sbsr hat geschrieben: Do 21. Okt 2021, 08:13
Aber dann denke ich mir wieder, warum soll ich es ihm erzählen? Er hat damit keine Berührungspunkte, also warum sollte ich ihm die Last des Mitwissers aufbürden. Es ist zwar immer schön, wenn man jemanden hat, mit dem man offen reden kann. Andererseits weiß ich nicht, wie sehr es ihn belasten würde seinerseits mit niemandem darüber reden zu dürfen. Meine Frau will ja auf keinen Fall, dass jemand davon erfährt, dagegen würde ich sowieso schon verstoßen, indem ich mich ihm anvertraue.
Aktuell tendiere ich dazu, ihm nichts zu sagen.
Hi Svenja...
hast du nicht sowieso schon damit gegen die "Regel" verstossen wie du in der Firma auftrittst?
Naja...ich war nicht ganz ehrlich...
die ganze Zeit habe ich noch ein Outing in meinem Heimatort mit mir rumgetragen, weil ich einfach
nicht wusste wie ichs bei den beiden anfangen sollte-ich habe den anderen die es wissen sogar verboten,
auch nur den kleinsten Krümel zu erwähnen.
Aber es hat die ganze Zeit in mir gebrodelt, denn wir haben zu dritt tolle Tage verbracht, kennen uns schon seit
eher gefühlten und tatsächlichen halben Ewigkeit-aber ich wusste nicht wie ichs rüberbringen sollte.
Die 2 Jungs kannten meinen Splin mit den Mädchensachen schon lange, haben sich oft schützend vor mich gestellt,
waren immer da wenn ich jemand brauchte. Aber sie hatten mal eine Frau aus dem Nachbarort mal "Ding" bezeichnet
die ich auch kannte-also wie sollte ich rüberbringen das ich auch eine Frau bin? Trans* geht wohl gar nicht...
Ich war mal wieder feige, piepfeige und habs verdrängt...
Letztens habe ich aber eine Sprachnachricht geschickt, wies ihnen geht, was war in der Coronazeit?
Die Antwort war positiv und es fiel schon stimmlich auf, das sich bei mir ein paar Kleinigkeiten verändert haben,
die wohl leicht verwirrend waren...
und ob wir nicht mal telefonieren wollen...?
Ich hatte plötzlich ein Stück Heimat zurück...
heute haben wir tatsächlich telefoniert und was soll ich sagen alles war schön, fast wies früher immer war.
Wir werden wieder öfter Kontakt halten..
es kam sogar von selbst die Frage.."naja Tom geht jetzt ja nicht mehr, Heissler auch nicht, also wie dann?"
Ohne das ich da was anstossen musste..ich habe dann alles rund um Hormone, Namen und so weiter erklärt
und bin nur wahnsinnig froh darum, das dieser Brocken den ich selbst unnötig gross gemacht hab endlich vom
Tisch ist...das war das letzte alte männliche Namensüberbleibsel, es ist weg, endlich..
Alles Liebe Marie

Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.