Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
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ExuserIn-2019-12-22

Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 1 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

(flo)

Hallo ihr lieben,

für alle die mich noch nicht kennen, hier war mein Vorstellungs-Thread
viewtopic.php?f=2&t=17693
Dort könnt ihr entnehmen was mich letztendlich bewegte diesen Weg zu gehen.
Ohne schnulzig klingen zu möchten, ich befinde mich erst am Anfang einer langen Reise und möchte hier meine Gefühle, Gedanken, Entscheidungen mit euch und vor allem allgemein teilen, damit andere Menschen in der gleichen Situation den Mut fassen können ebenfalls einen Schritt in die richtige Richtung zu wagen.
Ich habe angefangen meine Gedanken zu Papier zu bringen, weil wenn ich nachts wach liege, dann finde ich einfacher die richtigen Worte.
Es ist für mich eine Art selbst Therapie und soll möglichst unverblümt einen ehrlichen Einblick ermöglichen.



Eintrag 3: Ich packe meine Koffer
Montag, 11. Februar 2019

Gefühle: aufgeregt, optimistisch

Oh weh, da habe ich ganz schon etwas losgetreten in den letzten Tagen.
Noch vor einer Woche war ich total verunsichert. Emotional am tiefpunkt meines Lebens angekommen.
Jetzt hingegen habe ich eine klare Vorstellung von dem was ich möchte.
Es war nicht leicht mich selber zu akzeptieren und auf das zu hören was ich wirklich möchte. Als diese Hürde überstanden war ging doch alles ganz schnell.
Drei mir wichtige Menschen in meinem Leben wissen bereits von meinem kleinen Geheimnis. Und zwei weitere sind in Planung.
Die Unterstützung bis jetzt ist sehr positiv. Das gibt mir Mut und Kraft, denn ich weiß es wird nicht immer so sein.



Es geht mir nicht darum Menschen zu täuschen. Es ist mir klar, dass ich vermutlich ohne operativer Hilfe nie auch nur ansatzweise den Schönheitsidealen einer Frau entsprechen werde. Ich möchte kein bunt geschminkter Paradiesvogel sein. Ich brauche keine Brüste unnatürlich groß und rund. Ich bin keine Tussi, die auf alles steht was pink ist und glitzert. Ja, ich mag Einhörner, aber das ist ein anderes Thema. Ich möchte das meine Mitmenschen mich respektieren als Frau, auch wenn sie merken ich bin eine Transfrau. Es geht mir nicht darum mich nur wie eine Frau zu kleiden, mich zu schminken. Ich will in den richtigen Momenten albern sein dürfen, ich möchte heulen dürfen wenn mir danach ist und ich möchte auch mal in den Arm genommen werden wenn ich Trost brauche.
Jeder Mensch hat Kummer, Ängste, Sorgen und Stress im Alltag. Den Weg den ich einschlagen möchte wird dies noch zusätzlich erschweren.
Ich habe keine Illusionen, dass ich Hormone bekomme und mein Leben auf einmal zum Ponyhof wird.
Rückschläge, Ablehnung, Selbstzweifel werden mich begleiten. Ich bin trotzdem entschlossen meinen Weg zu gehen.

Auch wenn ich noch nicht bereit bin 24/7 als Frau in die Öffentlichkeit zu treten habe ich bereits angefangen meine männliche Fassade abzulegen.

Sehr gepflegte Fingernägel habe ich schon länger. Das ist mir im täglichen Kontakt mit Menschen einfach wichtig. Jetzt werden sie halt langsam etwas länger.
Mein Deodorant habe ich bereits gegen ein weibliches getauscht. Auch hat der Duft von Narciso Rodriguez - for her (EdT) es mir total angetan. Allerdings befindet sich von diesem zur Zeit nur eine kleine Probe in meinem Besitz.
Die meisten Menschen mit denen ich in Kontakt trete werden das nicht einmal bemerken. Und wenn doch, schon bei der Auswahl meines Herrenduftes vor einigen Jahren hat die Dame welche mich beraten hat gemeint viele Männer tragen mittlerweile Damendüfte und umgekehrt.
Höflich war ich schon immer. Ich fluche echt sehr selten und kann nicht nur schriftlich ganze Sätze formulieren ohne Wörter wie "Alter" und "schwöre" zu verwenden.
Jetzt ist mir halt nicht mehr "scheiße kalt", sondern "es ist schon ein wenig frisch" oder "ich friere"
Bis der Pinselschwung mit Nagellack sicher gelingt, müssen meine Zehen als Leinwand herhalten.
Und glaubt mir Mädels, ich brauche noch jede menge Übung was Schminke betrifft.
Ich mag es eher dezent, es soll natürlich aber feminin wirken.
Beim Stehen versuche ich nicht mehr typisch männlich so viel Platz wie möglich einzunehmen.
Schultern nach hinten, schmaler aber selbstbewusster Stand.
Meinen Kopf habe ich vorher alle zwei Tage rasiert. Damit ist jetzt Schluss. Der Bart bleibt allerdings erst einmal erhalten. Dauerhafte Haarentfernung ist aber geplant.
Ich habe sogar das Vapen aufgegeben. Ursprünglich sollte das eh dazu dienen mit dem Rauchen aufzuhören.
Wann gibt es einen besseren Zeitpunkt als aktuell, wo ich voller Zuversicht hoch motiviert die wenigen Tage zu meinem ersten Therapiebesuch abwarte. Es ist erst einmal nur ein Beratungsgespräch. Ich bin aber echt super aufgeregt.
Ausreichende Erfahrungen in dem Gebiet sind jedenfalls laut eigenen Angaben vorhanden.
Ich habe meine Ernährung ein wenig angepasst. (gesünder und ausgewogener)
Ich bin gesegnet damit essen zu können was und wieviel ich möchte. Ich hoffe das bleibt auch so, wenn ich einen derartigen Eingriff in den Hormonhaushalt starte.
Wieso das Ganze?
Ein gesunder Geist und Körper sollen mir den maximalen Wohlfühlfaktor liefern.
Wenn mein Körper sich in der zweiten Pubertät verändert, dann sollte er nich noch zusätzlich mit Giftstoffen zu kämpfen haben.

In meinem Postfach habe ich die Bestätigung erhalten. Am 21.02. findet das erste persönliche Treffen mit meiner vermutlich zukünftigen Therapeutin statt.
Mein Magen verkrampft sich jetzt schon vor Aufregung. Zum Glück möchte mich eine Freundin bis zur Praxis begleiten. Dann kann ich auch keine kalten Füße bekommen und im letzten Moment die Flucht ergreifen. ;-)

Ich komme gerade aus der Uni, offiziell bin ich zum Ende des Wintersemester 2018/2019 exmatrikuliert.
Auf der einen Seite erleichtert auf der anderen traurig lief ich vor dem Gespräch im Sekretariat das letzte Mal ins Café 1, dem Dreh- und Angelpunkt für den Fachbereich meines Studiengangs.
Die gleiche Person welche mir seit drei Jahren morgens meinen Kaffee macht steht schon mit der Tasse in der Hand bereit. (cof)
Heute nehme ich mal einen Kaffee Crema zur Feier des Tages. Ich erzählte ihm, dass es heute der letzte Kaffee sei den ich hier trinken werde.
Wir redeten noch kurz über Gott und die Welt. Ein sympathischer und immer gut gelaunter Iraner. Ich werde ihn ein bisschen vermissen.
Komilitonen aus meiner Anfganszeit habe ich keine getroffen. Aber es ist auch Klausurenphase. Vorlesungen sind weitgehend beendet alle sind im Lernstress. Von den 120 Studenten sind auch nur noch eine Hand voll übrig. Seinen Abschluss hat noch keiner.
Auch in meinem Lebenslauf wird jetzt stehen "Ohne Abschluss". Das ist das erste Mal in meinem Leben in dem ich etwas was ich angefangen habe nicht beenden konnte. Es macht mich ein wenig traurig, aber ich darf mich davon nicht herunterziehen lassen.

Ende Eintrag 3


Euch ist sicherlich aufgefallen, dass mein Reisetagebuch hier mit dem dritten Eintrag beginnt.
Der Grund hierfür ist, dass auf der einen Seite meine Vorstellung hier schon gewisser Weise einen Eintrag darstellt.
Ich habe einen weiteren Punkt, der erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht wird. Es geht um die Veränderungen an meinem Körper. Ein "Vorher-Nachher - Vergleich" Eintrag 2 umfasst lediglich angaben zu meinen Körpermaßen zu allen relevanten Punkten.
Feedback ist gerne gesehen.

LG
Lavendellöwin
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 2 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hi Cookie,

erst so wenig Beiträge und schon habe ich mich in deinen Schreibstil verliebt..

(na)

ganz, ganz schön!

Und ich bin mir sicher, mit deiner Sicherheit und deinen realistischen Einschätzungen
wirst du einen guten Weg gehen..

hmm, bisher hat noch keine Therapeutin jemanden aufgefressen. Das du nervös bist
verstehe ich, trotzdem sind mir bisher alle Ärzte und meine Therapeutin offen und freundlich
entgegen getreten, also mache dir da nicht zu viele Sorgen! Am Besten gar keine, das
wird schon alles. Ich glaube auch nicht, das du flüchten wirst.
Warum auch, du weisst wofür du das tust...

Ich achte auch auf Natürlichkeit, ich bin ein ganz normales Mädchen und muss nicht
mehr auffallen wie die anderen auch-deshalb bin ich bei deinen Aussagen dazu total bei dir.
Ah, grundiere die Nägel bevor du lackierst, sonst kann es Verfärbungen geben..
und nach 2, 3 mal hast du das locker drauf!

Du startest jetzt in dein Leben und sicher wird es Momente geben, in denen es nicht leicht ist,
aber was du im Tausch dafür bekommst, ist sooo viel mehr wert.

Ich freue mich wieder von dir zu lesen..

Edit..ein Tagebuch ist gut, versuch dir noch andere Ankerpunkte zu setzen, Lieder, Sätze, Videos,
mir persönlich hilft das immer wieder wenn ich in einer nicht so schönen Phase stecke

alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Joe95
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 3 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Ich hab früher auch mal gedacht das "Passing" sei für eine Transfrau wichtig.
Irgendwann habe ich verstanden das es völlig unerheblich ist wie ich aussehe. Wichtig ist was ich fühle.
Für mich war dieser Moment eine Befreiung.
Meine Vergangenheit werde ich niemals leugnen können und wenn ich mir auch für die Zukunft wünsche etwas femininer auszusehen, gewiss ist das meine Gegenwart weiblich ist.

Du musst keinem Ideal entsprechen und auch kein Paradiesvogel sein, sondern du selber.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
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ExuserIn-2019-12-22

Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 4 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Ich danke euch beiden für eure herzlichen Worte.

Musik war schon immer ein fester Ankerpunkt in meinem Leben. Und das wird auch immer so bleiben.

Ganz besonders berühren mich aber die Aussagen wie
!Marie! hat geschrieben: Mo 11. Feb 2019, 12:02 ...ich bin ein ganz normales Mädchen und muss nicht
mehr auffallen wie die anderen auch...
und
Joe95 hat geschrieben: Mo 11. Feb 2019, 13:23 Irgendwann habe ich verstanden das es völlig unerheblich ist wie ich aussehe. Wichtig ist was ich fühle.
Genau das ist es. Ich hätte es besser nich formulieren können. Ein ganz normales Mädchen.
Das wichtigste ist wie man sich fühlt. Und dort geht es bei mir gefühlsmäßig noch hoch und runter.
Ich fühle mich aktuell nur so lange als Frau wie ich meinen Körper nicht betrachte. Ich hoffe die Therapie kann mir dabei helfen
Joe95
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 5 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Cookie hat geschrieben: Mo 11. Feb 2019, 14:30...Ich fühle mich aktuell nur so lange als Frau wie ich meinen Körper nicht betrachte...
Auch wenn diese, meine, Gedanken nicht politisch (oder sonstwie) korrekt sind:
Ich sehe es als eine Art Missbildung an. Pech gehabt, wird nix mit der Model-Karriere...
Natürlich hoffe ich das Hormone und OP da noch was retten können, aber viel wird es nicht sein.

Ich höre oft so etwas wie "Hormone und Op machen mich erst zur Frau", aber ich denke das stimmt nicht.
Die Leute erhoffen sich eine Veränderung, die aber nicht eintritt. Zumindest nicht so weit.
Jahre nach beginn der Hormontherapie oder nach der OP erkennen sie im Spiegel immer noch den Mann, der sie doch nicht sein wollen.
Ich behaupte erst wenn du dich vorher als Frau identifizieren kannst bringen Hormontherapie und OP wirklich was, kannst du das nicht wirst du auch nie mit dem Ergebnis zufrieden sein weil weder die Hormone noch die OP einen anderen Körper machen.
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ExuserIn-2019-12-22

Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 6 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Da hast du Recht. Ich denke das liegt bei mir persönlich aber noch an dem gestörten Verhältnis welches ich zu meinem Körper habe. Und da können Hormone und GaOP alleine nichts dran rütteln. Viele scheinen das nicht zu realisieren. Aber jede noch so kleine positive Veränderung bringt auch das nötige Selbstvertrauen, was man benötigt um sich selber zu akzeptieren so wie man ist.
Etwas zum nörgeln finden ja schließlich biologische Frauen auch.

An eine GaOP möchte ich zZ noch gar nicht denken. Man beginnt einen Marathon ach nicht kurz vor der Ziellinie.

Ich habe mir kleinere Ziele gesetzt die ich nach und nach angehen werde.
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 7 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Braucht man Selbstvertrauen um sich akzeptieren zu können?
Ich hätte eher umgekehrt vermutet, erst sich selber akzeptieren, dann auf dieser Gewissheit Selbstvertrauen aufbauen.

Ist vermutlich ne reine definitionssache...
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Céline
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 8 im Thema

Beitrag von Céline »

Hi Cookie,
Ich wünsche die alles gute auf Deiner "Reise"
Danke das Du uns teilhaben lässt
Liebe Grüße
Céline
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
ExuserIn-2019-12-22

Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 9 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Eintrag 4: Das Kind beim Namen nennen
Mittwoch, 13. Februar 2019

Gefühle: gemischt

Ich habe sehr schlecht geschlafen. Ich verfalle in alte Muster. Wie finde ich die richtigen Worte? Wie werden die Reaktionen sein?
Heute war ein wichtiger Tag für mich. Das Coming-out vor meiner besten Freundin. Sie ist mit die wichtigste Person in meinem Leben.
Wir kennen uns so lange und sind seit Jahren der gegenseitige Kummerkasten. Ich glaube ich hätte es nicht verkraftet, wenn sie ablehnend reagiert hätte.
Damit hab ich jetzt schon einiges vorweg gegriffen. Wieso ich aber doch nicht so happy über den Besuch bin erfahrt ihr noch.

Danke an alle, die heute Morgen im Chat beteiligt waren. Ihr habt mir ein wenig die Anspannung genommen. (ki)

Es ist 10:30 ich bin pünktlich. Wie immer. In Wirklichkeit saß ich schon zehn Minuten im Auto um die Ecke und musste mich erst einmal sammeln.
Ich klingel an der Tür. Tief durchatmen...
Eine herzliche Begrüßung, so wie immer wenn wir uns sehen. "Komm rein, die Handwerker sind gerade weg. Willst du einen Kaffee?"
"Stört es dich wenn ich nebenher Koche?"
"Nö, stört mich nicht, aber evtl. möchtest du dich gleich lieber setzten." Ihr Blick war in etwa so als dachte sie *Oh mein Gott, er hat jemanden umgebracht!*
Ich fügen schnell hinzu: "Keine Sorge, es ist eigentlich kein Problem. Kommt ein bisschen darauf an wie man es betrachtet!"
Sie legt das Messer an die Seite und setzt sich mir gegenüber an den Küchentisch. Es entspannt mich ein wenig und so lege ich los.
"Ich habe mein Studium geschmissen." Und es kommt die Reaktion wie von jeder anderen Person die diese Info erhalten hat. "Aber wieso? Du warst doch schon so weit dachte ich!"
"Ja, wie man es nimmt. So 40-45%. Aber darum geht es nicht. Ich habe eine Therapie angefangen. Es gibt da einige Sachen die ich regeln muss..."
"Du weißt du kannst mir alles sagen?"
Ja, genau das weiß ich und daher rede ich gar nicht lange um den heißen Brei herum wie bei den Personen die es schon halbwegs wissen.
"Es fällt mir nicht leicht darüber zu reden. Hast du schon mal von dem Ausdruck gehört *Ich fühle mich im falschen Körper*? Ich fühle mich nicht als Mann, sondern eher als Frau und das hat mich in letzter Zeit besonders stark verunsichert. Und ich möchte diese Unsicherheit mit professioneller Hilfe bewältigen und dann meine Folgen daraus ziehen mit allem was dazu gehört"
Sie zieht die Augenbrauen hoch. Sie verurteilt mich gerade. OH MEIN GOTT! beschämt schaue ich zu Boden. Fast den Tränen nahe.
Ihr Antwort: "Okay, bist du dir da sicher? Du hast nie irgendwie den Eindruck erweckt. Ich mein, du warst doch so oft bei mir wegen Liebeskummer. Vermutlich zweifelst du nur an deiner Männlichkeit? Du hast gar nicht so dieses Verhalten was man erwarten würde. Und sind wir mal ehrlich, du siehst auch nicht so aus!"
Ich fand die Antwort etwas scheiße um ehrlich zu sein.
Und reagiere etwas pampig: "Was denn für ein Verhalten? Tussilike? Du kennst doch Andi, der ist Schwul und der verhält sich auch nicht wie das typische Klischee an was alle denken wenn sie das erfahren. Ich hab immer versucht so männlich wie möglich zu sein. Man passt sein Verhalten halt an. Aber ja, du hast Recht. Ich sitze vor dir, sehe aus wie ein Holzfäller und versuche dir zu erklären ich fühle mich als Frau. Kann dir nicht verübeln, wenn du es nicht sofort glaubst."
(Kurzer Einschub. Ich sehe wirklich so aus als Könnte ich mit einer Axt Bäume fällen. Nicht so wie die Hipster, sondern so richtig. Hinzu kommt, dass ich idR in einer sehr tiefen Stimme spreche. Das ist nicht meine natürliche Stimme. Ich habe mir viel eher angewöhnt aus dem Bauchraum heraus zu sprechen. Ich habe so eine richtige Erzählerstimme. Und wenn ich in einem Videospiel im Voicechat nur "Hello" sage, dann rasten fast immer alle aus. Auf der anderen Seite kann ich aber auch in höheren Frequenzen sprechen. Wieso ich das alles kann? Ich singe leidenschaftlich gerne unter der Dusche. Und ich kann halbwegs moderat beatboxen. Bin mir daher auch sicher, dass ich mit etwas Training gerade auf Betohnung doch feminin klingen könnte. Ich denke der Bart muss früher ab als mir lieb ist. Wenn ich so darüber nachdenke ist der Bart überhaupt der Grund, wieso ich mich das erste Mal richtig männlich gefühlt hatte. Und das Gefühl hielt auch die letzten vier Jahre. Aber wie es schon immer war und auch immer bleiben wird wenn ich das weiter unterdrücke, ich kann nicht verleugnen was ich tief in mir fühle.)
Sie rudert sofort zurück, als sie merkt wie ernst mir das ist. Es gab eine längere Umarmung.
"Wie lange fühlst du schon so? Wieso hast du nie etwas gesagt?"
"Ich hatte Angst vor den Reaktionen, Angst alles zu verlieren was mir wichtig ist. Also hab ich euch und vor allem mir die ganze Zeit etwas vorgemacht. Aber so kann es nicht weitergehen. Darum die Therapie. Um gewissheit zu haben und um all dem ein Ende zu setzen."
Sie versicherte mir noch sie steht hinter mir, egal wie ich mich entscheiden werde.
Kurze Stille, ein leises Danke! von meiner Seite.
"Musst du dich nicht um das Essen kümmern?"
"Die Reaktionen der Kinder werden eh nicht gut sein, dann ist es auch egal wenn das Essen nicht rechtzeitig fertig wird."
Ich konnte wieder lachen. Wir wechselten das Thema, redeten über die Entwicklung der Kinder, dass sie ihr zur Zeit den letzten Nerv rauben. Und der übliche Klatsch und Tratsch wenn wir uns treffen. Es ist okay für mich. Sie muss die Info ja auch erst einmal verdauen. Sowas bekommt man nicht jeden Tag zu hören.
12:20 "Oh, gleich halb eins. Ich möchte dich jetzt nicht abwimmeln, aber ich muss die Kinder gleich abholen. Sollen wir nacher noch mal telefonieren? Treffen wir uns Montag einfach noch einmal?"
"Montag klingt gut, wir schreiben oder telefonieren."
Eine Umamrmung zum Abschied. Ich laufe zu meinem Auto.
Mir ist nicht nur ein Stein vom Herzen gefallen, sondern ein richtiger Felsen. Dennoch bin ich nicht ganz glücklich. Die Worte hallen in mir nach. "Bist du dir sicher?"
Bin ich mir wirklich sicher? Ich weiß es nicht. Da sind sie wieder die Zweifel. Kann ich sie nicht einmal abschalten?
Ich dachte seit den Tagen meiner Anmeldung hier eigentlich ich bin mir sicher. So sicher wie noch nie. Am 21. beginnt die Therapie. Hoffentlich bin ich mir bis dahin sicher. Und wenn nicht, dafür ist sie da. Um mir sicher zu werden!


Ich bin das hier am schreiben, solange die Gedanken noch frisch sind. Ich habe aber mittlerweile über WA mit ihr geschrieben. Ungeachtet dessen habe ich meine Eindrücke und Gefühle weiter beschrieben als hätte mein Smartphone nie geklingelt.

Sie wollte wissen, ob sie mit ihrem Mann darüber reden darf. Ich gab ihr meine Erlaubnis.
Dann schrieb sie noch, dass sie mir gerne zur Seite stehen würde wenn ich mit meinen Eltern darüber rede. Und sie sich darüber freut, dass sie zu den ersten Personen gehört die das erfahren durften. Wir schaffen das, was soll schon schiefgehen?
Ich entgegnete nur "Danke, gar nichts. Die einzige Veränderung wäre, dass ihr in Zukunft eine Freundin mehr hättet. Ich werde aber dadurch nicht zu einem anderen Menschen"
Ihre Reaktion: "Das Wichtigste ist das du der Mensch bleibst der du bist und glücklich wirst!"

update Gefühle: Glücklich ))):s

Ende Eintrag 4
ExuserIn-2019-12-22

Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 10 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Eintag 5: "Wir regeln das schon"
Samstag, 23. Februar 2019


Gefühle: positiv

Ich berichte dieses Mal nicht wirklich über Entscheidungen die ich getroffen habe und wieso ich diese getroffen habe.
Aber es ist etwas passiert, was mir eine Perspektive ermöglicht. Und das möchte ich genauso mit der Welt teilen wie schlechte Erlebnisse.
Auch wenn das mit der Transition an sich noch nicht viel zutun hat. Das Leben dreht sich nunmal nicht nur um die Transition. Es gehört mehr dazu.

Es sind nicht viele Tage vergangen seit meinem letzten Eintrag.
Aber bei mir ist vieles passiert, meine Gefühlslage verbessert sich weiterhin.
Lange Telefonate mit meiner besten Freundin. Hunderte Nachrichten im WA.
Aber eine Nachricht bleibt mir in Gedanken.
"Hab gerade mit "¦ geredet" (Ihr Mann)
"Ich soll dir was von ihm sagen: Egal was kommt, egal was ist, egal wie andere reagieren, bei uns hast du immer einen Ort wo du willkommen bist und wo du immer ein offenes Ohr findest!
Exakt seine Worte!!"

Das Gab mir Kraft an einem Tag an welchem ich Zweifel hatte.
Es gab Tage an denen war ich mir so sicher. Ich habe mich entschieden.
Ich möchte die Transition, mit allen Risiken, mit möglichem Misserfolg, einfach mit allem was dazu gehört.
Und dann lass ich mich von negativen Gedanken anderer wieder runter ziehen. Ich Zweifel dann erneut an der Entscheidung.
Sol ich einfach wieder verdrängen? Immerhin habe ich gelernt mit meinem männlichen Körper zu leben. Einigermaßen...

Am 21.02. hatte ich meine erste richtige Therapiesitzung. Ich habe mir vorgenommen die Therapie so anzugehen, dass ich mir Klarheit verschaffe. Ich möchte nicht sagen ich bin Trans und meine Therapeutin somit manipulieren, sondern ich möchte das wir gemeinsam eine Diagnose finden und uns dann über die Folgen Gedanken machen. Denn wirklich nur dann kann ich aufhören zu zweifeln. Und nur dann kann ich mit mir meinen Frieden schließen.
Am Abend zuvor war ich richtig aufgeregt. Ich habe mich verrückt gemacht.
Ich war mit einigen hier im Chat und bedanke mich dafür, dass ihr mich abgelenkt habt. Ich konnte die Nervosität ablegen. Geschlafen habe ich dennoch nicht sonderlich gut.
Aber ich fühlte mich dennoch erholt als am Morgen mein Wecker klingelte.
Wie versprochen stand um 14:00 eine Freundin bei mir vor der Tür. Wir fuhren gemeinsam nach Frankfurt. Zwei Stunden vor dem Termin.
Erst einmal schauen wo wir hin müssen. Einen Parkplatz finden und dann sehen wir weiter.
So blieb zeit für eine gemütliche Tasse Kaffee. Ich wollte meinen Kaffeekonsum eigentlich reduzieren. Aber ich bin schwach geworden"¦ ;-)
Wir redeten über alles mögliche, nur nicht über das Thema des heutigen Tages. Es muss auch mal sein. Ich möchte nicht, dass mein Leben zum Gesprächsthema Nummer eins wird. Also redeten wir über alte Zeiten. Ich habe es sehr genossen.
Die Therapie war überhaupt nicht wie ich mir eine Therapie vorgestellt hätte. Ich werde nicht auf alle Einzelheiten eingehen, denn obwohl ich hier schon einen großen Einblick in mein Privatleben gebe habe auch ich gewisse Grenzen die ich nicht überschreiten möchte.
Auch werde ich den Namen der Therapeutin fürs erste nicht veröffentlichen.
Meine Therapeutin ist eine sehr herzliche Frau, sie bat mich in ein Zimmer.
Es war ein warmer gemütlicher Raum, fast wie ein Wohnzimmer. Nur das anstelle des Couchtisches ein riesiger Schreibtisch vor mir stand.
Das Sofa war bequem. Eine menge bunter Kissen, über einem Stuhl hing ein Pride-Schärpe. Die Fenster waren verdunkelt und überall standen Gemälde und Bücher.
Ein bisschen Jimmy Hendrix und einige Räucherstäbchen und es hätte ein gemütlicher Abend werden können dachte ich mir.
Bisschen Smalltalk zum Anfang, bisschen die Stimmung gelockert aber dann ist sie sehr schnell zum Punkt gekommen. Ich habe mich sofort wohl gefühlt, also habe ich auch ohne Probleme über mich und meine Gefühle reden können. Und immer wenn ich mal nicht weiter wusste stellte sie die passenden Fragen.
Die Zeit verging wie im Flug und im Anschluss fühlte ich mich richtig erleichtert. Die nächsten Sitzungen werden vierzehntägig für je zwei Stunden stattfinden.
Ich fühlte mich richtig erleichtert. Und redete auf dem Heimweg noch mit meiner Freundin über das erlebte.
Keine negativen Gedanken, ich fühlte mich klar, entspannt und ein wenig glücklich.
Aber das wichtigste Ereignis der letzten Tage stand mir noch bevor.
Das Outing vor meinem guten Freund. Der Freund der mir vor einiger Zeit ein Jobangebot gemacht hat.
Ich hatte Angst, er würde ablehnend reagieren. Das Angebot zurückziehen. Dabei könnte eine berufliche Perspektive mir den nötigen Rückhalt auf meinem Weg geben.
Er wohnt seit einigen Jahren bei Freiburg, ich bei Frankfurt. Wir sehen uns also nicht mehr so häufig. Haben aber über das Internet noch mehrmals die Woche Kontakt.
Ich wollte aber persönlich mit ihm reden. Sowas regelt man nicht über Telefon oder das Internet.
Gestern feierte ein gemeinsamer Freund seinen 30. Geburtstag. Er hatte zugesagt. Und wir haben vorher vereinbart zu reden.
Da war er also.
Das Gespräch fing an. Ich wiederholte was er bereits wusste. "Mein Studium ist beendet, und ich bin in Therapie." Es waren mir zu viele Gäste in Hörweite. Also bat ich ihn mit mir nach draußen zu gehen. Er reagierte verwundert folgte mir aber.
Ich bin dieses Gespräch im Vorfeld hunderte Male durch gegangen. Wie sage ich es am einfachsten?
Alles war vergessen. Peinliche Stille.
Dann nahm ich einen beherzten Schluck von meinem Bier.
"Ich bin nicht in Therapie weil ich mein Studium geschmissen habe, sondern aus dem Grund wieso ich auch das Studium beendet habe"¦
Ich habe ein Problem, was mich schon mein ganzes Leben belastet. Ich habe es über Jahre verdrängt, aber es kommt immer wieder. Schlimmer, intensiver und es belastet mich immer mehr. Und wenn ich das jetzt nicht geregelt kriege, dann werde ich mein Leben nie geregelt kriegen. Du hast mir ein Jobangebot gemacht." "Ja, und das steht auch noch!" "Du hast gesagt ich würde dein Geschäftspartner werden. Kannst du dir auch eine Geschäftspartnerin vorstellen?" Er war deutlich verwirrt. Also fuhr ich fort.
"Eine genaue Diagnose habe ich noch nicht. Aber ich habe eine Geschlechtsidentitätsstörung. Ich fühle mich nicht als Mann." "Und das bedeutet?" "Hast du schon mal von der Aussage gehört. "Gefangen im falschen Körper"?" "Ja, aber was muss ich mir darunter vorstellen?"
"Das ich gerne eine Frau wäre." "Und wie lange geht das schon?" "Schon immer. Aber in der Pubertät war mein Leben eine Hölle. Darum bin ich auch irgendwann nicht mehr mit ins Schwimmbad. Weil ich meinen Körper hasste." "Puh, das ist"¦" "Krass?" "Nein, krass wäre es gewesen wenn du mir jetzt gesagt hättest es wäre jemand gestorben. Das ist einfach nur"¦ Das hätte ich nie gedacht." "Ja, das dachte niemand von denen die es schon wissen. Ich kann das sehr gut überspielen. Und hatte auch immer Phasen wo ich mich als Mann wohl gefühlt hatte. Und daher auch meine Zweifel"¦ Ich habe mich so lange selber belogen, dass ich mir nun nicht mehr sicher bin. Und die Therapie soll mir dabei helfen. Und je nach Ergebnis habe ich dann vor diesen Weg einzuschlagen."
"Ja und das bedeutet? Ich stell mir jetzt nur Männer in Frauenkleidern vor." "Ne, so ist es nicht. Hormone, Operationen, Namensänderung, begleitende Therapie, einen Haufen regelmäßiger Arztbesuche, Behördengänge. Das ist oft nicht leicht mit dem Berufsleben zu realisieren, und viele in dieser Situation arbeiten dann für einige Zeit nicht. Daher habe ich dir auch vorher gesagt ich muss hier erst einiges regeln, wie lange dein Angebot bestehen bleiben würde?" "Ja ich bin davon ausgegangen du fängst kommende Woche bei mir an." "Du weißt, dass ich mich voll reinhängen würde in den Job." "Ja" "Und daher würde ich hier erst einmal nach einer Festeinstellung suchen und dann ab einem gewissen Punkt bei dir anfangen, wenn denn noch Interesse besteht von deiner Seite." "Ja warum denn erst später?" "Das Ganze ist keine Zauberei, ich fang nicht morgen an Hormone zu nehmen und seh ne Woche später aus wie eine Frau. Der Schritt in die Öffentlichkeit braucht Zeit. Und wenn ich so weit bin, dann würde ich bei dir anfangen. Das ist dann auch einfacher für die Angestellten, wenn die mich von Anfang an mit Frau ansprechen und nicht mit Herr. Und ganz ehrlich, ich muss ja eh umziehen dafür und dann ist es auch für mich einfacher. Da kennt mich niemand als Mann. Da ist es mir scheiß egal wie die Leute reagieren. Aber auch dann werde ich noch Termine haben, oder gar Krankenhausaufenthalt."
"Das ist kein Problem, wir regeln das schon. Du schreibst ja die Dienstpläne, du musst deine Arbeit nur geregelt bekommen, was du sonst machst ist mir scheiß egal. Ob du nachts arbeitest, nachmittags oder vormittags. Wenn du Termine hast, dann kannst du dir das einteilen."
"Gut, ich hoffe ich hab dir jetzt nicht die Party versaut." "Ach quatsch, wir gehen wieder rein." Der Abend verlief normal weiter. Wir hatten Spaß. Ich weniger, denn ich musste ja noch fahren"¦ Ich blieb bis Mitternacht. Verabschiedete mich noch von allen. Von ihm bekam ich eine Umarmung und er sagte: "Wir telefonieren die Tage"
Glücklich fuhr ich nach Hause. Um 04:00 klingelte der Wecker. Ich hatte kaum geschlafen. Aber das war egal. Ich habe Übung darin. Und ich war glücklich. Innerlich zwar immer noch aufgewühlt aber ja, ich fühlte mich glücklich.
Heute war mein erster Arbeitstag ohne Bart. Von Vollbart auf Nassrasur. Die Reaktionen waren unterschiedlich.
"Nicht dein scheiß Ernst oder? Sag bloß nicht das war mit Absicht!" "Oh, wer ist denn der neue Mitarbeiter. Siehst direkt zehn Jahre jünger aus."
"Du siehst komisch aus!" Ich dachte mir Ja, haha sei froh das ich bei meinen aktuellen Schminkkünsten nicht in Make-Up vor dir stehe!
Eine Notlüge des Tages: Ich muss Bewerbungen schreiben jetzt wo mein Studium vorbei ist. Ich dachte mir die Chancen stehen so besser.
Hat niemand hinterfragt. Und selbst wenn, wäre mir auch egal gewesen.
Das Dauergrinsen jedenfalls konnte mir heute fast niemand nehmen.
die Zuversicht meinen Weg zu gehen ist heute noch einmal gestiegen.

Ende Eintag 5

Ich hoffe es langweilt jetzt nicht zu sehr. ;-)
Zuletzt geändert von ExuserIn-2019-12-22 am Sa 23. Feb 2019, 22:25, insgesamt 1-mal geändert.
Aria
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 11 im Thema

Beitrag von Aria »

Cookie hat geschrieben: Sa 23. Feb 2019, 19:56 Ich hoffe es langweilt jetzt nicht zu sehr. ;-)
Nein, das tut es bestimmt nicht! Du schreibst schön locker aus der Hüfte raus, und bei vielen Dingen, die du beschreibst, erkennen sich bestimmt einige hier - mich eingeschlossen - garantiert wieder.
Mach nur schön weiter so! Du bist auf einem guten Weg, egal, wo der auch hinführen mag. ;-)
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 12 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Hallo Cookie,

langweilig war es zu keiner Sekunde. Du hast einen tollen Schreibstil und ich konnte nicht aufhören zu lesen (moin) (yes)

Alles Liebe
Michelle
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 13 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo Cookie,

Ich habe dies sehr spät entdeckt. Es liest sich sehr schön und ist auch inhaltlich sehr spannend. Mach einfach weiter so und hör nicht auf zu schreiben.

VlG
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 14 im Thema

Beitrag von Céline »

Hi Cookie,
Schreib einfach immer weiter , mir hilft das um mit meinen Gedanken und Ängsten fertig zu werden
Liebe Grüße
Céline
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
Marlene K.
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen

Post 15 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich schließe mich der allgemeinen Lobhudelei an. Danke für Deine Offenheit.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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