Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros -> 10 Jahre Haft
Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros -> 10 Jahre Haft - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Marlene K.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2149
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: größtenteils weiblic
Pronomen: sie, ohne Überempfin
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 222 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 16 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

MichiWell hat geschrieben: Fr 2. Nov 2018, 07:47 ich merke, dass ich mich noch immer nicht verständlich genug ausgedrückt habe. Das tut mir leid. Bei diesem alten Vorurteil geht es, so verstand ich das immer, gerade nicht um einvernehmlichen Sex, sondern um die Vorspiegelung falscher Tatsachen: Schwuler Mann der sich als Frau ausgibt, um die Hetero-Männer hinters Licht zu führen und gegen ihren Willen, nämlich dass sie nicht mit einem Mann sondern mit einer Frau Sex haben wollen, ins Bett zu kriegen. Also quasi eine Art Vergewaltigung. (Ich finde gerade keinen besseren Vergleich.) Ich hoffe, nun war es verständlicher, was ich meine. Wenn immer noch nicht, dann frage mich bitte.

Liebe Grüße
Michi
Liebe Michi,
ich werde diese Diskussion weiter hier in der Öffrntlichkeit führen, da es nicht nur uns beide betrifft. Ich sehe das ganze eher als weiter verbreitetes Problem. Deine Haltung ist nicht einzigartig, nur sprichst Du sie offen aus.
Zum einen kann ich mir nicht vorstellen, dass das Passing dieses Mannes so perfekt ist und davon ist auch nirgendwo in dem Artikel die Rede. Eher dürften die Männer, so wie ich es auch häufiger erlebe, Appetit auf ein exotisches Spiel gehabt haben.
Also frage ich Dich, benutzen hier nicht zwei Menschen einander im freien Willen?
Zum anderen ist, wie Du selber ja merkst, der Vergleich mit einer Vergewaltigung ziemlich daneben. Ich kenne von Männern vergewaltigte, wobei ich hier das Eindringen in den Körper meine, schwule Männer und Frauen, habe es glücklicherweise nie selber erlebt. Alleine das Trauma und der Mord an der Seele/ geschlechtlichen Liebesfähigkeit Betroffener, das ich gespürt habe, verbietet diesen Vergleich.
Der Artikel transportiert Trans*Feindlichkeit und Schwulenfeindlichkeit. Über erstere bist Du wütend, das die zweite mit der ersten Verknüpft wird, lastest Du dem hier agierenden schwulen Menschen an. Dieser hat die Verknüpfung aber nicht hergestellt.
Ich sehe die Strafbarkeit der Verletzung der Persönlichkeit.
Ich sehe weiter, dass hier Abweichungen, die einem uralten patriarchalichen Bild zu entsprechen scheinen, dem wohlig schauernden und heimlich zuschauenden Mehrheitspublikum bedient werden.
Dieser von mir benannte Teil Deiner Haltung, die auch andere Menschen haben, empfinde ich persönlich als verletzend, den schwulen Teil meiner Persönlichkeit als Minderwetig wertend.
Ich sehe durchaus, dass das nicht Deine Absicht ist. Das ändert aber nichts an meinem Gefühl, eher im Gegenteil. Mich erschreckt die Selbstverständlichkeit, wie hier Vorurteile weiterwirken.
Der Heteromann ist unschuldig an der Situation, ist Opfer seiner Triebe und des dämonischen schwulen Mannes. Dieser ist in jedem Falle Schuld: Am falschen Bild von Trans*Personen, am Leid des armen wehrlosen, ausgenutzten Mannes.
Traurig, aber nicht wütend oder feindseelig,
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Michi
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 5987
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Pronomen: sie
Forum-Galerie: gallery/album/11
Hat sich bedankt: 726 Mal
Danksagung erhalten: 886 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 17 im Thema

Beitrag von Michi »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Fr 2. Nov 2018, 08:15 ich werde diese Diskussion weiter hier in der Öffrntlichkeit führen, da es nicht nur uns beide betrifft. Ich sehe das ganze eher als weiter verbreitetes Problem. Deine Haltung ist nicht einzigartig, nur sprichst Du sie offen aus.
Hallo Ralf-Marlene,

nur ganz kurz ...

Ich die ganze Zeit den Eindruck, dass du mir beharrlich etwas unterstellst, was ich aber weder geschrieben habe noch denke. Derzeit scheinst du nicht in der Lage zu sein, dein auf Grund meines ersten kurzen Beitrags gefasstes Vorurteil betreffend meiner Haltung abzulegen.

Vor dem Hintergrund der parallel laufenden Diskussion (und in Anspielung auf den Thread-Titel) finde ich das schon ziemlich skuril.

Ich schreibe, dass ich sehe, dass mit solchen Berichten alte Vorurteile gepflegt werden. Und du hast scheinbar nichts weiter zu tun, als mir fortgesetzt dieses Vorurteil anzudichten.

Mir ist es ganz ehrlich völlig Wurst, wer mit wem und warum zusammen Spaß hat, so lange es einvernehmlich geschieht.

Doch ich kann nicht die Pflege von Vorurteilen gutheißen, die dir und mir unterstellen, dass wir Frauenkleider anziehen würden, um Männer gegen ihren Willen zu verführen. Nicht mehr und nicht weniger habe ich auszudrücken versucht.

Vielleicht kannst du mal gedanklich vom Bildschirm einen Schritt zurück treten, und deine Haltung mir gegenüber überdenken.


Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Marlene K.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2149
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: größtenteils weiblic
Pronomen: sie, ohne Überempfin
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 222 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 18 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

MichiWell hat geschrieben: Fr 2. Nov 2018, 17:13 Doch ich kann nicht die Pflege von Vorurteilen gutheißen, die dir und mir unterstellen, dass wir Frauenkleider anziehen würden, um Männer gegen ihren Willen zu verführen. Nicht mehr und nicht weniger habe ich auszudrücken versucht.

Vielleicht kannst du mal gedanklich vom Bildschirm einen Schritt zurück treten, und deine Haltung mir gegenüber überdenken.


Michi
Meine Haltung Dir gegenüber ist viel wohlwollender und Dich und viele Deiner Beiträge wertschätzend, als Du annimmst.
Ich sehe durchaus, dass das nicht Deine Absicht ist.
Ich denke, die Argumente sind ausgetauscht und wir drehen uns im Kreis. Du verstehst meine Verletzung als schwuler Mensch nicht und siehst sie als gewollte Unterstellung.
Das verletzt widerrum Dich. Ich wollte mich verständlich machen, nicht verletzen. Mit diesem Widerspruch werden wir leben müssen und können.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
heike65

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 19 im Thema

Beitrag von heike65 »

Sahara65 hat geschrieben: Do 1. Nov 2018, 01:01
MichiWell hat geschrieben: Mi 31. Okt 2018, 22:03 Na prima!!!111einself

Da werden althergebrachte Vorurteile über Unsereine bestens bedient, dass wir nur Schwule sind, die Frauenkleider anziehen, um Hetero-Männer zu verführen. (ko)
jojo, bleib mal auf dem teppich.

drag queens in den städten mit vollbärten schaden uns wesentlich mehr.
Ich warte nach wie vor auf eine Antwort!!!
ExuserIn-2018-12-09
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 315
Registriert: Do 3. Aug 2017, 13:27
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 20 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-12-09 »

auf was für eine antwort ?
hab ich was übersehen ?
außerdem, eigentlich reagiere ich nicht wirklich auf eine anhäufung von ausrufezeichen.
wenn das hysterische 12 jährige machen habe ich schon keinerlei verständnis dafür.
heike65

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 21 im Thema

Beitrag von heike65 »

wer lesen kann ist klar im Vorteil @ saharara 65
Marlene K.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2149
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: größtenteils weiblic
Pronomen: sie, ohne Überempfin
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 222 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 22 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Sahara65 hat geschrieben: So 4. Nov 2018, 22:36 auf was für eine antwort ?
hab ich was übersehen ?
außerdem, eigentlich reagiere ich nicht wirklich auf eine anhäufung von ausrufezeichen.
wenn das hysterische 12 jährige machen habe ich schon keinerlei verständnis dafür.
Ja, liebe Sahara65,
auf meine Fragen und Anmerkungen ganz ohne Fragezeichen und nicht als 12jährige, es sei denn in Deiner (Ab)wertung, gehst Du genau so wenig wie auf Heikes Frage ein.

Heike stellt, genau wie ich, die Frage wieso Männer in Frauenkleidern mit Bart uns Schaden. Weil sie es wagen, anders zu sein, auch als wir? Sind wir wirklich so sehr der Nabel der Welt.
Hier muss ich MichiWell anerkennen, sie setzt sich wenigstens mit Kritik auseinander.

Meinst Du wirklich, wir müssen uns, wie es in der Gesellschaft zunehmend üblich wird, auch über Herabsetzungen auseinandersetzen. Ist das Deine Idee von erwachsenemen Handeln?
Nun, die teile ich und viele andere, denke ich , nicht.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3292
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: TG
Pronomen: kontextuell bitte
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 41 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 23 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

also da ich diesen Thread gestartet habe, fühle ich mich auch aufgefordert zu deeskalieren. Ich denke mit Nachdruck auf eine Antwort zu beharren ist nicht die feine Art. Und wir müssen auch nicht alles dahergesagte auf die Goldwaage legen, oder ? Schließlich war das kein Tweet vom Trump xD

VlG
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
Marlene K.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2149
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: größtenteils weiblic
Pronomen: sie, ohne Überempfin
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 222 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 24 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 5. Nov 2018, 17:32 Hallo,

also da ich diesen Thread gestartet habe, fühle ich mich auch aufgefordert zu deeskalieren. Ich denke mit Nachdruck auf eine Antwort zu beharren ist nicht die feine Art. Und wir müssen auch nicht alles dahergesagte auf die Goldwaage legen, oder ? Schließlich war das kein Tweet vom Trump xD

VlG
Du findest es also in Ordnung, wenn eine Person eine Frage ernst meint und eine Antwort einfordert ist dies schlimmer, als wenn diese Person daraufhin mit dem wirklich ausgefeilten Argument, sie sei nicht ernst zu nehmen und kindisch abgebügelt wird?

Ich weiß, ich nehme das alles und meine Gefühle zu ernst und habe keinen Humor.

Ich gestehe und ziehe mich zurück, um mir zu überlegen, ob der Schwule in mir eher das Recht hat, auf diese miese Tunte zu schimpfen, weil sie dass Bild vom männermordenden Schwulen in Frauenkleidern verbreitet und die meisten Schwulen doch "Hetero-Look-Alike-Wettbewerb" teilnehmen oder ob die Trans*Person wichtiger ist, die durch dies miese Schwuchtel in den Geruch kommen kann, ein Männermordender Schwuler zu sein, wobei doch die meisten normales Begerhren leben, also Frauen lieben.

Ich finde ja immer noch, hier werden zwei Vorurteile miteinander verknüpft. Wenn sich die Welt daraus ein falsches Bild bastelt, muss ich dieses Bild an beiden Stellen bekämpfen.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3292
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: TG
Pronomen: kontextuell bitte
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 41 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 25 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 7. Nov 2018, 10:07
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 5. Nov 2018, 17:32 Hallo,

also da ich diesen Thread gestartet habe, fühle ich mich auch aufgefordert zu deeskalieren. Ich denke mit Nachdruck auf eine Antwort zu beharren ist nicht die feine Art. Und wir müssen auch nicht alles dahergesagte auf die Goldwaage legen, oder ? Schließlich war das kein Tweet vom Trump xD

VlG
Du findest es also in Ordnung, wenn eine Person eine Frage ernst meint und eine Antwort einfordert ist dies schlimmer, als wenn diese Person daraufhin mit dem wirklich ausgefeilten Argument, sie sei nicht ernst zu nehmen und kindisch abgebügelt wird?

Ich weiß, ich nehme das alles und meine Gefühle zu ernst und habe keinen Humor.

Ich gestehe und ziehe mich zurück, um mir zu überlegen, ob der Schwule in mir eher das Recht hat, auf diese miese Tunte zu schimpfen, weil sie dass Bild vom männermordenden Schwulen in Frauenkleidern verbreitet und die meisten Schwulen doch "Hetero-Look-Alike-Wettbewerb" teilnehmen oder ob die Trans*Person wichtiger ist, die durch dies miese Schwuchtel in den Geruch kommen kann, ein Männermordender Schwuler zu sein, wobei doch die meisten normales Begerhren leben, also Frauen lieben.

Ich finde ja immer noch, hier werden zwei Vorurteile miteinander verknüpft. Wenn sich die Welt daraus ein falsches Bild bastelt, muss ich dieses Bild an beiden Stellen bekämpfen.
Hallo Ralf-Marlene,

So wie du das schilderst, hast du sicherlich Recht. Aber gestatte mir die Frage zu hinterfragen ob es wirklich so ist.

Was Sahara behauptet hat könnte man so aufbröseln:

1. Es gibt diese junge CD, die 150 Heteros sexuell getäuscht hat. (Ausgangsartikel)
2. Es gibt bärtige CDs in den Städten. (Allgemeinwissen)
3. Sahara behauptet 2 ist schlimmer als 1 (Shara's Theorie)
4. Wir wissen das CDs nicht zwangsweise homosexuell sind. Das gilt so auch für bärtige CDs in Städten (Allgemeinwissen)

Wenn man jetzt alles in einander einsetzt kommt nach gängigen Regeln der Logik diese Aussage zu Tage:

Bärtige CDs in den Städten die jegliche sexuelle Ausrichtung haben können sind schlimmer als die homosexuelle CD, die 150 Männer verführt hat.

So ich jetzt für meinem Part verstehe weder Sahara's Aussage noch deine Schlussfolgerung, dass Sahara's Aussage homophob ist.

Wenn ich Sahara's Aussage irgendwie deuten sollen sollte, würde ich vielleicht so etwas denken:

Bärtige CDs in den Städten verwirren tagtäglich den Normalo mehr als alle Jahre wieder eine homosexuelle CD, die 150 Männer verführt hat.

Ob das wirklich so ist, lässt sich streiten.

VlG
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
Marlene K.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2149
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: größtenteils weiblic
Pronomen: sie, ohne Überempfin
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 222 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 26 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Saharas Aussage ist homofeindlich durch die Anerkennung der ersten Aussage. Sie ist schlicht auch Transfeindlich. Sie legt fest, wie Trans zu sein hat. Binarität ist Pflicht. Wie wäre es, wenn wir uns fragen, wie wir sein wollen und den anderen leben lassen?

Ich finde jede Feindlichkeit gegen eine Gruppe falsch. Ich weiß, dass kein Mensch frei davon ist. Wenn diese sich bei mir zeigt, habe ich hoffentlich die Fähigkeit zu hören, wenn ein anderer diese benennt und nicht zurück zu schlagen.

Ich finde, es lässt sich nicht nur darüber streiten. Wir soillten darüber streiten.

Liebe Grüße auch Dir
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3292
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: TG
Pronomen: kontextuell bitte
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 41 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 27 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 7. Nov 2018, 11:02 Nein, Saharas Aussage ist nicht homophob. Sie ist schlicht Transfeindlich. Sie legt fest, wie Trans zu sein hat. Binarität ist Pflicht. Wie wäre es, wenn wir uns fragen, wie wir sein wollen und den anderen leben lassen?

Ich finde jede Feindlichkeit gegen eine Gruppe falsch. Ich weiß, dass kein Mensch frei davon ist. Wenn diese sich bei mir zeigt, habe ich hoffentlich die Fähigkeit zu hören, wenn ein anderer diese benennt und nicht zurück zu schlagen.

Ich finde, es lässt sich nicht nur darüber streiten. Wir soillten darüber streiten.

Liebe Grüße auch Dir
Hallo,

Transfeindlich? Zurückschlagen? Also bitte. Ich habe nichts gegen Trans. Ich bin ja selber mit im Boot. Und Sahara ist auch Trans und auf dem weg zur Hormontherapie so viel ich weiß. Bist du dir sicher, dass du den richtigen Leuten diese Vorwürfe machst?

Aber jetzt mal wieder Mr. Spock:
Der Logik willen. Erklär mir doch mal bitte warum bärtige CDs unbedingt Trans (und nicht Enby) sind. Im Wiki Artikel stand dieser Satz drin:
Nach Definition der WHO ist Transsexualität der Wunsch, als Angehöriger des anderen binären Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden.
Sollte man sich mit diesen Absichten nicht mal einfach rasieren oder ist es zu viel entgegenkommen? Daher ich will als Frau wahrgenommen werden und bin mir zu schade um mich einmal zu rasieren aber die (Mehrheit) Gesellschaft muss sich auf mich einstellen. Da werden die einen oder die anderen wohl streng gucken oder etwas böses sagen. So ist die Welt.

Zurück zum Hauptthema:
Für mich klangen deine Proteste bis jetzt ja wirklich nach Homophobie Alarm. Da war ich zwar bei dir aber ich fand es ein wenig zu überspitzt. Also jetzt doch im Kontext Trans. Ich schlage mich nicht auf Sahara's Seite oder der, der (warum auch immer) Transfeindlichen. Ich habe lediglich gesagt: Legt nicht alles dahergesagte in die Goldwaage. Und last es irgendwann mal gut sein. Wenn das jemand mit dir machen würde - jeden Satz auf die Goldwaage legen und dann richtig los protestieren und nicht locker lassen? Würdest du es wünschen, dass so etwas jemand anderes bei dir tut? Würdest du vielleicht denken, es wäre doch etwas unangenehm und vielleicht sogar unnötig?

VlG,
die mittlerweile etwas salzige Laila
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
Marlene K.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2149
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: größtenteils weiblic
Pronomen: sie, ohne Überempfin
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 222 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 28 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mi 7. Nov 2018, 11:46
Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 7. Nov 2018, 11:02 Nein, Saharas Aussage ist nicht homophob. Sie ist schlicht Transfeindlich. Sie legt fest, wie Trans zu sein hat. Binarität ist Pflicht. Wie wäre es, wenn wir uns fragen, wie wir sein wollen und den anderen leben lassen?

Ich finde jede Feindlichkeit gegen eine Gruppe falsch. Ich weiß, dass kein Mensch frei davon ist. Wenn diese sich bei mir zeigt, habe ich hoffentlich die Fähigkeit zu hören, wenn ein anderer diese benennt und nicht zurück zu schlagen.

Ich finde, es lässt sich nicht nur darüber streiten. Wir soillten darüber streiten.

Liebe Grüße auch Dir
Hallo,

Transfeindlich? Zurückschlagen? Also bitte. Ich habe nichts gegen Trans. Ich bin ja selber mit im Boot. Und Sahara ist auch Trans und auf dem weg zur Hormontherapie so viel ich weiß. Bist du dir sicher, dass du den richtigen Leuten diese Vorwürfe machst?

Aber jetzt mal wieder Mr. Spock:
Der Logik willen. Erklär mir doch mal bitte warum bärtige CDs unbedingt Trans (und nicht Enby) sind. Im Wiki Artikel stand dieser Satz drin:
Nach Definition der WHO ist Transsexualität der Wunsch, als Angehöriger des anderen binären Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden.
Sollte man sich mit diesen Absichten nicht mal einfach rasieren oder ist es zu viel entgegenkommen? Daher ich will als Frau wahrgenommen werden und bin mir zu schade um mich einmal zu rasieren aber die (Mehrheit) Gesellschaft muss sich auf mich einstellen. Da werden die einen oder die anderen wohl streng gucken oder etwas böses sagen. So ist die Welt.

Zurück zum Hauptthema:
Für mich klangen deine Proteste bis jetzt ja wirklich nach Homophobie Alarm. Da war ich zwar bei dir aber ich fand es ein wenig zu überspitzt. Also jetzt doch im Kontext Trans. Ich schlage mich nicht auf Sahara's Seite oder der, der (warum auch immer) Transfeindlichen. Ich habe lediglich gesagt: Legt nicht alles dahergesagte in die Goldwaage. Und last es irgendwann mal gut sein. Wenn das jemand mit dir machen würde - jeden Satz auf die Goldwaage legen und dann richtig los protestieren und nicht locker lassen? Würdest du es wünschen, dass so etwas jemand anderes bei dir tut? Würdest du vielleicht denken, es wäre doch etwas unangenehm und vielleicht sogar unnötig?

VlG,
die mittlerweile etwas salzige Laila
Liebe Laila-Sarah,
ich habe Fragen von Dir beantwortet, so wie ich sie sehe. Ich habe an anderer Stelle auch gesagt, dass ich bewusst überspitze. Ich mache keine Vorwürfe, die liest Du. Ich halte mich an die Lesart, die sagt Trans*Person sind alle Menschen, die sich jenseits eines klaren, zugewiesenen Geschlechts bewegen.
Ich versuche recht genau zu formulieren. Deswegen rede ich auch nicht von Homophobie. Kaum ein Mensch, der bewusste oder unbewusste vorgefertigte Urteile über Homosexuelle Menschen hat, hat Angst vor diesen. Deswegen rede ich von Transfeindlichkeit und Homosexuellen- oder rein auf Männer bezogen Schwulenfeindlichkeit.
Ich weiß, dass ich in mir drin immer noch auch mit transfeindlichen und schwulenfeindlichen Bildern kämpfe. Ich bin ja auch Teil dieser Gesellschaft. Leider schützt die eigene Betroffenheit nicht vor eigenen Vorurteilen gegen oder innerhalb der eigenen "Gruppe".
Der Satz von Sahara, den ich hier auseinandergenommen habe ist nur ein Beispiel und ich habe Kritik anfangs bewusst weich formuliert, weil ich weiß, dass keine Verletzung gewollt war. Aber Wertschätzung und Anerkennung gegenüber Crossdressern oder auch Trans*Person mit Bart kann ich aus dieser Äußerung auch mit gutem Willen nicht herauslesen. Es ist, wie auch gegenüber dem vermittelten Bild der Tunte im ersten Beispiel ein "Ich bin besser als..." gegenüber Untergruppen im queeren/lsbtgi* Zzusammenhang. Das habe ich benannt, nicht mehr und nicht weniger. Bisher hat mir keiner für mich verständlich erklären können, was an dieser Sicht falsch ist.

Auf weitere Anfragen erkläre ich dies mit anderen Worten auch gerne zum wiederholten Male. Aber wirf mir dann bitte nicht vor, dass ich an diesem Thema dran bleibe.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Michi
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 5987
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Pronomen: sie
Forum-Galerie: gallery/album/11
Hat sich bedankt: 726 Mal
Danksagung erhalten: 886 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 29 im Thema

Beitrag von Michi »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 7. Nov 2018, 10:07 Ich gestehe und ziehe mich zurück, um mir zu überlegen, ob der Schwule in mir eher das Recht hat, auf diese miese Tunte zu schimpfen, weil sie dass Bild vom männermordenden Schwulen in Frauenkleidern verbreitet und die meisten Schwulen doch "Hetero-Look-Alike-Wettbewerb" teilnehmen oder ob die Trans*Person wichtiger ist, die durch dies miese Schwuchtel in den Geruch kommen kann, ein Männermordender Schwuler zu sein, wobei doch die meisten normales Begerhren leben, also Frauen lieben.
Ach schau an. Sind wir uns also doch einig. :wink:
Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 7. Nov 2018, 10:07 Ich finde ja immer noch, hier werden zwei Vorurteile miteinander verknüpft. Wenn sich die Welt daraus ein falsches Bild bastelt, muss ich dieses Bild an beiden Stellen bekämpfen.
Zwei verknüpfte Vorurteile ... ja ... kann man so soagen. Auf jeden Fall muss man was dagegen tun, dass solche falschen Bilder weiter gepflegt werden. :!:
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Marlene K.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2149
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: größtenteils weiblic
Pronomen: sie, ohne Überempfin
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 222 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Skurriles Netzfund: Transvestit verführt 150 Heteros „> 10 Jahre Haft

Post 30 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

MichiWell hat geschrieben: Mi 7. Nov 2018, 18:08
Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 7. Nov 2018, 10:07 Ich gestehe und ziehe mich zurück, um mir zu überlegen, ob der Schwule in mir eher das Recht hat, auf diese miese Tunte zu schimpfen, weil sie dass Bild vom männermordenden Schwulen in Frauenkleidern verbreitet und die meisten Schwulen doch "Hetero-Look-Alike-Wettbewerb" teilnehmen oder ob die Trans*Person wichtiger ist, die durch dies miese Schwuchtel in den Geruch kommen kann, ein Männermordender Schwuler zu sein, wobei doch die meisten normales Begerhren leben, also Frauen lieben.
Ach schau an. Sind wir uns also doch einig. :wink:
Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 7. Nov 2018, 10:07 Ich finde ja immer noch, hier werden zwei Vorurteile miteinander verknüpft. Wenn sich die Welt daraus ein falsches Bild bastelt, muss ich dieses Bild an beiden Stellen bekämpfen.
Zwei verknüpfte Vorurteile ... ja ... kann man so soagen. Auf jeden Fall muss man was dagegen tun, dass solche falschen Bilder weiter gepflegt werden. :!:
In der Hinsicht sind wir uns von Anfang an einig gewesen.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Antworten

Zurück zu „Crossdresser- und Transgender-Café“