Sich einer freundin anvertrauen?
Sich einer freundin anvertrauen? - # 2

Lebensplanung, Standorte
sofieTV
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 16 im Thema

Beitrag von sofieTV »

Also kleines Update, mit meiner freundin treffe ich mich am Wochende zum reden. Ich bin aber auch in Therapie und habe mich heute meinem Therapeuten anvertraut... Hat sehr geholfen und er hat mir gesagt wie mutig er es findet das ich mich traue das endlich auszusprechen. Fühle mich schon sehr befreit gerade. Und danke nochmals allen hier für die super Tipps!
Zoii_20
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 17 im Thema

Beitrag von Zoii_20 »

🙌🏼Das klingt doch super, es ist sehr befreiend wenn man mit jemand darüber reden kann.😃
Ich wünsch dir eine Gute Erfahrung. Wobei ich mir sicher bin, dass der Wunsch überflüssig ist.
Ich weis noch gut als ich mich bei Freunden geöffnet habe, war jedes mal ziemlich aufregend doch immer durchgehend Positiv.😊

Alls erdenklich Gute, ich werde an dich denken.
Grüße
Zoii🏳️"âš§ï¸ 😊
sofieTV
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 18 im Thema

Beitrag von sofieTV »

So liebe Mädels, ich habe es hinter mir. Habe mit meiner Freundin gesprochen. Interessanter Weise war es für mich schwieriger als beim Therapeuten 2 Tags davor... Ein wenig Sekt hat geholfen. Sie hat sehr gut reagiert, war überrascht aber nicht vollkommen überrascht da sie mich auch sehr gut kennt. Haben den abend gesprochen und es war war sehr schön :) vielleicht gehen wir irgendwann mal zusammen raus wenn ich soweit bin :) danke allen hier für die Unterstützung und die Tipps!
Michi
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 19 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Sofie,

freut mich zu hören, dass du einen Schritt weiter bist. (yes)

Das erste Mal ist wahrscheinlich immer das schwerste. So jedenfalls meine Erfahrung. Mir ist damals fast das Herz zum Hals rausgesprungen, und meine Hände haben total gezittert.


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
sofieTV
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 20 im Thema

Beitrag von sofieTV »

Hallo liebe Mädels,

mir geht es gerade ziemlich mies. Ich habe mich überwunden meiner langjähringen freundin(6 Jahre) zu erzählen was aktuell bei mir los. Zur info, es lief schon länger nciht mehr gut zwischen uns, die letzten 2 Jahre sprach sie schon öfter die Trennung an. Nun kam es aber von mir da ich mit meinem geheimnis nicht mehr zurecht komme. zuerst wollte ich es für mich behalten warum ich wirklich gehen muss, aber sie war so traurig, dann habe ich es halt doch gesagt weil sie die Wahrheit verdient hat. Problematisch ist das sie schon lange auch psychische Probleme hat und ich angst hatte das sie es nicht Verträgt ... Als ich ihr das sagte hat sie es zuerst nicht so verstanden, als sie es dann verstandt sprachen wir ein wenig darüber und die ersten Stunden ging es irgendwie. Aber seit gestern ist die Stimmung eine ganz andere. Sie kommt nicht klar damit, denkt ich hab sie die ganze zeit nur verarscht... Aber das stimmt ja einfach nicht.

Sie hat halt sehr viel verletzenedes gesagt. Ich sehe ja garnicht weiblich aus, bewege mich nciht so , stimme passt nicht, ich würde als frau scheisse aussehen . Ich wäre ja schon 35 wie ich mir das vorstellen würde, ob ich irgendwie durchgedreht wäre, ob ich so durch die strassen laufen will... hat garnicht mehr aufgehört. Das mag alles stimmen, aber sie versteht nicht das ich mich gerne weiblich sehen möchte im spiegel, das mir das gefällt, das isch das echt anfühlt. Und ganz ehrlich potenzial hab ich schon auch wenn sie das nicht sieht...

Als ich dann erwähnte das manche leute sich mit 50-60 outen mit kindern frau usw meinte sie nur "dann hätten die es ja auch für sich behalten können wenn sie da eine familie zerstören" Ich sagte ihr jedes mal wenn ich Anzug tragen musste war es eine qual für mich, sie sagt "aber siehst gut drin aus" Meine Freundin ist eigentlich ein lieber Mensch, aber sie ist sehr verletzt, aber was mir vorgeworfen wird naja... Hab ich nicht verdient für den Mut ihr die Wahrheit zu sagen.

Vermutlich hat sie sogar recht mit ihren aussagen zu mir, aber was soll ich machen, ich fühle halt so... Vielleciht hat jemand ein paar gute Tipps?
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 21 im Thema

Beitrag von Fen »

Hi SofieTV,

Eine Beziehung zu beenden ist schwer. Und es ist vorhersehbar,dass derjenige,der geht, einige unerwünschte Kommentare erhält.

Wenn ich einen Partner verlassen habe,hatte ich grundsätzlich Schuldgefühle. Aber irgendwann dämmerte es mir,dass ich gar nicht verpflichtet bin, mit verletzende Dinge von meinem Expartner anzuhören. Wo steht das geschrieben, dass ich jetzt keine Grenzen setzen darf? Immerhin habe ich die Beziehung ja aus guten Gründen beendet.

Die Zeit nach der Trennung ist schwer. Und viele Freunde,Bekannte und Familie fragen nach den Gründen. Aber auch hier bin ich nicht verpflichtet,Auskunft zu geben. Ein kurzer Satz sollte eventuell reichen.

Bei mir hat es lange gedauert zu verstehen:das hier ist mein Leben,ich darf meine Entscheidungen treffen. Ich bin nicht verpflichtet,mich verletzen zu lassen, wenn anderen meine Entscheidungen nicht gefallen.

Alles Gute!
Gruß
Fen
Life is short. Break the rules. Forgive quickly. Kiss slowly. Love truly. Laugh uncontrollably. And Never regret anything that made you smile. (James Dean)
Jasmine
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 22 im Thema

Beitrag von Jasmine »

sofieTV hat geschrieben: Di 7. Sep 2021, 13:21 ................... aber was soll ich machen, ich fühle halt so...
Ich denke zu aller erst bist du wichtig. Wie du denkst, wie du fühlst usw.
Liebe Grüße Jasmine
diecloudya
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 23 im Thema

Beitrag von diecloudya »

Liebe Sofie,

ich finde es total toll, dass du den Mut gefunden hast mit deiner Freundin zu reden. Den Schuh solltest du dir echt nicht anziehen.
Du warst ehrlich und hast für dich gesorgt. Was nützt es dir am Ende des Tages wenn du es allen anderen recht machst aber selber unzufrieden bist?

Trennungen sind nie einfach. Aber in dem Fall hast du etwas ganz großes gewonnen, nämlich dich selber.

Tausend Bussis,
Claudia
Kerstin65
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 24 im Thema

Beitrag von Kerstin65 »

Hallo,

sich einer Freundin anvertrauen - diese Frage beschäftigt mich auch. Ich habe eine Freundin, die ich schon über 50 Jahre kenne. Es gibt keinen Menschen, den ich länger kenne. Ob ich mich ihr gegenüber oute, muss ich zwar selber entscheiden und ich glaube, dass das für sie kein Problem wäre.

Ich frage mich nur, wie ich es ihr sagen könnte. Wir sehen uns nur selten und dann möchte ich sie nicht einfach überrumpeln. Habt Ihr Tipps für mich, wie ich so ein Gespräch beginnen kann ?
Liebe Grüße aus Franken
Kerstin
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 25 im Thema

Beitrag von Micha »

Achherrje Sofie, hoffentlich habe ich jetzt nichts Schlimmes angerichtet.
Hab nur Deinen 1.Vorstellungsbeitrag gelesen - und jetzt erst dies Outing. Trans... hat mit Alter wenig zu tun. Einige andere hier im Forum sind deutlich über 60, ich auch. Dass eine Stina in mir steckt, weiß ich erst knapp 5 Jahre. Eine cisFrau als Freundin und Beschützerin auf dem Weg ins Feminland ist sehr hilfreich. Und/oder dieses Forum. Ich outete mich bei Freundinnen. Diese halfen mir sehr und unser Spektrum des Gedankenaustausches wurde viel größer. Was Frauen alles so bedenken - ich staune und mache voll Eifer mit. Wermutstropfen - meine Frau denkt da anders. Schwierig. Wir arbeiten hart, die Beziehung zu erhalten, neu zu beleben.
Vielleicht ist Deine Partnerin bereit, als Soferls Freundin zu helfen. So als Ritual. Für einen regelmäßigen verabredeten Zeitabschnitt. Und den Rest der Zeit bist Du ihr verlässlicher männlicher Partner?
@Kerstin aus Franken: Fotos zeigen und um Hilfe bitten? Dann ruhig sein und reden lassen, ab und zu was fragen. Bin gespannt wie Du es anfängst, lass mich wissen. Ich bin ab und an in ER. Ja, ja. Franken ist groß. Vielleicht sieht man sich auf einer Kerwah? LG Stina
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 26 im Thema

Beitrag von sbsr »

Hallo Kerstin und natürlich alle anderen Interessierten,

ein guter Freund aus Schul- und Studienzeiten macht im Moment eine schwierige Phase durch, Scheidung, im Job läuft's nicht rund und noch ein paar Themen. Er lebt seit einigen Jahren gut 150km entfernt, wodurch wir uns praktisch nie sehen, außer wenn er zu Weihnachten die Familie in der Heimat besuchen kommt.

Ich wüsste sehr gut, wie ich so ein Gespräch beginnen könnte, nämlich würde ich im Bezug auf seine Scheidung sagen, dass meine Ehe auch auf ganz schön wackligen Füßen steht. Der Grund, es gibt in meinem Leben noch eine andere Frau. Alles weitere würde sich ergeben.

Aber dann denke ich mir wieder, warum soll ich es ihm erzählen? Er hat damit keine Berührungspunkte, also warum sollte ich ihm die Last des Mitwissers aufbürden. Es ist zwar immer schön, wenn man jemanden hat, mit dem man offen reden kann. Andererseits weiß ich nicht, wie sehr es ihn belasten würde seinerseits mit niemandem darüber reden zu dürfen. Meine Frau will ja auf keinen Fall, dass jemand davon erfährt, dagegen würde ich sowieso schon verstoßen, indem ich mich ihm anvertraue.

Aktuell tendiere ich dazu, ihm nichts zu sagen.
LG, Svenja

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Lavendellöwin
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Re: Sich einer freundin anvertrauen?

Post 27 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

sbsr hat geschrieben: Do 21. Okt 2021, 08:13 Aber dann denke ich mir wieder, warum soll ich es ihm erzählen? Er hat damit keine Berührungspunkte, also warum sollte ich ihm die Last des Mitwissers aufbürden. Es ist zwar immer schön, wenn man jemanden hat, mit dem man offen reden kann. Andererseits weiß ich nicht, wie sehr es ihn belasten würde seinerseits mit niemandem darüber reden zu dürfen. Meine Frau will ja auf keinen Fall, dass jemand davon erfährt, dagegen würde ich sowieso schon verstoßen, indem ich mich ihm anvertraue.

Aktuell tendiere ich dazu, ihm nichts zu sagen.
Hi Svenja...

hast du nicht sowieso schon damit gegen die "Regel" verstossen wie du in der Firma auftrittst?

Naja...ich war nicht ganz ehrlich...
die ganze Zeit habe ich noch ein Outing in meinem Heimatort mit mir rumgetragen, weil ich einfach
nicht wusste wie ichs bei den beiden anfangen sollte-ich habe den anderen die es wissen sogar verboten,
auch nur den kleinsten Krümel zu erwähnen.

Aber es hat die ganze Zeit in mir gebrodelt, denn wir haben zu dritt tolle Tage verbracht, kennen uns schon seit
eher gefühlten und tatsächlichen halben Ewigkeit-aber ich wusste nicht wie ichs rüberbringen sollte.
Die 2 Jungs kannten meinen Splin mit den Mädchensachen schon lange, haben sich oft schützend vor mich gestellt,
waren immer da wenn ich jemand brauchte. Aber sie hatten mal eine Frau aus dem Nachbarort mal "Ding" bezeichnet
die ich auch kannte-also wie sollte ich rüberbringen das ich auch eine Frau bin? Trans* geht wohl gar nicht...

Ich war mal wieder feige, piepfeige und habs verdrängt...

Letztens habe ich aber eine Sprachnachricht geschickt, wies ihnen geht, was war in der Coronazeit?
Die Antwort war positiv und es fiel schon stimmlich auf, das sich bei mir ein paar Kleinigkeiten verändert haben,
die wohl leicht verwirrend waren...
und ob wir nicht mal telefonieren wollen...?

Ich hatte plötzlich ein Stück Heimat zurück...

heute haben wir tatsächlich telefoniert und was soll ich sagen alles war schön, fast wies früher immer war.
Wir werden wieder öfter Kontakt halten..
es kam sogar von selbst die Frage.."naja Tom geht jetzt ja nicht mehr, Heissler auch nicht, also wie dann?"
Ohne das ich da was anstossen musste..ich habe dann alles rund um Hormone, Namen und so weiter erklärt
und bin nur wahnsinnig froh darum, das dieser Brocken den ich selbst unnötig gross gemacht hab endlich vom
Tisch ist...das war das letzte alte männliche Namensüberbleibsel, es ist weg, endlich..

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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