein halbes Jahr nach dem 100%-Coming Out mein Outfit auf Röcke und recht weibliche Business-Oberteile (nichts 'Aufgetakeltes') umstellte, schnauzte mich meine Psychologin an: "Schon wieder ein neuer Rock! Das kann doch nicht wahr sein! Da scheine ich ja gar keine richtige Frau zu sein, oder was?"
Oh jeeeeee ... hab ich ein Glück mit meinem Psychologen.
.. und ich weiß jetzt auch wieder, warum ich schon immer größtes Misstrauen gegen diese "Branche" hatte ...

Liebe Grüße und allen viel Glück bei der Suche nach einer anständigen Begleitung ... denn das scheint man dringend nötig zu haben

Vanessa
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