Naiv dahingestellt: Och, ich will mal ein bisschen beides sein, weil mir grade langweilig ist oder so.
Nein, keinesfalls. Wie weiter oben schon geschrieben, eine binär eindeutig sich selbst fühlende Person kann diesen Druck nach "Zwischeneindeutigkeit" nicht nachvollziehen. Auch nicht wenn der Umstand eines falschen Körpers fakt ist. Denn in meinem Fall ist der Körper nicht grundsätzlich falsch. Er ist nicht fehl am Platz, nur eben nicht vollständig.
Wir haben von Gesetzeswegen keine Möglichkeit, einen offiziellen Weg zu gehen. Das TSG aktuell hierzu (Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/tsg/TSG.pdf)
Eine Indikation für entsprechende hormonellen Maßnahmen ist also ausgeschlossen. Zwar gäbe es wiegesagt die Möglichkeit einen Arzt mit tiefenentspannter Risikobereitschaft zu finden, welcher alles auf Privatrezept verschreibt, was aber letzlich nichts daran ändert das es ein Experiment bleibt. Die Ergebnisse einer Suche nach Forschungszielen und Auflösungen über "Zwischenmechanismen" eines hormonellen Einsatzes in dezitierter Dosis, bleiben aus. Eine Unterversorgung bei einem "Volleinsatz" in das Übergehen auf die andere binäre Seite wird beschrieben: (Quelle: http://www.dgti.org/component/content/a ... tml?id=153)-§ 8 Voraussetzungen
(1) Auf Antrag einer Person, die sich auf Grund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem
Geburtseintrag angegebenen, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfindet und die seit mindestens
drei Jahren unter dem Zwang steht, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben, ist vom Gericht festzustellen,
daß sie als dem anderen Geschlecht zugehörig anzusehen ist, wenn sie
1.- - die Voraussetzungen des -§ 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 erfüllt,
2.- - (weggefallen)
3.- - dauernd fortpflanzungsunfähig ist und
4.- - sich einem ihre äußeren Geschlechtsmerkmale verändernden operativen Eingriff unterzogen hat, durch den
eine deutliche Annäherung an das Erscheinungsbild des anderen Geschlechts erreicht worden ist.
Um größere Risiken zu bewerten, in etwa das benannte Faktor-V Leiden, kann ausgeschlossen werden wenn eine auf Symptomen ausgelößte Untersuchung stattfindet. Klein geschrieben, eine Untersuchung über einen Hämatologen, muß ja nicht im Kontext TSG veranlasst werden. Hierfür obliegt die Option aber bei eines jeden einzelnen Menschen Phantasie.Die durch östrogen wirkende Produkte hervorgerufenen psychischen Veränderungen sind bei richtiger Dosierung und Kontrolle durch entsprechend erfahrene Ärzte gering. Sie führen in den meisten Fällen lediglich zu einer Dämpfung des Sexualverhaltens und zu zurückhaltenderen Wesenzügen. Dies schmälert im Normalfall nicht die Initiativ- und Leistungsfähigkeit. Massive Depressionen treten z.B. im wesentlichen nur dann auf wenn, Unter- oder Überdosierungen erfolgt sind. Dies kann seine Ursache im Wirkungsbild des Medikamentes haben. Als Beispiel möge die Anlage eines neuen Depots dienen, welches unter Umständen in den ersten paar Tagen ein massives Unwohlsein auslösen kann. Auch Medikamentenkombinationen können durchaus ein überdurchschnittliches Hochschaukeln der Wirkungen hervorrufen. Hier denke man im Besonderen an die Wirkungen von Androgenrezeptoren-Blockern (Androcur, Furegel). Eine weitere Ursache können biologische Funktionen Ihres Körpers sein, die außerhalb der "normalen zu erwartenden Funktionen" liegen. In jedem Falle sollte mindestens halbjährlich eine Kontrolle des Blutbildes und der verschiedenen Organfunktionswerte gemacht werden. Zu Beginn der Behandlung sollte dies für das erste halbe Jahr jeden Monat gemacht werden, bis die entsprechende Dosierung gefunden ist. Eine deutliche Senkung der verabreichten Hormonmenge ist meist postoperativ nach der GA-OP angezeigt.
Auch hier gilt wie bei jedem Medikamenteneinsatz, dass der Satz "Viel nützt viel", in der Anwendung von Medikamenten meist nicht stimmt!
Einer der elementaren Grundsätze der Biochemie, das Arndt-Schulz-Gesetz, lautet:
Schwache Reize fördern, starke hemmen und stärkste lähmen die Lebenstätigkeit.
Zum Abschluß noch ein PDF zu Schulungszwecken. Vielleicht ein interessanter Einblick wie in 2016 über das Thema in Vorlesungen verfahren wurde. Vieles ist alt und manches kam hinzu. Insbesondere "nicht - klinische" Aspekte und Feststellungen. Warum? Es scheitert an der gesetzlichen Umgebung. Die Medizin ist also insgesamt schon bereit für die nächsten Schritte.
https://diversity-netzwerk.charite.de/f ... nnette.pdf